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Seite 24 | BERGSTOLZ Ski Magazin OKTOBER 2017

SKITEST

SCOTT

Punisher 105

Gefahrene Länge:

189 cm |

ø

R= 24,0 m

Taillierung:

140 | 105 | 128 mm

Gewicht:

3560 g

Preis:

579,95 Euro

Unser Eindruck:

Der Punisher wirkt auf den ersten Blick solide: Camber

unter der Bindung, dabei gleichzeitig Tip- und Tailro-

cker. Das niedrige Gewicht überrascht etwas, ebenso

die große Schaufel für einen 105mm Ski. Der Shape

verspricht ein eher spielerisches und agiles Fahrver-

halten, und das erfüllt der Punisher bei allen Bedin-

gungen. Durch die steife Abstimmung bleibt er aber

insgesamt ziemlich stabil und spurtreu, selbst wenn

der Fahrer mal aufs Gas drückt. Im Pulver schwimmt

der Ski schön auf und bleibt wendig. Der Punisher ist

praktisch überall einsetzbar und daher auch eine Emp-

fehlung „an alle ambitionierten Knallgas Piloten, die

einen Ski für alle Bedingungen suchen.“

ARMADA

Tracer 98

Gefahrene Länge:

188 cm |

ø

R= 18,5 m

Taillierung:

133 | 98 | 124 mm

Gewicht:

3800 g

Preis:

579,95 Euro

Unser Eindruck:

Der dezente Tracer 98 ist ein absolut pistentauglicher

Begleiter mit Freeride-Qualitäten. Er ist zwar nicht

spritzig wie ein Slalomski, fährt sich aber bei mittleren

und langen Radien spitzenmäßig ruhig und spurtreu.

Während man im zerfahrenen Schnee etwas Konzen-

tration und Präzision in die Steuerung des Tracer 98

stecken sollte, punktet er im Powder als smoothes

Komfortpaket mit tollem Auftrieb, solider Dämpfung

und einfachem Handling. Einsteiger und Fortgeschrit-

tene, die einen sehr schön ausbalancierten und un-

aufgeregten Ski für jedenTag suchen, werden mit dem

Tracer glücklich werden. Mit ihm liefert Armada einen

wirklich rundum gelungenen Allrounder.

FOREST SKIS

Frost 182

Gefahrene Länge:

182 cm |

ø

R= 16,0 m

Taillierung:

132 | 90 | 117 mm

Gewicht:

3400 g

Preis:

1.190,00 Euro

Unser Eindruck:

Optisch spaltet der Frost die Gemüter, Einigkeit be-

steht dafür in Bezug auf den Shape: Das Tip ist ja SEHR

breit! Auf der Piste lassen sich kurze und mittlere Ra-

dien auch schön über die Schaufel fahren. Bei mehr

Geschwindigkeit fängt sie dann allerdings zu flattern

an.Wie auf der Piste bleibt im Gelände die Schwung-

einleitung einfach, aber der Ski will hier präzise ange-

steuert werden, da er sonst zum Verschneiden neigt.

Aufgrund der niedrigen Breite schwimmt der Frost im

Tiefschnee nicht perfekt auf, fährt sich ansonsten aber

gutmütig und unkompliziert. Ein solider Allrounder

also, der bei Abstechern ins Gelände durchaus eine

gute Figur macht.

SALOMON

QST 106

Gefahrene Länge:

188 cm |

ø

R= 20,0 m

Taillierung:

142 | 106 | 126 mm

Gewicht:

3640 g

Preis:

599,99 Euro

Unser Eindruck:

Dieser Ski schreit geradezu: „Ich bin einAllrounder!“.

Auf der Piste ist er zwar nicht der wendigste und sprit-

zigste Ski der Kategorie, dafür hält die Kante auch auf

eisigen Stellen bombenfest und den Ski bringt absolut

nichts aus der Spur oder der Ruhe. Die Dämpfung

schluckt Schläge gut weg, und auch sonst fährt sich

der QST 106 besonders bei mittleremTempo und Ra-

dius fast wie von selbst. Die sehr harmonischeAbstim-

mung des Skis bekommt der Fahrer auch im Pulver zu

spüren, der Salomon schwimmt sofort auf, lässt sich

easy steuern und bleibt zudem stabil. Ein Ski für fast

jeden und auch fast jeden Tag des Winters: „Geile

Granate!“

ZAG

H-105

Gefahrene Länge:

