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genommen werden. Das ist nicht immer nur lustig, aber sie ist überzeugt

davon, dass es darum geht, Synergien mit seinen Sponsoren zu finden, einen

Mehrwert zu bieten – und nicht nur darum, Material zu bekommen. „Es

braucht irrsinnig viel Zeit und Arbeit, bis man sich ein Netzwerk und einen

Namen aufgebaut hat, das Ganze ist ein Prozess. Mein fachlicher Background

aber natürlich auch meine Skiführer- und Skilehrerlizenz haben mir hier sicher

geholfen. Und ja, ich bin stolz darauf, mit meinen Sponsoren schon lange

Jahre zusammen zu arbeiten.“ Bernd Knünz, Geschäftsführer von Kästle,

einem der ältesten Partner Lorraine Hubers, bestätigt sie: „Für eine Skimarke

sind erfolgreiche Athleten sehr wichtige Kommunikatoren. Lorraine schweißt

aber mit ihren Erfolgen auch das Team zusammen.“

Lorraine gehört heute zu den besten Freeriderinnen der Welt. Ihre Runs sind

technisch anspruchsvoll, sie fährt schnell und kraftvoll. Das, was sie allerdings

besonders auszeichnet, ist ihre „Never-Give-Up-Mentalität“. Sie hat sich

auch nach Verletzungen und Rückschlägen jedes Mal wieder aufgerappelt,

ist zurückgekommen. „2007 war mein Kreuzband ab, danach hab ich alles

auf eine Karte gesetzt und es hat funktioniert. 2011 bekam ich nicht nur

eine Einladung auf der FWT 2012 mitzufahren, sondern auch Pfeiffersches

Drüsenfieber. Ich war sechs Monate krank und konnte kaum Skifahren.“ Am

Ende der Saison flog Lorraine aus der Freeride World Tour, und beschloss ent-

täuscht, einmal noch alles zu riskieren und sich über die Freeride Qualifier

Tour für Höheres zu empfehlen. „Die Saison 2012/13 ist für mich dann ganz

nach Wunsch gelaufen: Ich gewann die Freeride World Qualifier Gesamtwer-

tung und bekam eine Wildcard für das World Tour Finale in Verbier. Dort

wurde ich Zweite“, erzählt sie. In der darauffolgenden Saison wurde sie Vi-

zeweltmeisterin, Lorraines Weg an die Spitze schien vorgezeichnet.

„Dann kam 2015. Ich startete total motiviert und positiv in die Saison. Im

Sommer hatte ich hart mit Phil Anker gearbeitet, die Vorbereitung ist optimal

gelaufen. Am 26. Dezember verletzte ich mich in Zürs am Knöchel. Das wars:

fünf Wochen Reha. Ich war am Boden zerstört, ich hatte doch so hart dafür

HUBER

BERGSTOLZ Ski Magazin NOVEMBER 2017 | Seite 21

Foto: Dom Daher