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Unterwegs

Ski Weltcup Saisonauftakt in Sölden

Mein persönliches Highlight zum Saisonstart

Ende Oktober war Ski Alpin Weltcup Auftakt in Sölden und ich war das erste Mal dabei. Als ehemalige, regionale Skirennfahrerin ist das für mich ein Highlight, auch wenn ich jetzt zur Freeriderin „umerzogen“ werde und das nicht ohne ein vorfreudiges Grinsen von Seiten meiner Kollegen…

Freitag um 14.00 Uhr wollen mich mein Chef Ralf und mein Kollege Gregor abholen. Es ist 13.58 Uhr und ich finde die Handschuh-Clips für meine Skistöcke nicht und suche hastig auf dem Speicher, ob sie nicht doch dort sind, wo ich schon fünf Mal gesucht habe. Sie sind es nicht. Also nehme ich einfach die Stöcke meines Bruders, er weiß das ja nicht. Um 14.15 Uhr geht es dann los, Ausrüstung ins Auto, Musik an und los geht’s nach Sölden.

Obwohl ich in meiner Kindheit und Jugend viel Skigefahren bin, war ich nie in Sölden und auch noch nie bei einem Ski Worldcup Rennen. Nach zweieinhalb Stunden Autofahrt (ja, Ralf fährt gerne schnell und sehr gut) sind wir in Sölden, fahren aber erstmal noch nach Hochgurgl, um uns den Standort für unseren nächsten Skitest anzuschauen. Die Aussicht ist klasse, die Location super geeignet für unsere Zwecke. Anschließend geht es weiter nach Sölden zur Akkreditierung. Ich fühle mich wie ein Kind an Weihnachten: total aufgeregt, die Vorfreude ist riesig und wahrscheinlich ging ich Gregor mit meinen Fragen ziemlich auf den Keks. In der umfunktionierten Tennishalle sitzen rund 100 Journalisten und arbeiten, während wir uns anmelden und Ralf allen Hallo sagt. Kurz darauf fahren wir in unsere Unterkunft, stellen unser Zeug ab und gehen dann zum Essen in die Stadt in ein cooles Biker-Restaurant, wo ich misstrauische Blicke für mein bestelltes Wasser ernte. Hier ist wohl Bier noch mehr Grundnahrungsmittel als am Tegernsee…Eine Stunde später machen wir uns auf den Weg in die Bars, sind aber um Mitternacht auf den Zimmern, schließlich wollen wir am nächsten Morgen früh raus für den Sonnenaufgang.

Um 6.20 Uhr geht’s zum Frühstücken, um 7.47 Uhr soll die Sonne aufgehen. Wir leihen uns an der Station Rettenbachgletscher bei K2 Skier aus, um die Modelle zu testen und dann geht’s mit der Gondel hoch auf 3250 Meter. Allein hier ist der Blick atemberaubend aber den Aufstieg zur Aussichtsplattform, den Ralf dann anstrebte, der war wirklich atemberaubend in jeder Hinsicht. Nach ca. 15 Minuten Anstieg hab es auch ich geschafft und stehe keuchend auf der Plattform. Gerade rechtzeitig, um die Sonne aufgehen zu sehen. Es hat wirklich etwas Magisches: wir drei alleine da oben auf diesen riesigen Bergen und die Sonne, die hinter den Gipfeln vorkommt – dieses Erlebnis war einmalig. Danach ging es los auf Piste – hart, griffig und leer – was will man mehr? Kurz vor Rennstart sind wir dann rüber zum Rennhang und haben uns die ersten 10 Läuferinnen angeschaut, anschließend kurz was gegessen und dann wieder auf die Bretter und weiter Skigefahren. Zum zweiten Durchgang waren wir wieder im Zielbereich und haben noch einigen Skifahrerinnen zugeschaut, die sich die vereiste Piste runterstürzten, unterstützt von einer in pinken Miniröcken und mit Einhornschminke verkleideten Blaskapelle, die sehr zur guten Stimmung und Belustigung beitrug. Bei strahlendem Sonnenschein war gut was los und die Stimmung war klasse. Der Auftakt des Frauenweltcups endete echt spannend: die 17-Jährige Neuseeländerin Alice Robinson schlug überraschend Mikaela Shiffrin um 0,06 Sekunden, 0,36 Sekunden danach folgte die Französin Tessa Worley.

Mit der Euphorie des Tages im Rücken sind wir auf dem Heimweg auch gleich noch in eine Geschwindigkeitskontrolle gekommen – wir waren natürlich sehr vorbildlich und dementsprechend günstig war es dann für uns...

Ötztal: Sölden & Gurgl starten in die Saison!

Sölden und Gurgl öffnen diese Woche ihre Tore für alle Wintersportler

Am 13. Und 14. November ist es soweit: Sölden und Gurgl im Ötztal starten in die Wintersportsaison 2019/20. Aufgrund der anhaltenden Schneefälle warten beste Schneebedingungen auf die Wintersportler. Und dank des Ötztal Superskipass fällt die Auswahl leicht: Ab einer 3-Tageskarte lässt sich in beiden Gebieten nach Lust und Laune Skifahren.

20191112 oetzt wildspitze 06 14Seit Mitte September nahmen die Rennteams den Retten- und Tiefenbachgletscher in Beschlag, seit dem Weltcup-Opening werden im Ötztal die tage bis zum offiziellen Saisonstart gezählt: Ab Mittwoch, 13. November, gehen im Hotspot der Alpen auch die Seilbahnen im Winterskigebiet Giggijoch in Betrieb. Damit ist der Einstieg auf die Piste mit der Giggijoch-Zubringerbahn nun direkt vom Tal aus möglich. Das „Golden Gate to the Glacier" dient als Bindeglied für den komfortablen Wechsel zwischen Winterski- und Gletscherskigebiet.

Musik und Entertainment liefert am Samstag, 23. November, die erste der wöchentlichen Sölden-Partys. Eine Woche später erfolgt der Auftakt zu den Electric Mountain Partys, die Anfang April 2020 im gefeierten Electric Mountain Fetival mit internationalen Stars wie Dimitri Vegas & Like Mike gipfeln.

Gurgl wird seinem Ruf als Spitzen-Freeride-Destination ebenfalls wieder gerecht. Als eines der ersten Winterskigebiete startet der Diamant der Alpen ab 14. November die neue Saison. Neben Schneesicherheit gibt’s heuer auch ein Openingprogramm der Superlative: Hüttenabende, exklusive Partys im „Winterpalast”, Hütten-Rallyes, spannende Pisten Challenges, Skiguiding uvm. Ausklingen lässt sich ein Gurgl-Skitag bei chilligen Sounds am Top Mountain Crosspoint.

