Bergstolz Issue No. 120

BIKE #120 TRAILS ENDURO NEWS TESTS EVENTS BIKES FOTOFOLIO JB LIAUTARD GLAM TRAILS FLIMS/LAAX CERIALE CASTELVECCHIO DI ROCCA BARBENA RIDER PROFILE LEA KUMPF HUGO PIGEON PRODUKTE / TEST PIVOT / SPECIALIZED SIGNATURE TRAILS 3 ZINNEN VERLOSUNG HIDDEN LUXURY MOUNTAIN HOME HOTEL ARPURIA - 2 NÄCHTE FÜR 2 PERS. EVOC - TORSO PROTECTOR NORRØNA - JACKET MSR - ZELT

EDITORIAL // INHALTE 3 Herausgeber und V.i.S.d.P Sports Medien, Ralf Jirgens Angerlweber 5 | 83703 Gmund am Tegernsee email: info@sports-medien.de Redaktion Sophie Oettl // sophie@bergstolz.de +49 (8022) 5080-162 Philipp Dobler // phil@bergstolz.de +49 (8022) 5080-164 Gregor Arndt // gregor@bergstolz.de +49 (8022) 5080-164 Projektleitung Günter Scholz // guenter@bergstolz.de +49 (8022) 5080-163 Anzeigen Sports Medien | Ralf Jirgens email: jirgens@sports-medien.de Grafik | Bildredaktion Nagel Werbeagentur Lektorat Johanna Jirgens // johanna@bergstolz.de Autoren JB Liautard, Karen Eller, Günter Scholz, Ralf Jirgens, Gregor Arndt Fotografen Günter Scholz, JB Liautard, Torsten Kumpf, Mia Knoll, Felix Saller, Hoshi-Yoshida, Dave Trumpore, Kari Medig, Tobias Dörr Druck Athesia Druck GmbH Weinbergweg, 7 | 39100 Bozen | Südtirol | Italien www.athesiadruck.com Web Design Nagel Werbeagentur | Marco Marchese Redaktions-Anschrift Bergstolz Ski & Bike Magazin® c/o Sports Medien | Ralf Jirgens Angerlweber 5 | 83703 Gmund am Tegernsee email: jirgens@sports-medien.de Tel: +49 (8022) 5080-160 // Fax: +49 (8022) 5080-169 www.bergstolz.de Bergstolz® ist eingetragener Markenname von Nicolas Nagel. Bergstolz® ist ein geschützter Titel nach §5 Abs.3 MarkenG von Nicolas Nagel (NAGEL Werbeagentur) © 2008-2024 N.N. Edi tor ial COVER Foto: JB Liautard Location: Bolivien, Südamerika Rider: Kilian Bron Servus liebe Mountbikegemeinde! Ein prächtiger Winter liegt hinter uns und wir freuen uns wieder aufs Bike zu steigen, bei den ersten warmen Sonnenstrahlen. Heute will ich mal ein etwas heikleres Thema anschneiden, und zwar die Flaute in der Bikebranche. Nach den enormen Zuwachsraten in der Coronazeit, kam nun das große Erwachen. Viele dachten, dass es mit dem Boom immer so weiter geht, es wurde auf Teufel komm raus geordert, und nun? Schlechte Wirtschaftsdate, hohe Inflation, exorbitante Preiserhöhungen auch in der Bikebranche führen dazu, dass die Verbraucher nichts mehr kaufen wollen oder nicht mehr können. Nun sind die Lager voll bei den Herstellern und in den Bikeshops. Was tun? Für den Verbrauer ist es allerdings nicht das schlechteste. Wer sich jetzt ein Bike anschaffen will, der kann mit hohen Rabatten rechnen. Aber was kann die Bikeindustrie tun? Mit Pro Mountainbike Kampagnen könnte man unter anderem dafür sorgen, dass noch mehr Menschen aufs Rad steigen. Erschreckend ist, wie wenig Bikeparks es in Deutschland gibt, hier ist auch die Bikeindustrie gefragt. Sie sollte Initiativen mehr unterstützen und von Anfang an aktiv an den Projekten beteiligt sein. Es ist mit die Aufgabe der Bikeindustrie, bei der Politik Druck zu machen und darauf hinzuweisen, was für ein Potenzial in so einem Projekt steckt. Hier wird meiner Meinung viel zu wenig seitens der Bikeindustrie unternommen. Es hilft nichts, wenn man trauert, um die nicht verkauften Bikes und Kostensparmodelle fährt und sonst aber nichts unternimmt. Es muss eine gute Infrastruktur geschaffen werden, wir brauchen viele neue Bikeparks, dann wird man auch wieder die Nachfrage ankurbeln. Aber leider stehen die Initiatoren von Bikepark-Projekten ziemlich alleine da, im Kampf um Genehmigung im Beamtenjungle der Gemeinden. Hier werden die besten Projekte mit immer neuen Auflagen so lange malträtiert, bis selbst der enthusiastischste Initiator die Segel streicht. Denn als Einzelkämpfer hat man es schwer, gegen den Gemeinderat, Bahnbetreiber, Interessensgemeinschaften und Umweltbehörden. Ich kann ein Lied davon singen. Ich habe fünf Jahre lange versucht im Spitzing-Skigebiet einen Bikepark zu initiieren. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr, gegen die Mühlen der Bürokratie anzukämpfen. Aktuellstes Beispiel ist das Bikeprojekt am Oedberg in der Gemeinde Gmund am Tegernsee. Hier ziehen sich die Verhandlungen nun schon seit 3 Jahren hin und es ist bewundernswert, wie sich die Bikecrew Tegernsee hartnäckig um dieses Projekt bemüht. Hier kann ich nur an die Bikeindustrie appellieren: Bitte unterstützt tatkräftig alle Initiatoren, die ein Bikeparkprojekt vorantreiben, denn Ihr seid diejenigen, die am Schluss davon profitieren werden und so wieder mehr Bikes verkauft. Denn nur gemeinsam werden wir es schaffen, gegen die ewigen Nörgler und Neinsager anzukommen. In diesem „nix für unguad“ wünsche ich allen einen guten Start in die Bikesaison. Ride on 03 Editorial | IMPRESSUM 04 News 06 News 08 Verlosung 10 Fotofolio // JB Liautard 14 Ceriale // Castelvecchio di Rocca Barbena 20 Rider Profile // Lea Kumpf 21 Rider Profile // Hugo Pigeon 22 Glam Trails // Flims/Laax 28 Test // Pivot 29 Test // Specialized 30 Signature Trails // 3 Zinnen INHALTE

