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LOCAL TRAILS

BERGSTOLZ BikeMagazin MÄRZ 2017 | Seite 23

Norwegen, Land der Trolle, Heimat der Wikinger und Seen, Flüsse sowie Wälder,

soweit das Auge reicht. Das unwegsame Gelände ist der Grund dafür, dass sich

Städte an der Küste und Dörfer in den Tälern befinden. Abseits der Wasserwege

war der Handel mit Waren und Gütern vor noch nicht allzu langer Zeit schier un-

möglich. Wer heute Norwegen bereist, erhält schnell einen Überblick, wie rau die

Landschaft ist. Aufgrund der geringen Besiedelung im Landesinneren ist das Stra-

ßennetz nur auf der Hauptachse Nord-Süd großzügig ausgebaut. Verlässt man je-

doch die Hauptverkehrsader, erhält das Reisen einen anderen Wert. Da muss man

für ein Reiseteilstück von 200 Kilometern schon gerne einmal fünf Stunden einbe-

rechnen. Will man da noch an jedem See kurz ins Wasser springen, wird auch bei

einem norwegischen Sommer der Tag ganz schön lange.

Für unsere Reise wählen wir den Juni, in dem Monat sind die Larven der Moskitos noch

nicht geschlüpft und mit ein wenig Glück spielt uns dasWetter in die Karten. Unsere Ziele

sind unter anderem fünf Orte, an denen man als enthusiastischer Biker schon einmal ge-

wesen sein sollte, wenn man Norwegen bereist. So steht Arendal für Trailriding in der Vor-

stadt und Canvas für einAbenteuer in derWildnis mit allenAnnehmlichkeiten für Einsteiger

und Geübte. Bei den Trails in Sogndal, Valldal und Ål geht es schon ganz schön ans Ein-

gemachte. Mit bis zu 1.100 Höhenmetern schon eher im Stile der Alpen. Hier ist es oft so,

dass man sein Bike schon einmal die Hälfte vom Aufstieg tragen muss. Bei der Abfahrt

stellt sich dann heraus, ob man es drauf hat. Ist nicht immer jedermanns Geschmack…

Wir starten unser Abenteuer von Dänemark aus. Mit der Fähre geht es über den Skagerrak

an die Südküste Norwegens nach Kristiansand, die auch gern als norwegische Riviera be-

zeichnet wird. Die zerklüftete Schärenküste zwischen Horten und Kristiansand und die

alten Fischerdörfer mit ihren weiß gestrichenen Häusern lassen die Gegend in einem spe-

ziellen Flair erleuchten.

ARENDAL | CANVAS.

In Arendal treffen wir Vebjørn, er ist der Manager vom Canvas Hotel und Mitinitiator vom

Singletrail Park Arendal. Zwei Parkplätze ermöglichen den Einstieg in das im Moment 20

Kilometer umfassende Singletrailnetzwerk. Um den Überblick zu behalten, stehen an den

Eingängen Infotafeln und Flyer in denen die Trails eingezeichnet sind. Egal ob Anfänger,

Fortgeschrittener oder Profi, die Trails sind abwechslungsreich und bieten für jeden was,

ob mit dem Endurobike oder einem Hardtail - Spaß haben hier mit Sicherheit alle. Gegen

Mittag verladen wir die Bikes und machen uns auf den Weg ins 100 Kilometer nördlich

gelegene Treungen, zum Canvas Hotel. 30 Kilometer nach dem wir die Asphaltstraße ver-

lassen haben, zweifeln wir, ob das noch der richtigeWeg ist. Über eine nicht endend wol-

lende unbefestigte Straße, vorbei an zig Seen und mitWollgras überzogenen Hochmooren,

erreichten wir unser Ziel. Hier wartet bereits Markus, unser Bike Guide samt Shuttle.