bergstolz

Bike

Service: Unterziehshorts im Test

Egal, wie fancy und ausgefallen die Anbauteile am Bike ausfallen, das Ding, das wirklich individuell unterschiedlich ist, sieht im Normalfall niemand: Die Unterziehshorts. Zuerst zum Grundsätzlichen: Im Gegensatz zum Lycra-Piloten vulgo XC-Racer trägt der moderne Biker (und natürlich auch die Bikerin) Shorts. Die haben allerdings kein eingearbeitetes Sitzpolster, daher zieht man drunter eine Unterziehshorts an, die aus sehr atmungsaktivem, dehnbarem Material gefertigt ist und eben als „Trägermasse“ für ein Sitzpolster dient. Denn eines ist klar: Wer seinen Hintern liebt plus ein einigermaßen durchschnittliches Schmerzempfinden hat, der fährt nicht ohne Sitzpolster sportlich Rad.

Das Sitzpolster selbst ist für den Fahrkomfort mitentscheidend: Es unterstützt ja direkt einen der drei Berührungspunkte des Bikers mit seinem Sportgerät. Welches das Beste ist, ist eine unmöglich zu beantwortende Frage, denn hier kommt es stark auf individuelle Vorlieben und den Körperbau an, bzw. auch, wie sehr man ans Sitzen im Sattel gewöhnt ist. Prinzipiell gilt, dass das Sitzpolster umso dünner und straffer sein darf, je sportlicher der Fahrer und je mehr Zeit der im Sattel verbringt.

Wenns eine neue Unterziehshorts sein soll, dann nimmt man am besten die bisherige Lieblings-Unterziehshorts zur Hand und recherchiert ein bisschen zum Sitzpolster. So bekommt man einen ersten Eindruck, wie der Nachfolger aussehen sollte. Anschließend begibt man sich zum Fachhändler des Vertrauens, denn um eines kommt man hier nicht herum, wenns passen soll: Beratung, Anprobieren, Ausprobieren.

Zum Schluss noch zwei kurze Hinweise: Nein, man trägt keine Unterhose unter der Unterziehshorts. Und selbstverständlich gibt es auch jede Menge unterschiedliche Modelle speziell für Frauen, die wir allerdings für diese Ausgabe nicht getestet haben.

Noch mehr Wissenswertes über MTB-Unterziehshorts verrät Tobi Hild von SQlab im Experteninterview.

Endura Engineered Boxer Short
20220503 EnduraE3168BK back lgErhältliche Größen: S – XL
Damenmodell: erhältlich
Preis: ab ca. 35,00 Euro

Mit einer hochelastischen, nahtlos gestrickten Konstruktion und einem hochwertigen Pad der 300er-Serie ist der Engineered Boxer bei vielen Fahrern beliebt. Das geformte Stretchpolster verwendet ein weiches Mikrofaser-Obermaterial und verfügt über eine antibakterielle und feuchtigkeitsableitende Oberfläche. Es hat eine maximale Dicke von 12 mm mit einer genoppten Oberfläche, um den Komfort an Druckpunkten zu verbessern. Strategisch positionierte Rippen sorgen für zusätzliche Dehnung und Komfort.

Testeindruck:
Da das Material etwas dicker ist, ist die Unterziehshorts auch für kalte Tage am Bike gut geeignet. Das klassische Polster mit etwas dickerer Auflage sorgt für sehr hohen Tragekomfort. Die Unterziehshorts kann mittels Druckknöpfen fest mit der Endura-Short verbunden werden. Jedenfalls der Preis/Leistungs-Sieger im Test.

www.endurasport.com

Leatt Short Liner MTB 3.0 V22
20220503 Leatt 2Erhältliche Größen: S – XXL
Damenmodell: Nein
Preis: ab ca. 70,00Euro

Die Leatt MTB 3.0 Short besteht aus leichtem, feuchtigkeitsableitendem 4-Wege-Stretchmaterial. Sogar die Nähte wurden mit Stretchstickgarn gearbeitet, um die Haltbarkeit zu erhöhen und volle Dehnbarkeit zu garantieren. Besonderes Schmankerl der Unterziehshorts: Sie hat an beiden Seiten Aufbewahrungstaschen mit Silikongriff, z.B. fürs sichere Transportieren des Handys am Bike. Das verarbeitete „Sport“-Sitzpolster mit doppelter Dichte besteht aus feuchtigkeitstransportierendem ECO X-Tract Gewebe und ist mit Damm- und Ischias-Dual-Density-Schutzdesign ausgestattet.

