Seite 28 | BERGSTOLZ Ski Magazin DEZEMBER 2016
SKITEST
VÖLKL
Confession
Gefahrene Länge:
193 cm |
ø
R= 26,5 m
Taillierung:
144 | 117 | 133 mm
Gewicht:
4700 g
Preis:
799,95 Euro
Unser Eindruck:
Der härteste und schwerste Ski im Test ist ganz
eindeutig ein Contestbrett für Profis. Egal auf welchem
Untergrund, der Confession kennt kein Tempolimit, er
bleibt auch bei Top Speed extrem stabil und kann bzw.
muss sehr aggressiv gefahren werden. Die Kante hält
auf der Piste bombenfest, der harte Flex bedingt
wenig Auftrieb im Powder. Hier hilft nur Gas geben –
richtig viel Gas – damit die Schaufel aus dem Schnee
kommt. Dafür kommt mit diesem Ski auch bei Cliffs
keinerlei Unsicherheit auf. Im verspurten Gelände rich-
tig andrücken? Kein Problem. „Dieser Ski mag es
rau!“
Rossignol
Soul 7 HD
Gefahrene Länge:
188 cm |
ø
R= 20,0 m
Taillierung:
140 | 116 | 130 mm
Gewicht:
4200 g
Preis:
709,99 Euro
Unser Eindruck:
DerWiedererkennungswert bei den Rossignol-Model-
len ist sehr hoch, der Shape fällt auf. Der powderlas-
tige Allrounder kann aber auch mit seinen
Fahreigenschaften überzeugen. Dabei liegen seine
Stärken klar auf Seiten von Drehfreudigkeit und easy
Skiing, auch der Auftrieb ist sofort da. Im Pulver gibt
der Ski direktes Feedback. Insgesamt hat der Super 7
bei High Speed leichte Schwächen, ist aber ein toller
Allrounder, der in Kombination mit einer Pinbindung
auch als fetter Tourenski was taugt.
K2
Pinnacle 118
Gefahrene Länge:
184 cm |
ø
R= 23,0 m
Taillierung:
145 | 118 | 135 mm
Gewicht:
4660 g
Preis:
729,00 Euro
Unser Eindruck:
Mit seinen Maßen und der langen, flachen Schaufel
wirkt der Pinnacle 118 massiv. Überraschenderweise
fährt er sich aber auch auf der Piste gut, nicht so agil
wie sein kleiner Bruder aber durchaus ordentlich. Im
zerfahrenen Schnee ist der Ski leicht und präzise steu-
erbar und bleibt stets stabil. Im Powder dann perfektes
Surf-Feeling, die Konstruktion funktioniert wunderbar
und auch Cliffs sind locker machbar. Der Pinnacle 118
ist ausgezeichnet abgestimmt und funktioniert nicht
nur im Pulver gut.
DYNASTAR
Cham 117
Gefahrene Länge:
190 cm |
ø
R= 22,0 m
Taillierung:
147 | 117 | 127 mm
Gewicht:
4500 g
Preis:
749,99 Euro
Unser Eindruck:
Ohja, ein Dynastar – nicht nur optisch anhand von
Shape und Design gleich erkennbar, auch das Fahr-
verhalten ist typisch. Kraftaufwendig zu steuern liegt
er stabil und spurtreu im Schnee, das lange flache Tail
sorgt für zusätzlich Laufruhe. Ist man mit dem Cham
117 unterwegs, sollte man ordentlich aufs Gas drü-
cken – dann lässt er sich im Pulver (wo er auch hin-
gehört) auch relativ wendig und mit tollem Auftrieb
fahren. Profis und Contest-Fahrer werden mit dem
Cham 117 ihre Freude haben, wer auch mal kürzere
Schwünge einlegt und gemütlich cruisen möchte greift
besser zu einem anderen Modell.
„Big Guns“ – das sind die Ski, die bei „normalen“ Skifahrern, meist aus der Mitte – oder noch nördlicher
davon – Deutschlands, Kommentare wie „Geht Ihr Wasserskifahren“, „Kann man mit sowas überhaupt noch
fahren“ oder – bei den ganz gescheiten – „Die sind aber nicht für die Piste, oder?!“ NEIN! Sind sie nicht!
Überhaupt NICHT!!! Die Dinger sind für den Tiefschnee, für hüfthohen Powder. Das Zeug, dem wir das ganze
Jahr nachjagen. Das Zeug wegen dem wir kreuz und quer um die Welt fliegen um dann vom „DEM Tag“ zu
sprechen. Dafür sind diese Ski gebaut. Diese Ski sind Spezialisten. Das sollte jedem bewusst sein, der sich
einen Ski mit über 120mm Mittelbreite kauft.
Die Tage, an denen der Ski wirklich voll in seinem Element bewegt werden kann sind begrenzt und leider – da
müssen wir ehrlich sein – macht an den meisten Tage ein etwas schmälerer Ski mehr Sinn, ABER an DEN Tagen,
wo es richtig Schnee hat, gibt es eben nichts schöneres. Und es gilt die alte Weisheit „Im Powder gibt es nur eins
was besser ist als ein breiter Ski: Ein noch breiterer Ski!“
Und wie immer ist es auch in dieser Kategorie sehr wichtig zu
sagen:AlleSki sind breit und lang. Sie unterscheiden
sich im Fahrverhalten aber teilweise wie ein Porsche von einem SUV.
Es gilt also auch hier „seinen“ Ski zu finden.Wir haben beim Erstellen des Testbogen und auch bei der Auswertung
darauf geachtet, dass wir den Charakter des Ski beschreiben. Ihr solltet Euch also erst fragen was will ich fahren
und was ist meine Art Ski zu fahren. Dann könnt Ihr euch aus demTestfeld die Ski suchen, die zu Euch passen. Und
diese solltet Ihr dann dringend noch selbst ausprobieren. Gute Händler bieten das an. Wenn Ihr die komplette
Palette probieren wollt, könnt Ihr das auch beim FreerideTestival – der größten Freeride Testtour der Alpen!
SKITEST 2016/17
BIG GUNS




