Open Faces: 1* FWQ & 2* FJT Alpbachtal
Sehenswerte Juniors im Tiroler Unterland
Vergangenes Wochenende fand erstmals ein Open Faces Freeride Contest im Tiroler Alpbachtal statt. Starhlender Sonnenschein lockte nicht nur 72 Starter/innen für den 1* Qualifier und den 2* Juniors-bewerb ins Tiroler Unterland, auch die Public Area war gut gefüllt. Rider aus 12 Nationen maßen sich am Wiedersbergerhorn – durchsetzen konnten sich schließlich eine Australierin, zwei Österreicher und ein Belgier.
Neben dem 1* Freeride World Qualifier am Hochkar war der Contest im Alpbachtal die beste Chance für Einsteiger, erste Contest-Erfahrungen und Punkte zu sammeln. Zusätzlich gab es für die Juniors beim 2*-Bewerb 480 Zähler für den Sieger zu holen. Insgesamt 72 Rider/innen nahmen die Gelegenheit wahr und suchten den oder die Beste in vier Kategorien (Laura Überbacher war als einzige Juniorin bei den Jungs mit am Start).
Bei den Ski Damen konnte sich die Australierin Hannah Strong mit einer flüssigen Line, in die sie einige Drops eingebaut hat, gegen ihre Gegnerinnen durchsetzen. „Es war ein super Run. Ich hatte eine gute Startnummer und versucht, viel Speed mitzunehmen“, freut sie sich sichtlich – auch wenn sie zu spät zur offiziellen Siegerehrung kommt und die große Verkündung ihres Siegs verpasst. So fanden sich am Podiumsfoto erstmal nur die zweitplatzierte Vera Lentner (GER) und die Schwedin Hannah Haglund, die sich den dritten Stockerlplatz erkämpfte. Dodo Konrad, Headjudge bei den Damen, zeigte sich bei der Siegerehrung von den Leistungen der drei Damen beeindruckt: „Die Mädels, die aufs Podium gefahren sind, haben es sauber laufen lassen!“
Der Belgier Koen Goris konnte die Judges bei den Snowboard Herren überzeugen: „Beim ersten Drop bin ich etwas zu weit gesprungen, deshalb konnte ich den Rest der Features nicht mehr so fahren, wie ich es mir vorgenommen habe. Ich musste dann improvisieren, aber es ist alles nochmals sehr gut ausgegangen.“ Auf Rang 2 fuhr Korbinian Blaschek (GER), der 2 Punkte Vorsprung auf Johannes Peter (AUT) herausholen konnte.
Bei den Ski Herren – sowohl beim FWQ als auch bei den Juniors –waren die Österreicher an diesem Tag die strahlenden Gewinner. Markus Breitfuß, der seinen ersten Contest-Sieg feierte, freute sich riesig: „Es ist alles aufgegangen. Nachdem ich am Hochkar noch auf Platz vier gelandet bin, freue ich mich heute extrem über das erste Stockerl. Dass ich dann noch ganz oben stehen kann, ist gigantisch.“ Er holte sieben Punkte Vorsprung auf den zweitplatzierten Bulgarier Valyo Peltekov. Dritter wurde Lukas Stromberger (AUT).
Resultate 1* FWQ Alpbachtal
Für den WOW-Effekt sorgten am vergangenen Samstag allerdings die Juniors. Das Level war richtig hoch, durch die Bank zeigten die Rider schöne spektakuläre Lines mit hohen Drops, flüssige Runs und ordentliche Skitechnik. Thumbs up!!! Dass sie „den Großen“ auch in Sachen Marketing und Sponsoren-Sichtbarkeit um nichts nachstehen, brauchen wir nicht eigens zu erwähnen oder? Durchsetzen konnte sich gegen die starke Konkurrenz jedenfalls Elias Meister, zweiter wurde Martin Kogler und Valentin Werner-Tutschku komplettierte das rein österreichische Podium.
Resultate 2* FJT
Insgesamt ein durchwegs gelungener Freeride-Contest-Tag, auch wenn Rennleiter Markus Kogler von den Open Faces Freeride Contests ein wenig die Kreativität in der Linienwahl vermisste: „Wir haben tolle Lines gesehen, aber ich habe die Kreativität ein bisschen vermisst. Die meisten haben die Seite Rider’s Left komplett ausgelassen, das war schon ein wenig schade.“ Die Zuschauer konnten jedenfalls den herrlichen Tag in der Public Area mit Sound, DJ und Moderator ganz sicher genießen.
Weiter geht es mit den Open Faces Freeride Contests schon an den kommenden beiden Wochenenden in Silvretta Montafon: von 17. Bis 19. Februar findet dort der 2* Juniors-Bewerb statt, und von 24. Bis 26. Februar der 3* FWQ.