Testeindruck:
Sehr fein verarbeitete Unterhose mit einem eher dünnen und sehr atmungsaktiven Polster. Die zwei Seitentaschen für Handy und Geld haben sich als ausgesprochen praktisch erwiesen, ebenso der originelle Hosenschlitz, wenn es schnell gehen muss. Die Leatt Short ist am Bein etwas schmal geschnitten, daher gerne eine Größe größer nehmen als üblich.

leatt.com

Patagonia Nether Bike Liner Short 7
20220503 PatagoniaErhältliche Größen: XS – XL
Damenmodell: erhältlich
Preis: ab ca. 70,00 Euro

Bei der leichten und doch festen Nether Bike Liner Shorts ist weniger mehr. Die minimalistisch konzipierte Innenshorts hat ein schlankes Chamois, das polstert, ohne zu stören oder sich wie eine Windel anzufühlen. Die gesamte Short ist aus besonders atmungsaktivem und luftigem Material gefertigt. Das schlanke Highdensity-Chamois ist weich und scheuerfrei konstruiert und bietet Unterstützung dort, wo sie anatomisch notwendig ist. Zusätzlichen Halt bieten die weichen Silikonabschlüsse am Beinende.

Testeindruck:
Die Bikeunterhose mit dem kürzesten Hosenbein sitzt ausgezeichnet, das kurze Bein rutscht nicht nach oben. Das Sitzpolster empfanden unsere Tester als etwas dick, allerdings auch sehr komfortabel. Die Shorts fällt insgesamt etwas klein aus, daher lieber eine Nummer größer wählen. Großes Plus: Das sehr atmungsaktive Material.

eu.patagonia.com

Protective P-Beyond
20220503 Protective 116008 999Erhältliche Größen: S/M – 2XL/3XL
Damenmodell: erhältlich
Preis: ab ca. 50,00 Euro

Die P-Beyond ist in 3D-Technologie rundgestrickt und besitzt ein ebenfalls nahtloses 3D Sitzpolster. Das komplex aufgebaute innovative P-Tec Icon Polster ist so konstruiert, dass es durch seine Flexibilität und gezielten Abstufungen zwischen Sitzbereich und weichem Randbereich den optimalen Support für alle Körperbewegungen und Einsatzbereiche bietet. Großzelliger Schaumstoff mit hoher, langlebiger Stauchhärte bei gleichzeitiger Luftdurchlässigkeit und effizientem Feuchtigkeitstransport sorgt für optimalen Komfort am Bike.

Testeindruck:
Angenehme, weich zu tragende Bikeunterhose, mit einem sehr komfortablen mittelharten Polster, damit sind auch längere Touren kein Problem. Durch das etwas festere Material ist die Hose bestens für Schlechtwetterfahrten und kühlere Temperaturen geeignet. Aufgefallen ist unseren Testern zudem die extrem hohe Verarbeitungsqualität.

protective-sports.com

Schöffel Skin Pants 8h
20220503 Schöffel Skin Pants 8h LErhältliche Größen: 46 - 58
Damenmodell: erhältlich
Preis: ab ca. 80,00 Euro

Bodymapping Technologie gepaart mit perfekter Passform von Schöffel - ergibt eine Radunterziehhose, die Komfort selbst bei Langstrecken auf dem Rad ermöglicht. Das integrierte Polster besteht aus einem Multi-Layer Komfortsystem und ist anatomisch geformt. Des Weiteren sorgt das Polster durch das 3-dimensionale ECO X-Fifty Material und Hybrid Cell System für Tragekomfort und Atmungsaktivität. Die Silbernitratbehandlung des Materials verhindert zusätzlich die Bildung unangenehmen Geruchs bis zu 20 Wäschen lang.