Wer länger als einen Tag im Ötztal verbringen möchte, dem sei der Ötztal Superskipass ans Herz gelegt: Sechs Skigebiete, 361 Pistenkilometer und 90 Liftanlagen. Zum Start Mitte November sind die Skigebiete von Sölden und Gurgl mit dabei, Hochoetz-Kühtai, Vent, Gries und Niederthai kommen später dazu. Erhältlich ist der Ötztal Superskipass ab dem Kauf eines 3-Tages-Skipasses.

www.soelden.com
www.gurgl.com
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Bike Republic Sölden: 2 ÜN für 2 Personen

inkl. 2x2 Tagestickets und Halbpension

Kurzurlaub in des Bikers liebster Nation, der Bike Republic Sölden! Im Tiroler Ötztal hat sich die wahrscheinlich spaßigste und offenste Republik der Welt entwickelt, und dementsprechend lockt sie auch Biker aller Couleur an: In der Bike Republic Sölden ist wirklich jede/r willkommen, die/der Spaß am Biken hat und einen respektvollen Umgang mit der Natur und allen Mitbürgern pflegt – Freunde des Flows wie Freerider, Trail-Einsteiger wie Downhiller, Kinder wie erfahrene MTBler. Die Bike Republic ist ein Ort, an dem sich jeder wie zuhause fühlen kann – ein Zuhause mit endlos Trail-Material direkt vor der Tür.

Ein riesiges Netz an Naturtrails und ökologisch gebauten Lines in den unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden sowie zig Touren, Enduro-Routen und zwei Pumptracks im Tal – und das eingebettet in die grandiose Kulisse der Ötztaler Alpen lassen die Bikerherzen höher schlagen. Genauer gesagt stehen den Bike Republikanern neun perfekt geshapte Lines, 15 Naturtrails und die beiden Pumptracks samt Skill Center zur Verfügung. Neueste Attraktionen 2019 sind die 7,6 Kilometer lange „Gahe Line“, eine flowige Surfstrecke, die die „Harbe Line“ mit der „Lettn Line“ verbindet.

Die einen bauen Bike Parks, Sölden errichtet die Bike Republic!

Wir verlosen zwei Übernachtungen für zwei Personen inklusive Halbpension in der Bike Republic Sölden. Dazu gibt’s natürlich auch 2x2 Tagestickets – genug Zeit also, um die Trails in Sölden zu erkunden.

Die Gewinnspielfrage lautet:

Was bedeutet „gahe“ auf Ötztalerisch?

Schick uns die Antwort bitte unter dem Betreff „Bike Republic“ an die verlosung@bergstolz.de. Einsendeschluss ist der 08. September 2019. Bitte sag uns doch auch, wo Du den Bergstolz bekommen hast.

bikerepublic.soelden.com

www.soelden.com

Audi Nines presented by Falken 2019: GoPro Course Preview!

Das sind die neuen Set-ups der Audi Nines 2019!

Die Audi Nines presented by Falken 2019 in Sölden und Obergurgl-Hochgurgl haben begonnen! Der Audi Nines GoPro Course Preview gibt erste Einblicke in das spacige Design der neuen Set-ups für die internationalen Top-Freeskier und Snowboarder.

James Woods (GBR) präsentiert den Aufbau in Sölden, wo zwei riesige Lawinenschutzwälle in ein futuristisches Freestyle-Paradies verwandelt wurden. Der obere Abschnitt besteht aus zwei riesigen Quarterpipes, zwei Big-Air-Kickern und dem Launch Pad, einer zehn Meter hohen Stahlkonstruktion, auf der die Fahrer zu einem 32 Meter weiten Gap-Sprung abheben. Der untere Teil wartet dann mit einer Vielzahl Transitions auf, welche die Kreativität der Rider herausfordern.

„Dieser Kurs ist ein Kunstwerk!“, schwärmte der amtierende Slopestyle-Weltmeister Woods. „Er sieht fantastisch aus, und sie haben ein wirklich gutes Set-up gebaut. Das Ganze ist ein Meisterwerk, und die Sprünge und Quarterpipes sind ebenso brillant zu fahren, wie sie aussehen!“

In Obergurgl-Hochgurgl zeigt Laurie Blouin (CAN) die Aufbauten für die Damen – darunter ein 23-Meter-Big-Air, ein Cannon Rail und das „UFO“, eine Kombination aus Rainbow Rail und Wallride mit extraterrestrischen Designs.

Die ganze Woche über werden die Athletinnen und Athleten auf den monumentalen Set-ups der Audi Nines Film- und Foto-Sessions abhalten; für die Öffentlichkeit zugänglich sind der Night Shoot am Mittwochabend in Obergurgl-Hochgurgl und der Public Contest Day am 27. April in Sölden.

audinines.com

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Sölden: Hannibal 2019

12. April 2019 am Rettenbach Gletscher

Am Freitag, den 12. April 2019 erobert Hannibal bereits zum 19. Mal den Rettenbach Gletscher in Sölden. Die Lebensgeschichte des karthagischen Feldherren und Bezwinger Roms wird von Ötztalern zusammen mit einer internationalen Darstellergruppe von Lawine Torrèn und Akrobatik Teams von Red Bull in einer 67 minütigen Performance von Regisseur Hubert Lepka zum Leben erweckt.

20190313 soel hannibal 02 17 500 Personen sind beteiligt, wenn wieder die Lebensgeschichte des karthagischen Feldherren von der Kindheit an der Seite seines Vaters bis hin zu seinem Zögern vor Rom bildgewaltig in die weiße Gletscherlandschaft gezeichnet wird.

Neu mit dabei in diesem Jahr ist Aeneas, Enkel von Hannibal-Initiator Ernst Lorenzi: „Der junge Aeneas wird immer von einem Ötztaler Buben gespielt. Ich freue mich sehr darüber, dass Aeneas heuer den Hannibal Junior spielen darf - für ihn und für uns“, erzählt der stolze Großvater.

20190313 soel hannibal 05 09 Wer es jemals live erleben durfte, weiß: Das Spektakel ist einfach nur beeindruckend. Der Horizont zeichnet in der Dämmerung Scherenschnitte der 3.000 m hohen Berggipfel. Dies ist der Bilderrahmen für die größte, von der Natur geformte Showbühne der Welt. Gespielt wird einmal in unmittelbarer Nähe der Zuschauer, ein anderes Mal kilometerweit entfernt. In den Köpfen der Besucher entstehen großformatige Bilder, auf der riesigen Videowall inmitten der Bühne, unmittelbar neben der circa zehn Meter hohen Stufenpyramide, werden entfernte Szenen groß ins Bild gerückt...