Das Opening Weekend in Nauders am Reschenpass findet dieses Jahr vom 30.05. - 02.06.2024 statt. Zu den Green Days erwarten dich flowige Trails, ein atemberaubendes Bergpanorama und Spaß mit Gleichgesinnten. Die Trails bieten vielfältige Möglichkeiten für Jung und Alt, hier kommen alle SingletrailFans auf ihre Kosten. Die Lifte Mutzkopf 9.5, Bergkastel, Schöneben und Haideralm öffnen bereits am 25.05.24 Anlässlich der Green Days hat Nauders am Reschenpass verkündet, dass alle Preise während dem Opening-Weekend rabattiert sind. Hier die Termine im Überblick: Donnerstag, 30.05.2024, 09:00 - 21:00 Freitag, 31.05.2024, 09:00 - 21:00 Samstag, 01.06.2024, 09:00 - 21:00 Sonntag, 02.06.2024, 09:00 - 14:00 4 NEWS Bergstolz Ski & Bike Magazin • 02 |2024 JULBO // Shuttle Die neue Julbo Shuttle wurde nach dem klaren Design einer Motocross-Brille gestaltet. Sie bietet einen einzigartigen, aggressiven Look, mit dem man auf jeden Fall auffällt. Ausgestattet ist sie mit austauschbaren Scheiben, so kann man die SHUTTLE-Maske den unterschiedlichen Fahrbedingungen anpassen. Die Zylindrische Scheibe ist mit einer Antibeschlag-Beschichtung und dem Tear Off System entwickelt worden. Der Double-DensitySchaumstoff und die thermogeformte Nase sorgen für einen bequemen Sitz. Das doppelt verstellbare Brillenband in der ExtraLarge Version sorgt mit dem Full Silicone Strap für den richtigen Halt. www.julbo.com Es ist offiziell. GT Bicycles und Thomas Genon, alias Tommy G, verkünden ihre Zusammenarbeit. Die Fahrradmarke wird den belgischen Rider bereits bei seinem ersten Event der Saison, Red Bull Hardline in Tasmanien, am 23. und 24. Februar unterstützen. Für Thomas, der nicht nur auf zehn aufeinanderfolgenden Red Bull Rampage-Teilnahmen zurückblickt, sondern auch den Red Bull Joyride bereits gewinnen konnte, ist der Wechsel zu GT eine Rückkehr zu seinen Teenagerjahren. In den frühen 2000er Jahren, lange vor seiner Zeit als Bike-Profi, durfte sich der Belgier bereits über einen GT-Rahmen zu Weihnachten freuen. Tommy Gs Custom Rahmen ließ GT Bicycles von Alistair Mclean von Fat Creations Custom Paints optisch gestalten. Da auch Thomas selbst am Paintjob Design des Rahmens beteiligt war, ist das Ergebnis eine echte Zusammenarbeit zwischen Künstler und Fahrer. Die violette Farbe und die Initialen GT x TG besiegeln die Partnerschaft. Der Aufbau des Bikes wurde von Jules Langeard gefilmt, Tommys Haus- und Hof Filmer. Thomas Genon @ThomasGenonMTB @thomasgenon @gtbicycles gtbicycles.com GT x TG // Tommy G fährt ab sofort GT Bicycles 29. Ischgl Ironbike Am 3. August 2024 geht der Ischgl Ironbike in die 29. Runde. Das Kult-Rennen gilt als eins der härtesten Mountainbike-Rennen Europas und führt auf den vier Strecken Light (25,3 km / 670 hm), Medium (45 km / 1.890 hm), Hard (60 km / 2.750 hm) und Extreme (71 km / 3.400 hm) entlang historischer Schmugglerpfade durch die beeindruckende Naturkulisse des Silvretta-Massivs. Schnell sein lohnt sich: Bis zum 31. Mai 2024 zahlen Frühbucher 49 statt 81 Euro. www.ischglironbike.com E-Bike WM für Jedermann 2024 Vom 5. bis zum 7. September 2024 werden in Ischgl beim größten E-Bike Rennen der Welt Weltmeistertitel vergeben. Gestartet wird in den Leistungsklassen „Jedermann“ und „Elite“. Für die E-Bikes gilt: Zum Rennen zugelassen sind alle handelsüblichen E-Mountainbikes mit einer Tretunterstützung bis maximal 25 km/h und einer maximalen Nenndauerleistung von 250 Watt. In der Wertungsklasse „Elite“ ist ein maximales Drehmoment des E-Bike Motors von 90 Nm erlaubt. Wer kein eigenes E-Bike besitzt, kann sich vor Ort gegen Gebühr eines ausleihen. Highlight: Die E-Bike-Fuchsjagd auf die Idalp. Eine Anmeldung ist ab sofort online unter www.ebikewm.com möglich. www.ebikewm.com www.ischgl.com MOUNTAINBIKE HIGHLIGHTS IN ISCHGL // Ischgl Ironbike & E-Bike WM Zusammen mit ION hat SQlab, den bereits mehrfach ausgezeichneten MTB Sattel in einer limitierten Edition aufgelegt. Perfekt abgestimmt auf die 7OX 2.0 Pro ltd. ION Griffe vereint sich Style und setzt gleichzeitig neue Maßstäbe in Sachen Leistung und Komfort. Die ergonomische Form des 6OX ERGOWAVE® active 2.1 ltd. ION und die wellenförmige Erhebung der ERGOWAVE® reduzieren den Druck im Dammbereich und bieten zusätzlichen Halt bergauf. Die flache, leicht gewölbte Sattelnase sorgt für weniger Druck auf die empfindlichen Stellen. Der 7OX 2.0 Pro ltd. ION Griff wurde entwickelt für anspruchsvolle Downhills, mehr Kontrolle und perfekten Grip auf den Trails. Die abgeflachte Griffaußenseite bietet eine große Auflagefläche für den Handballen, um den Druck optimal zu verteilen und Druckspitzen zu vermeiden. Die Ergobar auf der Griffunterseite bildet die angewinkelten Finger perfekt ab, gibt sicheren Halt und ein besseres Greifgefühl. Der Fokus liegt klar auf maximaler Kontrolle, selbst unter den herausforderndsten Bedingungen wie Nässe und Schlamm. Spezielle Gripzonen auf der Vorder- und Unterseite bieten den Fingern in jeder Situation festen Halt. www.sq-lab.com In Zusammenarbeit mit der deutschen Grafikdesignerin und Radfahrerin Amélie Graef bringt Peak Performance eine limitierte Mountainbike-Capsule für Frauen heraus. Die neue Kollektion ist Teil des neuen Trail-Fokus der Marke, welcher Produkte für Mountainbiking, Wandern und Trail Running bietet. Peak Performance setzt seine Trailblazer-Initiative zur Förderung von Inklusion bei Outdoor-Aktivitäten mit der Einführung der limitierten Mountainbike- Kollektion „Peak Performance x Amélie Graef" fort. Die neue Kollektion umfasst einen leichten, wasser- und windabweisenden Anorak, der darüber hinaus eine hohe Atmungsaktivität bietet, sowie leichte und strapazierfähige MTB-Shorts, die mit und ohne Knieschoner getragen werden können. Zusätzlich umfasst das Sortiment ein lang- und kurzärmeliges T-Shirt in lockerer Passform aus hoch atmungsaktivem Material und verschiedene Accessoires. www.peakperformance.com Foto: Jules Langeard SQLAB // 6OX ERGOWAVE® active 2.1 ltd. ION & 7OX 2.0 Pro ltd. ION PEAK PERFORMANCE X AMÉLIE GRAEF // Limitierte Capsule Kollektion 3 LÄNDER ENDURO TRAILS // Green Days 2024 www.3-laenderendurotrails.com

