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ORANGEN

BERGSTOLZ Ski Magazin DEZEMBER 2017 | Seite 57

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der aktivsten Vulkane der Welt hat es zum Glück gut mit uns gemeint. Unsere

Abfahrt führte uns gleich zum ersten Mal ins Valle del Bove. Anfangs noch

blindlings durch die hereingezogenen Wolken fahrend, bot sich uns beim

Durchbrechen derselben ein unvergesslicher Anblick: Ein unfassbar großer,

halbkreisförmiger Krater, knapp 6 km im Durchmesser, von unzähligen, feind-

selig emporragenden, schwarzen Felsmauern und Türmen durchzogen, zer-

klüftet und facettenreich gegliedert, beeindruckend steile 800 hm tief.

Der Kontrast zum Aufstieg war perfekt. Um sich J.R.R. Tolkiens Werk als Ver-

gleich zu

bedienen:Wir

stiegen durch das sanft geschwungene Auenland auf

und fanden uns bei der Abfahrt unverhofft im schroffen Mordor wieder. Diese

vielfältigen Facetten des Berges entsprachen unserer skifahrerisch inhomo-

genen Gruppe: Von schwanger bis steilwandaffin, jeder kam auf seine Kosten!

Auch das nordseitige Skigebiet wurde schnell erkundigt. Von hier konnten wir

der Überquerung zum Skigebiet der anderen Himmelsrichtung nicht wider-

stehen. In Krater’s Nähe bewegten wir uns dann auf sanften Skiern. Der heiße

Stein unter dem Schnee brachte die Schneedecke hier oft zum einbrechen, so

dass etwas Vorsicht geboten war. Der Vulkan formte uns bisher unbekannte

Schneeverhältnisse, da im Leh vom Berg sich die weiße nun zur schwarzen

Pracht färbte. Malerisch hinterließen wir hier unsere weißen Spuren.

Je nach Gusto bot uns der feuerspeiende Berg auf dem Eiland im Süden die

perfekten Spots: Steile Abfahrten im Firn, spielerisches Dahingleiten im Son-

nenuntergang, waghalsige Schwünge in die unzähligen Krater, ungewiss, ob

nicht doch unter dem Schnee Lava lauert, und natürlich die alles in den Schat-

ten stellende Szenerie aus Vulkan, Schnee und Meer am Horizont!

Im Laufe der Woche kamen dank perfektem Wetter - Regen im Tal, Sonne

am Berg - und geringer Lawinengefahr viele tausend Höhen- und vor allem