Testeindruck:
Sehr komfortable Bikeunterhose mit hohem Tragekomfort für lange Ausfahrten. Das Material der Hose ist sehr atmungsaktiv, selbst bei hohen Temperaturen wird es in der Hose nicht zu warm. Das Polster ist nicht zu dick und trotzdem kommt es zu keinen Druckstellen. Die Schöffel Skin Pants überzeugten im Test außerdem mit der besten Atmungsaktivität.

www.schoeffel.com

SQlab Short ONE10
20220503 SQlabErhältliche Größen: XS - XXL
Damenmodell: Nein
Preis: ab ca. 100 Euro

Die SQlab Unterziehhose ist für eine aufrechte Sitzposition oder für alle, die keinen Bock auf hautenge Shorts haben. Das Polster SQ-Pad 10 ist maximal 8 mm dünn und straff und besteht aus einem dichten und zugleich atmungsaktiven Schaum, der an der Unterseite mit einer dünnen Schicht eines TPE Gels ausgestattet ist. Dies dient zur optimalen Aufnahme der bei der Tretbewegung entstehenden Scherkräfte. Die SQ-Short ONE10 ist für den Alltag gemacht und besitzt einen idealen Schnitt, um sie unter der Hose zu tragen.

Testeindruck:
Die Short ONE10 ist der Mercedes der Bikeunterziehhosen. Hoher Tragekomfort zeichnen die Hose aus. Mit einem eher dünneren Polster kommt es zu keinerlei Druckstellen und auch zu keinem Pampersgefühl. Die Atmumgsaktivität ist gut, bei sehr heißen Tagen wird es aber doch etwas warm. Ideal als Allrounder für unsere Breitengrade.

www.sq-lab.com

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Test: Santa Cruz Heckler CC MX

Länger, schneller, weiter!

Das neue Heckler startet im Frühjahr 2022 durch: „Länger, schneller, weiter!“ ist die Ansage von Santa Cruz. Erreicht werden soll das mit mehr Akkuleistung und einer veränderten Rahmengeometrie gegenüber dem Vorgänger. Ob das neue Heckler hält, was Santa Cruz verspricht? Wir haben das Bike einer eingehenden Prüfung unterzogen.

20220413 Heckler1Was ist nun neu am Heckler? Insgesamt zielt es mit einer Erhöhung des Federwegs auf 160/150mm und seiner bergablastigeren Geometrie noch stärker auf die „Runter“-Fraktion, zusätzlich hat es mit einem 720Wh-Akku wesentlich mehr Power bergauf verpasst bekommen. Dies lässt natürlich das Gewicht ansteigen. Lag der Vorgänger noch bei knapp unter 20kg, bringt das neue Heckler nun stolze 22kg auf die Waage - gewogen am Topmodell mit CC Rahmen. Wer jetzt Schnappatmung bekommt: Im Vergleich zu anderen Herstellern immer noch ein sehr niedriger Wert. Wie beim Vorgänger ist ein Shimano EP8 Motor mit einer Leistung von 85Nm Drehmoment verbaut, der ordentlich für Vortrieb sorgt.

In Sachen Geometrie hat man bei Santa Cruz besonders an moderate Touren- bzw. große Fahrer gedacht und liefert jetzt eine 29“-Spezifikation des Heckler. Hier sorgen längere Kettenstreben und das größere Hinterrad für mehr Laufruhe bei etwas reduzierter Wendigkeit. Wer auf Agilität und Verspieltheit steht, der greift zum MX Modell mit Mullet-Bereifung. Zusätzlich lässt sich per Flipchip auch noch die Geometrie individuell ein bisschen anpassen – siehe Geometriedaten. Soweit zur Theorie – auf in die Praxis!

20220413 Heckler2Wenn man sich auf das neue Heckler setzt, fallen einem unmittelbar der steilere Sitzwinkel und der längere Reach auf. Bergauf ist nicht viel Unterschied zum Vorgänger festzustellen, außer, dass die Sitzposition etwas gestreckter ist und mit dem größeren Akku locker 2.000 Höhenmeter drin sind, wenn nicht sogar 2.500. Die genaue Reichweite hängt aber natürlich davon ab, wie in der Shimano App E-Tube die Leistung der einzelnen Unterstützungsmodi konfiguriert wird, und vom Fahrergewicht. Im Praxistest konnten wir ob der frühen Jahreszeit, der niedrigen Temperaturen und der entsprechend „guten“ Schneelage den Akku zwar nicht komplett ausfahren, nach 1.500 Höhenmetern waren aber noch volle zwei Balken auf der Anzeige. Offensichtlich hat sich der Aktionsradius wesentlich vergrößert. Oder man kann nun länger im Boost Modus unterwegs sein, je nach Vorlieben.

