Bergstolz Issue No. 42 - page 38

Seite 38 | BERGSTOLZ Ski Magazin Oktober 2013
FREERIDEMAP
Schilthorn Schweiz
in Kooperation mit
Schilttal
Route I
MÜRREN
Das Schilthorn, die Wiege des modernen Freeriding im Berner Oberland, ist in fast alle
Himmelsrichtungen befahrbar. Im Angesicht des berühmten Dreigestirnes Eiger, Mönch und Jungfrau
gelegen, bietet es eine breite Palette verschiedenster, zumeist anspruchsvoller Freerideabfahrten. So
zum Beispiel die Standardabfahrten unter der Schilthornbahn oder vom Schiltgrat über die Chrinne
nach Mürren. Nach Schneefällen sind sie die bequemsten Varianten. Erfahrene und mit den örtlichen
Gegebenheiten vertraute Freerider können sich dann die Abfahrten nach ihrem Geschmack aussuchen.
Auch bietet das Gelände am und rund um das Schilthorn geradezu paradiesische Verhältnisse für «Cliff
Drops». Bereits ein Klassiker ohne zusätzlichen Aufstieg ist auch die Abfahrtsvariante vom Schilthorn
über die Nordostseite hinunter zum Grauseeli und dann ins Schilttal.Von der Aussichtsterrasse und nach
Umrundung der Bergstation führt der Weg auf die Westseite des berühmten Drehrestaurants. Hier star-
ten auch die längeren Touren auf das Hundshorn, ins Kiental oder ins Soustal. Nach den ersten
Schwüngen im breiten Nordosthang zieht man nach rechts unter der Luftseilbahn durch und überquert
die Skipiste. Vom Rücken gleich unterhalb des zweiten, kleineren Gipfels wird der Blick ins Schilttal frei.
Freunde von steilen, felsdurchsetzten Couloirs suchen sich ihrenWeg direkt über das knifflige Tagweidli
hinunter ins Tal. Alle anderen zeichnen ihre Schwünge in den weiten Osthang, der einen zum Grauseeli
führt und fahren von dort ins Schilttal. Dem weiteren Talverlauf folgend schliesst sich der Kreis bei der
Talstation der Luftseilbahn Gimmelwald – Mürren.
Wasenegg
Route II
MÜRREN
Der Piz Gloria ist ein Berg für Frühaufsteher, denn es dauert einige Zeit, bis einen die vier
Luftseilbahnen von Stechelberg kommend zum Gipfel transportiert haben. Einmal oben angekom-
men, lohnt es sich vor der ersten Abfahrt die wunderbare Rundsicht zu geniessen und nochmals
einige wichtige Routenabschnitte einzusehen und zu beurteilen.
Die Treppe zu den Einstiegen der Route auf der Südwest- und Nordostseite erreicht man nämlich
über die großzügige Aussichtsterrasse. Die südwestliche, steile Rückseite des Schilthorns ist im obe-
ren Teil von brüchigem Fels durchsetzt und bedarf großer Sicherheit im Umgang mit dem Ski.
Stürzen ist hier nicht erlaubt! Weiter unten ist das Gelände etwas weniger anspruchsvoll, allerdings
gilt es nun einen sicheren Weg durch die Felsstufen zu finden, welche es rund um das Horn zuhauf
gibt. Es gilt das simple Motto «Erst schauen, dann fahren». Nach dem flach auslaufenden Abschnitt
zur Rotstockhütte und der anschließenden Traverse folgt der Aufstieg zur Wasenegg. Mit dem
Wechsel von der Süd- zur Nordseite ändert auch der Charakter der Vegetation.
Zwischen den Büschen auf der Schattenseite des Schilttals gelangt man nun zurück auf die mar-
kierten Pisten.
Foto: Markus Zimmermann
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