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KOD2018: Stefan Kothner & Raphael Öttl

Nachdem sie 2016 den „King of Dolomites“ gleich in zwei Kategorien abräumen konnten – aufmerksame Bergstolz-Leser werden sich an die Story im Bergstolz Ski #73 vom Januar erinnern – nahm die Truppe rund um das Back on Track-Organisationsteam auch 2018 wieder am KOD in San Martino di Castrozza teil. Diesmal allerdings mit gleich zwei Teams. Und wieder überzeugten sie Jury und Publikum: Sie holten den zweiten Platz in der Open-Kategorie und gewannen den Covershot Contest – das Foto wird den Titel der nächsten Ausgabe des 4Skiers Magazins schmücken. Wir haben mit Fotograf Stefan Kothner und „Fotomotiv“ Raphael Öttl über diesen speziellen Freeride Contest gesprochen.

Warum nehmt Ihr an einem Fotocontest teil? Wie ist die Idee entstanden?
20180411 KOD 2018 3Stefan: Die Idee entstand vor zwei Jahren als mich Raphael gefragt hat, ob ich nicht Lust hätte mitzukommen, um beim KOD2016 mitzumachen. Als Fotograf sucht man eigentlich immer die Herausforderung, um am Puls der Zeit zu bleiben. Sich selbst zu fordern gibt neuen Schwung im kreativen Alltag, sich nicht bewegen ist der kreative Tod, man braucht die Abwechslung, um sich selber weiter zu entwickeln.

Was gefällt Euch besonders am KOD?
Raphael: Was den Event an sich betrifft ist es die Einfachheit hinter der ganzen Geschichte. Du hast zwei Tage Zeit ein Freeride Bilde zu machen in dieser Umgebung...PUNKT.

Der Druck nach dem einen „Banger shot“ verfliegt in dem Moment an dem du mit deinem Team irgendwo im Nirgendwo der Dolomiten stehst und Fahrer sowie Fotograf voll in ihrem Element sind. Mittlerweile funktionieren wir als Team und so muss es auch sein, sonst kommen solche Shots nicht zu Stande.

2016 habt Ihr in 2 Kategorien gewonnen, 2018 seid Ihr 2. Geworden: Wie hat sich das Erlebnis KOD heuer von vor 2 Jahren unterschieden?
20180411 KOD 2018 6Stefan: Wir waren jetzt das dritte Mal in San Martino di Castrozza und kennen die Gegend nun schon ein wenig besser, ansonsten gab es keine wesentlichen Unterschiede. Außer, dass wir natürlich mit dem Ergebnis der letzten Veranstaltung im Kopf kamen.

Der Druck den man sich selber vorgibt ist sicher nicht zu unterschätzen, da man natürlich gerne an alten Ergebnissen anknüpft. Umso erfreulicher war das Ergebnis des letzten KOD2018 mit dem 2. Platz und der Gewinn des Covers. Da hatten wir auch bei den Profis die Nase vorne...

Wie wars für Euch, als 2 Teams anzutreten?
Stefan: Das war vorab genau geklärt, dass jeder sein eigenes Ding macht. Es wäre zu einfach gewesen nur den Spuren anderer zu folgen und dabei seine eigene Spur zu vergessen.

Es waren ja einige bekannte Namen der Szene mit dabei, allen voran Jérémie Heitz. Auch wenn die in der Pro-Kategorie angetreten sind und somit nicht zu eurer direkten Konkurrenz gezählt haben, wie war das so?
20180411 KOD 2018 9Raphael: Wie du bereits erwähnt hast sind wir ja in getrennten Kategorien gestartet somit gab es keinen direkten Konkurrenzkampf. Wir haben den Herrn Heitz am Berg getroffen und wie wir hatte auch sein Team mit den Bedienungen zu kämpfen.

Vergleicht man sich und seine Bilder trotzdem?
Stefan: Natürlich schaut man sich die Bilder der anderen Teams an. Die Verhältnisse waren nicht gerade einfach, was nicht bedeutet das man nichts machen kann, aber für jeden dasselbe, was die ganze Sache wiederum spannend macht. Wir waren natürlich sehr gespannt was die anderen Teams aus der Situation machen werden.

Es galt einfach Geduld und etwas Glück zu haben, um zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein mit klaren Bildvorstellungen und natürlich nicht zu vergessen: Ohne Einsatz der einzelnen Teamplayer wäre das Ganze auch nicht möglich gute Bilder zu machen.

Was ändert sich, wenn man den KOD gewinnt? Ändert sich überhaupt was?
Raphael: Einfach alles hat sich geändert, wir können nicht Mal mehr aus dem Haus gehen ohne belagert zu werden! ;-))). Nein, alles wie immer. Wir konnten die Bilder bei einigen Print und Online Magazinen platzieren, was uns natürlich stolz macht :-)

Ist der KOD 2019 ein Thema für Euch?
Stefan: Wir werden sehen was das nächste Jahr mit sich bringt und lassen Freiraum für alles.

Was steht den restlichen Winter noch am Plan bei Euch?
20180411 KOD 2018 11Raphael: Von 23. – 25. März veranstalteten wir zum sechsten Mal den Back on Track Contest, das war wieder ein klasse Wochenende, wie jedes Jahr ein großes „come together“. Man trifft Gleichgesinnte die man vielleicht ein Jahr oder länger nicht mehr gesehen hat.

Im April geht es noch für eine Woche nach Chamonix, da haben wir noch einige Rechnungen offen. Je nachdem wie der Frühling verläuft geht sich vielleicht noch der eine, oder andere Trip aus... da wird aber noch nicht zu viel verraten.

Vielen Dank für Eure Zeit und das nette Gespräch!

 

kingofdolomites.com

www.bot-freeride.at

 

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