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CANADA

nicht. Das Tor zum Drive öffnet sich nur mit eingeschaltetem LVS gerät, der

„Officer“ winkt uns durch und so stehen wir kurz danach auf der Stahl-

treppe hinab zum Einstieg: Oben sehr eng und windverblasen öffnet sich

der Hang nach unten. Es tut sich ein riesiger Bowl auf, der auch das liefert,

wofür wir gekommen sind: Die ersten Turns im kanadischen Powder! Auf

halben Weg halten wir noch bei Martins „Big Gun“ einem Raketenwerfen

mit dem die Pistenpatrol ihre Sprengladungen in die Hänge des Delirium

Drive schießt. Männerspielzeug 2.0!

Abends, beim ersten Pitcher sind alle glücklich und jeder grinst in sich hinein.

Was für ein Auftakt!

Nach einemVormittag – der bei den Schneebedingungen auch gereicht hat

– im Hausgebiet von Banff dem Mount Norquay, geht es am nächsten Tag

weiter nach Lake Louise.

Stolz präsentiert und dort Marketing Mann Pat seine Bowls. „Kennst Du den

Hang da drüben? Solltest Du aus dem letzten Sweetgrass Film! Und den?

Das ist der aus Matchstick Productions. Die Produktionsfirmen geben sich

hier im größten zusammenhängenden Skigebiet Kanadas die Klinke in die

Hand. Und das zu Recht. Die Bowls sind leicht zu erreichen, sicher und „ma-

sive“ wie Mat immer wieder mit breitem Grinsen sagt. Der Lift ins Glück

hat den bezeichnenden Namen „Paradise“.Weite Hänge, Cliffs, unten Tree-

runs. Pat merkt schnell, dass er mit Mat, Bert und mir „Süchtige“ dabei hat

und reiht Abfahrt an Abfahrt, Bowl an Bowl. Der Tag verfliegt aber Pat hatte

eine genaue Choreographie im Sinn – langsam steigern zum Finale Grande!

Der Letzte Offpiste Run vom Mt.Whitehorn, dann noch mal schnell mit dem

letzten Lift ganz nach oben, die Aussicht im, laut USA Today „Landschaftlich

schönsten Skiresort der Welt“, genossen und dann mit Highspeed und völlig

alleine bei perfekten Pistenverhältnissen auf der Damen Abfahrtstreck ins

Tal. Ein Hammer!

Das Apres Bier müssen wir leider in den Van verlagern, denn es steht der

Transfer nach Revelstoke, B.C. an. Bert hat es da sehr eilig, denn „beim Ro-

gers Pass weiß man nie!“. Der Rogers Pass ist bekannt für starke Schnee-

fälle, jeden Winter fallen hier etwa zehn Meter Schnee. Wegen der steilen

Berghänge sind Lawinen sehr häufig und Straßen Sperrungen, manchmal

auch tagelang, nichts ungewöhnliches.Wir haben Glück und erreichen nach

ein paar Stunden Fahrt unser Hotel am Rande von Revelstoke. Auf dem Park-

platz stehen. - sehr verheißungsvoll - neben den üblichen Vans und Pickups

auch ein paar Helikopter. Revelstocke ist die Gemeinde mit den meisten He-

likopter pro Einwohner weltweit! Die Provinz British Columbia steht als

Synonym für Heli-Skiing seit der Österreicher Hans Gmoser Mitte der 1960er

Jahre vom Banff National Park aus die ersten Gäste mit dem Helikopter in

die Bugaboo Mountains flog. Schon morgens wird man von den Maschinen

aus dem Schlaf geholt. Zu unserem Hotel gehört das Heliunternehmen Sel-

kirk Tangiers – die Schulung und Ausrüstung gibt es im Haus, der Heli landet

direkt vor der Tür. Leider steht, bevor wir das erste Mal in den Bell 205 klet-