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ROHRMOSER

BERGSTOLZ Ski Magazin November 2015 | Seite 55

Der Start in die Wintersaison 2014/15 war wieder mal genau das,

was wir hier im Zillertal als „zach“ bezeichnen. Letztes Jahr mit ganz

langem, gurgligem „ch“ hinten dran, für das wir Tiroler ja bekannt

sind. Aber was soll man da machen? Der erste Schnee kam erst nach

Weihnachten, Pistenfahren und Hintertux sind irgendwann keine Al-

ternative mehr. Und wir wollten doch endlich Powder und mußten

Bilder machen und dann stand auch noch die ISPO an…

Es war Anfang Februar (2015), ich bin gerade von einem Filmtrip mit Whi-

teroom Productions aus der Türkei zurückgekommen. Der Winter hatte ja

bei uns wieder auf sich warten lassen, beziehungsweise noch nicht wirklich

angefangen. Da hatten wir kurzfristig entschieden, in die Türkei zu fliegen,

um dort auf fetten Powder zu stoßen, den es in den Tagen undWochen zuvor

dort geschneit hatte. Naja so, wirklich super war es dann dort vor Ort aller-

dings auch nicht, konnte ja niemand wissen, dass es 100km/h Wind sein

würde. Dafür hatten wir ein Stehklo im Freien, wo einem beimmorgendlichen

Stuhlgang alles Mögliche (da unten) abgefroren ist.

Und wie es immer ist, wenn man sich entscheidet dem vermeintlichen

Powder hinterherzufliegen, hatte es zuhause in den Alpen mittlerweile

auch einiges geschneit und so kam ich leicht verspätet zu den ersten

guten heimischen Powder Sessions der Saison 2014/15.

Dann hieß es aber abermals: Die ISPO 2015 lädt ein! Mir ging es wieder

mal auf den Zeiger, da die Bedingungen gerade perfekt waren. Skifahren

ist der einfachste Teil, wenn man als Freeride Pro seine Brötchen ver-

dient. Aber es hilft ja nix, ich musste nach München und meine Termine

bei meinen Sponsoren wahrnehmen! Für die ISPO hatte ich früher ein-

mal einen Plan entwickelt, wie ich strategisch vorgehen kann, um soviel

als möglich zu besprechen und zu verhandeln. Allerdings habe ich das

bald wieder verschmissen, da sowieso niemand genau zu der Zeit an

dem ausgemachten Ort ist und wenn, dann auch nur begrenzt Zeit zum

reden hat. Der Plan für die ISPO 2015 lautete also: Schnell hin, zwei,

drei Besprechungen, ein „Hallo wie Geht’s“ und den üblich Small Talk

und dann straight München den Rücken zu kehren, um die Verführung,

auf irgendeiner Party extrem abzustürzen, zu vermeiden!