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editorial

no-52

Letztes Wochenende auf dem BIKE Festival in Riva konnte man sie wieder bestaunen: Die große weite Welt des Mountainbikers! Was es da nicht alles zu sehen gab: Racebikes, Endurobikes, Freeridebikes, Downhiller, Fatbikes, E-Mountainbikes – wobei wir uns in die leidige Diskussion über deren Sinn oder Unsinn an dieser Stelle nicht einklinken wollen – und Trailbikes. Und das alles für Herren, Damen und Kinder und natürlich noch mit den zurzeit gängigen – oder auch „ungängigen“ Reifengrößen! Ich stell mir gerade einen unbedarften, am Zweiradsport wenig interessierten Urlauber vor, den es zufällig auf’s Festivalgelände verschlagen hat und der sich an einem der großen Stände die Vielzahl an Rädern anschaut und vielleicht auch noch einen der vielbeschäftigten Mitarbeiter unschuldig fragt: „Für was brauche ich denn dieses Rad“. Natürlich würde der arme Urlauber viel Unverständnis ernten und – im für Ihn vielleicht nicht unbedingt schlechtesten Fall – einfach stehen gelassen werden. Wenn aber der Mitarbeiter Zeit und Muße hat, könnte es auch sein, das sich der nichtsahnende Urlauber in einer Wortlawine aus Materialkunde, Zollangaben, Einsatzbereichen und Rennformaten wiederfindet, aus der nur noch der virtuelle Griff zum Auslösegriff des ABS Rucksack Rettung verspräche.

Die Fahrradbranche folgt mit dieser Spezialisierung aber nur einem allgemeinen Trend: Schaut man zum Beispiel mal in die Automobilbranche wird klar, dass selbst für die noch so kleinste Zielgruppe ein eigenes Modell entworfen und auf den Markt gebracht wird. Bei den Bikes ist es mittlerweile sehr ähnlich. Das Gute daran: Jeder der sich ein bisschen auskennt – oder sich nächtelang mit dem Thema beschäftigt – findet genau das Rad, das er für sich und seinen Einsatzzweck braucht und haben will.

Auch hier stelle ich mir eine Gruppe Biker vor, die sich zur ersten Tour des Jahres triftt: Jeder hat neues Material, jeder „sein“ Bike und alle sind unterschiedlich. Ein Trailbike, ein Enduro und ein Freerider. Sie werden den Berg hochfahren und auf einem Trail wieder runter. So wie sie es seit Jahren machen. Und sie werden Spaß haben. Jeder mit „seinem“ Bike und alle miteinander. Hoffentlich! Denn darauf sollte es ankommen. Ich bin sehr gespannt, was da in den nächsten Jahren noch alles an Bikes dazukommt, bin mir aber sicher, dass es einige sein werden und für alle wird es auch eine sehr gute Erklärung geben. Ich gehe aber davon aus, dass alle zwei Räder haben werden und man immer noch treten muss – auch hier wollen wir die E-Mountainbike Diskussion außen vor lassen. Und, da darf ich aus der Innsbruck Story zitieren: „So ein Berg erlebt im Laufe seines Lebens unendlich viel“ und es ist ihm relativ egal wer und vor allem mit was sich da jemand auf ihn rauf oder von ihm runter bewegt!

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