Seite 36 | BERGSTOLZ Ski Magazin NOVEMBER 2017
JACKSON
Gondel wieder. Jackson Hole scheint so etwas wie der Hot Spot der Profi
Freerider und Ski Bums zu sein, kann ich irgendwie auch verstehen. Von der
Gondel aus sieht man das berühmte Corbets Couloirs.Wegen der schlechten
Sicht ist es leider gesperrt. Richtig spannend an der Corbets Rinne ist sowieso
nur der steile Drop In. Es gibt noch genügend anderes und vielleicht auch
besseres zu erkunden.Wir warten bis die Snow Patrol das Skigebiet frei gibt.
Ganz anders als bei uns muss geduldig gewartet werden, bis das gesamte
Gebiet bzw. die einzelnen Zonen gesichert und frei gegeben werden. Dafür
ist dann InBounds die Lawinensicherheit quasi „garantiert“. An die Regeln
hält sich in den USA jeder, sonst ist er nicht mehr lange im Besitz seines
Skitickets. Aber wie wir es aus den Staaten kennen, sind die Pisten erst ge-
öffnet geht der Kampf um die erste Linie los. Gut dass heute wegen des
Schneesturms weniger Freerider als sonst am Berg sind. Crystal und Keely
zeigen mir 4 Pines. Zwei kürzere Anstiege genügen schon, um der Masse zu
entfliehen. Also sind wir allein und haben die unverspurten Hänge für uns.
Beinahe 2.000 Höhenmeter schaffen wir mit einem einzigen Run. Eine Weile
sind wir also schon unterwegs. Ganz unterschiedliches Gelände hat die Ab-
fahrt zu bieten und der Schnee ist genau so wie man ihn sich wünschen
würde. Nipple Deep Powder und ringen nach Luft bei jedem einzelnen Turn.
Schnee ohne Ende und ein festgefrorenes Grinsen. Beim Union Pass Chairlift
angekommen sind wir zufrieden und glücklich und wir sind uns einig, dass
der Tag für uns noch nicht endet. Auf geht es zu Runde zwei.
Auch nach einer Woche in der in der kleinen Provinz am Fuße des Teton bin
ich noch nicht durch mit den unzähligen verschiedenen Varianten und Mög-
lichkeiten. Ein kleines Paradies wo sich die Creme de la creme des Freeride
Sports um 8:30 an der Tram trifft oder aber am Teton Pass.Trotzdem muss
ich heim. Warum? Es hat endlich geschneit!




