Mountainbike-Kongress in Saalbach 25. - 27.09.2018
Die Grundpfeiler des EMTB Tourismus
Der dritte österreichische MTB-Kongress steht unter dem Motto „Lernen“. Weshalb gerade jetzt dieses Motto gewählt wurde erklärt Initiator Harald Maier: „Das kleine „e“ vor vielen Begriffen hat große Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Ich bin der Ansicht, dass insbesondere im Tourismus sehr viel Erfahrung aus den Bereichen Ski, Wandern und Mountainbike vorhanden ist, somit macht es Sinn dieses „e“ neu zu denken.“
Der Erfolg einer Mountainbike-Destination basiert auf vier Pfeilern: Wegen, Services, Identität und zielgruppengerechter Vermarktung.Wege sind seit Bestehen der Menschheit immer das wichtigste Element für eine Weiterentwicklung, auch der E-MTB-Tourismus bildet hier keine Ausnahme. Adrian Greiner (Bikeplan AG) zeigt anhand seines Raumentwicklungskonzeptes für den Wallis (CH) wie unterschiedliche Nutzungsvereinbarungen nebeneinander erfolgreich existieren können. Philipp Wiedhofer (Wexltrails) bringt das Thema Uphill-Trail in die Diskussion ein und Hubert Leibl (Balzamico Trailbau) erklärt die im Entstehen befindliche Trailbaunorm. Beim Expertentalk zum Thema „Bikepark - Auslaufmodell oder Lösung für MTB-Tourismus in Zeiten von EMTB“ diskutieren Martin Höbarth (LWK), Adrian Greiner, Alexander Arpaci (Wienerwaldtrails) und Dieter Stöhr (Forstorganisation Tirol) verschiedene Ansätze und Befindlichkeiten.
Durch Services entsteht Wertschöpfung in den Destinationen. Es gilt Chancen zu nutzen und Risiken zu minimieren. Tobias Krause (TrailXperience) setzt sich wissenschaftlich mit dem Thema Fahrtechnik auseinander und im Expertentalk „Fahrtechnik - „mustbe“ oder „nice2have“ in Zeiten von EMTB“ wird das Thema in allen Facetten beleuchtet. Neben Sicherheitsexperten wie Christian Kräutler (KfV) kommen auch die Rennfahrerin Steffi Marth und der EMTB-Fahrtechnik Experte Stefan Schlie zu Wort.Fünf Vorträge und ein Expertentalk schließen den Kongress mit dem Thema Identität ab. Uli Stanciu, Europas Mountainbike-Papst, gewährt Einblick in die Entwicklung des Mountainbike-Tourismus der letzten 25 Jahre. Der dritte Expertentalk dürfte für hitzige Gespräche sorgen: „Wie kann die Finanzierung von Wegen funktionieren falls morgen ein Großteil dieser mit EMTB genutzt wird? Sprengt die Reichweite des EMTB die Regionsgrenzen und was sind die Auswirkungen?“
„EMTB gibt uns die Chance aus der Nische des elitären Sportes zu kommen und ermöglicht es der breiten Bevölkerung Natur abseits der Straßen gesund zu genießen. Somit wandeln wir Screenstunden in Bewegungsstunden um. Es liegt an uns die Rahmenbedingungen und die Lenkungsmassnahmen richtig zu setzen, um den Nutzen für die Mehrheitsbevölkerung transparent und spürbar zu machen“ sagt Initiator Harald Maier.
www.mountainbike-kongress.at
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Die Wettkämpfe wurden von den Junioren eröffnet. Bei den Mädels machte Vali Höll (AUT) ihre perfekte UCI Weltcup Saison noch perfekter und holte den Weltmeistertitel. Sie gewann mit 10 Sekunden Vorsprung vor Anna Newkirk aus den USA und Mille Johnset (NOR).
Im Damenrennen zeigte zur Freude der vielen einheimischen Fans EWS-Pro Caro Gehrig (SUI), die erst in letzter Sekunde nachnominiert wurde, die erste schnelle Zeit des Tages und setzte sich ganz oben auf den Hot-Seat vor Teamkollegin Eva Batolla. Als dann auch noch Janine Hübscher mit neuer Bestzeit ins Ziel raste, standen zwischenzeitlich sogar drei Schweizerinnen auf dem Podest. Mit den Top 10 Athletinnen sollte sich das jedoch ändern.
