RIDERPROFILE
BERGSTOLZ Ski Magazin November 2013 | Seite 27
„Ich glaube ich habe das Skifahren
vor dem Gehen gelernt oder
zumindest zur gleichen Zeit!“
Romans Vater stellte ihn schon im Alter von zwei Jahren auf
Plastikski, so hat alles begonnen. Und wie konnte es anders sein,
die Plastikski wurden sehr schnell zu Rennski und Vater und Sohn
waren jedes Wochenende auf einem anderen Rennen unter-
wegs. Im Zillertal schaute man damals zu den Rennfahrern wie
Leonhard Stock oder Stefan Eberharter auf und wollte auch so gut
werden. „Bis ich 15 Jahre alt war, war ich auch auf einem guten
Weg dorthin und gewann diverse nationale und internationale
Rennen, dann hatte ich jedoch die Schnauze voll vom ÖSV und
seine Zwängen.“
Sein vier Jahre ältere Bruder Flo nahm ihn auch immer öfter mit
zum „abseits der Piste fahren“, damals noch mit den schmalen
Skiern und nicht zuletzt, um ihn bei Cliffs und Sprüngen als
Dummy vorzuschicken und um zu schauen, ob sichs ausgeht. „Oft
ging es sich nicht aus und ich hatte mal wieder einen gebroche-
nen Ski oder ein blaues Auge mehr!“
„Wir fuhren damals alles mit den Rennski. Und mangels anderer
Ski war ich damit auch im Snowpark in Mayrhofen unterwegs -
sehr zur Freude der Snowboarder.“ Gott sei Dank dauerte es nicht
lange und Roman bekam sein erstes Paar Twintip. „In den folgen-
den Jahren hat sich bei den Shapes der Skier sehr viel verändert
und als ich dann meinen ersten K2Seth Pistole bekommen habe,
fuhr ich nur noch im Gelände.“ Zu der Zeit waren kaum Skifahrer
im Gelände unterwegs und er ziemlich oft mit seinen Snowboard
Buddys aus dem Zillertal in Mayrhofen zum fahren unterwegs.
„Von denen habe ich mir auch diverse Skills und Kenntnisse abge-
schaut.“ Das Thema Sicherheit war damals noch nicht so präsent
wie heute. „Und wir Jahren jung und unerfahren und so war es
fast nicht zu vermeiden, dass ich ein großes Schneebrett auslös-
te, welches sich in eine Staublawine verwandelte.“ Von dem
Zeitpunkt an wurde Ihm wirklich bewusst, dass aus Spaß ziemlich
schnell Ernst werden kann und dass zum Skifahren im Gelände
mehr gehört, als gut auf dem Ski zu stehen! „Lawinenkunde,
Schneeaufbau und Risikomanagment waren plötzlich und Gott sei
Dank ab da ein wichtiges Thema für uns.“
Über die letzten vier bis fünf Jahre konnte Roman durch die Hilfe
seiner Sponsoren ziemlich viele coole Trips und Movie-Projekte
realisieren. „Ich hatte die Chance mit Warren Miller in Japan für
deren Movie zu filmen.“ Des weiteren war er die letzten zwei
Jahre in Folge mit Nimbus Independent zum Filmen unterwegs.
„Mit Eric und Pep Skifahren zu gehen, hat mich ziemlich gepusht
und weitergebracht, die Jungs sind so entspannt drauf und fahren
so fett Ski! Das ist sicher die beste Crew für mich zum Filmen.“
Hier zu Lande ist Roman oft mit Junkies on a Budget und den
Jungs von Whiteroom Production – eine Crew based in Innsbruck
– unterwegs. „Alle super motiviert und gut drauf und eine Menge
an Potenzial.“
Kommenden Winter will er wieder mit Whiteroom, Warren Miller
und eventuell PBP zum Filmen gehen. Vielleicht geht sich auch
ein Startplatz bei Linecatcher oder beim Skiers Cup aus. „Da wäre
ich auf jeden Fall mehr motiviert, als bei der FWT an den Start zu
gehen! Aber am wichtigsten ist, viel Spaß im Powder zu haben
und verletzungsfrei durch den Winter zu kommen!“
Action:
Peter Musch
Portrait:
Stilbezirk
Alter:
28
Wohnort:
Ramsau im Zillertal
Disziplin:
Freeskiing
Homespot:
Mayrhofen
Sponsoren:
K2 Skis, BMW, Marmot, Marker, Uvex,
Komperdell, Mayrhofner Bergbahnen,
Rockstar, Pieps
Erfolge:
Mit den größten Skimovie Produktionen
zu Filmen.
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ROMAN
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