6 NEWS Bergstolz Ski & Bike Magazin • 02 |2024 Das Festival findet vom 08.-10. Mai 2024 statt, organisiert unter dem Dach des Unternehmens Norrøna Adventure. An zwei Tagen werden Gäste die Möglichkeit haben, Norrøna Gear zu testen, mit Norrønas Mountainbike Experten zu fahren und in die Welt des Canvas Hotels einzutauchen. Das Canvas Hotel befindet sich inmitten der norwegischen Natur, sieben Kilometer entfernt vom nächsten Dorf, umgeben von über 100 Kilometern Slickrock, verbunden durch Singletrails - inmitten der Wildnis. Auf den ersten Blick erinnert das Canvas Hotel an eine Safari-Lodge. Traditionell kirgisische Zelte im Jurtenstil und speziell entworfene Hauszelte aus strapazierfähigem Segeltuch durch- ziehen die Landschaft. Kleine Brücken verbinden das Hotel mit Wegen auf beiden Seiten der Insel, sodass Radtouren direkt vom Hotel aus beginnen können. Nach dem Tagesprogramm warten holzbefeuerte Saunen, Outdoor Bath-Tubs zum Entspannen sowie eine hervorragende Küche auf die geladenen Gäste. Als wahres „Off-Grid“-Paradies wurden die Jurten auf Stelzen entlang der felsigen Hänge aufgestellt. Das Hotel ist so gebaut, dass seine Spuren verschwinden, sollte es abgerissen werden. Als Energiequellen für Heizung, Essenszubereitung etc. werden Solarpanels, Gas sowie Holzfeuer genutzt. Im Rahmen der zwei Tage werden unter anderem Rémy Métailler, Geoff Gulevich und Joline Johansson anwesend sein. www.norrona.com www.canvas.norrona.com Bereit für das ultimative Mountainbike-Abenteuer? Durch 3 Länder, über 6 Etappen, alpine Herausforderungen und imposante Panoramen, nur du und dein Bike – das ist die TransTirol BikeRallye 2024. Von 30.06. bis 06.07.2024 geht es von St. Anton am Arlberg in Tirol nach Livigno in den italienischen Alpen, nahe der Schweizer Grenze. Es wartet eine unvergessliche MTB-Mehrtagestour, bei der nicht die Stoppuhr, sondern das pure Erleben im Vordergrund steht. In 6 Etappen, von den Tiroler Alpen, quer durch das imposante Südtirol bis in die Lombardei: Mach dich auf zu neuen, transalpinen Wegen! Wie gewohnt gibt es bei der TransTirol BikeRallye auch 2024 wieder zwei Routen-Varianten: mit einer guten Grundkondition ist die Classic-Strecke gut zu schaffen. Die Challenge-Strecke wiederum ist mit mehr Trails und Bonus-Höhenmetern eine echte Herausforderung! Die Mischung aus gebauten und natürlichen Trails und Aussichten auf die beeindru- ckenden Alpen, das Naturjuwel Schwarzsee oder den Lago di San Giacomo sorgen bei der diesjährigen TransTirol Bike Rallye wieder für jede Menge Bike-Action und Fahrspaß. Der Countdown für dein Mountainbike-Abenteuer läuft! Melde dich gleich an zum Etappenrennen ohne Zeitnehmung, dafür mit Kultstatus. Alle Infos dazu gibt’s hier: www.ranstirol-bikerallye.com Wer Spaß im Gelände haben möchte, sollte sich sowohl mit seiner Schutzkleidung und dem BikeSet-up, als auch mit der Fahrtechnik beschäftigen. Denn diese drei Faktoren führen zu mehr Sicherheit und damit langfristig für mehr Spaß. In über 130 visuellen Abbildungen und einfachen Worten sind in diesem Werk die Erkenntnisse aus über 15 Jahren Fahrpraxis in jeglichen Disziplinen des Mountainbikens zusammengestellt. Übungen, Tipps, Step-byStep-Anleitungen und alle wichtigen Bewegungen sind in verschiedenen Fotoserien markiert. Die „Bibel“ ist insgesamt in vier Kapiteln gegliedert: Ausrüstung, Basics, Trail-Technik und Airtime. Sie richtet sich an alle, die noch etwas zu ihrem Hobby dazu lernen wollen, egal, ob es sich um das perfekte Setup handelt oder dem ersten Backflip. www.how-to-mountainbike.de LEATT // MTB Gravity 6.0 Carbon-Helm Der DH-zertifizierte Helm bietet eine großzügige Belüftung durch genau 22 Belüftungsöffnungen und einer abnehmbaren Mundstück-Belüftungsabdeckung. Die M-Forge Carbon-Schale wurde wegen dem geringen Gewicht und des umweltfreundlicheren Herstellungsprozess gewählt. Der Komfort wird durch das feuchtigkeitsableitende, atmungsaktive, geruchshemmende und waschbare Dri-Lex®-Innenfutter im Moto-Style (mit Nackenrolle) unterstützt. Das Breakaway-Visier mit Sollbruchstelle erhöht zudem die Sicherheit, indem es die Rotationskräfte bei einem Sturz reduziert. Wie jeder LeattHelm ist auch der Gravity 6.0 Carbon mit der 360° Turbine Technology ausgestattet. Darüber hinaus verwendet dieser Helm zwei Arten von Aufprallschutzschaum (EPS + EPO) in zwei verschiedenen Dichten, um eine breite Palette von Aufprallkräften zu bewältigen, von langsamen Stürzen bis hin zu Hochgeschwindigkeitsstößen. www.leatt.com SPECIALIZED CHILI ENDURO SERIES 2024 // Sušice – Neue Location Die ehemalige Goldgräberstadt Sušice liegt kurz hinter der deutschtschechischen Grenze und damit nur ca. 230 km von Nürnberg oder München und ca. 400 km von Innsbruck oder Stuttgart entfernt. Es gibt technisch anspruchsvolle Passagen, Schotterkurven, kleine Jumps, Anlieger und Offcamber Sections. Somit sollte für jeden Enduristen etwas dabei sein und es ist sicher, dass auf diesen Trails Allround-Fähigkeiten gefragt sind. Die Specialized Chili Enduro Series findet am 03. und 04. August 2024 in Sušice statt. Am Samstag findet das freie Training statt, gefolgt vom Prolog und der Turbo Levo Stage für die E-Biker. Der Samstagabend kann dann im Chili Village mit Bier, Community Barbecue (im Startgeld inkludiert) und Lagerfeuer ausklingen. Sonntag ist Race Day! Es werden 6 Etappen mit ca. 1500 Höhenmetern gefahren. Am Ende des Tages werden nicht nur die schnellsten Fahrerinnen und Fahrer mit attraktiven Preisen der Chili Partner belohnt. www.chilimotion.de HOW TO MOUNTAINBIKE // MTB-Fahrtechnikbibel TRANSTIROL BIKERALLYE // 30. Juni bis 06. Juli 2024 NORRØNA // Montainbike Festival im Canvas Hotel Telemark

8 VERLOSUNG MSRs neues Bikepacking-Zelt aus der Hubba Hubba-Serie ist ideal für alle, die ihre Abenteuer am liebsten auf zwei Rädern erleben. Das Zelt ist die Fortsetzung des Hubba Hubba Backpacking-Zeltes – aber mit fahrradspezifischen Features. Ob für eine Nacht oder ein ganzes Jahr, Du wirst dich schnell in Dein neues Outdoor-Zuhause verlieben, das praktisch und wohnlich ist und am Radlenker kaum auffällt. Zu gewinnen gibt es das Zelt in der 2 Personen Variante. www.msrgear.com MSR // Hubba Hubba Bikepacking Zelt Mitten in St. Anton, aber doch abseits, für Genussbiker & Gourmets, Gipfelstürmer & Talrundfahrer, mit der Natur direkt vor der Haustüre, inklusive dezentem Luxus aber ohne viel Tamtam und allzu pompös zu sein: Für jeden Biker heißt Luxus etwas anderes – im Hotel Arpuria**** findet man jedenfalls seine Bike-Homebase mit allen Annehmlichkeiten. Der bikende Hotelchef Christoph Farner, der schon am Bike sitzt, seit er denken kann, ist hier das Tüpfelchen auf dem i. Genauso wie die 220 km markierter und ausgeschildeter Bikestrecken rund um St. Anton am Arlberg, wo für jedes Konditionslevel und jeden Schwierigkeitsgrad das Passende dabei ist. Mit dem Hausherr und seinen Guides heißt es die versteckten Geheimspots, herrliche Ausblicke und gemütliche Einkehrschwünge zu entdecken. Und danach geht es wieder zurück in den eleganten Wohnkomfort und die gemütliche Atmosphäre des Arpuria – und zur wohlverdienten Entspannung ins Aria Spa. Vom Sattel geht’s im Handumdrehen auf die Saunabank wo man von den nächsten Touren in der sagenhaften Berglandschaft und den kulinarischen Höhenflügen im Pura Restaurant träumt. HIDDEN LUXURY MOUNTAIN HOME HOTEL ARPURIA // 2 Übernachtungen für 2 Personen Die neue und verbesserte fjørå dri1 Jacke ist eine wetterfeste Außenschicht für Herren. Die bequeme Jacke ist wasserdicht, atmungsaktiv und macht jede Bewegung mit. Sie lässt sich zu einem kleinen Päckchen komprimieren, das bei überraschendem Regen und Wind schnell herausgeholt werden kann. Sie bietet praktische Funktionen wie reflektierende Details für eine bessere Sichtbarkeit, Belüftungsöffnungen unter den Armen, einen verstellbaren Kragen, eine Brusttasche mit Kopfhöreröffnung, verschweißte Reißverschlüsse und einen langen Schnitt am Rücken, damit keine Lücken entstehen. www.norrona.com Der TORSO PROTECTOR ist ein spezieller Rücken- und Brustschutz, der über das Bike-Jersey getragen werden kann. Dank der neu entwickelten LITESHIELD FLEX Protektortechnologie von EVOC bietet er einen Level-2 Aufprallschutz mit 95 % Schlagabsorption bei zugleich hoher Flexibilität. Die markante Gitterkonstruktion ermöglicht effizienten Luftdurchlass, was den Komfort weiter optimiert. LITESHIELD FLEX ist zudem temperaturunempfindlich – es gewährleistet bei –20 bis +40 °C gleichbleibende Funktionalität. Das bedeutet in der Praxis: Selbst wenn der Protektor bei einer Pause in der prallen Sonne liegt, wird das Material nicht zu weich, sondern absorbiert Schläge immer noch genauso effizient. Der TORSO PROTECTOR ist ergonomisch vorgeformt und lässt sich mit verstellbaren Riemen an fast jede Körpergröße oder -form anpassen. Er ist einfach zu reinigen, trocknet schnell und bietet am Brustpanzer Platz für eine Action-Cam. Für Werkzeug, Snacks und Co. kann er um die separat erhältliche TORSO PROTECTOR PIN PACK WP 1,5 erweitert werden. www.evocsports.com EVOC // Torso Protector NORRØNA // fjørå dri1 Jacket Bergstolz Ski & Bike Magazin • 02 |2024 Foto: Brandnamic Foto: Brandnamic Foto: Brandnamic FACTBOX Hotel Arpuria | Hidden Luxury Mountain Home**** www.arpuria.com WEITERE HOTELS UND REGIONEN UNTER bike-holidays.com #MyPlace2Bike