Rachel Atherton meisterte den Kurs mit unvorstellbarer Geschwindigkeit und kluger Linienwahl letztendlich fast zehn Sekunden schneller. Sie holte sich ihren fünften WM-Titel und das Regenbogentrikot. „Ich musste heute alles aus mir rausholen - alles oder nichts. Das ist aber auch ok, es geht ja schließlich um den Weltmeistertitel. Ich war hart am Limit, aber zum Glück hat ja alles gut geklappt“, meinte eine überglückliche Rachel Atherton nach dem Rennen.
Die Männer im Downhill boten den 20.000 Zuschauern entlang der Strecke und im Zielbereich ein unglaublich spannendes Rennen. Die erste ernstzunehmende Richtzeit legte Altmeister Greg Minnaar (RSA) hin, erst EWS-Spezialist Martin Maes (BEL), verdrängte Minnaar auf Platz Zwei. Etliche Starter später wurde es bei Aaron Gwin (USA) zum ersten Mal wieder knapp für den Belgier. Schlagen konnte ihn letztendlich nur der amtierende Weltmeister Loic Bruni aus Frankreich. Mit 0,2 Sekunden Vorsprung setzte er sich an die erste Stelle, weder sein Landsmann Loris Vergier noch Danny Hart (GBR), Troy Brosnan (AUS) oder Amaury Pierron (FRA) ihn mehr vom ersten Platz verdrängen. Loic Bruni verteidigte somit seinen Weltmeister-Titel und darf schon zum dritten Mal in seiner Karriere die Regenbogenfarben tragen. Silber ging an Martin Maes und Bronze an Danny Hart.
Angespornt durch die 24.000 Zuschauer an der Strecke lieferten sich Schurter und Kerschbaumer ein nervenaufreibendes Rennen, indem der Schweizer erst in der vorletzten Runde die entscheidende Lücke aufreißen konnte. Kerschbaumer musste federn lassen und Nino Schurter ließ sich auf einer Begeisterungswelle ins Ziel tragen. Mathieu van der Poel belohnte sich für seine Aufholjagd mit Bronze. Der nun siebenfache Weltmeister Schurter rang nach seinem Sieg um Fassung: „Es war einfach ein unbeschreibliches Gefühl bei diesem Event auf heimischen Boden an den Start zu gehen. Ich wohne 25 Minuten von hier, also war es wirklich eine Heimrennen. Die Atmosphäre war unglaublich, die Zuschauer sind ausgerastet und haben mir zugejubelt. Das ist einfach nicht in Worte zu fassen, was hier heute los war.“
Bei den Damen sorgte Kate Courtney für die erste Crosscountry-Goldmedaille für die USA seit 17 Jahren. Sie setzte sich in einem hart umkämpften Rennen vor Annika Langvad aus Dänemark und Emily Batty (CAN) durch. Die UCI Weltmeisterin von 2017 und amtierende Gesamtweltcup-Siegerin Jolanda Neff (SUI) landete nur auf dem undankbaren vierten Rang. Die Dänin dominierte das Rennen von Beginn an und erarbeitete sich Sekunde um Sekunde Vorsprung, bis der auf über eine halbe Minute angewachsen war. Dann jedoch ein Fehler und Sturz – Langvad rappelte sich auf und fand mit blutverschmiertem Arm zurück ins Rennen während Kate Courtney Emily Batty zu distanzieren begann.
80 Kilometer und 3.678 Höhenmeter gilt es bei der anspruchsvollsten Distanz zu bewältigen. Doch auch die Distanzen 31 km, 42 km und 58 km lassen die Waden bei 1.160, 1.980 bzw. 2.920 Höhenmetern über die Grasberge Saalbach Hinterglemms ordentlich brennen. Die Motivation steigt, wenn die Zuschauer die Teilnehmer auf den höchsten Punkten der Tour anfeuern.