218 v. Chr. überquerte der karthagische Feldherr Hannibal in nur zehn Tagen mit 60.000 Mann und 37 Elefanten die Alpen. Er überwand steile Bergflanken, das sich plötzlich ändernde Wetter, die Lawinen und besiegte Italien. Trotz militärischer Überlegenheit verzichtete Hannibal auf die Eroberung Roms. Ein Verzicht mit historischen Konsequenzen: Dem Zögern folgte die Niederlage gegen die Römer unter Scipio in der Schlacht bei Zama. Rom stieg zur beherrschenden Macht im Mittelmeerraum auf, Karthago - auf dem afrikanischen Kontinent gelegen, dort wo heute Tunis ist - versank in Bedeutungslosigkeit.

www.hannibal.soelden.com

Team:
Kreation: Lawine Torrèn
Text: Joey Wimplinger
Sprecher: Harald Krassnitzer
Musikkomposition: Peter Valentin
Choreografie: Donna Jewell
Licht: Frank Lischka
Video: Stefan Aglassinger
Produktionsleitung: Klaudia Gründl de Keijzer
Idee und Regie: Hubert Lepka
Bauten: Bergbahnen Sölden
Initiator und OK Leiter: Ernst Lorenzi
Produktion: Red Bull, Sölden, Lawine Torrèn
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Sölden Electric Mountain Festival 2019

Sölden hat die besten Beats!

Die einzigartige Ötztaler Bergwelt, ein herausragendes Lineup, Frühlingswetter – was will man mehr? Beim achten Electric Mountain Festival in Sölden geben sich Topstars wie Robin Schulz, Lost Frequencies, R3HAB, Laidback Luke uvm. Die Ehre, um den Besuchern nach einem Tag im Schnee ordentlich einzuheizen.

20190304 soel emf 07 18Zuerst ausgiebig die Pisten von Sölden erkunden und dann zur Musik der weltweit angesagtesten DJs feiern - diese Kombi überzeugt! Ebenso außergewöhnlich ist das Event-Setup in der Funzone am Giggijoch auf knapp 2.200 m: Dort empfängt eine auf Schnee gebaute Festivalbühne im XXL-Format samt riesiger LED-Wand mit knapp 40 m² Fläche. Auch 2019 wechselt sich wieder die DJ-Elite an den Turntables ab und beschallt das tanzwütige Partyvolk am Berg. Das Lineup in diesem Jahr führen die Superstars Robin Schulz und Lost Frequencies an, begleitet von weiteren hochkarätigen Namen wie EDX, R3HAB, Laidback Luke, Martin Jensen uvm.

Gleich zum Auftakt kehrt Robin Schulz nach Sölden zurück. Der 31-Jährige zählt zu Deutschlands erfolgreichsten Musikexporten. Mit globalen Hits wie „Sun goes down“, „Sugar“ oder „Show me love“ hat der gefeierte Produzent einen Stammplatz in den vordersten Chartpositionen erobert. Der Hit „Prayer in C“ ist der international erfolgreichste Hit aller Zeiten eines deutschen Künstlers. Seine Auftritte beim belgischen Tomorrowland oder dem Ultra Music Festival in Miami sind legendär. Während seine Ötztal-Premiere noch als abendlicher Auftritt stattfand, sind für Robin Schulz und seine Fans dieses Mal grandiose Ausblicke in die alpine Kulisse inklusive, legt er doch schon Nachmittags auf. Ebenfalls am ersten Festivaltag an den Turntables zu sehen ist R3HAB. Der Niederländer ist bekannt dafür, dass er leichtfüßig zwischen den Musikstilen wechseln kann. Ergänzt wird das Lineup vom Schweizer DJ EDX und Le Shuuk aus Deutschland.

20190304 soel emf finale 01 17Am zweiten Festivaltag übernimmt Lost Frequencies die Bühne. Der belgishe DJ ist Stammgast auf den Top-Platzierungen internationaler Hitparaden und diversen internationalen Festivals: Tomorrowland, Lollapalooza, Coachella,... Mit Laidback Luke geht es ab in House-Gefilde, aus Dänemark reist Martin Jensen in die Alpen.

Für alle Musikfans mit einem gültigen Sölden-Skipass ist der Festival-Eintritt kostenlos.

www.soelden.com
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Phil unterwegs: Weltcup-Opening Sölden

Der Bergstolz-eigene Skigebietstester Philipp Dobler war schon letzte Saison des Öfteren unterwegs und hat uns mit den aktuellsten Schnee- und Lageinformationen versorgt. Aus diesem Grund widmen wir ihm im Winter 2017/18 eine nagelneue Unterrubrik: "Phil unterwegs".

20171103 IMG 9396Sölden hat sich rausgeputzt. Nicht nur zum Worldcup-Kickoff, auch um mit uns die Saison zu eröffnen, zeigt sich Sölden für die Jahreszeit von seiner guten Seite.

Durchwegs gute Pistenverhältnisse und ein bemerkenswertes Pistenaufgebot lassen passionierte Frühwinterherzen höher schlagen. Am Rettenbachferner wird der Gast mit einer Restauration begrüßt. Vier verschieden gestaltete Räumlichkeiten unterstreichen eine immer besser werdende Küche, die für jeden etwas zu bieten weiß. Der erste Powder der Saison ist geritten, das Grinsen zurück. - Jetzt ist Winter!

#firstline #Bergstolz #soschmecktderwinter #schnee #wahreliebe

Saisonstart auf den Gletschern - UPDATE

***UPDATE***

Einstellige Außentemperaturen, von Schnee-, Powder- und Skibildern geflutete Social-Media-Kanäle - wir bekommen Lust aufs Skifahren! Für alle, denen es ähnlich geht, hier die Aufstellung der Gebiete für den ersten Skitag am Wochenende!

20170921 KTO2016 08. 10. 2016 Felix Pirker 054Kaunertaler Gletscher:
Es hat seit letztem Wochenende weiter geschneit! Deshalb eröffnet auch der Kaunertaler Gletscher morgen Freitag die Wintersaison. Bis einschließlich 12. Oktober 2017 gelten die ermäßigten "Saisonstart-Preise": eine Tageskarte für Erwachsene ist in diesem Zeitraum um € 36 zu haben. Das bereits traditionelle Kaunertal Opening (in diesem Jahr Ausgabe 32!!!) wird direkt im Anschluss von 13. bis 15. Oktober begangen.

www.kaunertaler-gletscher.at

Sölden im Ötztal:
Am Rettenbachgletscher sind seit vergangenen Samstag, 9. September 2017, einige Liftanlagen und Pisten in Betrieb:

- 8EUB Schwarze Schneid I + II (08.00 -15.30 Uhr, Talfahrt bis 16.00 Uhr)
- SL Karleskogl (08.00 - 15.30 Uhr)
- Piste 32
Die mautpflichtige Gletscherstraße ist für den öffentlichen Verkehr geöffnet.