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Freeride boomt jedenfalls, die Anmeldezahlen für Juniors und Qualifiers steigen weiter: fast 2000 Juniors-Fahrer/innen und knapp 1800 Qualifiers-Starter werden 2017 an 73 Junior- bzw. fast 50 Qualifier-Events teilnehmen. Anmelden kann man sich immer sieben Wochen vor der Veranstaltung – dann bleibt die Anmeldung für jeweils drei Wochen geöffnet. Ausnahme ist der neue 4-Star-FWQ in Hakuba (JPN), für den man sich ab 12. November 2016 anmelden kann. Momentan sollten sich interessierte Rider auf www.freerideworldtour.com registrieren, ihre Mitgliedschaft für 2017 bestätigen und ihr Profil aktualisieren.
Die FWQ-Rider können sich für die Swatch Freeride World Tour im nächsten Winter qualifizieren. Für die Rangliste werden die drei besten Saisonresultate herangezogen. Pro Region (Amerika und Europa/Ozeanien) sichern sich die besten drei Skifahrer sowie die Gewinner bei den Snowboardern, Skifahrerinnen und Snowboarderinnen einen Spot auf der FWT 2018.
Das Warten auf den 3*FWQ OPEN FACES AXAMER LIZUM hat sich gelohnt: Gut zwei Monate nach der wetterbedingten Verschiebung präsentierte sich das Face „Hochtennboden" am heutigen Contesttag mit optimalen Schneebedingungen. Die Rider bedankten sich für die Bilderbuch-Verhältnisse mit einer Freeride-Show auf höchstem Level – vor allem die österreichischen Fahrer konnten einmal mehr überzeugen. So war der dritte Stopp der OPEN FACES FREERIDE CONTESTS unter anderem für die Wahl-Innsbruckerin Bettina Pickl ein gutes Pflaster. Die Snowboarderin, die erst mit einer im Jänner erkämpften Wildcard in den Hauptbewerb gerutscht war, bewies sich auch in der Riege der Elite-Fahrer, und holte überraschend den ersten Sieg in ihrer Kategorie. „Ich bin zwar nicht ganz die Linie gefahren, die ich geplant habe, der erste Drop hat mir aber das Adrenalin in den Körper gepumpt und mich das restliche Face hinuntergepusht", so die 29-Jährige nach ihrem Run. Platz zwei in dieser Kategorie sicherte sich mit Laura Perfler eine weitere Tirolerin. Sie überholte mit diesem Top-Ergebnis Manuela Mandl im Ranking der AUSTRIAN FREERIDE SERIES (AFS) und hat nun die Führung in der nationalen Serie inne. Mit Tamara Fritz (Kärnten) komplettierte eine weitere heimische Freeriderin das rot-weiß-rote Stockerl.
Tiroler Sieg auch bei den Snowboard-Herren
Einzig bei den Ski-Herren stand am Ende kein österreichischer Triumph zu Buche. Mit Max Kroneck siegte in dieser Kategorie ein Deutscher. Er beeindruckte Jury und Publikum mit der kreativsten Line des Tages und heimste mit einem massiven 360-Drop am Schluss die höchste Punktezahl des Tages ein. Hinter Kroneck aber setzten sich wieder Fahrer aus dem heimischen Lager durch. Der Innsbrucker Leo Rauch und der Niederösterreicher Michael Strauss belegten Rang zwei bzw. drei.
Bei den Ski Männern überzeugte der Schwede Kristofer Turdell, der zum ersten Mal beim Big Mountain Hochfügen an den Start ging. Er fuhr sehr schnell, zeigte einen eindrucksvollen Backflip sowie drei weitere Drops. Der zweite Platz ging an den Kanadier Laurent Gauthier, der im oberen Bereich einen großen Double und am Face - Ende einen enormen Sprung zeigte. Den dritten Platz bei den Ski Herren belegte der Österreicher Raphael Webhofer der neben zahlreichen spektakulären Tricks oben einen 360 zeigte und aufgezeichnetes Skifahren an den Tag legte.
Platz eins bei den Snowboard Damen ging an die Österreicherin Manuela Mandl mit einer kontrollierten Fahrt und einem Sprung zu Beginn. Dahinter auf Platz zwei kam Maria Kuzma aus Neuseeland. Auf Platz drei fuhr die Finnin Liisa Korpela.
Am 28. März 2015 zieht die Lakarschneid beim 3*X OVER RIDE in Zell am See-Kaprun einmal mehr die heimische und internationale Freeride-Szene in ihren Bann. Das herausfordernde Face am Kitzsteinhorn hat sich in den letzten Jahren zum Garant für Freeride-Feeling auf höchstem Niveau entwickelt - auch für Freeride World Tour-Rider. Nicht nur die heimische Freeride-Elite trifft sich Jahr für Jahr beim 3*X OVER RIDE in Zell am See-Kaprun, sondern auch für Freeride World Tour-Rider, die sich im Kampf um einen Startplatz in der World Tour noch fehlende Qualifier-Punkte sichern wollen, ist der Contest mittlerweile Hotspot. Mit feinstem Firn, blauem Himmel und einer Freeride-Show der Superlative empfiehlt sich der 3*X OVER RIDE in der Vorsaison als Highlight im Tour-Kalender. Auch in diesem Winter wird der Contest zum Szene-Spektakel und Schauplatz hohen Leistungsniveaus in Sachen Freeride.