Auf die Downhill-Athletinnen und -Athleten wartet die STRAIGHTline, die bereits im vergangenen Jahr mit Blick auf die WM 2018 mit einigen Änderungen aufwarten konnte. Dieses Jahr kommt eine weitere Neuerung hinzu. Nach dem Road Gap im unteren Drittel geht es nach wenigen Kurven früher als in den vergangenen Jahren in den Wald zurück. Der frische Waldabschnitt führt zum natürlichen Drop «Mitas Wall» und wird sich im Laufe der Wettkampf-Woche sicherlich noch stark verändern. Es ist zu erwarten, dass bis zu den Elite Rennen am Wochenende etliche, tückische Wurzeln freigelegt werden. Die rund 2,2 Kilometer lange Strecke gehört zu den schnellsten im Mountainbike-Rennzirkus und ikonische Abschnitte wie der gewaltige «Cornèrcard Rock Garden», der highspeed «X-Class Full Gas Step Up», «Graubünden Road Gap», die «Lenzerheide Edge» und der «Red Bull Drop of Fame» verlangen den Fahrern alles ab. „Ich denke, dass der 17 Meter lange «Ochsner Sport Cabin Hit» sicherlich zu den Schlüsselstellen gehören wird“, erklärt Rafael Tschäff Rhyner, der auch für den Streckenbau bei der WM verantwortlich ist. „Da muss man die Geschwindigkeit wirklich gut einschätzen, um nicht zu überschießen. Sollte es im Gegensatz zu den letzten Jahren nass sein, wird das Steinfeld im oberen Abschnitt und das neue Waldstück sehr interessant werden.“
Die Cross Country Strecke ist im Vergleich zum letzten Jahr unverändert und wird damit auch in diesem Jahr die Athleten an ihre Grenzen bringen. Gleich zu Beginn wird es brenzlig. „Der Schlüssel zum Erfolg könnte vor allem beim Start liegen. Nach dem ersten längeren Anstieg geht es relativ bald in die «Heidi’s Hell Abfahrt». Wenn man nicht vom Start weg auf einem der vorderen Plätze ist, wird es dort wirklich zur Hölle, da es weiter hinten im Feld recht eng zugehen wird“, so Rhyner. «Heidi’s Hell» führt die Athleten auf einem sehr steilen, hochtechnischen Abschnitt vom höchsten Punkt der Strecke in eine technische Wurzelpassage und bildet zugleich den längsten Downhill-Abschnitt – vor allem im Nassen eine sehr rutschige Angelegenheit. Auf der 4,2 Kilometer langen Runde warten nicht nur 188 Höhenmeter pro Runde auf die Fahrerinnen und Fahrer sondern auch etliche Herausforderungen wie die «Lenzerheide Cliff», der «Ochsner Sport Dual Slalom» oder der «Mitas Muddy Climb» bevor die Athletinnen und Athleten über die «Cornèrcard Ramp» auf die von tausenden ekstatischen Fans umsäumte Zielgerade einfahren.
Im Downhill der Männer dürfte das Rennen so offen wie selten zuvor sein. Weltcup-Gesamtsieger Amaury Pierron (FRA) kam dieses Jahr aus dem Nichts. Pierron wird sicherlich gute Karten haben seinem Landsmann und amtierenden Weltmeister, Loïc Bruni, Paroli zu bieten. Die Liste an potentiellen Gold-Medaillenkandidaten ist aber bei den Herren sehr lang. Die wiedergenesenen Altmeister Aaron Gwin (USA) und Greg Minnaar (RSA) sowie weitere Topathleten wie Danny Hart (GBR), Laurie Greenland (GBR), Troy Brosnan (AUS), Loris Vergier (FRA) oder Luca Shaw (USA), um nur ein paar Namen zu nennen, sind in Lenzerheide nicht zu unterschätzen. Bei den Frauen wird es sicherlich ähnlich eng zugehen. Weltcup-Gesamtsiegerin wurde in diesem Rachel Atherton (GBR) vor Tahnée Seagrave (GBR). Der Downhill-Sport der Frauen hat sich zu einem extrem spannenden Wettbewerb entwickelt und bei jedem Rennen sind Rachel Atherton, Tahnée Seagrave, Myriam Nicole (FRA) und Tracey Hannah (AUS) in der Lage, ganz oben auf das Podest zu fahren. Lokalmatadorin und Schweizer Medaillen-Hoffnung Emilie Siegenthaler erholt sich noch von einer Ellenbogenluxation, ist aber fest entschlossen bei ihrer Heim-WM am Start zu sein.
Im Cross-Country sind ähnlich spannende Rennen zu erwarten. Dabei wird das Heimpublikum sicherlich ganz besonders auf die beiden Elite-Rennen brennen. Mit den Weltcup-Gesamtsiegern Jolanda Neff und Nino Schurter werden gleich zwei Lokalhelden aus der Schweiz versuchen ihren Weltmeistertitel aus 2017 zu verteidigen. Ein Zuckerschlecken wird es jedoch nicht – selbst mit den heimischen Fans im Rücken. Nino Schurter sah sich in diesem Jahr einer starken Konkurrenz ausgesetzt. Zudem machte ihm einige Male in diesem Jahr die Technik das Leben schwer. Auch wenn er sich den Weltcup-Gesamtsieg sichern konnte, dominierte er nicht so wie in den vergangenen Jahren. Mit Mathieu Van der Poel (NED), Gerhard Kerschbaumer (ITA), Anton Cooper (NZL) und Henrique Avancini (BRA) erwarten Schurter starke Gegner, die ihn in dieser Saison alle gefordert haben. Sam Gaze (NZL), der im ersten Weltcup des Jahres Schurter auf die Plätze verweisen konnte, wird aufgrund eines gebrochenen Handgelenks in Lenzerheide nicht am Start sein. Auch bei den Frauen gibt es eine ganze Reihe an Medaillen-Kandidatinnen. Neben den klaren Gold-Favoritinnen Neff und Annika Langvad (DEN), die sich über die Saison hinweg einen sehr spannenden Wettkampf geliefert haben, zählen Maja Wloszczowska (POL), Emily Batty (CAN), Anne Tauber (NED), Pauline Ferrand-Prevot (FRA), Kate Courtney (USA) und Gunn-Rita Dahle Flesjaa (NOR) alle zu den Athletinnen, die in jedem Fall um Edelmetall, wenn nicht sogar um Gold fahren können.