BDC // KOMBI 3.0 9 Die „Bicicletta da Corsa“ Rennrad Kombi 3.0 by Maloja Foto: Katrin Baumann Wir würden ja nie von uns behaupten mit unseren beiden schwarzen Bicicletta da Corsa Rennradkombis „Trendsetter“ gewesen zu sein, aber unseren lieben Freunden aus Rimsting kann man das schon nachsagen. Deshalb war auch die Frage „Was folgt auf einen Klassiker und wie sieht die nächste Bicicletta da Corsa Kombi by Maloja aus“ sehr schwierig zu beantworten! Aber auf die Design-Götter vom Chiemsee ist Verlass! Alle Vorschläge haben uns von Anfang an sehr gut gefallen und es war wirklich schwer DIE EINE Kombi rauszusuchen: „Die sind alle geil!“ oder „Würd ich alle anziehen!“ kam es aus dem Freundeskreis. Nach langem Zaudern haben wir uns für „Nr. IV“ entschieden: Neu, modern, anders als zuvor, aber trotzdem in der Tradition und von Anfang unser Favorit! Das enganliegende Bike Trikot besteht aus schnelltrocknendem Material, das mit einer Polygiene Ausrüstung versehen ist. Natürlich mit durchgehendem Frontreißverschluss, Silikonbeschichtung am Bund, Rennrad optimiertem Schnitt und drei Rückentaschen – eine davon wasserfest. Bei der Bib-Short verleiht das neueste Bike Stretch HC Material Hose ihre perfekte Passform und unterstützt die Muskelkompression für eine schnellere Regeneration. Die High Performance Träger der eng geschnittenen MalojaTrägerhose sind aus leichtem Mesh-Material. Das hochtechnische Männer FREEDOM Sitzpolster mit S.A.T. Technologie dämpft Stöße und sorgt für besten Komfort im Sattel, während die Polygiene-Technologie die Entstehung von Schweißgeruch verhindert. Wir schlagen also nicht nur „stylemäßig“ ein neues Kapitel auf, sondern erreichen auch bei den Materialien, technischen Lösungen und funktionellen Details ein ganz neues Level: Bicicletta da Corsa by Maloja 3.0!!! Die Kombi ist einfach, sicher und exklusiv im Sportschrank Maloja Online-Shop und bei den Maloja Pushbikers in Holzkirchen zu kaufen. www.sportschrank.de

10 FOTOFOLIO Bergstolz Ski & Bike Magazin • 02 |2024 Jb Liautard ist 28 Jahre alt und kommt ursprünglich aus Frankreich. Seine Eltern leben neben einem kleinen Hügel mit vielen Mountainbike-Tracks. Seine Begeisterung fürs Mountainbiken begann, als er 14 Jahre alt war. „Nach einem Sturz begann ich langsam, meine Freunde mit Actionkameras zu fotografieren, und kaufte meine erste DSLR mit achtzehn Jahren, als ich gerade die High School abschloss.“ Heute arbeitet Jb als freiberuflicher Fotograf. Das Finden neuer Ideen oder Konzepte sowie das Dokumentieren des Sports motiviert ihn, rauszugehen und zu fotografieren. JB Liautard KILIAN BRON / NAZCA // PERU FOTO: AURORE DELTOUR DELOUS @jbliautard www.jbliautard.com

THOMAS GENON / GREEN RIVER UTAH // USA FOTOFOLIO 11 Bergstolz Ski & Bike Magazin • 02 |2024 THOMAS GENON / GREEN RIVER UTAH // USA

12 FOTOFOLIO Bergstolz Ski & Bike Magazin • 02 |2024 “Die Fotos wurden im Auftrag von Commencal Bikes gemacht. Wenn ich fotografiere, versuche ich immer, das beste Motiv vor die Linse zu bekommen, aber auch das beste Wetter und den besten Standort. Bei diesem speziellen Shooting hatte ich das Glück, dass diese drei Bedingungen zusammenkamen. Es kommt nicht oft vor, dass man einen ganzen Tag im Nebel verbringen kann, und dieser Wald verwandelte sich unter diesen Bedingungen in einen sehr stimmungsvollen Spielplatz, der fast wie eine Horrorfilmkulisse aussah.” MATTEO INIGUEZ / LES VOSGES // FRANKREICH

FOTOFOLIO 13 Bergstolz Ski & Bike Magazin • 02 |2024 “Ich liebe es, meine Bilder mit externem Licht zu beleuchten und natürliche und künstliche Lichtquellen zu mischen. Ich habe immer viele Optionen dabei, damit ich bereit bin und kreativ werden kann, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Meistens wird das Licht am Abend schwach, was es dem Fahrer manchmal schwer macht, wenn es um Actionbilder geht. Es geht immer darum, das perfekte Zeitfenster zu finden, in dem der Rider noch sehen kann, was er tut. Meine Lieblingstechnik ist das Gegenlicht, weil es mir erlaubt, eine abstrakte Silhouette in den Rahmen zu setzen.” PETER KAISER / BIRKENFELD // GERMANY NICOLAS TERRIER / LYON // FRANKREICH

14 ITALIEN Bergstolz Ski & Bike Magazin • 02 |2024 CERIALE Castelvecchio di Rocca Barbena Letzten Herbst erkundeten wir bei unserem Sunlight Wohnmobil Trip zunächst das schöne Royatal. Diesen Teil unseres Trips findet ihr bereits in der Märzausgabe. Nun, im zweiten Teil der Reise, ging es wieder nach Italien zurück, genauer gesagt in die Region um Ceriale. Nicht weit von den bekannten Orten Finale Ligure und Pietra Ligure entfernt, ist es eine willkommene Abwechslung zu den langsam überfüllten Trails dieser beiden vorgenannten Orte. Nach unseren Recherchen hat das Gebiet vielfältige Möglichkeiten zu bieten, was natürlich unsere Vorfreude entfacht. Wir checken auf dem sehr großen Campingplatz Baciccia ein und brechen dann gleich zu unserer ersten Tour auf. Schon oft haben wir vom Monte Carmo herübergeschaut und den Poggio Grande bewundert, mit seinem langen Rücken. Die entspannte Anfahrt über kleine Teerstraßen führte uns bis zum Santuario de Monte Croce. Ab hier beginnt der steile Trail, der dank unserer E-Bikes noch geradeso fahrbar ist. Technisch mit viel Geschick zirkeln wir uns hoch und haben so auch bergauf unseren Spaß. Mit dem BioBike kann man die Tour auch machen, muss aber viel schieben. Endlich abfahren! Das Besondere: Wir fahren nicht nur einen Bergrücken hinunter, sondern über mehrere aneinandergereihte. Zuerst der Poggio Grande, dann der Monte Acuto, über den Monte Sopra Toirano, auf den Monte Croce, bis es am Monte Piccaro runter nach Ceriale geht. Das Terrain ist sehr felsig und eigentlich ein Wanderweg, steile Abschnitte mit losem Gestein wechseln sich mit vielen Felskanten ab und je weiter man fährt, desto spektakulärer wird die Aussicht auf die Küste von Ceriale. Wir sind sehr spät losgefahren und haben nun dafür die Nachmittagssonne, die uns sensationelle Bilder liefert. Verblockte Abfahrten und giftige Anstiege wechseln sich ab. Der insgesamt 8,4 Kilometer lange Trail ist fahrtechnisch fordernd, aber gut zu fahren. Der Ausblick auf die Küste ist gigantisch und Ceriale rückt immer näher. So wird es zum Schluss noch etwas steiler, mit ein paar Spitzkehren weiter sind wir wieder in Ceriale. Zurück am Campingplatz planen wir für den nächsten Tag einen Besuch im Hinterland, genauer gesagt eine Fahrt nach Castelvecchio di Rocca Barbena. Hier haben die Jungs von Tank, ein Engländer mit italienischen Wurzeln, gute Arbeit geleistet. Mit seiner Firma Wild Rock MTB bietet er geführte Touren an. Auch E-Bikes kann man sich bei Ihm ausleihen. Er holt uns in der Früh vom Campingplatz ab und wir fahren in das noch nicht so bekannte Trailgebiet um Castelvecchio di Rocca Barbena. Tank // Text: Günther Scholz / Fotos: Bergstolz

