215er Ski aufgestiegen, mittlerweile hab ich aber auch eine Pinbindung.
Mit Steighilfe! Früher hab ich mir Holzkeile gebastelt, damit ich steiler gehen
kann.“ Der eine oder andere Ski wechselt auch schon innerhalb der Familie
den Besitzer. „Wenn ich von meinem Sponsor Fischer neue Ski bekomme,
dann kann es schon sein, dass der Papa ein Paar erbt“, grinst Martin. Und
Hannes ergänzt: „An Ski mangelt‘s im Hause Kogler ganz sicher nicht!“
Auch wenn sie wenig gemeinsam Skifahren, trifft man sie doch hin und wie-
der auf Skitour – gerne auch am Hausberg der Fieberbrunner, dem Wild-
seeloder. „Das erste Mal wirst du die Seenrunde so mit neun Jahren
gefahren sein“, wendet sich Hannes an seinen Sohn. „Und hinaufgegangen
sind wir das erste Mal, als du elf warst. Das weiß ich noch genau, denn das
war vor deinem ersten Contest. Und den bist du ja an deinem zwölften Ge-
burtstag gefahren.“ Die Erinnerung an Hannes‘ erste Skitouren mit Moon-
boots auf den Loder wecken bei Otto noch ganz andere: „Früher sind wir
fünf Mal hinaufgegangen, da waren dann insgesamt vielleicht sieben Spuren
im Gelände, wenn es frisch geschneit hat. Oder wir sind zum Loderseehäusl
hinüber und über den Pletzergraben hinausgefahren, dann noch Hoch-
hörndl…“ Mittlerweile hat sich das in Fieberbrunn geändert, meint auch
Hannes: „Jetzt musst du in der Früh gleich am Lift sein, sonst ist alles an-
gespurt. Aber bei uns geht’s ja noch, wir haben das Glück, dass nicht so
viele Skifahrer, die nach Saalbach kommen, auch nach Fieberbrunn kommen.
Jetzt können wir am Vormittag hier fahren und wenn alles zamg’fahrn ist,
dann fahren wir rüber.“
Ab und zu zieht es aber selbst die Koglers in die Ferne. Otto hat im Lauf
seines Lebens nicht nur drei Mal den Mont Blanc und vier Mal den Ortler
auf Tourenski bezwungen, er war auch schon auf mehreren 6.000ern. „Mei-
nen höchsten Berg hab ich zum 50er geschenkt bekommen. Da sind wir im
August 1996 ins Karakorum nach Pakistan aufgebrochen zum Spantik, dem
Golden Peak. Der ist 7027 Meter hoch“, erinnert er sich. Mit Hannes ge-
meinsam war er am Matterhorn. Der wiederum schwärmt immer noch be-
geistert von seiner Elbrus-Besteigung 2012: „Wir waren eine Gruppe von
WILDSEELODER
BERGSTOLZ Ski Magazin DEZEMBER 2017 | Seite 41
Foto: Mia Knoll