20220413 Heckler3Am technischen Trail sowie über felsiges, steiles Gelände berghoch arbeitet der Hinterbau ausgezeichnet und vermittelt viel Traktion. Hier haben die Santa Cruz-Ingenieure das Level nochmals angehoben: Der VPP Hinterbau arbeitet sensibel, ohne jegliche Vortriebseinschränkungen, die Kraft wird bestens umgesetzt.

Trotzdem: Wie man den Geometriedaten entnehmen kann, wurden die wahren Qualitäten des Bikes noch stärker in den Bergab-Bereich verlagert. Der flachere Lenkwinkel von 64,5° und das Mehr an Federweg lassen uns den Trail entspannt angehen. Bei sehr steilen Abschnitten kam das alte Heckler schon ab und zu ans Limit, nun sind genügend Reserven vorhanden. Das Bike vermittelt sehr viel Sicherheit, es zeigt sich handlich und spielerisch - trotz des höheren Gewichts im Vergleich zum Vorgänger. Dank des MX Fahrwerks geht es flott durch enge Kurven und das Bike lässt sich sehr gut steuern. Verblockte, technische Trails sind die Spielwiese des Hecklers, hier trumpft es voll auf. Der VPP Hinterbau arbeitet souverän und schluckt die gröbsten Schläge weg. Das Fahrwerk ist sportlich straff abgestimmt, so wie man es von einem guten Trail E-Bike erwartet.

Also „höher, schneller, weiter“? Ja, definitiv. Das Heckler setzt neue Maßstäbe im Trail E-Bike Bereich – dafür muss man allerdings die zwei Kilo mehr Gewicht in Kauf nehmen, da der größere Akku einfach schwerer ist. Trotzdem hat Santa Cruz den Spagat geschafft und ein agiles und spielerisches Bike auf die Füße gestellt, das mit einer Akkuleistung von 720Wh aktuell dennoch eines der leichtesten seiner Klasse bleibt.

Ausstattung  
   
Rahmen Vollcarbonrahmen mit 29"/27,5" Trail-Geometrie, 150mm Federweg
Gabel Fox 36 Float Factory E-Tune 29", Grip2, Federweg 160mm
Dämpfer Rock Shox Super Deluxe Ultimate
Laufräder Santa Cruz Reverse 30mm 29" front, 27,5" rear Carbon, Industry Nine 1/1 Naben
Reifen Maxxis Assegai 29x2.5/27,5 3C Maxx Grip, EXO+, TR
Schalthebel SRAM GX AXS, 12 Speed
Schaltwerk SRAM XO1 AXS, 12 Speed
Kurbel Shimano EM900 Hollow Tech, 165mm
Kassette SRAM XG1295, 12 Speed, 10-50 Zähne
Kettenführung E13 E-Spec+ AL
Bremsen SRAM Code RSC, 200/200mm Bremsscheiben
Sattelstütze Fox Transfer Performance Elite
Motor Shimano DU-EP800
Akku Shimano 720Wh, integrated, herausnehmbar
Gewicht 21,98 kg

 

Hier gehts zu den GEOMETRIEDATEN

www.santacruzbicycles.com

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Test: Ghost Riot EN Full Party

Viel Leistung für gutes Geld

Ein erstaunliches Bike hat Ghost mit dem Riot Full Party auf die Beine gestellt. Das Konzept eines Alurahmens mit edlen Anbauteilen und Federweg satt, zu einem unschlagbaren Preis/Leistungsverhältnis ist aktuell ziemlich einzigartig am Markt. Biker, die nicht zwei oder drei Monatsgehälter für ein Bike ausgeben können oder wollen, wird das Ghost voll ansprechen. Es muss offenbar nicht unbedingt ein Carbonbomber sein, der 16kg wiegt, denn Ghost geht hier andere Wege – und kann mit dem Riot Full Party auch eine ganz andere Preisklasse erschließen. Wir hatten die Möglichkeit das Bike am Gardasee und in den Ligurischen Bergen zu testen. Hier unsere Eindrücke.