www.soelden.com

Hintertuxer Gletscher:
Der Hintertuxer Gletscher ist ja bekanntlich das gesamte Jahr über in Betrieb, daher geht’s auch hier schon zum Skifahren. Geöffnet sind aktuell:

20170912 Hintertuxer Gletscher- 8er Sommerberg
- Gletscherbus 1+2+3
- 4er Fernerhaus
- 10er Gefrorene Wand
- Gefrorene Wand 3b
- Gefrorene Wand 1+2 bis 13.30 Uhr
- Olperer 1+2 bis 13.30 Uhr
- Babylift Gletscherboden

Im Betterpark Hintertux sind die Medium und die Easy Line geöffnet. Somit steht dem Park-Shredden schon vor dem Hotzone.tv Park Opening von 5. bis 8. Oktober 2017 nichts im Weg.

www.hintertuxergletscher.at

20170912 Pitztaler GletscherPitztaler Gletscher:
Am Samstag den 16. September 2017 öffnet der Pitztaler Gletscher erstmals in dieser Saison seine Liftanlagen.

Ab Samstag 23. September geht mehr als die Wildspitzbahn:
- Gletscherexpress (8:00 bis 16:25 Uhr)
- Wildspitzbahn (bis 14:00 Uhr)
- Gletscherseebahn
- Mittelbergbahn
- geöffnete Pisten: Longline, Pitz Panorama

www.pitztal.com

Stubaier Gletscher:
Ebenfalls am Samstag 16. September startet der Stubaier Gletscher in die Skisaison. Mittlerweile hat Frau Holle die erste Grundlage geleifert, sodass folgende Anlagen in Betrieb genommen werden:

- Piste 7 / Daunferner
- Piste 9 / Daunenhang
- Gamsgartenbahn (2. Sektion)
- 8er-Sesselbahn Rotadl
- Daunferner I
- Eisgratbahn I und II

Heute Donnerstag wird am Eisjochferner und morgen freitag am Windachferner geöffnet. Es werden also
- Piste 1 / Eisjochferner
- Piste 1a / Schaufelschuss
- Piste 7a / Skiweg Eisnase
- Piste 6 / Windachferner
- Wildspitzsessellift
ebenfalls geöffnet.
Liftbetrieb von 8.00 – 16.15 Uhr, der Skibetrieb endet jeweils um 15.00 Uhr.

www.stubaier-gletscher.com

20170912 Schnalstaler GletscherbahnenSchnalstal Val Senales:
Traditionell hat auch der Schnalstaler Gletscher in den Sommermonaten geöffnet. Von 10.00 – 16.30 Uhr sind die Liftanlagen hier in betrieb. Neben der Schnalstaler Gletschrebahn fährt auch der Grawand Sessellift, der Sessellift Lazaun bleibt 2017 wegen Umbauarbeiten geschlossen. Am Freitag 15. September startet das Skitraining am Val Senales Gletscher, es ist also mit erhöhtem Aufkommen von „Stanglfahrern“ zu rechnen!

www.schnalstal.com

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Smile & Sing beim risk’n’fun BIKE

Der Soundtrack zum Bikecamp in der Bike Republic Sölden

Biketechnik-Training wollte ich schon lang mal machen. Die Bike Republic Sölden steht auf meiner Bike-Bucket-List auch ziemlich weit oben. Da war die Anmeldung zum ersten risk’n’fun BIKE nur mehr die logische Konsequenz. Wie es war? Hier kommt der Bericht – inklusive persönlichem Soundtrack (beim Klick auf die fett geschriebenen Textstellen gibts Musik!), denn wie einer der Teilnehmer meinte: „Wenn es gut läuft am Bike, dann sing ich immer.“ Und das – Spoileralarm! – hat sich durch die ganzen 3,5 Tage gezogen.

20170711 BikerepublicRisk’n’fun – das Programm kennen Freerider aus dem Winter. Unter der Leitlinie „Wahrnehmen. Beurteilen. Entscheiden.“ werden seit 15 Jahren Freeridecamps durchgeführt, bei denen nicht nur alpintechnische Grundlagen gelehrt, sondern auch Gruppendynamik und die persönliche Entscheidungsfindung gleichwertig in die Ausbildung integriert werden. Neben den risk’n’fun Kletterlehrgängen und den Angeboten für Kids gibt’s seit heuer auch Bikecamps. Trifft sich super – Biketechnik-Training steht eh schon länger auf meiner To-Do-Liste, daher hab ich gleich die Chance genutzt und mich für das erste risk’n’fun BIKE in der Bike Republic Sölden angemeldet.

Die Location ist sozusagen das Sahnehäubchen, alle mit denen ich drüber gesprochen habe, sind ins Schwärmen gekommen, wie genial es sich in Sölden biken lässt. Ein Blick auf die nackten Zahlen lässt die Vorfreude nochmal steigen: 15 Kilometer Lines und die doppelte Strecke an Natur- und Singletrails in allen Schwierigkeitsstufen, dazu zwei Pumptracks und perfekte Infrastruktur. Und im Ötztal ist die letzte Ausbaustufe noch lange nicht erreicht, entstehen sollen bis 2020 über 100 Kilometer an Lines und Trails. Kein Wunder, dass Sölden mittlerweile als Paradies für Mountainbiker gilt!

20170711 risknfunDonnerstag geht’s dann für die anderen Teilnehmer und mich endlich los ins Tiroler Oberland. Inntalautobahn mit obligatorischem 100km/h-IGL und unzählige Baustellen könnten nerven, aber es geht ja zum Biken. Treffpunkt ist um 14:00 in unserer Unterkunft, der Sportpension Carinthia in Sölden direkt an der Talstation der Giggijochbahn. Dort angekommen gibt’s sofort ein lautes und herzliches Hallo von den beiden Guides Kurt und Andy und unserem Wirt Patrick. Der erzählt neben den Anmeldeformalitäten auch gleich, wie sehr das Biken hier explodiert ist: „Vor zwei Jahren hat der Radclub mit fünf, sechs Kindern begonnen im Park zu fahren. Im letzten Jahr waren es schon knapp 20 und heuer brettern 80 einheimische Kids zwischen fünf und zwölf Jahren mit den Fullys herum.“ Wow! Von diesen Zahlen können viele andere Sportvereine nur träumen.

