Bergstolz Issue No. 46 - page 29

RIDERPROFILE
BERGSTOLZ Bike Magazin Juli 2014 | Seite 29
Alter:
45
Wohnort: Hamburg
Partner:
Bergamont, Endura, Ergon, Sram
Facebook. Matthias Faber
Homepage.
RIDER PROFILE
Matthias
Faber
Matthias wird dieses Jahr 45 Jahre alt. Er hat vieles in sei-
nem Radsportleben erlebt. Er hat mit seinem Bike ver-
schiedenste Länder bereist, ist unzählige Kurven gefahren,
mehrere hundert Meter weit gesprungen und ist zig
Tausend Höhenmeter hoch und gleich wieder runter gefah-
ren. „Wenn ich mich an meine Radfahranfänge erinnere, so
lernte ich schnell - neben der Tatsache, dass ich auf Frauen
stehe - dass die Lust am Radfahren mein gesamtes Leben
bleiben und beeinflussen wird.“
Mit 12 Jahren startete er seine BMX Rennfahrerlaufbahn.
„Leider ohne wirkliche große Erfolge. Darum bin ich auch
mit 25 Jahren zum Downhillrennsport gewechselt - wo es
aber ergenbnismäßig auch nicht wirklich besser lief.“
Wieder sieben Jahre später, mit nunmehr 32, hat er seine
Klickschuhe an den berühmten Nagel gehängt und sich von
der aktiven Wettkampfszene verabschiedet. „Das heißt jetzt
aber nicht, daß ich bis heute keine Rennen mehr fahre, das
natürlich schon, aber jetzt einfach mit anderen
Voraussetzungen.“
Auch wenn es in der gesamten aktiven Zeit nur zum
Hamburger BMX-Meister reichte, blieben ihm vom
Rennsport doch einige Eigenschaften und Erkenntnisse,
auf die er heute noch sehr stolz ist: „Ich lernte in meiner
aktiven Zeit gut mit Niederlagen umzugehen und trotzdem
am nächsten Tag wieder auf dem Trainingstrack zu fahren
um weiter zu trainieren. Um doch mal einen Erfolg einzu-
fahren. Ich lernte, weiter zu denken und das „große Ganze“
nicht aus dem Auge zu verlieren. Und ich lernte auch
Visionen zu haben und sie zu verfolgen. Auch unkonventio-
nell zu sein und Sachen einfach auszuprobieren.“
Wie es nicht anders sein konnte, landete Matthias als frei-
beruflicher PR Berater in der Bikebranche. Er arbeitet zum
Beispiel mit dem Hamburger Fahrradvertrieb BERGAMONT
und mit der schottischen Bikebekleidungsmarke ENDURA
zusammen.
Ein „Erwachungserlbenis“ hatte er vor circa sechs Jahren,
als ihn sein alter Bikefreund Uwe Bucholz mit dem MTB-
Enduro Virus infizierte. Dieses neue spannende
Rennformat, welches zuerst im Osten der Republik illegal
ausgetragen wurde, eroberte nach und nach die gesamte
Republik. „Ich hatte das Glück, eine der treibenden Kräfte
dieser Entwicklung in Deutschland zu sein.“ Heute geht der
Endurosport seinen erfolgreichen Weg. Es laufen landes-
und europaweit mehrere Serien mit großem Erfolg. „Stolz
bin ich dabei zu sein und dem Endurosport ein bisschen von
mir mitgegeben zu haben.“
Hier schließt sich der Kreis. „Als kaum jemand vom
Endurosport wusste, glaubte ich daran und brachte meinen
Teil mit ein, um den Gedanke MTB Enduro zu pushen.“ Es
hat sich ausgezahlt.
„Es ist noch viel Arbeit in den Sport zu stecken, aber ich
sehe gute Ansätze und auch die Bereitschaft der MTB
Regionen, das Enduro fahren aufzunehmen und zu fördern
– also viel Spaß auf deinem Trail.“
Fotos: Sebastian La Bonte
Die Lust am Radfahren
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