VORARLBERG
BERGSTOLZ Ski Magazin NOVEMBER 2017 | Seite 47
Es hat die ganze Nacht durchgeschneit im Kleinwalsertal. Frau Holle
scheint nach sehr kalten, aber schneearmen Wochen jetzt endlich auf-
gewacht und mitspielen zu wollen in dieser Woche, die per se schon Au-
ßergewöhnliches verspricht: sieben Tage auf Ski quer durch Vorarlberg
– vom Kleinwalsertal im Norden bis ins Montafon im Süden. Freeriden,
Tourengehen und Skifahren durch fünf Destinationen – so wie es kommt
und es die Verhältnisse zulassen. In kleiner Gruppe mit maximal sechs
Personen, mit professionellem Ski- und Bergführer, Übernachtungen in
schönen Unterkünften mit bester lokaler Kulinarik – und mit einem Tour-
guide, der sich am Einführungsabend als „brain of the group“ vorstellt.
Heißt: Die Teilnehmer brauchen sich um absolut nichts zu kümmern.
„Fühlt Euch wie eine Band auf Tournee. Ihr sollt einfach nur Spaß haben
und genießen! Um den Rest kümmere ich mich,“ sagt Andreas in seiner
ruhigen, besonnenen Art, die schon mal eine sehr gute Basis verspricht.
Er hat selbst fünf Kinder, kennt sich folglich aus mit allen menschlichen
Belangen und organisatorisch kann ihn deshalb auch garantiert nichts
mehr schocken.
VIEL SPASS IM KLEINWALSERTAL
Lukas, Ski- und Bergführer aus dem Montafon, sagt, wie er seinen Job diese
Woche hier versteht. „Wir setzen uns jeden Abend zusammen und besprechen
gemeinsam, wie die Touren am nächsten Tag aussehen sollen. Die Schneelage
ist derzeit alles andere als einfach und mein wichtigstes Ziel ist, dass wir alle
wieder gesund und sicher nach Hause kommen.“ Am nächsten Morgen hoch
oben an der Bergstation des Walmendinger Horns, wo die Sonne allmählich
die dichten Schneewolken der Nacht vertreibt und einen grandiosen Blick auf
das tiefverschneite Bergpanorama freigibt, heißt es deshalb erst einmal, raus
mit Piepser, Schaufel und Sonde und sich von Lukas die wichtigsten Regeln
und Verhaltensweisen für den Ernstfall einbläuen lassen. Bei der derzeitigen
Lawinenwarnstufe 4 mehr als ein Muss, weshalb er die Gruppe später auch
noch einmal im Gelände intensiv den Notfall sehr realistisch unter Zeitdruck




