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Seite 24 | BERGSTOLZ Ski Magazin DEZEMBER 2017

STELLAR

um den Helikopter herum bewegt, was im Falle eines Notfalls zu tun ist etc.

UND – ein ausführliches – wenn nicht sogar DAS ausführlichste – Lawinen-

sicherheitsbriefing das ebenfalls alle Skifahrer, egal ob Pro oder nicht-Pro,

Filmer, Fotografen, einfach jeder der sich im Gelände draussen bewegt mit

der Company durchlaufen muss. Immer. Und das ist gut so. Wir hatten dies-

mal bei Shades of Winter einen kanadischen Filmer mit, mit dem wir bislang

noch nicht zusammengearbeitet hatten und es ist einfach brutal wichtig zu

wissen, dass im Fall des Falles, sollte trotz aller Maßnahmen und Risikoma-

nagement dennoch eine Lawine abgehen, diejenigen mit denen ich draussen

im Gelände bin und die die einzigen sind, die mir helfen können, wissen

was zu tun ist. Und man kann nie gut genug sein, wenn es um den Umgang

und die Suche mit dem LVS, Sondieren und Schaufeln geht. Also gehen wir

samt Ausrüstung gleich mal in das Schneefeld vor dem Hangar um jeweils

ein Gerät zu vergraben, zu suchen, zu sondieren, auszugraben etc. Nachdem

wir das Sicherheitsbriefing komplett durchlaufen haben sind wir auf

„standby“, also in der Warteschleife. Vielleicht fliegen wir ja doch noch

raus… Das ist okay für uns, das kennen wir ja bereits von anderen Heliski-

trips. „Hurry up to wait“ – also sich zu beeilen um dann zu warten, um fünf

Uhr in der Früh genauso wie bei uns eben gerade um zwei Uhr Nachmittag.

Die Zeit vertreiben wir uns mit weiterem Üben der Feinsuche, Unterschieden

zwischen diversen LVS-Geräten, Gesprächen über mögliche Zonen zum Ski-

fahren und vielem mehr.

Auch wenn zumindest dieser Tag dann doch noch als Downday für uns

durchging, war es für Stellar Heliskiing allgemein keiner: die Klienten sind

an diesem Tag immerhin den ganzen Vormittag im Powder gewesen. Die

strahlenden Gesichter bestätigen es.

Das wars dann aber auch schon mit Downdays für uns. Die kommenden

Tage waren FULL-ON POWDER DAYS. Und das, obwohl sich die Sonne kein

einziges Mal gezeigt hat. Das heisst vom alpinen Terrain höher oben sahen

wir praktisch gar nichts während dieses Trips. Wir bewegten uns ausschließ-

lich in den Bäumen – perfekte kanadische Treeruns. 800 Meter non-stop

einfach nur geiler Powder. So dass du dir um keinen in der Gruppe Sorgen

machen musst. Weils einfach genial ist. Du den von Bäumen ausgesteckten

Korridor quasi von oben bis unten sehen kannst. Für jeden etwas dabei.

Und für uns so viel, dass wir am liebsten gleich auch in der heurigen Saison

wieder nach Kaslo zurück kehren würden. Aber schaun ma mal…