ITALIEN 15 Bergstolz Ski & Bike Magazin • 02 |2024

16 ITALIEN Bergstolz Ski & Bike Magazin • 02 |2024 erzählt uns, dass in den 70er Jahren hier der Ort von skandinavischen Hippies wieder zum Leben erweckt wurde. Sie ließen sich hier nieder, renovierten viele Häuser und immer mehr Menschen kamen, um hier zu wohnen. So ist Castelvecchio nicht nur wiederbelebt worden, sondern einige Bewohner wie Tank und seine Freunde schlossen sich zusammen und bauten alte Ziegen- und Wanderpfade in Trails um. So entstand ein ziemlich großes Netz an flowigen Trails mit natürlichem Charakter. Am ersten Tag der Erkundung geht es Richtung Bric Schenasso. Wenn es in Finale zu überlaufen ist, kommen von dort auch einige Shuttleunternehmen mit Ihren Trailjüngern, um die Trails hier abzushredn. Wir fahren einige der schnellen, flowigen Trails und sind begeistert, in welch gutem Zustand sich diese befinden. Ein großer Punkt ist natürlich, dass auf diesen Trails nicht so viele Menschen unterwegs sind. Doch Tank erzählt uns, dass auch laufend an den Trails gearbeitet wird, um diese in einem top Zustand zu halten. Nach der langen Abfahrt kehren wir wieder nach Castelvecchio zurück und treten mit dem Bike die Heimreise an. Ein steiler technischer Trail führt uns in das Val Auzza und zurück zum Campingplatz. Am nächsten Morgen starten wir mit den E-Bikes vom Campingplatz die 20 km nach Castelvecchio. Wir haben uns mit Tank verabredet und fahren mit ihm wieder zum Bric Schenasso hoch. Die Aussicht von hier oben reicht bis ins nicht mehr weit entfernte Piemont hinüber. Vor uns in westlicher Richtung ragt ein gigantischer Berg und ich frage Tank sofort nach dem Namen. Ich kann unser nächstes Abenteuer förmlich riechen. Er antwortet, dass dies der 1708 Meter hohe Monte Galero ist. Doch erst einmal freue ich mich auf die Abfahrt über den Tobogazzo Trail. Im typischen ligurischen Gelände geht es auf und ab wie in der Achterbahn, der Trail ist richtig schnell und macht enormen Spaß. Nach ca. 3 km Geballer geht es über einer kurzen Auffahrt schon zum nächsten Trail. Der La Contessa ist mit seinem felsigen und verblockten Gelände das komplette Gegenteil zu dem, was wir zuvor gefahren sind. Nicht minder schnell als der Tobogazzo rumpelt es ordentlich. Nach 2,5 km ist der La Contessa zu Ende und es wartet die nächste Auffahrt auf uns und schon bald nach einer Querfahrt kommen wir auf den Super Canaletta Trail, der vom Gelände eher wieder flowig ist und wir fahren so schnell, wie das Bike erlaubt. Das Vergnügen ist noch nicht zu Ende! Eine letzte Auffahrt und es folgt ein etwas an-

ITALIEN 17 spruchsvollerer Trail Namens „Ca du Campo“ und wir kehren nach Castelvecchio zurück. Natürlich kann man das Ganze auch mit dem Shuttle buchen, aber wie wollten die Region selbst erkunden und ein bisschen in die Pedale treten. Tank hat für uns ein Mittagessen im Antico Melo arrangiert. Hier gibt es ein „BikerMenü“, das auch den Shuttlegästen serviert wird. Spezialtäten der Region kommen auf den Tisch, genau das Richtige nach dem aktiven Vormittag. Danach schlendern wir durch den Ort, die engen Gassen und an sehr alten Häuser vorbei, die teilweise in den Berg gezimmert sind. Wir sind beeindruckt! Wer möchte kann auch noch das Castello besuchen. Wir haben aber genug gesehen und treten den Heimweg an. Wir nehmen noch einen der zahlreichen Trails mit und fahren über Cisano sul Neva zurück. Jetzt am späten Nachmittag ist es am Strand am schönsten. Schnell die Badeklamotten geholt und ab ans Meer. Die Promenade von Ceriale kann sich sehen lassen und was gibt es Schöneres nach einem genialen Biketag, noch ins Meer zu hüpfen und ein kühles Bier an einer Strandbar zu genießen? So lassen wir noch mal die Bikewoche an uns vorbei gleiten und können glücklich und zufrieden die Heimreise in unserem Sunlight T68 antreten.

18 ITALIEN Bergstolz Ski & Bike Magazin • 02 |2024 I N F O BOX ANREISE • Von München über A8 bis Inntaldreieck, dann A93 bis Kiefersfelden, weiter A12 bis Brenner und weiter nach Affi, Schnellstraße nach Peschiera, Autobahn A4 bis Bresica, A21 Piacenza-Tortona, A7 bis Predosa, A26 dann A10 bis Ausfahrt Borghetto Santo Spirito, weiter nach Ceriale UNTERKUNFT • Camping Baciccia, Via Torino 19 17023 Ceriale www.campingbaciccia.it • Antico Melo, Via Campo 12, 17034 Castelvecchio di Rocca Barbena Tel. 0039 329 3143795 www.anticomelo.it ESSEN • Antico Melo, Via Campo 12 17034 Castelvecchio di Rocca Barbena Tel. 0039 329 3143795 www.anticomelo.it BIKEGUIDE UND SHUTTLE • www.gallinarafreeride.com Tel. 0039 3924126271 • www.finalexpress.it Tel. 0039 3936333333 • www.finaleligurefreeride.com Tel. Tour: 0039 3382793144 Single lifts: 0039 3891297659 Imperia ITALIEN FRANKREICH MITTELMEER Finale Ligure Castelvecchio del Rocca Barbena Monaco