An der Flimjoch Bergstation auf 2.752 Metern angekommen, geht es von unten gesehen auf der linken Seite auf den neuen Flimjoch Flowtrail. Gleich am Einstieg stoppt man erst mal und ist beeindruckt von dem gigantischen Ausblick. Was für eine Bergwelt! Es kommt richtiges hochalpines Feeling auf.
Der Flimjoch Flowtrail ist für E-Bikes geeignet, und auch weniger versierte Fahrer können den Trail gut bewältigen. Vom Schwierigkeitsgrad kann man ihn in der Singletrailskala im unteren S2-Bereich einordnen. Also ein super Trail für nicht so geübte Fahrer, die sich zum Start in die Ischgl Bikewoche einfahren wollen.
In Serfaus-Fiss-Ladis kommen Kinder und Eltern – gleich ob Einsteiger und erfahrene Biker - auf ihre Kosten: Auf den abwechslungsreiche Trails, als Teilnehmer bei einer der mit Leidenschaft geführten Touren oder mit der 2018 neu gegründeten Bikeschule geht dem Biker das Herz auf.
Der Bikepark wartet auf alle, die sich auf ihren Bikes richtig austoben möchten. Hoch geht es mit der Waldbahn in Fiss. Wer das ein oder andere Ausrüstungsteil noch besorgen muss, ist im Bikeshop direkt an der Talstation der Waldbahn bestens aufgehoben. Ob Bike, Schutzbekleidung oder Ersatzteile, hier findet jeder das Benötigte.
Abseits des Bikeparks sorgen unzählige Trailvarianten für Abwechslung im Bike-Programm. Leichte Einstiegsmöglichkeiten für Anfänger und Familien bietet der Scheidtrail. Auf perfekt gehapten Lines finden Biker ihren Flow und können sich an Northshores und Doppelwellen herantasten. Für Abwechslung sorgen viele Anlieger und spielerische Wellen, die eine freie Linienauswahl zulassen.
Besondere Spannung und Action sind beim Flüstertrail auf 2.433 Metern garantiert. Lose Steine und steile Abfahrten werden von paradiesischem Panorama begleitet. Angefangen beim Schönjoch verläuft die rasante Fahrt hinab über Stock und Stein und unbeschreiblicher Aussicht. Nach dieser adrenalingeladenen Fahrt, werden die Akkus im urigen Heustadel Dorf wieder aufgefüllt und der Spaß geht weiter.
Mit den neu angelegten Trails und Mountainbike-Strecken im Bikepark Großglockner Resort bietet Osttirol ab sofort Fahrspaß für Jedermann. Etliche Kilometer Mountainbike-Strecken und 8,4 Kilometer Singletrails sind das Highlight des Bikepark Großglockner Resort. Von leichten Strecken für Einsteiger bis zu schwierigen Trails für echte Pros, ist für jeden das Richtige dabei. Den Ausgangspunkt des Bikeparks bildet die Talstation des Großglockner Resort Kals. Mit dem namensgebenden Gipfel im Rücken, geht es wahlweise bequem in der Gondel oder deutlich naturverbundener und erdnaher im eigenen Sattel sitzend bis auf 2.421 Meter Seehöhe auf den Hängen des Cimaross bergwärts zum Start auf der Adlerlounge.
Ausgehend von der Adlerlounge windet sich der neue Adler Trail auf 3,7 km Länge stets mit Ausblick auf den Großglockner und die umliegenden Dreitausender auf 420 Tiefenmetern die Hänge hinab. Mit zahlreichen Rollern und knapp 60 Anliegern setzt auf dem von Vertrider-Urgestein Christian "Picco" Piccolruaz geshapten Adler Trail schnell Flow ein. Dabei vermittelt der griffig-erdige, weitgehend naturbelassene Untergrund stets das Gefühl, einem natürlichen Trail zu folgen.








