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FWT 2021: Andorra Results

Juliette Willman im Run zu Platz 2 www.freerideworldtour.com/Jeremy Bernard Juliette Willman im Run zu Platz 2

Gelungener Auftakt der FWT 2021 in Ordino Arcalìs, Andorra

Während bei den Damen die erfahrenen Riderinnen überzeugten, holten bei den Herren die „Young Guns“ die Siege: Hedvig Wessel (NOR) und Ross Tester (USA) bei den Skifahrern sowie Marion Haerty (FRA) und Cody Bramwell (GBR) bei den Snowboardern heißen die Sieger des Saisonauftakts der Freeride World Tour 2021 in Ordino Arcalís, Andorra.

20210222 BS1 FWT21 ORDINO ARCALIS JBERNARD AO9I4787Der erste FWT-Contest der Saison wurde am Port del Rat ausgetragen. An diesem Hang hatte noch nie ein Contest der Freeride World Tour stattgefunden. Er war jedoch bereits mehrfach Schauplatz von Freeride World Qualifiern und Junioren-Events. Der nordöstlich exponierte, felsdurchsetzte 305-Höhenmeter-Hang war durchschnittlich 45 Grad steil und bot zwei Starts auf 2665 und 2622 Meter. Die teilweise von Saharasand bedeckte Schneedecke forderte die Fahrerinnen und Fahrer bei sonnigem Wetter mit wechselhaften Verhältnissen.

Ski Damen
Die ersten Lines am Port del Rat gehörten den Skifahrerinnen. In Abwesenheit von Titelverteidigerin Arianna Tricomi gelang Hedvig Wessel dabei der herausragende Run des Tages. Die Norwegerin glänzte mit einem massiven Backflip und schneller, flüssiger Fahrt. Platz zwei ging an Juliette Willmann, die mit einem Air im steilen oberen Couloir begann, einen anspruchsvollen Double Cliffdrop folgen ließ und damit erstmals auf das FWT-Podium fuhr. Dritte wurde mit einer sehr direkten, rasanten Linie Maude Besse, die damit ein erfolgreiches Comeback nach Verletzung feierte.

Ski Herren
Der Wettkampf der Ski Herren startete mit drei Stürzen – darunter leider auch Tao Kreibich, der als Erster an den Start gegangen war. Der Vorarlberger begann stark mit einem Leftside 360 in einem steilen Couloir, blieb aber dann nach einem doppelten Cliffdrop in der Schneekruste hängen und musste sich mit dem 16. Platz zufriedengeben.

Die folgenden Fahrer wählten abwechslungsreiche Linien. Zwei junge Fahrer und FWT-Rookies ragten am Ende heraus: Ross Tester, Gesamtsieger des FWQ Nordamerika 2020, wählte eine originelle Linie und zeigte einen Leftside 360, einen hohen Cliffdrop, einen Backflip und einen Shifty – und holte sich mit 92,33 Punkten den Sieg vor dem Overall-Champion des FWQ Europa 2020, Maël Ollivier. Der Franzose startete mit einem technischen 360 in einen engen Couloir und legte unter anderem mit einem hohen Cliffdrop nach. Er landete mit 89 Punkten vor Blake Marshall, der mit einem 360 Tailgrab, Double Cliffdrop und einem Shifty das Podium komplettierte. Und das, nachdem sein gesamtes Gepäck bei der Anreise verloren gegangen und er auf von Hedvig Wessel geliehenen Ski unterwegs war. Vierter wurde der amtierende FWT-Champion Isaac Freeland, der mit einem Backflip und einem Double Cliff sowie einer sehr schnellen und kontrollierten Fahrt zeigte, dass auch diese Saison mit ihm zu rechnen ist.

20210222 BS FWT21 ORDINO ARCALIS DDAHER 9795Snowboard Damen
Den Sieg bei den Snowboarderinnen sicherte sich die dreifache FWT-Weltmeisterin Marion Haerty, die sich mit einem hohen Cliffdrop und einer Serie weiterer Airs in die Topposition zur Titelverteidigung brachte. Platz zwei holte Erika Vikander mit einem sehr schnellen und souveränen Run im oberen Bereich sowie mehreren Airs weiter unten. Dritte wurde Katie Anderson, der ein flüssiger und technischer Lauf gelang und die beim Kriterium Air & Style gut punktete. Die FWT-Weltmeisterin von 2018, Manuela Mandl, zeigte bei ihrer Rückkehr nach einer Verletzung einen sauberen, schnellen und flüssigen Lauf mit einem technisch anspruchsvollen Drop in eine enge Rinne. Die Wienerin sicherte sich damit Rang vier.