20 RIDERPROFILE Bergstolz Ski & Bike Magazin • 02 |2024 Zum Biken angefangen hat Lea mit ungefähr neun Jahren, als sie dem ortsansässigen Verein beigetreten ist. „Damals bin ich auch gleich mein erstes Cross Country Rennen gefahren und es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht, mich mit anderen zu messen.“ In der Umgebung nahm Lea deshalb vermehrt bei weiteren Kinderrennen teil, bis sie 2018 und 2019 in der Cross Country Nachwuchs Bundesliga mitgefahren ist. „Hier hatte ich allerdings mäßig Erfolg“, schmunzelt sie. Und dann kam auch schon Corona. Lea hatte zu dieser Zeit keine große Lust mehr auf das lange Ausdauertraining. „Da ich schon immer gerne in Bikeparks gefahren bin, hat mich ein guter Freund im September 2020 überredet, bei der Downhill DM in Steinach mitzufahren, wo ich dann gleich den Vizetitel erreichen konnte. Das kam natürlich völlig überraschend und von da an bin ich Downhill Rennen gefahren.“ 2021 war sie dann beim Rookies Cup am Start und hatte das Glück im Downhill Talent Team aufgenommen zu werden. „Der Teamchef und Trainer Fréd Abbou hat mir unheimlich viel geholfen um besser und schneller zu werden.“ 2022 und 2023 ist Lea dann im iXS Downhill Cup gestartet und konnte im letzten Jahr die Damenklasse für sich gewinnen. Letzte Saison ist sie auch in der Lenzerheide und in Leogang bei den Weltcups gestartet. „Das war eine tolle Erfahrung für mich war und hat auch sehr Spaß gemacht. Diese Saison steht leider erstmal mein Abi im Vordergrund, aber ich versuche trotzdem parallel an so vielen Trainings meines Trainers Fréd Abbou teilzunehmen. Dieses Jahr werde ich wieder beim iXS Downhill Cup mitfahren und an dem einen oder anderen Lauf des Europa Cups.“ Weltcup Rennen sind für diese Saison zwar erstmal nicht geplant, wir sind uns aber sicher, dass sie diese in 2024 rockt, und wünschen ihr bis dahin viel Erfolg in der kommenden Saison und bei ihren Abi-Prüfungen! Alter: 18 Wohnort: Waldbrunn (Baden-Württemberg) Homespot : Bikepark Beerfelden Beruf: Schülerin Sponsoren: IXS Sports Division, Schwalbe tyres, Sports Nut GmbH, NS Bikes, Spank Bikes, Birzman, Muc-Off, Öhlins, Hope Technologie, Ortema, Gelita, Praep, Easy Frame Bikelackschutz, Mosca GmbH Ziele für die Zukunft: mein Abi, Erfolgreich sein in den Downhill Rennen Media: LEA KUMPF “Immer den Spaß zu behalten, ist das Wichtigste für mich.“ Fotos: Torsten Kumpf Foto: Torsten Kumpf @lea.kumpf

Hugos Traum war schon immer, von Bike-Rennen leben zu können. Geboren und aufgewachsen ist er in Avignon, im südlichen Teil von Frankreich. Im Vergleich zu anderen Kindern in seinem Alter wollte er nie fernsehen, sondern immer nur raus. Im Alter von 6 Jahren fing er dann mit dem Biken an. Seine Mutter weiß bis heute nicht, wie er dazu gekommen ist, denn keiner um ihn rum übte diese Sportart aus. Den ersten Kontakt zu „Gleichgesinnten“ hatte er im Cavaillon MTB Club und zwei Jahre darauf fuhr er seine ersten MTB-Rennen. Erst startete er bei den regionalen Rennen, doch es dauerte nicht lange und er spielte bei den Großen in den Nationals mit. Dies befördert Ihn auch bald ins französische Team. Vom Ehrgeiz getrieben wollte er bei seinem ersten Rennen im Nationaltrikot unbedingt unter die Top 20 kommen, es wurde damals zur Überraschung aller der zweite Platz! Sein Vater sagte, dass es nie einfach ist an der Spitze zu bleiben und er soll nicht enttäuscht sein, falls es das schon war. Doch im nächsten Rennen wurde er erneut Zweiter und beim 3. Race in dem Jahr der französischen Meisterschaft gewann er! Nach einer gewissen Zeit hatte er allerdings mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Er hatte schon immer Bauchbeschwerden, wenn er zu lang auf dem Bike unterwegs war, doch diese waren aushaltbar. Als er jedoch bei einem Rennen in Frankreich an den Start ging und führte, kollabierte er plötzlich in der letzten Runde. Trotz allem fuhr er das Rennen noch zu Ende. Was dann aber alle beunruhigte, war das viele Blut. Ein paar Checks später sagten die Ärzte: „Dafür gibt es keine Behandlung.“ Er müsste damit leben und für sich eine andere Art vom Biken finden, denn seine Leidenschaft konnte er auf gar keinen Fall ganz aufgeben. Er fing an Enduro Races zu fahren. Er hatte zwar immer noch Schmerzen, aber im aushaltbaren Bereich und stand dann gleich mal auf dem Treppchen von einem der härtesten Enduro Rennen der Welt: dem Epic Enduro. Nach einem vielversprechenden Start in die Enduro World Series verlängerte Hugo seinen Vertrag bei dem Scott SR Suntour Enduro Team. Er schenkt dem Team 2023 unter anderem zwei prestigeträchtige Siege beim Megavalanche Rennen in Alpe d`Huez und in La Reunion. So kann er mit viel Schwung in die neue Saison 2024 starten. Foto: Dave Trumpore RIDERPROFILE Bergstolz Ski & Bike Magazin • 02 |2024 HUGO PIEGEON „Wenn ich mich auf meinem Bike wohl fühle, passiert mir nichts.“ Alter: 27 Wohnort: Aix-Les-Bains (Savoie in den Alpen) Homespot: Cavaillon (Vaucluse - South of France) Beruf: Enduro & E-Bike pro Rider Sponsoren: SCOTT SR SUNTOUR ENDURO TEAM Ziele für die Zukunft: 2024: Top 15 EDR / top 5 E-EDR / alle Megavalanche Rennen zu gewinnen! Media: 21 Foto: Hoshi Yoshida Foto: Hoshi Yoshida @pigeon_hugo

22 GLAM TRAILS Bergstolz Ski & Bike Magazin • 02 |2024

GLAM TRAILS Bergstolz Ski & Bike Magazin • 02 |2024 23 Die Wettervorhersagen-Modelle sind sich einig: Sonnenschein und null Prozent Gewitterrisiko an diesem Augustwochenende. Da wo Jenny, Carina, Lilly und ich hinfahren wollen, wünschen wir uns spannende Trails, am liebsten natürlich-alpin. Eine Nacht am Berg, draußen unter dem Sternenhimmel, das finden wir alle gut. Ein paar Telefonate später werfe ich meine Bike Klamotten ins Auto. Und ich nehme tatsächlich nur mit, was ich für eine Übernachtung benötige. Ich hasse packen, vor allem, wenn man immer an so viel denken muss. Somit freue ich mich, meinen fünfundzwanzig Liter Bike Rucksack wirklich nur mit Zahnbürste und Jogginghose und was man sonst so auf einer Biketour im hochalpinen Gebirge benötigt zu befüllen. Das geht zum Glück recht schnell. GLAM TRAILS FLIMS / LAAX Text: Karen Eller / Fotos: Mia Knoll