20220413 Ghost1Silberpoliert mit Lila Schriftzügen mag nicht Jedermanns Sache sein, auffallen tut man mit dem Bike allerdings auf jeden Fall. Die Sitzposition ist gestreckt und man sitzt gefühlt ziemlich weit vorne. Daran muss man sich etwas gewöhnen. Man bringt die Kraft sehr gut auf das Pedal und so geht das Bike sehr gut bergauf, für das hohe Gewicht von 16,8kg. Dafür sollte man aber schon gute Fitness mitbringen, denn das Gewicht kostet ein paar Körner. Außer natürlich, es ist eine Gondel oder ein Shuttle in der Nähe, dann ist der Spaß umso größer. Denn bergab steigt mit dem Riot Full Party, wie der Name schon sagt, die große Party. Das Bike schreit förmlich nach schnellen verblockten Trails. Der Cacciatore Trail oberhalb von Finale Ligure, EWS Stage, ist genau das Ding: Verblockte Passagen, große Absätze, schnelle Kurven und Sprünge - hier fühlt sich das Bike wohl und gibt dem Lenker sehr viel Sicherheit. Der Tester ist diesen Trail noch nie so schnell gefahren wie mit dem Riot. Man muss sich allerdings auch hier an die Fahrposition gewöhnen. Wie schon oben erwähnt, hat man den Schwerpunkt ziemlich über dem Lenker, das bringt viel Druck auf das Vorderrad, bedarf aber einer etwas anderen Gewichtsverteilung.

20220413 Ghost2

Die Ausstattung ist sehr gut gewählt und nicht oft als Erstausrüstung an einem Serienbike zu sehen: Formula Selva Gabel und Formula Mod Stahlfederbein, Syntace V30 Laufräder und die sehr gut funktionierende und komplett versenkbare Eightpin Sattelstütze stechen in dieser Preisklasse besonders heraus und tragen zum ausgezeichneten Fahrverhalten bei. Das Fazit fällt sehr gut aus, einziger Wermutstropfen ist das etwas zu hohe Gewicht. Aber wenn man nicht viel berghoch fährt und Gondel oder Shuttle nutzt, kommt man mit dem Riot voll auf seine Kosten und ist der Star der Downhill Party.

www.ghost-bikes.com

Hier gehts zu den GEOMETRIEDATEN

Ausstattung  
   
Rahmen
Riot Alu, 29"
Gabel
Formula Selva 170mm
Dämpfer Formula MOD 160mm
Laufräder Syntace V30
Reifen Maxxis Minion DHF 29x2.5,DHR II 29x2,4 Maxx Terra Exo+
Schalthebel Shimano SLX SL-M7100
Schaltwerk Shimano XT RD-8100 12 S
Kurbel Shimano XT FC-8100 32 T
Kassette Shimano SLX CS-M7100 10-51 Zähne
Kettenführung E13 E-Spec+ AL
Bremsen Formula Cura 4 203mm
Sattelstütze Eightpins hydraulic 34,9mm
Gewicht 16,8kg
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Test: Magura MT5

Die Magura MT5 gibt es nun schon ein paar Jahre und sie ist nach wie vor der Dauerbrenner für alle Nachrüster oder Rahmen-Aufbauer, die eine preisgünstige, kraftvolle Bremse suchen. Wir haben im Test versucht, das Optimum herauszuholen – hier unsere Tipps, um die Power anzupassen.

20220413 MaguraLeichtgewichte brauchen nicht unbedingt die größten Bremsscheiben. Je nach Fahrkönnen und Einsatzbereich reichen hier 180er Bremsscheiben aus. Nur für schwerere Fahrer oder Fahrer, die mehr bergab unterwegs sind, empfehlen wir 200mm Bremsscheiben. Wer es ganz brachial haben will oder die Bremse ans E-Bike schraubt, kann dann auch noch die 220mm MDR Bremsscheiben verbauen. Aber Achtung: Man sollte dann sehr gefühlvoll mit der Vorderbremse zu Werke gehen. Denn die MT5 kann extrem bissig sein.

Grundsätzlich trifft man mit der MT5 immer eine solide Wahl und ist auf jeden Fall der Preis/Leistungssieger. Bei der Montage sollte man noch darauf achten, dass man keine Luft in das System bekommt. Wenn es doch passieren sollte haben wir hier noch eine Videolink zum richtigen entlüften der Bremse: https://www.youtube.com/watch?v=Xwrd2nKOZ3c

Vor der ersten Ausfahrt muss die Bremse auch gut eingebremst werden, sonst erlebt man eine böse Überraschung mit üblem Fading. Hat man diese Tipps beachtet, dann sollte die Magura MT5 bestens funktionieren. In Sachen Bremskraft und Dosierung steht sie ihrem großen Bruder MT7 kaum nach. Uns war die MT5 immer ein zuverlässiger und sicherer Anker in zahllosen Abfahrten und hat sich bis heute bestens bewährt.

www.mbps.eu
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TESTED ON TOUR: RockShox ZEB Ultimate

Ballern ist angesagt!

