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Seite 28 | BERGSTOLZ Ski Magazin DEZEMBER 2017

SKITEST

VÖLKL

Confession

Gefahrene Länge:

193 cm |

ø

R= 26,5 m

Taillierung:

144 | 117 | 133 mm

Gewicht:

4700 g

Preis:

799,95 Euro

Unser Eindruck:

Leicht, steif, gerade, wenig Rocker – „eine Hardcore-

Big-Mountain-Waffe“. Auf der Piste geht außer „rie-

sigen Turns“ gar nix, und für die braucht man Power

in den Beinen. Dafür läuft der Confession ohne den

geringsten Mucks selbst bei gefrorenen Schlägen voll-

kommen stabil und „pflügt schnell und mit eiserner

Hand überall durch“.Auch im Pulver mag es der Völkl

schnell, dann kommt die Schaufel gut aus dem Schnee.

Schafft man die nötige Mindestgeschwindigkeit, dann

lässt sich der Ski sogar überraschend gut drehen. Fazit:

„Ein Big-Mountain-Gerät für sehr gute Skifahrer, die

immer am Anschlag unterwegs sind. Insgesamt aber

alltagstauglicher als das Vorjahresmodell.“

Rossignol

Soul 7 HD

Gefahrene Länge:

188 cm |

ø

R= 21,0 m

Taillierung:

140 | 116 | 130 mm

Gewicht:

4200 g

Preis:

699,99 Euro

Unser Eindruck:

Ein klassischer Rossi im “Hero-Turtle-Design” wirkt

der Super 7 beimAufheben schon leicht und handlich.

Fahren lässt er sich richtig einfach – ohne viel Kraft-

anstrengung dreht er schön weich über die Schaufel

und bleibt bis in den Topspeed-Bereich schön ruhig

und stabil. Die Dämpfung arbeitet bei Schlägen wie

sie soll und der Ski bleibt immer ansteuerbar. So gibt

er auch Einsteigern viel Sicherheit und ein gutes Ge-

fühl. Leichte Fahrer/innen und Freeride-Anfänger kön-

nen sich den Super 7 ruhig mal ansehen, denn damit

wird ganz sicher die Freude aufs Off-Piste-Fahren ge-

weckt – vor allem bei dem Auftrieb und Mega-Surf-

Feeling im Pow!

K2

Catamaran

Gefahrene Länge:

191 cm |

ø

R= 21,0 m

Taillierung:

136 | 120 | 131 mm

Gewicht:

4600 g

Preis:

699,95 Euro

Unser Eindruck:

Der Catamaran wirkt wie ein verspielter Powder Twin-

Tip, mit seiner Retro-Optik fällt er zusätzlich auf. Im

Kurzschwung auf der Piste carven ist mit dem Teil

nicht, längere Radien gehen sich aber auch auf der

Kante gut aus. Im zerfahrenen Gelände fährt er sich

deutlich stabiler als erwartet, allerdings braucht es hier

dann schon richtig Kraft in den Beinen. Insgesamt

muss man sich an das Fahrgefühl zuerst gewöhnen,

hat man‘s aber mal raus und findet Pulver, dann ste-

hen die Chancen auf einen „epic day“ ausgezeichnet:

Auftrieb ohne Ende, laufruhig und stabil. Ein Ski für

die Big Boys an Big Days – oder: Ein fettes Schiff für

besondere Tage.

DYNASTAR

Legend Factory

Gefahrene Länge:

190 cm |

ø

R= 22,0 m

Taillierung:

147 | 117 | 127 mm

Gewicht:

4500 g

Preis:

749,99 Euro

Unser Eindruck:

Der Dynastar sieht nach „Ich lass dich nicht im Stich“

aus, polarisiert mit seinen Fahreigenschaften aber die

Tester. Einigkeit herrscht aber im bevorzugten Tempo

des Legend Factory: schnell! Insgesamt zeigt sich, dass

große und schwere Fahrer mit dem Dynastar besser

zurechtkommen, da er seinem Fahrer ordentlich was

an Einsatz abverlangt. Wem die Kombination Speed

– Kraftaufwand – Gewicht nicht den Angstschweiß

auf die Stirn treibt – Zitat: “Augen zu und durch und

hoffen, dass die Kraft bis unten reicht“, der kann sich

den Dynastar ansehen – allerdings empfehlen wir auf-

grund der stark unterschiedlichen Testermeinungen

wirklich, den Ski selbst auszuprobieren.

Der „Freeride Skitest Kaunertal“ wird gemeinsam von den Magazinen freeskiers.net, dem powder-

magazin.com und dem Bergstolz Ski & Bike Magazin organisiert. Er hat sich in den letzten Jahren zum

größten Freeride Skitest der Alpen entwickelt. Sage und Schreibe 37 Skihersteller sind im März 2017 un-

serer Einladung gefolgt und haben Ihre neuesten Freeride-Waffen mit ins Kaunertal gebracht.

Bei der Kategorie „hot stuff for big days“ mußten wir der versammelten Skiindustrie keine großen

Vorgaben machen. Und das entspricht auch genau der Philosophie unseres Skitests: Jeder Hersteller hat seine

eigene Philosophie und Herangehensweise an das Thema Skibau. So variieren Mittelbreite und Konstruktion in

dieser Testkategorie stark. Aber genau darauf wollen wir mit unserem Skitest eingehen: Es gibt nicht die eine

Mittelbreite, den einen Shape oder die eine Länge. Die Ski präsentieren sich völlig unterschiedlich und jeder

Skifahrer sollte den Ski kaufen, der zu seinem Fahrstil und seinen Vorlieben passt. Genau deswegen verzichten

wir auch auf ein Ranking, da wir der Meinung sind, dass es nicht „den besten Ski“ gibt. Sondern nur den, der

am besten zu Dir ganz persönlich passt. Und um genau den zu finden, soll Dir unser Skitest helfen.

Grundsätzlich raten wir die Ski vor dem Kauf selbst zu testen. Entweder ihr nutzt dazu die vielen Openings,

sprecht mit Eurem Händler vor Ort oder kommt am Ende der Saison zu einem der Tourstopps des Thule Free-

rideTestival presented by BMW xDrive – schließlich soll EUER Ski ja dann auch der Richtige sein!

Hot Stuff for big days