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Seite 24 | BERGSTOLZ Ski Magazin NOVEMBER 2017

SKITEST

VÖLKL

100Eight W

Gefahrene Länge:

173 cm |

ø

R= 19,7 m

Taillierung:

141 | 108 | 124 mm

Gewicht:

3600 g

Preis:

749,95 Euro

Unser Eindruck:

Schön, sportlich, leicht – ein vielversprechender erster

Eindruck! Der 100EightW überzeugt dann auch gleich

auf ganzer Linie mit seiner ausgewogenen und har-

monischen Abstimmung, auch bei forciertem Bolzen

ist der Ski nicht aus der Ruhe zu bringen. Die Dämp-

fung fällt im Zerfahrenen gleichfalls positiv auf, lauf-

ruhig und gut steuerbar geht’s Richtung Tal. Genauso

unaufgeregt verhilft er seiner Fahrerin zu einem fetten

Grinser beim Powdern, er glänzt mit gutem Auftrieb

und seinem verspielten Charakter. Ein überzeugender

Allrounder für gute Skifahrerinnen, der auch als Free-

tourer genutzt werden kann. Unaufgeregt, unkompli-

ziert, gut. „Ein Spaßski!“

Rossignol

Soul 7 HD W

Gefahrene Länge:

180 cm |

ø

R= 18,0 m

Taillierung:

136 | 106 | 126 mm

Gewicht:

3800 g

Preis:

649,99 Euro

Unser Eindruck:

Gib dem Rossi Powder! Mit dem riesigen Rocker

schwimmt der Ski exzellent auf und lässt sich in kur-

zen und langen Radien bergab cruisen – absolute

Spaßgarantie, und das auch für Freeride-Einsteigerin-

nen. Überhaupt ist der Soul7 extrem wendig, sowohl

auf der Piste als auch abseits. Das geht auf Kosten der

Laufruhe bei Tempo, zusätzlich beginnt das Tip recht

bald zu schlagen. Über gefrorene Rippen gleitet der

Rossignol einfach drüber, er fährt sich in jedem Fall

sehr kraftsparend. Durch das niedrige Gewicht eignet

er sich auch als Freetourer ausgezeichnet. Ein Easy-

Skiing-Ski - wer sportliches Fahrgefühl bevorzugt, sieht

sich besser nach einem anderen Partner um.

K2

Luv Boat 105

Gefahrene Länge:

177 cm |

ø

R= 16,0 m

Taillierung:

137 | 105 | 121 mm

Gewicht:

3500g

Preis:

649,95 Euro

Unser Eindruck:

Bunt, pink, leicht, eine „Knutschkugel“! Das LuvBoat

fährt sich erwartungsgemäß spielerisch und wendig,

lässt sich einfach und ohne großen Kraftaufwand

steuern und schwimmt sozusagen über Bumps und

Schläge einfach drüber. Nur die Dämpfung könnte

etwas besser sein, da festgefrorene Rippen den K2

dann doch aus der Ruhe bringen können. Im Tief-

schnee zeigt sich dann sowieso nur mehr der

Powdersmile: Sprayturns, cruisen, Treeruns – der Ski

macht alles ohne Problemmit. Das LuvBoat ist ein toll

abgestimmter, angenehmer Ski, der vielen Mädels

sehr viel Spaß machen wird – sehr sportliche Freeri-

derinnen suchen sich eher einen härteren Untersatz.

DYNASTAR

Legend W96

Gefahrene Länge:

178 cm |

ø

R= 17,0 m

Taillierung:

132 | 96 | 112 mm

Gewicht:

3500 g

Preis:

599,99 Euro

Unser Eindruck:

Den Testermeinungen nach ist Dynastar designmäßig

beim Legend W96 nicht gerade der große Wurf ge-

glückt. Auf der Piste freuen sich die Ladies aber über

den drehfreudigen Ski, der erst auf Zug und in langen

Radien anfängt wegzuschmieren. Im Gemüse fährt

sich der Legend einfach, fehlerverzeihend und dreh-

freudig – optimal für Einsteigerinnen und Damen die

gerne cruisen. Bei höheremTempo lässt die Dämpfung

nach. Auch im Powder läuft er solide, ein bisschen

träge zwar, aber in jeder Situation verlässlich. Fahre-

rinnen, die keine Lust auf brennende Oberschenkel an

einem Powdertag haben, sind beim Dynastar richtig.

Ebenso gemütlichere Freeriderinnen.

Eigentlich würde man(n) erwarten, dass der erste Satz zu unserer Testkategorie „Powderlady“ so was in

Richtung „immer mehr Frauen sind imTiefschnee unterwegs“ oder „auch die Damen entdecken das Freeriden

für sich“ enthalten muss. Aber das ist doch ausgemachter Blödsinn! Frauen fahren Ski, gehen Freeriden und

auf Tour und die Skiindustrie stellt ihnen dafür immer bessere und mit eigenen Damenteams entwickelte Pro-

dukte zur Verfügung. Gott(in) sei Dank!

Unsere Damentestcrew um Speed-Queen Anne Wangler und Ski-Abenteuerin Tine Listl hat sich während unserer

drei Testtage im Kaunertal zu der einen oder anderen Lobeshymne hinreißen lassen. Denn erstens hat sich auch in

diesem Segment einiges getan und zweitens sind endlich alle Skifirmen unserer Aufforderung gefolgt und haben

ihre längsten Längen mit zum Test gebracht. Fazit nach drei Tagen: Es gibt keine schlechten Ski mehr! Aber es gibt

Ski, die nicht zu denAnforderungen der Fahrerin passen. Unter unseren Testerinnen sind ehemalige Rennfahrerinnen

genauso vertreten wie Genuss-Skifahrerinnen und deshalb ist auch der Anspruch an den Ski und dessen Performance

ganz unterschiedlich. Bei den einen ist ein Ski „zu weich“ bei den anderen „wunderbar drehfreudig“ und „ange-

nehm zu fahren“. Wir haben versucht, diese Unterschiede in unsere Bewertungen einfließen zu lassen.

Grundsätzlich gilt wie bei allen Ski: „Es prüfe, wer sich länger bindet“. Wir können und wollen Euch mit unserem

Test nur eine Orientierungshilfe sein. Geht bitte zum Händler und zu den verschiedenen Events, zum Beispiel die

Thule FreerideTestivals presented by BMW xDrive, probiert die Ski aus und findet EUREN „Powderlady-Ski“.

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