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VHiAK

BERGSTOLZ Ski Magazin DEZEMBER 2016 | Seite 21

„In Alaska haben alle die Hosen voll, wenn sie da oben stehen, egal ob Männlein

oder Weiblein“. Naja – damit hat der liebe Bernd – Berni Krainbucher – das Mul-

titalent aus der Steiermark, bekannt für seine unterhaltsamen und überlangen Mo-

derationen bei diversen Shades of Winter Premieren (gemeinsam mit Freeski Papa

Nico Zacek), Gründer, CEO und CFO der legendären und berühmt berüchtigten

Schneesportschule Zirbitzkogel (wo auch immer der sein soll) und angehender Papa

von Zwilligen wohl recht. Jene Athleten, die er im Rahmen seines Brotberufs acht

Monate pro Jahr als Projektmanager von Red Bull Cliff Diving betreut, kann er ja

wohl nicht meinen, deren Hosen sind doch sehr knapp.

Jene der Freeskier aber seien voll, wenn sie da oben in Alaska stehen, egal ob Männlein

oder Weiblein. Ich kann mich noch gut an meine erste „Big Line“ in Alaska erinnern.

FFAA hat sie geheissen, 700 Höhenmeter. Bernd stand oben am Drop-in neben mir.

Was man wissen muss: Kraini liebt den Powder mindestens so wie jeder Profiathlet –

wahrscheinlich kommt er ob seines Organisationstalents sogar mindestens so oft zum

powdern wie unsereins und nicht selten bleibt von ihm nur eine fette Staubwolke über,

wenn man es mit ihm auf den Berg schafft.

Jedenfalls hat der gute Kraini vor Jahren beschlossen, Alaska zu erkunden und hat sich

durch die „Guideschool“ gekämpft: „Da komme ich in AK an als österreichischer Ski-

schulbetreiber und denke mir, die haben sicher nur auf mich gewartet, dem war nicht

so…;-) Die ersten zwei Wochen habe ich in einem Haus - die Bude heisst „plywood

palace“, da sie eigentlich nur aus Schaltafeln besteht und genau gar nicht isoliert ist,

bei -25 C Aussentemperatur ein Traum - ohne warmes Wasser und einer Dieselheizung

gewohnt, die geleckt hat und dementsprechend hats im Haus gestunken, wie auf einer

Tankstelle… Neben mir hat Pep Fujas mit seiner damaligen Freundin gewohnt und wir

drei waren die Plywood Palace Gang!“

Jeder, der in AK guiden will, muss durch die Guideschool. „Einen Teil dieser zweiwö-

chigen Ausbildung haben sie mir erlassen, gewisse Teile musste ich jedoch erledigen…

Gleich nach der Ankunft war ich drei Tage krank und verbrachte die im Bett. Dann mein

erstes Erlebnis: eine Skitour mit 35 mehr oder weniger erfahrenen Guideschoolern. Be-

dingungen im Tal innerhalb der Bäume waren absolut horrend, und die Skitour führte

bezeichnenderweise zum "guideschool drop out“ durch Urwald in einem Matsch -

Bruchharschgemisch für das es im deutschen nicht einmal einen Namen gibt. Als der

Kollege vor mir seine Felle auf einen Ski ohne Tourenbindung aufgezogen hat und mit

fixierter Ferse von dannen gezogen ist (Zitat: er macht das immer so…) habe ich mir

schon gedacht, dass ich möglicherweise falsch bin…“ Nach den ersten Eindrücken

gings dann aber steil bergauf: „Kollege Fujas war ja schon des Öfteren in AK unterwegs

und mit ihm konnte ich während der Guideschool (dann auch mit Heli Access) viele

Runs auf eigene Faust fahren, während die restliche Gruppe etwas konservativer am

FOTO: Justin Q. McCarty

FOTO: Justin Q. McCarty