Snowboard Herren
Im Vorjahr Zweiter in Andorra, dieses Jahr erstmals ganz oben auf dem Podest: Cody Bramwell holte mit einem Backflip im oberen Steilhang und einem weiten Cliffdrop den Sieg in Ordino Arcalís. Zweiter bei den Snowboardern wurde Blake Moller. Der Gesamtsieger des FWQ Nordamerika 2019 glänzte mit einem Backflip sowie einem Double und einem Triple Cliffdrop – ein Podestplatz gleich bei seinem ersten FWT-Start! Platz drei ging an den FWT-Titelverteidiger und Vorjahressieger in Andorra. Nils Mindnich überzeugte die Judges mit zwei 360s und mehreren weiteren Airs, ihn noch vor den FWT-Champion von 2019 zu setzen: Victor De Le Rue sprang bei seinem lässigen Run gleich drei 360s und wurde damit Vierter. Gigi Rüf hatte zu Beginn der Woche eine Verletzung erlitten und musste kurzfristig auf den Start verzichten.

Für Montag sind Schneefälle in Andorra vorhergesagt. Möglicherweise kann dann am Dienstag ein weiterer Wettbewerb in Ordino Arcalís abgehalten werden. Aktuelle Updates dazu folgen auf der Website und den Social-Media-Kanälen der FWT.

SKI DAMEN
  1. Hedvig Wessel (NOR) - 86.67
  2. Juliette Willmann (FRA) – 78.67
  3. Maude Besse (SUI) – 69.33
  4. Zuzanna Witych (POL) – 63.33
  5. Tracy Chubb (USA) – 57.33
  6. Elisabeth Gerritzen (SUI) - NS
  7. Olivia McNeill (CAN) - NS
  8. Arianna Tricomi (ITA) - DNS
SKI HERREN
  1. Ross Tester (USA) – 92.33
  2. Maël Ollivier (FRA) – 89.00
  3. Blake Marshall (NZL) – 83.00
  4. Isaac Freeland (USA) – 81.67
  5. Carl Regnér Eriksson (SWE) – 81.33
  6. Aymar Navarro (SPA) – 80.33
  7. Wadeck Gorak (FRA) – 80.00
  8. Reine Barkered (SWE) – 79.33
  9. Andrew Pollard (USA) – 76.67
  10. Carl Renvall (SUI) – 75.00
  11. Tom Peiffer (CAN) – 74.00
  12. Yann Rausis (SUI) – 70.33
  13. Drew Tabke (USA) – 68.33
  14. Raymond McDermott (USA) – 67.00
  15. Cooper Bathgate (CAN) – 63.33
  16. Tao Kreibich (AUT) – 45.00
  17. David Deliv (SWE) – 38.33
  18. Dani Fornell-Prat (AND) - NS
  19. Kristofer Turdell (SWE) – NS
SNOWBOARD DAMEN
  1. Marion Haerty (FRA) – 84.00
  2. Erika Vikander (USA) – 75.00
  3. Katie Anderson (CAN) – 71.33
  4. Manuela Mandl (AUT) – 69.67
  5. Núria Castan Baron (SPA) – 61.33
  6. Anna Orlova (RUS) – 52.33
  7. Claire McGregor (NZL) – 36.33
  8. Michaela Davis-Meehan (AUS) – 21.67
SNOWBOARD HERREN
  1. Cody Bramwell (GBR) – 85.00
  2. Blake Moller (USA) – 83.33
  3. Nils Mindnich (USA) – 76.67
  4. Victor De Le Rue (FRA) – 71.67
  5. Michael Mawn (USA) – 71.33
  6. Hugo Serra (FRA) – 64.67
  7. Camille Armand (FRA) – 51.67
  8. Sammy Luebke (USA) – 45.33
  9. Gigi Rüf (AUT) – DNS

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