Scott Ransom 2019: Kurztest
- Freigegeben in Bike

Auf Basis des Genius, entstand ein völlig neues Bike, mit einem Bikepark tauglichem Rahmen, 170mm Federweg und voluminöseren Dämpfer und 2.6 er Maxxis Reifen. Wir hatten die Möglichkeit es kurz zu fahren.
Für das Modelljahr 2019 hat sich im Endurobereich einiges geändert. Das Genius ist nun mit Fox 34 Float Gabel und 150mm Federweg zum leichten Trailbike degradiert worden. Im Endurobereich hat Scott nun das Ransom aufleben lassen. Mit viel Abfahrtperformance und einigen Scotttypischen Ausstattungsmerkmalen, wie die Verriegelung der Federung, One Piece Lenker Vorbaukombi und sinnvolles Gewichtsmanagement.
Gut gegenüber dem Genuis hat das Ransom doch etwas mehr Gewicht (ca. 500 Gramm) aufgeladen. Die merkt man natürlich bergauf aber es wird nicht sehr störend empfunden. Der Fahrer muß halt etwas fitter sein, oder er nimmt das Shuttle oder die Gondel. Die Gene des Ransom gehen eindeutig in Richtung Enduro. Der Rahmen ist wesentlich steifer geworden als das Genius und die Federelemente, Fox Float 36 Fit 4 und Fox Nude TR beides in der Factory Ausführung mit 170mm Federweg lassen einiges zu bergab erwarten.
War das Genius schon sehr gut, setzt das Ransom noch mal deutlich mehr Abfahrtperformance an den Tag. Von der Geometrie kommt es mit 436-437,9mm langen Kettenstreben, der Lenkwinkel variiert je nach Flip Stellung zwischen 64,5 Grad in der Low-Postition und 65 Grad in der High-Position. Der Reach liegt mit 439-445mm im mittleren Bereich im Vergleich zu anderen Herstellern.
Die Sitzposition ist perfekt und durch den steilen Sitzwinkel von 75-75,5 Grad und Twinlock sei Dank, geht das Ransom sehr gut bergauf. Doch nun wollen wir wissen was geht bergab? Das Ransom verschiebt die Grenzen deutlich nach oben. Auf jeden Fall für den normal Fahrer. Es hat mehr Reserven wie der Fahrer. Es geht super smooth über felsiges oder wurzliges Gelände. Die Federung arbeitet sehr gut. Anlieger sind Dank des breiteren Lenkers, mit enormen Tempo zu fahren. Das Bike geht super leicht auf das Hinterrad und lässt sich so sehr gut steuern. Ein wahres Vergnügen, man muß sich schon etwas einbremsen, da man das hohe Tempo mit dem Bike in der Euphorie leicht überschätzen kann. Das Ransom ist eine wahre Endurowaffe, trotzdem ist es vom Gewicht her in der 900 Tuned Version bei knapp 13,5 kg. Hier haben die Entwickler von Scott schon eine Ansage gemacht. Einen ausgiebigen Test wird es im Frühjahr im Bergstolz Heft geben.


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