182 cm |

ø

R= 22,0 m

Taillierung:

136 | 105 | 121,5 mm

Gewicht:

4040 g

Preis:

649,00 Euro

Unser Eindruck:

Die Schaufel sieht aber ähm…eckig aus! Da ist über-

haupt alles recht eckig! Der ZAG ist breit, so reagiert

er auf der Piste wenig spritzig und wendig und es

braucht Kraft um ihn auf die Kante zu stellen. Abseits

der Pisten glänzt der H105 mit toll abgestimmtem

Flex: Schläge werden super gedämpft, und der Ski

bleibt trotz des langen Rockers bis in den Highspeed-

bereich stabil. Dieser Rocker sorgt im Powder für den

Fun-Faktor: Super Auftrieb, der Ski ist verspielt und

wendig. Der ZAG hat keine Schwächen, dafür aber

auch keine herausragenden Stärken. Fortgeschrittene,

die einen breiten, drehfreudigen Ski wollen, können

mit dem H105 jedenfalls sicher was anfangen.

STEREO

Zenith

Gefahrene Länge:

188 cm |

ø

R= 20,0 m

Taillierung:

137 | 108 | 126 mm

Gewicht:

3720 g

Preis:

820,00 Euro

Unser Eindruck:

Die Stereos fallen schon durch ihre eckigen Schaufeln

auf. Gewichtsmäßig spielt der Zenith bei den Freetou-

rern, trotzdem zeigen sich vor allem die großen Jungs

begeistert. Im Zerfahrenen funktionieren Laufruhe und

Dämpfung kompromisslos, auf der Piste greift die

Kante top. Wendigkeit ist nicht seine Stärke und

leichte Fahrer haben ordentlich zu tun, um ihn um die

Kurve zu bringen. Geht man mit dem Zenith auf Ski-

tour und findet einen unverspurten Hang, so kann der

Ski auch wirklich mit jeder Menge Speed nach unten

gehämmert werden. Für schwere und technisch gute

Fahrer, die den Ski auch zum Aufsteigen verwenden

möchten, liefert der Zenith tolle Performance.

MOONLIGHT

Eagle Carbon 95

Gefahrene Länge:

177 cm |

ø

R= 20,0 m

Taillierung:

130 | 95 | 120 mm

Gewicht:

2760 g

Preis:

1.049,00 Euro

Unser Eindruck:

Hab ich beide Ski in der Hand? Der Moonlight ist bei-

nahe unfassbar leicht für einen Ski dieser Breite! Für

dieses niedrige Gewicht fährt er sich on- und offpiste

richtig toll.Wenig überraschend wird’s bei Tempo un-

ruhig, aber bis dahin: tiptop. Auch abseits fährt er bis

zu mittleren Geschwindigkeiten souverän, stabil und

laufruhig. Er lässt sich einfach drehen und auch der

Rebound gefällt. Mit ausreichend Speed läuft dieser

Ski auch im Powder toll, nur für die fetten Dumps fehlt

ihm der Auftrieb. Wer einen Freetourer mit hervorra-

genden Abfahrtseigenschaften sucht, ist beim Moon-

light richtig. Für schwerere Fahrer könnte der Eagle

Carbon ein toller Tourenski sein.

LIBERTY

Variant 97

Gefahrene Länge:

186 cm |

ø

R= 23,0 m

Taillierung:

132 | 97 | 118 mm

Gewicht:

4000 g

Preis:

609,00 Euro

Unser Eindruck:

Der Liberty wirkt solide verarbeitet, das Gewicht liegt

im Mittelfeld und der Shape mit kleinem Rocker sieht

interessant aus. So reagiert er auf der Piste auch nicht

sehr spritzig, liegt dafür bei längeren Radien spurtreu

und satt in der Kurve. Diese Stabilität sorgt auch im

Verspurten dafür, dass der Ski nicht zu flattern be-

ginnt. Im Powder gibt’s an der Performance des Vari-

ant 97 nichts zu meckern, er schwimmt ordentlich auf

und lässt sich gut steuern. Das ist ein vernünftiger All-

rounder für alle, die lieber in längeren Schwüngen den

Berg bezwingen. Mit seiner Breite ist er für die Deep

Days nicht gemacht, performt aber bei allen anderen

Bedingungen solide..