Seite 42 | BERGSTOLZ Ski Magazin DEZEMBER 2017
WILDSEELODER
zwölf Leuten, alle hier vom Alpenverein. Der Wetterbericht hat schlechtes
Wetter angesagt, also wollten wir gemütlich um acht Uhr frühstücken und
dann abwarten, wann das Wetter besser wird. Ich wache um sechs Uhr auf
und kanns kaum glauben: strahlender Sonnenschein und 20 cm frischer Pul-
ver! Wir sind dann in einer kleinen Gruppe los und wirklich um halb drei
dann am Gipfel des Elbrus gestanden, mutterseelenallein, da außer uns nie-
mand den Aufstieg versucht hat wegen des Wetterberichts. Und vor uns
sind 1.800 Höhenmeter feinster Pulver gelegen! Das war unglaublich! Vor
allem, weil man den Elbrus selten so erwischt, normalerweise sind die letz-
ten 200 bis 300 Höhenmeter blankes Eis. Wir hatten solches Glück! Am
nächsten Tag sind wir dann mit der ganzen Truppe nochmal rauf.“
Martin hält sich ein bisschen zurück, bevor er meint: „Ach, ich fahre eigent-
lich immer mit den Alpinschuhen und stapfe dann rauf. Das ist mir lieber,
als mit Tourenskischuhen zu fahren.“ Dementsprechend unterscheiden sich
seine Wunschreiseziele von denen seines Vaters und Großvaters: „Ich
möchte einfach gerne wohin, wo es viel Schnee hat und wenig Leute. Japan
wäre cool. Oder im Sommer Chile oder Argentinien…“ Ob er die anderen
Koglers da mitnehmen würde? „Logisch, ist doch normal.“
Foto: Peter Lintner