Wer es grob mag, für den hat RockShox ein neues Spielzeug. Die Lyrik ist Dir zu seicht, die Boxxer aber zu heftig und zu schwer? Und überhaupt bevorzugst Du sowieso Singlecrown? Dann ist die neue ZEB mit ihren 38mm fetten Standrohren genau Dein Gerät! Ob Endurorace oder verblockte Freeridetrails - die ZEB ist Deine Gabel. Klar, dass wir Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt haben, um die „fiese, knallharte Kampfmaschine“ (O-Ton RockShox) so schnell wie möglich ins Bike einzubauen!

20201021 ZEB ProduktDie Eckdaten
Die ZEB gibt es in 27,5 und 29 Zoll und in 4 Federwegsvarianten mit wahlweise 160, 170, 180 oder 190mm. Das wildeste Gerumpel in einen smoothen Ride verwandeln soll die Charger 2.1 RC2 Kartusche, Offset ist bei 27,5“ 38mm, 44mm, bei 29 Zoll 44mm. Auf der Waage schlägt die ZEB (29 Zoll, 170mm, Steckachse, nicht abgeschnittener Gabelschaft) mit 2.281 Gramm zu.

New Kid on the block
Die ZEB hat ein völlig neues Design, den Schaft gibt es in 1.5, oder 1,8 Zoll, die Gabelbrücke ist wesentlich steifer im Vergleich zur Lyrik. Die Torsionssteifigkeit ist um 21,5%, die Seitensteifigkeit um 7%, die Steifigkeit in Fahrtrichtung um 2% gestiegen. Charger 2.1, Debon Air Luftfederung, SKF Dichtungen und Maxima Plush Dämpfungsflüssigkeit sollten beste Performance garantieren. Die Bremsaufnahme lässt massive 220mm Scheiben zu - perfekt für den Einsatz am E-Bike.

Unser Setup
Wir fuhren die Gabel mit 180mm Federweg in einem Ghost SL AMR X Hybrid E-Bike. Die Abstimmung bei einem Fahrergewicht von 72kg: Volumenspacer, Luftdruck 70 psi, Highspeedcompression, Lowspeed 5 Klicks und 3 Klicks Zugstufe.

20201021 ZEB1On trail
Auf schnellen Trails merkt man das Plus an Steifigkeit, mit wesentlich mehr Speed geht es über die verblockten Passagen, hier vermittelt die Gabel mehr Sicherheit und Kontrolle als die Lyrik. Auch die Präzision in den Kurven ist besser. Schnell und Rough, das ist das Ding der RockShox ZEB.

Bei trailigen, langsamen Wurzelpassagen mit engen Kurven hingegen hat die Steifigkeit etwas den Nachteil, dass das Vorderrad auf den feuchten Wurzeln eher mal wegrutscht. Das Ansprechverhalten ist hier auch nicht so gut. Das kann aber auch daran liegen, dass die Gabel ganz neu war und die SKF Dichtungen sich noch etwas einlaufen müssen. Allerdings: Die Gabel wird man sich auch nicht unbedingt zum Spitzkehren fahren kaufen.

Unser Fazit: Ballern ist angesagt!

Wer gerne schnell den Berg runter fährt ob Bikepark oder Endurostages, hat mit der ZEB die richtige Wahl getroffen. Auch für schwere Fahrer über 100kg und E-Bikes ist die Gabel sehr empfehlenswert. Je schneller und gröber das Geläuf, desto besser für die ZEB.

www.sram.com
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Bike Check - Cube Stereo

Remy Metallier´s Dream Bike

Remy Mettalier ist auf seinen Hometrails in Squamish, B.C. unterwegs und gibt uns einen detaillierten Einblick, über sein Cube Stereo.

www.cube.eu

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FreerideTestival 2020 – Der Teaser ist da!

Jetzt Anmelden!

Drei Wochenenden, drei Destinationen und jede Menge Spaß im Powder! Das FreerideTestival geht in die siebte Runde!