Die nächste, äußerst angenehme Überraschung stellt sich während der Vorstellungsrunde unter dem Motto „Ich und mein Bike“ ein: wir sind eine kleine Gruppe! Genau genommen wird unsere Truppe in den nächsten Tagen aus den beiden Trainern und sechs Teilnehmer/innen bestehen. Die sind aus ganz Österreich und dem Allgäu angereist. Von anfänglicher Nervosität oder Angespanntheit ist kaum was zu spüren, Kurt und Andy sind ein eingespieltes Team und sorgen sofort für gelöste Stimmung. Besonderes Highlight der Vorstellungsrunde sind die nagelneuen Bikes von Kathrin und Georg – die kommen erst in Sölden zur Jungfernfahrt, da zehn Tage vor dem Camp ihre alten Räder gestohlen wurden. Ansonsten sind Background und Erfahrung der Teilnehmer/innen weit gestreut, vom Bike-Übungsleiter mit 35 Jahren Routine auf allem, was man Fahrrad nennen kann bis hin zu relativen Neueinsteigern im Bereich Parkfahren ist so ziemlich alles dabei. Die Wünsche und Erwartungen an die kommenden Tage decken sich: Fahrtechnik, ein bisschen Werkstattwissen, Softskills und eine lässige Zeit am Bike sollen im Mittelpunkt stehen. Nach einer ersten Runde Bikecheck geht’s dann das erste Mal für alle aufs Arbeitsgerät.

20170711 JumpAm Schotterplatz dreht sich zuerst einmal alles um die Basics: Grundposition, bremsen, Balance, Ausprobieren und Herumspielen mit dem Fahrrad. Schnell wird klar, dass unsere Guides in ihrer Aufgabe wirklich voll aufgehen – und dazu die Motivation rüber bringen können, die kleinen Spielereien auch selbst auszuprobieren. „Das kann man wirklich immer und überall machen!“ ist ein Satz, der an diesem Tag nicht nur einmal fallen wird. „Ernst“ wird es anschließend beim Warmup am Pumptrack – wie viel Spaß macht das denn eigentlich! Und warum um alles in der Welt bin ich vorher noch nie Pumptrack gefahren? Das breite Grinsen stellt sich bei allen in Null-Komma-Nix ein, und verschwindet an diesem Tag auch nicht mehr. Unser Hausherr kocht nämlich ausgezeichnet, und so werden wir nicht mit Standardverpflegung abgespeist sondern nach einem Vier-Gänge-Menü pappsatt in unsere Betten entlassen.

Nach dem ausgiebigen Frühstück, bei dem sich Andy als Musikkenner outet, machen wir uns auf zur Gaislachkogelbahn und in die Bike Republic. Auf der Eebme Line und der Ohn Line fahren wir uns zuerst einmal ein. Mir wird recht schnell bewusst, dass ich schon lang nicht mehr im Park unterwegs war, ziemlich ungewohnt und gar nicht locker, diese erste Fahrt. Während die Herren der Gruppe zwischenzeitlich schon mit Tempo unterwegs sind, halten sich Kathrin und ich ein bisschen zurück. Kurt steht uns mit jeder Menge Tipps, Tricks und Hinweisen zur Seite, hilft und motiviert uns und versucht, uns mehr Sicherheit am Bike zu vermitteln. Nicht zuletzt deshalb wird das Gefühl mit jedem Meter bergab stetig besser. Guter Einstieg.

20170711 MittagAb hier geht’s im Buddy-System weiter. Eine der Grundlagen des risk’n’fun Konzepts ist Peereducation. Dabei lernen die TeilnehmerInnen direkt voneinander. Da sich zuerst einmal ähnlich starke Fahrer zusammen tun sollen, bilden wir ein Mädels-Team. Nochmal geht es in dieselben Lines, die kennen wir jetzt schon und fahren auch gleich viel flüssiger als zuvor. Funktioniert gut, dieses Buddy-System, wir freuen uns beide wie die Schwammerl, wenn uns was aufgeht, dabei ist die Bikerei völlig relaxt, weil uns kein Tempobolzer im Nacken hängt – es wird doch! Als nächstes steht der Plödern Trail am Programm. Der stellt sich schließlich zwar als etwas knifflig für uns, aber durchaus spannend für den Rest der Truppe heraus. Eine relaxte Mittagspause später (die wir am Rand des Trails verbracht haben) geht’s weiter bergab, und die Erfolgserlebnisse stellen sich ein, sei es die eine Stufe oder die andere Kurve, es geht schlicht ums Probieren. Und darum, es sich selbst zuzutrauen.

20170711 FeedbackZum Tagesabschluss nehmen sich Andy und Kurt mit uns die Teäre Line vor und zeigen Buddy-System auf einem anderen Level. Die Line mit ihren vielen vielen Kehren und Steilkurven unter der Gaislachkogelbahn macht so richtig Laune! Grinsend und gut gelaunt treten wir den Heimweg an, die Feedback-Runde vor dem Abendessen läuft rund. Dass wir uns für den nächsten Tag überlegen sollen, was und wo wir fahren sollen, hören wir zwar schon, aber irgendwie verlieren wir das über den abendlichen Unterhaltungen, die sich schon längst nicht mehr nur ums Biken drehen, ein wenig aus den Augen.

20170711 AdventureAm nächsten Morgen kommt Verstärkung: Mel, die beim nächsten risk’n’fun BIKE dabei sein wird, und Greta stoßen zu uns. Letztendlich wurden wir an unsere Tagesplanung erinnert und während die einen den Plan etwas ausarbeiten versuchen die anderen, Mels „Bikewechsel-Aufwärmübung“ zu meistern. Mit etwas Verspätung schieben wir unsere Räder in die Giggijochbahn, um zum Aufwärmen die Harbe Line zu erkunden. Die ist zwar blau markiert und technisch nicht schwieriger als die anderen, die wir bisher gefahren sind, aber deutlich ausgesetzter – vom Kopf her nicht so easy wie gedacht. Anschließend geht’s auf Adventure-Tour, wenn auch unfreiwillig. Irgendwie schaffen wir es, dass wir falsch abbiegen, entscheiden uns dann nach einer Gruppendiskussion für einen Weg – und kommen auf Umwegen ungefähr dort heraus, wo wir hin wollten. Über die Ohn Line geht’s dann schon deutlich schneller hinunter zur Gaislachkogelbahn als tags zuvor. Dort wartet schon Fotograf Rudi, der uns begleiten wird.

