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RIDERPROFILE | ABEL MOGA


„When in doubt, go straight“
Foto: Privat & Jeff Thomas

Alter: 25
Wohnort: Vielha, Val d’Aran
Homespot: Baqueira - Beret
Beruf: Skier / Student
Sponsoren: Head, Tyrolia, Arva, Roeckl, Baqueira – Beret, Panini drOetker, Val d’aran
Ziele: In der FWT bleiben und Olympia-Athlet werden!
Media: @abel_moga21

Abel Moga, geboren und aufgewachsen im Herzen der spanischen Pyrenäen, hatte wohl kaum einen besseren Ort, um zum Freeriden zu finden. Für Abel war das schon als Kind selbstverständlich: Ski fahren, Radeln, Laufen, Erkunden – das Val d’Aran hat ihn geprägt wie nichts anderes. Seine Eltern nahmen ihn früh mit auf die Pisten, und der Zugang zu den Bergen wurde für ihn zu etwas so Natürliches wie Atmen.

Sein erstes richtiges Freeride-Erlebnis hat sich tief eingebrannt. Mit acht oder neun Jahren nahm ihn sein Coach Cristian Boiria auf die legendäre Escornacrabes in Baqueira Beret mit: ein breiter Einstiegscouloir, der sich zu einem steilen, engen Kanal verengt und dann in ein abgelegenes Tal führt. Dieser Tag war der Moment, in dem Abel wusste: Das hier ist es. Das will ich machen. Und bis heute sagt er: „Ich liebe Powder.“ Kurz und klar.

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Auch das Umfeld seiner Familie hat seine Verbindung zu den Bergen gestärkt. Seine Eltern betreiben in Vielha das Hotel Turrull – ein bodenständiges, familiäres Haus, durch das Abel über Jahre hinweg Menschen aus aller Welt kennengelernt hat, die genau wegen dieser Berge immer wieder zurückkamen. Dieses ständige Kommen und Gehen der Skifans hat ihm gezeigt, wie besonders seine Heimat ist – und wie privilegiert er sich fühlt, dort aufgewachsen zu sein. 2015 begann seine Contest-Karriere, damals noch mit vielen Stunden im Van, langen Trips in die Alpen und der ersten Erkenntnis, dass internationale Wettkämpfe nicht nur Spaß, sondern auch richtig intensiv sein können. Die Resultate wollten anfangs nicht so richtig kommen – „Ich hatte Mühe, eine Line ohne Sturz ins Ziel zu bringen“, sagt Abel. Doch der Durchbruch kam 2018 mit Platz drei bei der Freeride Junior World Championship. Ein Moment, auf den er bis heute stolz ist – und ein wichtiges Zeichen, dass auch die Pyrenäen Freerider hervorbringen, die weltweit mitmischen können. Seinen großen FWT-Einstieg feierte er 2022 – und das direkt mit einem Paukenschlag: Platz zwei beim Heimrennen in Baqueira Beret. Vor Freunden, Familie und einer Crowd, die die Bergkulisse in ein Freeride-Stadion verwandelte. „Es war wie ein Traum“, erinnert sich Abel. „Ich hätte nie gedacht, dass die Tour nach Baqueira kommt, geschweige denn, dass ich dort Zweiter werde.“ Dass sein langjähriger Freund und Mentor Aymar Navarro diesen Event überhaupt möglich gemacht hat, vergisst Abel nicht. Der Tag bleibt einer seiner emotionalsten in seiner Karriere. Abels Herangehensweise an den Sport ist klar: Risiko ja, aber kontrolliert. Für ihn ist der größte Faktor immer die eigene Entscheidung. Nur mit Menschen unterwegs zu sein, denen man vertraut, und die Berge wirklich zu verstehen – Lawinen, Gelände, Schneedecke – ist für ihn essenziell. Am Start selbst geht er mit Ruhe rein: fokussieren, atmen, sich daran erinnern, dass man vorbereitet ist. Und immer einen Plan B, C und D im Kopf behalten. Was ihn inspiriert? Ganz klar: die kreative Freiheit. Er liebt es, dass jeder Rider dieselbe Wand, denselben Fels, denselben Hang komplett unterschiedlich interpretieren kann. „Wir alle fahren dieselbe Leinwand – nur jeder malt seine eigene Linie.“ Dieser Gedanke treibt ihn an.

Für die kommende Saison hat Abel große Ziele: solide Ergebnisse, um sich für die nächste FWT-Saison zu qualifizieren, endlich nach Alaska zu kommen, und ein starkes Resultat bei den ersten FISWeltmeisterschaften in Andorra. Abseits der Contests will er starke Shots mit HEAD einfahren und eine gute Saison in Baqueira festhalten – am liebsten natürlich mit meterweise Neuschnee. Und für die Zukunft? Ganz große Träume: einmal Olympiateilnehmer werden, die nächste Generation im Val d’Aran inspirieren und vielleicht irgendwann komplett vom Skifahren leben können. Aber vor allem: weiterhin jeden Tag in den Bergen genießen – so wie damals mit acht Jahren im ersten Powder.




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