Neben dem größten Materialtest der Alpen wird es auch 2020 wieder spannende Side -Events rund um das Thema Freeriden geben!

Die Termine für 2020

07. + 08. März 2020: Warth-Schröcken am Arlberg

14. + 15. März 2020: Saalbach

21. + 22. März 2020: Kaunertaler Gletscher

Anmelden könnt Ihr euch auf www.freeride-testival.com !

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Tested On Tour: Kari Traa Flette LS

Everyday is a Baselayer Day!

Die Skisaison 2018/19 neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Wie eigentlich immer hatte auch dieses Jahr jede/r von uns seinen bzw. ihren Lieblingsski, der immer dann mitkam auf den Berg, wenn nicht GANZ SICHER ein anderer Ski der bestmögliche für den Tag war. Und wie in jeder Saison hat sich für jede/n das eine oder andere Lieblingsteil herauskristallisiert, sei es die neue Goggle mit dem Mega-Sichtfeld, der ultraleichte Helm oder die neuen Volllederhandschuhe. Einer meiner absoluten Favoriten in dieser Saison war das Kari Traa Flette Baselayer: „Das Shirt ist ja schon angewachsen bei dir!“

20190411 KT1Schnitt
Die Größe würde ich als „True to size“ bezeichnen. Sehr angenehm der längere Schnitt, so rutscht das Shirt definitiv nicht aus der Hose, wenn frau die Skischuhe schließt. Dank Stretch Fabric Mapping ist der gesamte Schnitt für „Bewegung“ optimiert, daher macht das Ding auch Hampelmänner und Yogaübungen problemlos mit, wenns mal richtig kalt sein sollte.

Material
Der Flette Baselayer besteht nicht aus 100% Merinowolle sondern aus einem Gemisch aus 60% Wolle und 40% Lenzing Modal. Dieses Material wird aus nachhaltigem Buchenholz hergestellt, indem das Holz in Fasern umgewandelt wird, die – in Ballen verpackt – von den Spinnereien in Stoffe verwebt werden. Modal erfreut sich besonders wegen seiner Weichheit so großer Beliebtheit. Die Merinowolle, die Kari Traa verwendet, ist laut Hersteller natürlich zertifiziert und vollkommen Mulesing-frei und stammt aus Australien und Neuseeland.

Während die Merinowolle wärmt, fühlt sich Modal angenehm kühlend an. So hat man auch in beheizten Räumen nicht das Gefühl, gleich einen Hitzekollaps zu erleiden. Außerdem „verwuzelt“ die Wolle dank des Mischgewebes auch nach dem Waschen nicht.

20190411 KT greymTragekomfort
Entschieden habe ich mich für das Flette Baselayer in der Farbe Naval, also für die weiß-blaue Variante, weil die – Achtung Girly-Alarm - zu allen meinen Skisachen passt... ;-) Beim Auspacken fühlt sich das Material ziemlich dünn an, was Zweifel aufkommen ließ, ob das Shirt auch wirklich warm hält. So wirkt auch der weiße Körper des Shirts leicht transparent (nicht durchsichtig!). Wer das überhaupt nicht mag, sollte von dieser Farbvariante aber von vornherein absehen...

Beim ersten Hautkontakt überzeugt das Longsleeve allerdings schon mit seinem außerordentlich weichen Griff. Richtig kuschelig! Dabei aber überhaupt nicht pampig-wollig, sondern schön glatt – auch unter schmalen Ärmeln rutscht das Shirt gut. Die gestrickten Ärmelbündchen schließen schön ab – hier hat kalter Luftzug keine Chance. Persönlich würde ich mir noch Daumenlöcher wünschen, aber das ist Geschmackssache.

20190411 KT jamFunktionalität
In der Praxis hat das Flette Baselayer alle Vorteile von Merinowolle: Fängt auch nach mehrmaligem Tragen nicht zu riechen an, hält bei Kälte schön warm (Ja, obwohl die Qualität so dünn erscheint!), transportiert aber auch den Schweiß gut ab, wenn man mal ins Schwitzen kommt. Bewährt hat sich dieser Baselayer sowohl im Kanadischen Hochwinter bei -18° als auch auf den ersten Frühlingsskitouren – da allerdings dann schon mit hochgekrempelten Ärmeln. Wie gesagt, dieses Baselayer ist diesen Winter beinahe angewachsen. Und wenn ich es nicht getragen habe, dann wars im Rucksack als Notfallschicht mit dabei.