24 GLAM TRAILS Bergstolz Ski & Bike Magazin • 02 |2024 Unser Ziel: Die Schweiz. Und zwar in den rätoromanischen Teil von Graubünden. Wir sind auf dem Weg nach Laax. 330 Kilometer variantenreiches Trailnetz, so heißt es. Die Entscheidung hierherzukommen, fiel uns leicht. Sobald wir die Autobahn verlassen und unser Gefährt sich aus der Rheinschlucht langsam nach oben in die saftig grüne Berglandschaft schraubt, riechen wir die reine Luft schon im Auto. Uns präsentiert sich ein prächtiges Bergpanorama, als endlich das Ortsschild Laax auftaucht. Wir sind da! Es ist noch vor Mittag. Ich schrecke hoch. Gerade habe ich noch tief und fest geschlafen und nun sitze ich plötzlich in meinem Bett und reibe mir die Augen. Ich fürchte, die Herde trampelt gleich über mich in meinem Bett, so laut sind die Kuhglocken. Ich schaue um mich, weiches Morgenlicht fällt durch die dünnen Leinenzeltwände. Langsam dämmerts mir, wo ich mich befinde. Carina schläft seelig neben mir. Die Alphirtin hat uns vorgewarnt. An die vierzig Kühe werden frühmorgens von der Alp in den Stall getrieben. Melkzeit. Beruhigt, dass alles so richtig ist, schlafe ich wieder ein. Wir schweben entspannt mit der Luftseilbahn von Laax auf den Crap Soig. Das OneWay Ticket bringt uns ganz nach oben. Von über 1000 hm auf über 2000 hm. Von hier oben startet auch der Never End Trail. Ein feinster Freeride Trail, über 1000 hm und 7 km bergab, mit fetten Anliegern, coolen Sprüngen und großen Tables. Wir gönnen uns aber erstmal einen Espresso. Luxus, denn hier im sogenannten Galaxy, auf über 2.200 Höhe genießen wir die Bergfrische und die imposante wildromantische Berglandschaft. Unser Blick schweift auf die Surselva. Vor 10.000 Jahren rumpelte und wackelte es gewaltig hier in den Bergen rund um Flims und Laax. Milliarden von Kubikmetern Gestein donnerten vom Flimserstein herunter. Entstanden sind einzigartige, Mondlandschaft ähnliche Felsformationen. Für uns heißt es nun, ein paar Höhenmeter zurückzulegen. Auf der breit angelegten Alpstraße pedalieren wir den Crap Masogn. Wir sind alleine. Dafür pfeifen uns die Murmeltiere zu. Bald taucht ein kleines Schild auf, das uns in einen Trail weist. Hier beginnt unser Singletrailspass. Anfangs noch eher karg führt uns der Trail durch hochalpines Gelände, über klare Bergbäche, und spuckt uns auf einer flacheren Hochebene aus. Wir durchrollen grüne Almwiesen, vorbei an glücklichen Kühen und finden schnell unseren Anschluss. Ich höre Carina hinter mir juchzen. Vor mir sehe ich, wie Jenny immer wieder mit kleiner Airtime spielt. Der Trail ist einfach perfekt. So wie wir uns Flow auf natürlichen Trails vorstellen. Irgendwann stoßen wir auf die Alp Sogn Martin. Niemand da, aber die Türe der kleinen Alp steht offen. Ein großes Schild davor preist das Tagesangebot Alpkäse an. Unsere wenigen Schweizer Münzen werfen wir brav in die kleine Box und bedienen uns aus dem Kühlschrank. Gestärkt pedalieren wir nochmals ein kleines Stück auf der Naturstraße bergauf. Heute haben wir keinen Stress. Die Sonne steht zwar schon tief und der Schatten der umliegenden Berge wirft sich bereits in das Tal, wir bleiben aber hier oben. Und deshalb lassen wir uns einen letzten Trail nicht entgehen. Rechtzeitig mit dem Abendlicht kommen wir an. Schon von weitem konnten wir die Dächer rausspitzen sehen. Unser Beduinenlager heißt uns mit seinen weiß-

GLAM TRAILS 17 leuchtenden Zelten willkommen. Mitten auf einer Alpwiese. Wir können unser Glück kaum fassen, so schön ist es hier. Zum Check-in reicht uns die sympathische Wirtin Claudia der angrenzenden Alp einen Blaubeersmoothie. Der Aperitif aus frischgepflückten Beeren und Milch von den Alpkühen genießen wir mit der Abendsonne und dem imposanten Panorama. Kein großes Koffer auspacken, kein Dresscode. Wir machen einfach mal nix. Aber das Nix mit Glamour. Als die Sonne verschwindet, wird es schnell kühl. Beim ersten Blick durch den Eingang in das Zeltinnere bleibt mir vor Glückseligkeit fast die Luft weg. Der marokkanische Teppich geleitet zum Bett. Ein kleines Lämpchen scheint warmes weiches Licht in das Zeltinnere. Auf der weißen Bettwäsche liegen sorgsam gefaltet frische flauschige Handtücher. Links neben dem Bett steht auf einem kleinen Hocker die Espressomaschine. Es fehlt an nichts, um eine romantische Nacht zu verbringen. Die Duschen im Badezimmercontainer sind heiß, es gibt duftige Seife und eine zarte Bodylotion. Selbst die nassen Haare trocknet der Fön. Etwas später genießen wir Schweizer Rösti und eine rote Flasche Wein unter Vollmondlicht. Als dann noch die Lampenlaternen über den Zeltspitzen leuchten, ist unser Glück vollkommen. Carina und ich plaudern noch lange. Zu schön ist es hier oben, um schlafen zu gehen. Irgendwann bimmeln mich leise Kuhglocken in einen tiefen seligen Schlaf. Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen, die durch die Zeltwand ins Innere fallen, wache ich auf. Die Luft ist noch frisch. Carina, Jenny und Lilly sitzen bereits auf dem warmen Holzboden vorm Zelt. In den vier kleinen Holzboxen finden wir eine knackige Semmel, hausgemachte Marmelade, Käse von der Alm. Dazu gibt’s warmen duftenden Kaffee. Heute können wir bereits hier oben starten und sogar noch höher pedalieren. Ganz nach oben. Auf knapp 3.000 erreichen wir den Vorab Gletscher. Eine felsdurchzogene beeindruckende Mondlandschaft führt uns in den Trail. Über breite Felsplatten schlängelt sich der Pfad, die Ideallinie weist eine kleine Markierung auf den Steinen. Irgendwann münden wir in einen alpinen Singletrail. Der Pfad schlängelt sich über Alpwiesen bis in einen lichten Nadelwald. Hier fängt der Bikepark an. Gebaute Trails, AnliegerBergstolz Ski & Bike Magazin • 02 |2024

26 GLAM TRAILS Bergstolz Ski & Bike Magazin • 02 |2024 kurven, kleinere und größere Drops und Jumps. Gerade für Jenny gehört das zu unserem perfekten Wochenende dazu. Den Nachmittag verbringen wir damit, auf den Bikepark Trails zu shredden. Eine letzte Gondelfahrt und einen letzten Trail hinab ins Tal. Ich entscheide ganz schnell, der Aperol und ein Sprung in den karibikblauen Caumasee, einem der schönsten Bergseen in den Alpen müssen noch sein, bevor wir unsere Heimreise antreten. Ein bisschen von allem, und genau so viel, dass wir jetzt schon wieder von unserem nächsten Glampingausflug träumen.

HIGHLIGHT TOUREN Vorab Trail Nr. 247 / Von Flims mit dem Arena Express nach Nagens / oder mit dem Postauto ab Laax Murschetg 648 hm /1135tm // 26,1 km Crap Masegn Nr. 248 / Von Laax Murschetg Route auf den Crap Smogn Gion / alternativ mit der Seilbahn von Laax Murschetg. Auf dem Grat hinauf zum Crap Masegn über Trail durch die Alpwiesen bis runter nach Flims. 1474hm /1474 tm // 32,2 km Crest la Siala / Von Laax Murschetg mit der Seilbahn auf den Crap Sogn Gion, auf dem Grat bis zum technischen Trail ins Val Plaun, über Green Valley und Runca Trail runter nach Flims. 162 hm / 1290 tm //13,41 km Alp Mora Nr. 251 / Von Trin hinauf zur Alp Mora, dort zu den Gletschermühlen im Val Maliens, zurück zum Abzweig Bargis und über den Polen Weg hinab. Auf Trail bis runter nach Trin. 1805 hm / 1805 tm // 40 km Alternativ noch: www.surselva.info/Media/Touren/Crest-da-Tiarms Alle Toureninfos auf www.flimslaax.com ANREISE • Mit dem Zug: ICE Verbindung Hamburg-Chur, mit dem Postauto oder LAAX-Shuttle nach Laax • Mit dem Auto: ca 1 ½ h von Lindau via Autobahn A13 nach Laax PARKEN Parkhaus Stenna Flims / Parkhaus Laax Murschetg GLAMPING / www.tcs-glamping.ch ÜBERNACHTEN • Bikehotels Mit Gästekarte Bikehotels bekommen Gäste 50% auf Bikeguiding bis 5 Personen / 3 für 2 Tage Bike Miete bei den Bike Rentals in der Region. www.flimslaax.com/biken/hotels • Riders Hotel: Nicht nur Hotelgäste sind willkommen, sondern es ist Anziehungspunkt für Musiker und Musikinteressierte, Kunstschaffende und Kunstliebhaber, Sportler und Sportliche, Gourmets und Genießer, Tanzwütige und friedliche Menschen aller Art. www.ridershotel.com • Flem Mountain Lodge: Die frisch renovierte Flem Lodge setzt mit den Enduro Profis und Inhaberinnen Anita und Carolin Gehrig auf Mountainbiken, Abenteuer in den Bergen, Kaffee und gutes Essen. Ebenfalls ein zentrales Element ist das Zusammensein. Neben dem Übernachtungsangebot bietet die Flem Lodge auch Events wie Bikecamps, Kleinkonzerte oder Filmvorführungen an. flemlodge.ch • Wellness Hostel 3000 Direkt am Laaxersee liegt das Wellness Hostel 3000 und das Aua Grava. Neben dem erneuerten 25-Meter Schwimmbecken & Fitnesscenter gibt es einen großzügigen Wellnessbereich zu entdecken. Lass dich nach dem Biken in Sauna, Feuerbad, Nebeldusche, Klangraum, Pendelliege und vielem mehr verwöhnen. www.youthhostel.ch TCS-CAMPING Am Sportzentrum, Klettergarten / Sportplatz und in direkter Nähe zum Runca Trail www.tcs.ch/de/camping-reisen/camping-insider/campingplaetze/tcscampingplaetze/campingplatz-flims.php ESSEN • Nooba Laax: Moderne asiatische Küche & Spezialitäten www.nooba.ch/shop/restaurantId/2/lang/de • Bergrestaurant Ustria Startgels: Schweizer Spezialitäten auf offenem Feuer zubereitet. www.startgels.ch • The Hide Deli: Leckere Burger in entspannter Atmosphäre www.thehidehotelflims.ch/restaurants AUSGEHEN & APRES BIER • Green Valley Bikeshop: neben dem Shop gibt es noch die Werkstatt mit Bar in der alten Schmiede, hier trifft sich die Szene zum Bier. www.greenvalley.bike • il Pub Laax: Zwangloses Zusammensein bei Frischgezapftem direkt im Rocks Resort in Laax. laaxmeetings.com/restaurants/il-pup • Flem Lodge Bar und Restaurant Flims: Ein Blick in den Eventkalender der Flem Mountain Lodge lohnt sich immer, neben Getränken und Kaffeespezialitäten wird auch leckeres Essen serviert. flemlodge.ch SCHWIMMEN • In welche Sauna gehe ich heute? Genieße die Wellnessbereiche aller teilnehmenden Hotels während deines Besuchs. spa-around.ch • Seebad am Caumasee www.caumasee.ch BIKE SHOP / VERLEIH • Free Bike Rental Talstation Flims/Laax • Sport Beat Flims Dorf BERGBAHN INFOS www.flimslaax.com/oeffnungszeiten-tickets I N F O BOX GLAM TRAILS 27