20170711 GastamTrailDen Rest des Tages verbringen wir auf Teäre, Eebme und Ohn Line. Das Buddy-System wechseln wir bei jeder Fahrt durch, damit jede/r auch mit jedem/r mal zusammen fährt – mehr unterschiedliche Erfahrungen sind das Ziel, Stresstest inklusive. Mit jeder Fahrt, jeder Kurve, jedem kleinen Hupfer verbessert sich das Feeling am Bike, mit jedem Tipp wird die Linie runder. Und ein „Wooow, was ist denn mit dir grade passiert?!?“ sorgt für einen fetten Grinser meinerseits (als ob der überhaupt noch breiter werden hätte können). Zum Abschluss fahren wir nochmal zum Pumptrack und belagern dort den Jump. Am Table lassen sich verschiedene Absprungtechniken optimal üben, am Platz davor Bunnyhops und alles andere. Für die Feedback-Runde ordern wir bei Patrick eine Runde Erfrischungsgetränke und sitzen bis kurz vorm Abendessen barfuß im Garten. Die Tagesplanung für den kommenden Tag machen wir dann tatsächlich nach dem Abendessen: Harbe Line und dann Leiterberg Trail (oder auch die „Rudi-Line“) sollen es für unseren Abschlusstag sein. Da der Wetterbericht nicht sehr vielversprechend ist einigen wir uns darauf, danach wieder mit der Giggijochbahn rauf zu fahren und noch einmal zu versuchen, die richtige Abzweigung in Richtung Gaislachkogel zu bekommen, um dort unser risk’n’fun Camp ausklingen zu lassen.

20170711 TrailSonntag früh bremst ein Platten meine Motivation zuerst einmal. Mit vereinten Kräften wird der Schlauch gewechselt, damit sich unser Start nicht zu sehr verzögert. Über den Tag verteilt wird uns Andy heute immer mal wieder stoppen, um über den Tag verteilt unsere Verfassung zu beobachten. Der gesamten Truppe sind die letzten Tage anzumerken, wir starten unrund und mein Buddy Kathrin und ich legen uns hintereinander auch gleich beide in dieser einen Kurve wieder hin, die uns schon am Vortag Probleme gemacht hat. Trotzdem, wir sind „dreckig aber fühlen uns gut“. Der Leiterberg Trail, den uns Rudi empfohlen hat, hebt unsere Laune zusätzlich. Ein schöner Naturtrail mit einzelnen Stellen zum Tüfteln – absteigen, raufschieben, nochmal versuchen. Da das Wetter hält, fahren wir noch einmal hinauf und endlich klappt auch die Harbe Line. Wir fahren hinüber zur Hühnersteigen und nach einer kleinen Übung in Punkto Linienwahl die Ohn Line zur Gaislachkogelbahn. Die Müdigkeit macht sich inzwischen bemerkbar, deswegen gönnen wir uns eine ordentliche Mittagspause, nach der es auf zu unserer letzten gemeinsamen Fahrt gehen soll.

20170711 ZaaheDafür haben sich Kurt und Andy noch was Spezielles überlegt. Jede/r in seinem eigenen Tempo bis ganz unten, weniger Pausen, flüssiges Fahren. Und zu guter Letzt auch ein Abstecher auf die Zaahe Line – die sind wir bisher gar nicht gefahren. Gut, bei allen Jumps gibt’s Chicken Lines, dennoch sind einige Kehren recht gefinkelt. Was für ein Unterschied zum ersten Tag, ich merke selber, wieviel weiter gegangen ist. Zurück auf der Teäre leg ich mich noch ein letztes Mal ins Zeug und es läuft –ein Spaß! Davon zeugen auch die fetten Smiles meiner Kolleg/innen und der Trainer. Nach einem letzten kurzen Abstecher zum Pumptrack und der Bikewash-Station pedalieren wir gemeinsam gemütlich zurück zum Hotel, wohl wissend, dass sich das Wochenende seinem Ende nähert. Bevor es zur Verabschiedungsrunde „Ich und mein Bike 2“ kommt, geht es noch an die Auflösung unserer heutigen Aufgabe. Wie unterschiedlich sich doch die Mitglieder einer Gruppe zum selben Zeitpunkt fühlen können! Während sich bei manchen nach dem Mittagessen die Müdigkeit stark bemerkbar machte, liefen andere da gerade zur Hochform auf. Wie gesagt, Gruppendynamik stand ja auch auf dem Lehrplan. Mir tuts fast ein bisschen leid, dass ich mich von den anderen jetzt schon verabschieden muss, aber unsere gemeinsamen 3,5 Tage risk’n’fun sind leider schon vorbei.

20170711 FunAm Heimweg denke ich darüber nach, was mir von den letzten Tagen bleiben wird. Neben etlicher Abfahrtskilometer, unzähligen hilfreichen Tipps zu Fahrtechnik und Fahrradtechnik, ausgesprochenen Einladungen und Gegeneinladungen, einigen interessanten Abflügen und etlichen Erfolgserlebnissen hab ich so viel gelernt und mehr Selbstvertrauen auf dem Bike gewonnen. Mein Fazit steht also: risk’n’fun? Jederzeit wieder. Und auch Sölden: Anytime! In diesem Sinne: Wer was für sein Fahrgefühl auf dem Bike tun will, ist bei den beiden verbleibenden risk’n’fun-Terminen in Kitzsteinhorn/Kaprun und Saalbach-Hinterglemm sicher gut aufgehoben.

www.risk-fun.com
bikerepublic.soelden.com
www.sportpension.at
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Fotos: Melissa Presslaber
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Smile & Sing beim risk’n’fun BIKE

Der Soundtrack zum Bikecamp in der Bike Republic Sölden

Biketechnik-Training wollte ich schon lang mal machen. Die Bike Republic Sölden steht auf meiner Bike-Bucket-List auch ziemlich weit oben. Da war die Anmeldung zum ersten risk’n’fun BIKE nur mehr die logische Konsequenz. Wie es war? Hier kommt der Bericht – inklusive persönlichem Soundtrack (beim Klick auf die fett geschriebenen Textstellen gibts Musik!), denn wie einer der Teilnehmer meinte: „Wenn es gut läuft am Bike, dann sing ich immer.“ Und das – Spoileralarm! – hat sich durch die ganzen 3,5 Tage gezogen.

20170711 BikerepublicRisk’n’fun – das Programm kennen Freerider aus dem Winter. Unter der Leitlinie „Wahrnehmen. Beurteilen. Entscheiden.“ werden seit 15 Jahren Freeridecamps durchgeführt, bei denen nicht nur alpintechnische Grundlagen gelehrt, sondern auch Gruppendynamik und die persönliche Entscheidungsfindung gleichwertig in die Ausbildung integriert werden. Neben den risk’n’fun Kletterlehrgängen und den Angeboten für Kids gibt’s seit heuer auch Bikecamps. Trifft sich super – Biketechnik-Training steht eh schon länger auf meiner To-Do-Liste, daher hab ich gleich die Chance genutzt und mich für das erste risk’n’fun BIKE in der Bike Republic Sölden angemeldet.

