Seite 26 | BERGSTOLZ BikeMagazin MÄRZ 2017
NORWAY
Tal an. Valldalen ist bekannt für seine Erdbeeren und für seine Local Trails um Fjørå. Wir
verbringen zwei Tage bei Max aus Freising. Die Berge haben ihn einfach nicht mehr weg-
gelassen und so verbringt er die Winter auf dem Snowboard und die Sommer auf dem
Bike. Mittlerweile spricht er fließend norwegisch und als Schreiner hat er immer genügend
Arbeit. Max war vonAnfang an mit dabei, er war es auch der mir von diesem Ort erzählte.
Fjørå sollte das Highlight der Reise werden, aber leider fielen die Trails dem Kommerz zum
Opfer. Als die ersten Bilder für Anzeigen verwendet wurden und die Magazine Loblieder
über diesen Ort sangen, begann der Untergang. Aus den Singletrails wurden Downhill-
pisten und so ersparen wir uns, uns das anzutun und weichen auf ein paar noch unbe-
kannte Trails aus. Gegen Mitternacht stehen wir oben am Einstieg. Die Sonne färbt den
Himmel noch rot, aber dunkel wird es irgendwie nicht. Knochig, boanig, technisch an-
spruchsvoll. Kurz bevor uns die Lust vergeht, gelangen wir in einen Birkenwald, dessen
Boden von Blaubeeren übersät ist. Es kommt noch besser meint der Max. „Da vorne fängt
der Blowjob an.“
Nach zweiWochen sind wir kurz vor Trondheim, heute ist der erste Schlechtwettertag und
die Vorhersagen sehen nicht gut für die kommenden Tage aus, also zurück in den Süden.
Wir mischen die Karten neu, es bleiben uns noch vier Tage, eh wir uns auf den Heimweg
machen müssen.Also teilen wir diese in vier Etappen. Moschusochsen Safari am Dovrefjell,
einen Besuch im Bikepark Hafjell, Shopping in Lillehammer und zum Abschluss die Trails
vom Knut in Ål unter die Stollen nehmen.