Klar, der Preis ist bei Kari Traa immer recht „skandinavisch“. Lieblingsteile rentieren sich aber dann doch meistens, die trägt man schließlich bis sie auseinanderfallen. Daher: Kaufempfehlung!

www.karitraa.com

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FreerideTestival in Warth 16. + 17. März

Das FreerideTestival lädt zum größten Equipment-Test der Alpen!


11032019FreerideTestival 2019 presented by BMW xDrive Tourstopp Warth Schroecken by Lorenz Masser Bild 03 lowresNicht mehr lange, dann steht der nächste Tourstopp des FreerideTestivals 2019 presented by BMW xDrive an.
Am 16. + 17. März wird an der Talstation des "Jägeralp-Express" in Warth-Schröcken beim kostenfreien Equipment-Test das neueste Material getestet. Bei über zwei Meter Schnee Grundlage und einem Meter vorhergesagtem Neuschnee, haben wir keine Bedenken, das alle „Powder-Hounds“ auf ihre Kosten kommen.

Neben dem Equipment – Test wartet ein spannendes Rahmenprogramm auf Euch!

Passend zum Women´s Day gibt es für Freeride ambitionierte Damen, von Peak Performance ein Freeride Touring Ladies Special mit Freeride World Qualifier Series Riderin Laura Wiech. Auch die Skischule Warth nimmt ein Women’s Freeride Special an diesem Wochenende mit ins Programm. Selbstverständlich können auch die Herren mit Peak Performance den Tiefschnee genießen oder mit der Skischule Warth bei einer geführten Tour die ultimative Skiregion am Arlberg erkunden. Einblicke in Risikominimierung, Tourenplanung, Hangbeurteilung und Verhalten im Notfall geben zwei Bergführer und Experten im Rahmen von „Know-How To Powder“ von ABS-Airbag den mit Test-Rucksäcken ausgestatteten Teilnehmern.11032019FreerideTestival 2019 presented by BMW xDrive Tourstopp Warth Schroecken by Lorenz Masser Bild 07 lowresAm Ende der besten Freeride-Abfahrten wartet wie gewohnt schon der gratis BMW xDrive Shuttle, um die Teilnehmer sicher und bequem zurück zum Lift oder zum Testival-Gelände zu bringen. Dort sorgen in der ABS-Airbag Lounge das Red-Bull Soundcar mit chilligen Beats und die Fotoaktion von BMW Mountains für gute Stimmung.

Bis Freitag kann man sich noch online für den Equipment-Test und die Programmpunkte registrieren, aber auch vor Ort noch anmelden.

www.freeride-testival.com

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Sport Harry Neuheiten Test im Montafon

Material kostenlos testen am 15. Dezember 2018

Am 15. Dezember 2018 geht an der Talstation der Valiserabahn-Grasjochbahn bei Sport Harry DER Neuheiten Test im Montafon über die Bühne. Pparallel dazu findet der Audi FIS Ski Cross Weltcup und der FIS Snowboard Cross Weltcup statt.

Etliche etablierte Brands sowie zahlreiche spannende Newcomer stellen den interessierten Freeridern ihre Neuigkeiten zum Ausprobieren zur Verfügung. Dabei werden Skifahrer und Snowboarder gleichermaßen auf ihre Kosten kommen.

Das Freeride-Gebiet Silvretta Montafon bietet unzählige Möglichkeiten abseits der Pisten und zieht auch aus diesem Grund nicht zuletzt Events wie den 4*-Freeride World Qualifier 2019 oder den Back On Track Feel Free Ride Contest an. Am Weltcup-Wochenende lässt es sich jedenfalls auch off-piste hervorragend feiern: Wanda und folkshilfe sorgen für Festival-Flair und die musikalische Untermalung des Events.

Sport Harry Neuheiten Test
15. Dezember 2018
6791 St. Gallenkirch, Talstation Valiserabahn – Grasjochbahn
08:00 bis 17:00

Brands:
Armada
Black Crows
Faction Skis
LibTech
Nitro Snowboards
Rome SDS
Dynafit
Majesty
RMU
Gnu Snowboards
Vimana Snowboards
Burton Snowboards
Salomon
La Sportiva
Line

www.weltcup-montafon.at
www.silvretta-montafon.at
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