Die Location ist sozusagen das Sahnehäubchen, alle mit denen ich drüber gesprochen habe, sind ins Schwärmen gekommen, wie genial es sich in Sölden biken lässt. Ein Blick auf die nackten Zahlen lässt die Vorfreude nochmal steigen: 15 Kilometer Lines und die doppelte Strecke an Natur- und Singletrails in allen Schwierigkeitsstufen, dazu zwei Pumptracks und perfekte Infrastruktur. Und im Ötztal ist die letzte Ausbaustufe noch lange nicht erreicht, entstehen sollen bis 2020 über 100 Kilometer an Lines und Trails. Kein Wunder, dass Sölden mittlerweile als Paradies für Mountainbiker gilt!

20170711 risknfunDonnerstag geht’s dann für die anderen Teilnehmer und mich endlich los ins Tiroler Oberland. Inntalautobahn mit obligatorischem 100km/h-IGL und unzählige Baustellen könnten nerven, aber es geht ja zum Biken. Treffpunkt ist um 14:00 in unserer Unterkunft, der Sportpension Carinthia in Sölden direkt an der Talstation der Giggijochbahn. Dort angekommen gibt’s sofort ein lautes und herzliches Hallo von den beiden Guides Kurt und Andy und unserem Wirt Patrick. Der erzählt neben den Anmeldeformalitäten auch gleich, wie sehr das Biken hier explodiert ist: „Vor zwei Jahren hat der Radclub mit fünf, sechs Kindern begonnen im Park zu fahren. Im letzten Jahr waren es schon knapp 20 und heuer brettern 80 einheimische Kids zwischen fünf und zwölf Jahren mit den Fullys herum.“ Wow! Von diesen Zahlen können viele andere Sportvereine nur träumen.

Die nächste, äußerst angenehme Überraschung stellt sich während der Vorstellungsrunde unter dem Motto „Ich und mein Bike“ ein: wir sind eine kleine Gruppe! Genau genommen wird unsere Truppe in den nächsten Tagen aus den beiden Trainern und sechs Teilnehmer/innen bestehen. Die sind aus ganz Österreich und dem Allgäu angereist. Von anfänglicher Nervosität oder Angespanntheit ist kaum was zu spüren, Kurt und Andy sind ein eingespieltes Team und sorgen sofort für gelöste Stimmung. Besonderes Highlight der Vorstellungsrunde sind die nagelneuen Bikes von Kathrin und Georg – die kommen erst in Sölden zur Jungfernfahrt, da zehn Tage vor dem Camp ihre alten Räder gestohlen wurden. Ansonsten sind Background und Erfahrung der Teilnehmer/innen weit gestreut, vom Bike-Übungsleiter mit 35 Jahren Routine auf allem, was man Fahrrad nennen kann bis hin zu relativen Neueinsteigern im Bereich Parkfahren ist so ziemlich alles dabei. Die Wünsche und Erwartungen an die kommenden Tage decken sich: Fahrtechnik, ein bisschen Werkstattwissen, Softskills und eine lässige Zeit am Bike sollen im Mittelpunkt stehen. Nach einer ersten Runde Bikecheck geht’s dann das erste Mal für alle aufs Arbeitsgerät.

20170711 JumpAm Schotterplatz dreht sich zuerst einmal alles um die Basics: Grundposition, bremsen, Balance, Ausprobieren und Herumspielen mit dem Fahrrad. Schnell wird klar, dass unsere Guides in ihrer Aufgabe wirklich voll aufgehen – und dazu die Motivation rüber bringen können, die kleinen Spielereien auch selbst auszuprobieren. „Das kann man wirklich immer und überall machen!“ ist ein Satz, der an diesem Tag nicht nur einmal fallen wird. „Ernst“ wird es anschließend beim Warmup am Pumptrack – wie viel Spaß macht das denn eigentlich! Und warum um alles in der Welt bin ich vorher noch nie Pumptrack gefahren? Das breite Grinsen stellt sich bei allen in Null-Komma-Nix ein, und verschwindet an diesem Tag auch nicht mehr. Unser Hausherr kocht nämlich ausgezeichnet, und so werden wir nicht mit Standardverpflegung abgespeist sondern nach einem Vier-Gänge-Menü pappsatt in unsere Betten entlassen.

Nach dem ausgiebigen Frühstück, bei dem sich Andy als Musikkenner outet, machen wir uns auf zur Gaislachkogelbahn und in die Bike Republic. Auf der Eebme Line und der Ohn Line fahren wir uns zuerst einmal ein. Mir wird recht schnell bewusst, dass ich schon lang nicht mehr im Park unterwegs war, ziemlich ungewohnt und gar nicht locker, diese erste Fahrt. Während die Herren der Gruppe zwischenzeitlich schon mit Tempo unterwegs sind, halten sich Kathrin und ich ein bisschen zurück. Kurt steht uns mit jeder Menge Tipps, Tricks und Hinweisen zur Seite, hilft und motiviert uns und versucht, uns mehr Sicherheit am Bike zu vermitteln. Nicht zuletzt deshalb wird das Gefühl mit jedem Meter bergab stetig besser. Guter Einstieg.

20170711 MittagAb hier geht’s im Buddy-System weiter. Eine der Grundlagen des risk’n’fun Konzepts ist Peereducation. Dabei lernen die TeilnehmerInnen direkt voneinander. Da sich zuerst einmal ähnlich starke Fahrer zusammen tun sollen, bilden wir ein Mädels-Team. Nochmal geht es in dieselben Lines, die kennen wir jetzt schon und fahren auch gleich viel flüssiger als zuvor. Funktioniert gut, dieses Buddy-System, wir freuen uns beide wie die Schwammerl, wenn uns was aufgeht, dabei ist die Bikerei völlig relaxt, weil uns kein Tempobolzer im Nacken hängt – es wird doch! Als nächstes steht der Plödern Trail am Programm. Der stellt sich schließlich zwar als etwas knifflig für uns, aber durchaus spannend für den Rest der Truppe heraus. Eine relaxte Mittagspause später (die wir am Rand des Trails verbracht haben) geht’s weiter bergab, und die Erfolgserlebnisse stellen sich ein, sei es die eine Stufe oder die andere Kurve, es geht schlicht ums Probieren. Und darum, es sich selbst zuzutrauen.

20170711 FeedbackZum Tagesabschluss nehmen sich Andy und Kurt mit uns die Teäre Line vor und zeigen Buddy-System auf einem anderen Level. Die Line mit ihren vielen vielen Kehren und Steilkurven unter der Gaislachkogelbahn macht so richtig Laune! Grinsend und gut gelaunt treten wir den Heimweg an, die Feedback-Runde vor dem Abendessen läuft rund. Dass wir uns für den nächsten Tag überlegen sollen, was und wo wir fahren sollen, hören wir zwar schon, aber irgendwie verlieren wir das über den abendlichen Unterhaltungen, die sich schon längst nicht mehr nur ums Biken drehen, ein wenig aus den Augen.

