Seite 22 | BERGSTOLZ Ski Magazin OKTOBER 2017
SKITEST
VÖLKL
100Eight
Gefahrene Länge:
181 cm |
ø
R= 22,0 m
Taillierung:
141 | 108 | 124 mm
Gewicht:
3940 g
Preis:
749,00 Euro
Unser Eindruck:
Der Völkl vermittelt Sicherheit und Stabilität bei nied-
rigem Gewicht, harter Abstimmung und viel Camber.
Den spürt man auf der Piste: der Ski liegt satt und
zieht um die Kurve wie ein Pistenski.Auch in verspur-
ten Hängen zeigt sich der 100Eight außerordentlich
stabil, jedoch hätte ihm ein bisschen mehr Dämpfung
gut getan. So müssen die Oberschenkel arbeiten, um
die Schläge abzufedern.Wie nicht anders zu erwarten,
will der Ski auch im Pulver mit Speed gefahren wer-
den, da kommen seine Stärken zur Geltung. Sportliche
und kräftige Skifahrer, die kompromisslose Abfahrts-
performance bei relativ niedrigem Gewicht für Auf-
stiege suchen, sind mit dem 100Eight gut beraten.
Rossignol
Soul 7
Gefahrene Länge:
180 cm |
ø
R= 18,0 m
Taillierung:
136 | 106 | 127 mm
Gewicht:
3800 g
Preis:
649,99 Euro
Unser Eindruck:
Wie immer bei Rossi: krasser Rocker und niedriges Ge-
wicht. Neu sind die spezielle Oberfläche und das De-
sign. Die Pistenperformance des Soul7 ist
überraschend gut, auch wenn er sich in der Kurve teils
etwas schwammig anfühlt. Im zerpflügten Gelände
wird es dann durch die weiche Schaufel vor allem bei
höherem Tempo eher unruhig. Drehfreudig bleibt der
Ski aber zu jedem Zeitpunkt. Dafür floatet er im
Powder richtig richtig toll, da lässt es sich easy cruisen.
So ist der Soul7 auch in diesem Jahr ein fehlerverzei-
hender, einfach zu fahrender Ski für Freeride-Einstei-
ger, mit dem sich die Tiefschneesucht ziemlich schnell
einstellen dürfte.
K2
Pinnacle 95
Gefahrene Länge:
184 cm |
ø
R= 17,0 m
Taillierung:
132 | 95 | 115 mm
Gewicht:
3700 g
Preis:
599,95 Euro
Unser Eindruck:
Der Pinnacle kennt man, aber Achtung! Der kommt
in diesem Jahr runderneuert! Er bringt das Kunststück
zusammen, einfaches Handling mit sportlichem Po-
tenzial zu kombinieren.Will heißen: sowohl Freeride-
Einsteiger als auch Erfahrene können mit diesem Ski
was anfangen. Die Schaufel schluckt alles, gleichzeitig
bleibt der Ski auch bei Highspeed stabil und in der
Spur. Das Flattern des Tip beeinträchtigt die Fahrper-
formance praktisch gar nicht, und im Powder
schwimmt er toll auf. Der perfekte Allrounder: ein Ski,
der sich bei allen Bedingungen einfach fahren lässt
und sowohl Einsteigern als auch guten Skifahrern
Gaudi macht. Jederzeit spaßbereit!
DYNASTAR
Legend X106
Gefahrene Länge:
182 cm |
ø
R= 17,0 m
Taillierung:
139 | 106 | 123 mm
Gewicht:
3960 g
Preis:
649,99 Euro
Unser Eindruck:
„What you see is exactly what you get.“ Das ist ein
Ski für die Ballerfraktion: schwer, hochwertig, robust
– „sehr sexy inAussehen und Shape“, wenn der Fah-
rer überdurchschnittlich schnell fährt und auch über-
durchschnittlich gut am Ski steht. Dann lässt sich der
Legend X106 aber sogar im Kurzschwung auf der
Piste carven! Im schlechten Schnee fährt er wie ein
Panzer und schluckt bedingungslos alles weg. DieAb-
stimmung ist außergewöhnlich gut gelungen, der Ski
reagiert spritzig und lässt sich sehr gut über die Schau-
fel drehen. Dass er bei jedem Tempo unbeeindruckt
stabil bleibt, versteht sich von selbst. Und auch im
Powder passt hier alles.
A Ski for the season | Der Freeride Skitest Kaunertal hat sich über die letzten Jahre fast schon zum Kultevent
entwickelt. Immer mehr Firmen und Magazine sind im März im Kaunertal mit dabei: 37 Skihersteller, vier Ma-
gazine, knapp 60 Tester, 150 Paar Testski und etwas mehr als 1000 Testbögen standen nach den drei Tagen im
Kaunertal in den Büchern. Uns freut vor allem, dass neben den Branchengrößen auch immer mehr kleine Ski-
herstellern unserer Einladung folgen und auch hammermäßige Ski präsentieren.
Unsere Testgelände am Kaunertaler Gletscher war wie jedes Jahr super: Bestens präparierte Pisten für die geschnit-
tenen Schwünge, Buckeln, zerfahrenes Gelände und weite, unverspurte Hänge. Dazu 30 Kisten Tegernseer Hell,
40kg Würschtl und diverse Tuben Sonnencreme und es kann losgehen!
Für den Freeide Skitest 2017/18 haben wir die Ski in vier Kategorien eingeteilt: A Ski for the season // The real hot
stuff for big days // Powderlady // Weight Watchers. Die Ergebnisse werden wir Euch in der aktuellen und den drei
kommenden Ausgabe des Bergstolz präsentieren.
Los geht’s natürlich mit denAllmountain Ski unter den Freeridern!Wie immer haben wir den Skifirmen keine strikten
Vorgaben gemacht wie breit die Ski unter der Bindung sein sollen oder welches Modell sie uns für den Test geben.
Jeder Skihersteller hat eine eigene Herangehensweise und soll auch nicht durch strikte Vorgaben in „unsere“ Ka-
tegorien gezwängt werden.
Der Name der Kategorie „A Ski for the season“ beschreibt die Anforderungen ziemlich genau: Ein Freerideski, den
man an den ersten Tagen am Gletscher, im Powder und auch mal zum Hiken nehmen kann. Genauso unterschiedlich
wie die Ansprüche an einen Ski über eine ganze Saison sein können präsentierten sich auch die Ski: Von „zieht auf
der Piste wie ein Riesinger“ über „erstaunlicher Auftrieb für nur 98mm“, bis zu „bei dem Gewicht voll Touren-
tauglich“ war alles im Testfeld dabei.
Deshalb gibt es bei uns auch kein Ranking denn die Ski und jeder einzelne Skifahrer haben verschieden Ansprüche.
Und wir wollen diese zeigen. Der Skitest spiegelt das wieder und beschreibt nur die Meinungen unserer Tester und
soll Euch eine Hilfe sein, den Ski zu finden, der zu Euren Ansprüchen und Fahrkönnen am besten passt.
A Ski for the Season




