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Seite 34 | BERGSTOLZ Ski Magazin NOVEMBER 2017

JACKSON

man sich mit der Zeit immer mehr und mehr aus den Augen verliert. Crystal

und ihr Mann Brian holen mich vom Flughafen ab. Von plus auf minus 25

Grad. Von einem Extrem in das Andere. Schon im Auto bei der Heimfahrt

schmieden wir Pläne für die kommenden Tage.

Der Jet Lag am nächsten Morgen wird ignoriert, die Winterabstinenz daheim

und die Schneegier ist einfach zu groß. Brian und ich entscheiden uns für

eine easy Route, den Bootpack auf den knapp 3100 Meter hohen Mount

Glory, gemütliche 500 Höhenmeter die vom Teton Pass aus starten. Die wohl

bekannteste Tour am Pass. Ideal um den ersten Tag einzustimmen. Und per-

fekt für die ersten Pulvergefühle. Ein anderer Run der ebenfalls am Teton

Pass startet, führt nach einer guten Stunde Aufstieg über die Teton Pass

Ridge, vorbei an der Titty Mouse Ridge in Richtung Avalanche Bowl. Immer

noch Unverspurt und Pulver so tief, wie wir es in Europa selten haben. Diesen

Plan verfolgen wir am nächsten Morgen. Allerdings mit einer anderen Crew.

Arianna Tricomi, unser Italo Superstar hatte dieselbe Idee, dem Schnee nach-

zureisen.Wir treffen uns also am Morgen mit Snowboard Kollegen Brian Bos-

zack im Tal, lassen dort ein Auto stehen und starten den relativ kurzen

Aufstieg mit Fellen. Das einzige woran ich mich noch ein wenig gewöhnen

muss, die beißende Kälte. Knapp minus 25 Grad. Oben angekommen trauen

wir kaum unseren Augen, ein Anblick, der jeden Freerider dahin schmelzen

lässt. Eine knapp 1.000 Höhenmeter verspielte Abfahrt vor uns, und immer

noch unverspurt! Wir setzen die ersten Turns in den meterhohen frischen

Pulver. Faceshots, Jubelgeschrei und ein Dauergrinsen. So kann ein Tag star-

ten und so kann ein Tag zu Ende gehen. Wer also nicht das nötige Kleingeld

hat um sich einen Skipass für 130 Dollar zu leisten, der kommt auch mit

Fellen und PinBindungen sehr weit in der Gegend um Jackson Hole.

Nach drei Tagen Touren am Teton Pass treffe ich mich mit einigen Locals im

Jackson Hole Mountain Resort. Das Gebiet is einigermaßen groß aber typisch