20170711 AdventureAm nächsten Morgen kommt Verstärkung: Mel, die beim nächsten risk’n’fun BIKE dabei sein wird, und Greta stoßen zu uns. Letztendlich wurden wir an unsere Tagesplanung erinnert und während die einen den Plan etwas ausarbeiten versuchen die anderen, Mels „Bikewechsel-Aufwärmübung“ zu meistern. Mit etwas Verspätung schieben wir unsere Räder in die Giggijochbahn, um zum Aufwärmen die Harbe Line zu erkunden. Die ist zwar blau markiert und technisch nicht schwieriger als die anderen, die wir bisher gefahren sind, aber deutlich ausgesetzter – vom Kopf her nicht so easy wie gedacht. Anschließend geht’s auf Adventure-Tour, wenn auch unfreiwillig. Irgendwie schaffen wir es, dass wir falsch abbiegen, entscheiden uns dann nach einer Gruppendiskussion für einen Weg – und kommen auf Umwegen ungefähr dort heraus, wo wir hin wollten. Über die Ohn Line geht’s dann schon deutlich schneller hinunter zur Gaislachkogelbahn als tags zuvor. Dort wartet schon Fotograf Rudi, der uns begleiten wird.

20170711 GastamTrailDen Rest des Tages verbringen wir auf Teäre, Eebme und Ohn Line. Das Buddy-System wechseln wir bei jeder Fahrt durch, damit jede/r auch mit jedem/r mal zusammen fährt – mehr unterschiedliche Erfahrungen sind das Ziel, Stresstest inklusive. Mit jeder Fahrt, jeder Kurve, jedem kleinen Hupfer verbessert sich das Feeling am Bike, mit jedem Tipp wird die Linie runder. Und ein „Wooow, was ist denn mit dir grade passiert?!?“ sorgt für einen fetten Grinser meinerseits (als ob der überhaupt noch breiter werden hätte können). Zum Abschluss fahren wir nochmal zum Pumptrack und belagern dort den Jump. Am Table lassen sich verschiedene Absprungtechniken optimal üben, am Platz davor Bunnyhops und alles andere. Für die Feedback-Runde ordern wir bei Patrick eine Runde Erfrischungsgetränke und sitzen bis kurz vorm Abendessen barfuß im Garten. Die Tagesplanung für den kommenden Tag machen wir dann tatsächlich nach dem Abendessen: Harbe Line und dann Leiterberg Trail (oder auch die „Rudi-Line“) sollen es für unseren Abschlusstag sein. Da der Wetterbericht nicht sehr vielversprechend ist einigen wir uns darauf, danach wieder mit der Giggijochbahn rauf zu fahren und noch einmal zu versuchen, die richtige Abzweigung in Richtung Gaislachkogel zu bekommen, um dort unser risk’n’fun Camp ausklingen zu lassen.

20170711 TrailSonntag früh bremst ein Platten meine Motivation zuerst einmal. Mit vereinten Kräften wird der Schlauch gewechselt, damit sich unser Start nicht zu sehr verzögert. Über den Tag verteilt wird uns Andy heute immer mal wieder stoppen, um über den Tag verteilt unsere Verfassung zu beobachten. Der gesamten Truppe sind die letzten Tage anzumerken, wir starten unrund und mein Buddy Kathrin und ich legen uns hintereinander auch gleich beide in dieser einen Kurve wieder hin, die uns schon am Vortag Probleme gemacht hat. Trotzdem, wir sind „dreckig aber fühlen uns gut“. Der Leiterberg Trail, den uns Rudi empfohlen hat, hebt unsere Laune zusätzlich. Ein schöner Naturtrail mit einzelnen Stellen zum Tüfteln – absteigen, raufschieben, nochmal versuchen. Da das Wetter hält, fahren wir noch einmal hinauf und endlich klappt auch die Harbe Line. Wir fahren hinüber zur Hühnersteigen und nach einer kleinen Übung in Punkto Linienwahl die Ohn Line zur Gaislachkogelbahn. Die Müdigkeit macht sich inzwischen bemerkbar, deswegen gönnen wir uns eine ordentliche Mittagspause, nach der es auf zu unserer letzten gemeinsamen Fahrt gehen soll.

20170711 ZaaheDafür haben sich Kurt und Andy noch was Spezielles überlegt. Jede/r in seinem eigenen Tempo bis ganz unten, weniger Pausen, flüssiges Fahren. Und zu guter Letzt auch ein Abstecher auf die Zaahe Line – die sind wir bisher gar nicht gefahren. Gut, bei allen Jumps gibt’s Chicken Lines, dennoch sind einige Kehren recht gefinkelt. Was für ein Unterschied zum ersten Tag, ich merke selber, wieviel weiter gegangen ist. Zurück auf der Teäre leg ich mich noch ein letztes Mal ins Zeug und es läuft –ein Spaß! Davon zeugen auch die fetten Smiles meiner Kolleg/innen und der Trainer. Nach einem letzten kurzen Abstecher zum Pumptrack und der Bikewash-Station pedalieren wir gemeinsam gemütlich zurück zum Hotel, wohl wissend, dass sich das Wochenende seinem Ende nähert. Bevor es zur Verabschiedungsrunde „Ich und mein Bike 2“ kommt, geht es noch an die Auflösung unserer heutigen Aufgabe. Wie unterschiedlich sich doch die Mitglieder einer Gruppe zum selben Zeitpunkt fühlen können! Während sich bei manchen nach dem Mittagessen die Müdigkeit stark bemerkbar machte, liefen andere da gerade zur Hochform auf. Wie gesagt, Gruppendynamik stand ja auch auf dem Lehrplan. Mir tuts fast ein bisschen leid, dass ich mich von den anderen jetzt schon verabschieden muss, aber unsere gemeinsamen 3,5 Tage risk’n’fun sind leider schon vorbei.

20170711 FunAm Heimweg denke ich darüber nach, was mir von den letzten Tagen bleiben wird. Neben etlicher Abfahrtskilometer, unzähligen hilfreichen Tipps zu Fahrtechnik und Fahrradtechnik, ausgesprochenen Einladungen und Gegeneinladungen, einigen interessanten Abflügen und etlichen Erfolgserlebnissen hab ich so viel gelernt und mehr Selbstvertrauen auf dem Bike gewonnen. Mein Fazit steht also: risk’n’fun? Jederzeit wieder. Und auch Sölden: Anytime! In diesem Sinne: Wer was für sein Fahrgefühl auf dem Bike tun will, ist bei den beiden verbleibenden risk’n’fun-Terminen in Kitzsteinhorn/Kaprun und Saalbach-Hinterglemm sicher gut aufgehoben.

www.risk-fun.com
bikerepublic.soelden.com
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