28 PRODUKTE // TEST Bergstolz Ski & Bike Magazin • 02 |2024 PIVOT | Switchblade Team XTR Das neue Switchblade ist auf den ersten Blick nur ein kleines Update. So ist der Lenkwinkel minimal flacher und der Sitzwinkel ist um ein Grad steiler geworden. Die Kettenstreben sind bis zu Größe M 2mm kürzer. Auf den ersten Blick könnte man meinen, es hat sich nicht groß etwas verändert, bis man zum ersten Mal bergab fährt. Hier merkt man, dass sich die Kinematik des VPP-Hinterbaus um einiges geändert hat. Das Ansprechverhalten wurde verbessert und das Bike fühlt sich nach mehr Federweg an, ist aber trotzdem ziemlich poppy. Die Optik des Bikes ist für einen Bikefreak schon etwas Porno. Das Oberrohr in einer Linie abfallend bis zur Sattelstrebe. Der wuchtige VPP-Hinterbau 157mm breite Hinterbau kommt fett daher. Alles wirkt sehr edel und durchdacht. Zur Freude kleinerer Menschen ist die Überstandshöhe nochmal reduziert worden - für mehr Beinfreiheit und so für mehr Sicherheit bei steilen Abfahrten. Wir haben uns in dem Test für die Team XTR Ausstattung entschieden, weil es in dieser Konfiguration mit 13,8kg am leichtesten ist. Die Ausstattung umfasst ein Fox Factory Fahrwerk mit Kahshima Beschichtung und mit dem Pivot Novum des Sag Indikators. Draufsetzen und am Indikator ablesen, ob der Hinterbaudämpfer den richtigen Luftdruck eingestellt ist. Total easy kann man für sich die richtige Einstellung finden, ohne dass große Korrekturen von Nöten sind. Die Shimano XTR Komponenten sorgen für viel Zuverlässigkeit, besonders die XTR-Bremsanker sind erste Sahne. Race Face Next Carbonkurbeln und Newman Carbonlaufräder runden die Topausstattung ab. Maxxis Minion DHF und DHR in Exo+ Karkasse sorgen für den optimalen Grip. Wir schraubten lediglich noch SQlab Griffe und Sattel auf das Bike und so war es perfekt. Nachdem man sich in den Sattel geschwungen hat und bergauf pedaliert, fällt die entspannt aufrechte Sitzposition auf. So kann man sehr leichtfüßig den Berg hochradeln. Trotz des hohen Cockpits steigt das Vorderrad in steilen Passagen nicht an. Der VPP-Hinterbau neigt beim Pedalieren nicht zum Wippen und reagiert trotzdem auf Felskanten und Unebenheit sensibel, sodass immer genügend Grip am Hinterrad vorhanden ist. Das Highlight ist und bleibt die Abfahrt! Das Switchblade hat enorme Nehmerqualitäten und steckt alles weg. Man sitzt sehr zentral im Rad. Das Fahrwerk ist knackig, aber trotzdem mit genügend Reserven, man poppt nur so über Wurzeln und Geländekanten. Es fällt einem ziemlich leicht abzuziehen und die Hindernisse zu überspringen. Der etwas steile Lenkwinkel lässt das Switchblade sehr spielerisch wirken, braucht aber bei flotter Gangart einen erfahrenen Rider, denn es muss sehr präzise gefahren werden. So macht es unwahrscheinlich Spaß die Trails hinunter zu heizen. Im technischen Trail spielt es seine enorme Wendigkeit voll aus und man zirkelt spielerisch einfach durch Spitzkehren und enge Turns. Durch die hohe Front sind enorm steile Abfahrten möglich, ohne ins Schwitzen zukommen. Es ist eben ein echtes Trailbike. Wer mehr im Bikepark ballern will, sollte sich lieber für das Firebird entscheiden. Das Switchblade ist das Allroundbike, mit dem man anspruchsvolle Touren machen kann und sehr viel Spaß in der Abfahrt hat. So ist es eine der Referenzen in der Trailbike Klasse und hat natürlich auch den entsprechend hohen Preis, dafür bekommt man aber viel Bike und keine Mogelpackung, alles ist aufeinander angestimmt und die Ausstattung lässt keine Wünsche offen. Der Fahrspaß ist enorm. Wir sind etwas traurig, dass wir es schon wieder zurückgeben müssen. Aber wer weiß, vielleicht steht schon bald ein Switchblade in der Garage. www.pivotcycles.com AUSSTATTUNG Rahmen: Vollcarbonrahmen 29’’ Switchblade, 140mm Federweg Gabel: Fox 36 Factory, 29’’, Grip2,44m Offset, Federweg: 160mm Dämpfer: Fox Float X Factory, 142mm Laufräder: Newmen Carbon Advanced SL A.30 - 30mm, 29’’ Reifen: Maxxis Mininon DHF 29’’x2.5, DHR II 29’’x2.4 WT,TR,EXO Schalthebel: Shimano XTR, M9100 12 Speed Schaltwerk: Shimano XTR, M9100 SGS, 12 Speed Kurbel: Race Face Next R32T, XS-M 170mm, L-XL 175mm Kassette: Shimano XTR, M9100, 10-51 Z Bremsen: ShimanoXTR, M9120, 4Kolben, 203/180mm Sattelstütze: Fox Transfer, XS 125mm,S 150mm, M 175mm, L 200mm, XL 200mm Gewicht: 13,8kg Foto: Günter Scholz Foto: Christoph Bösl Rahmen XS SM MD LG XL Sitzrohrlänge 343mm 368mm 394mm 432mm 470mm Oberrohrlänge 568mm 605mm 633mm 649mm 662mm Steuerrohrlänge 85mm 100mm 112mm 117mm 130mm Lenkwinkel 65,7° Sitzwinkel 76,5° 77,0° Kettenstrebenlänge 429mm 431mm 435mm Radstand 1156mm 1192mm 1222mm 1240mm 1270mm Stack 611mm 624mm 635mm 639mm 651mm Reach 415mm 445mm 470mm 485mm 505mm Überstandshöhe 624mm 638mm 657mm 671mm 671mm Tretlagerhöhe 340mm

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