Seite 26 | BERGSTOLZ Ski Magazin November 2014
SKITEST
K2
Annex 108
Gefahrene Länge:
184 cm |
ø
R= 22,0 m
Taillierung:
139 | 108 | 127 mm
Gewicht:
4660 g
Preis:
729,95 Euro
Unser Eindruck:
Als schlicht, hochwertig und ein-
fach cool wurde der Annex beschrieben. Trotz viel
Rocker und viel Breite in der Mitte fährt sich der Ski
für diese Dimensionen erstaunlich gut auf der Piste.
Besonders die Drehfreude wurde gelobt. Läßt man
es mal richtig krachen, fängt die Nose etwas zu
"schlagen" an. Im Powder ist die Abstimmung von
Auftrieb und Wendigkeit hervorragend. Leicht zu
drehen, agil und verspielt sind gute Attribute, die
der Annex alle vereint. „Trotz des imposanten Sha-
pes, weist der Annex gute Allroundeigenschaften
auf.“ Ein universeller Ski für Fahrer, die den Schwer-
punkt außerhalb der Piste haben.
BLACK DIAMOND
AMPerage
Gefahrene Länge:
185 cm |
ø
R= 20,0 m
Taillierung:
139 | 115 | 123 mm
Gewicht:
4300 g
Preis:
649,00 Euro
Unser Eindruck:
Ein anspruchsvoller Alleskönner.
Egal ob auf der Piste, im Verspurtem oder im tiefen
Powder, der Zealot lässt dich nicht im Stich. Das
kann aber anstrengend werden. Mit etwas Kraftein-
satz, den man aufbringen muss, liegt der Ski ruhig
und hält dabei sicher die Spur. Gerade bei hoher Ge-
schwindigkeit fühlt sich der Ski wohl. Besonders
sportliche Fahrer kommen auf ihre Kosten. Er lässt
sich durch nichts so schnell aus der Ruhe bringen.
Ein Ski für erfahrene Skifahrer, die einen Allrounder
ohne große Schwächen möchten.
VÖLKL
Mantra
Gefahrene Länge:
177 cm |
ø
R= 23,7 m
Taillierung:
132 | 100 | 118 mm
Gewicht:
4200 g
Preis:
699,95 Euro
Unser Eindruck:
Der Mantra kommt sehr erwach-
sen und robust daher. Das neue, schlichte Völkl
Design finden einige "großartig" andere "etwas
altbacken". Gute Bewertungen hat der Mantra auf
der Piste bekommen: Drehfreude, Laufruhe und
Stailität wurden sehr positiv bewertet. Im Tiefschnee
wünschten sich einige Tester mehr als die „nur“
100mm Mittelbreite. „Wenn der Schnee sehr tief
wird würde ein wenig mehr Auftrieb nicht scha-
den.“ „Ein Ski, der den Namen „Allrounder“ wirk-
lich verdient“ war das Fazit unserer Tester.
Pistenorientierte Freerider machen hier nichts falsch.
BLACK CROWS
Atris
Gefahrene Länge:
184 cm |
ø
R= 18,0 m
Taillierung:
137 | 108 | 128 mm
Gewicht:
4100 g
Preis:
649,00 Euro
Unser Eindruck:
Black Crows hat einen hohen
Wiedererkennungswert. „Die Farben sind cool.“
Die kurze „effektive“ Kante ermöglicht es wunder-
bar leicht zu drehen, was im Powder noch leichter
funktioniert als auf der Piste. Bei richtig schnellen
Pistenturns braucht er etwas Führung. „Der Ski ist
verspielt, hat Performance auf vielen Unterlagen
und ist fein zu fahren.“ Hohes Spaßpotenzial und
die einfache Fahrweise zeichnen ihn aus. Ein Ski für
den gemütlichen Powderfreak.
Manche Skihersteller machen es ja mittlerweile den Automobilherstellern nach: Jede noch so kleine Spar-
tenzielgruppe bekommt ihr eigenes Modell. Steht man dann im Sportfachhandel vor der Skiwand, kann
man schon sehr leicht den Überblick und den Durchblick verlieren.
Ein Glück, dass wir beim Bergstolz | freeskiers.net | powdermagazin.com Skitest eh nur die breiten Latten
testen und uns so schon mal das ganze Race,- Pisten-, Allmountain- und Leichtbauzeug sparen können.
Aber selbst bei den Freeridern gibt es noch mehr als genug Auswahl.
Unsere Frage war also: Gibt es den einen Freeride-Ski für die ganze Saison? Den „the one and only“ den
„Everyday Darling“, den man von Oktober bis Mai fahren kann? Der so schmal ist, dass er noch gut auf
der Piste funktioniert aber schon so breit ist, dass er auch im Powder Spaß macht. Wie bei unserem Test
üblich, haben wir den Skiherstellern keine Vorschriften gemacht ab oder bis zu welcher Breite sie uns die
Ski für diesen Test schicken sollten. Jeder sollte für sich entscheiden, welcher seiner Freeride-Ski der
„Everyday Darling“ ist. An den drei Testtagen am Kaunertaler Gletscher wurde also auch so machne
Pistenrunde gedreht um die Ski auch wirklich überall zu testen. Und, ganz im Gegenteil zu den meist un-
leidigen Gesichtsausdrücken, die bei Freeridern üblich sind, wenn sie mal „Piste fahren“ müssen, hatten
fast alle Tester danach ein fettes Grinsen im Gesicht. Sprich: Die Ski funktionieren wunderbar - im Powder
sowieso, aber auch beim normalen Fahren auf der Piste. Einige Ski wurden gar als „Eierlegendewollmilch-
sau“ bezeichnet. Es ist unglaublich wie easy sich die getesteten Ski trotz der Breite und Länge fahren
lassen: „Einen Ski unter 100mm braucht eigentlich koa Mensch mehr“ war die fast einhellige Meinung
der Tester.
Wir haben versucht die Eindrücke unsere Tester möglichst genau zusammenzufassen. Aber es gilt wie
immer: Probieren geht über studieren! Der Test soll Euch zeigen, ob Euer Traumski unser Testteam über-
zeugen konnte. Ob der Ski dann auch wirklich zu euch und eurem Stil passt, müsst ihr selbst „erfahren“.
Gute Freeridehändler bieten Testtage an. Nutzt das aus, oder kommt nächstes Jahr zu unserem Freeride-
Testival ins Kaunertal – dort könnt Ihr imAnschluss an unseren Skitest alle Ski selbst ausprobieren.
THE ONE
AND ONLY
Text: Silvan Rupprecht
SKITEST
2014/15