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Sophia Mitteregger | Riderprofile


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"Von Rot-Blau über Felsen zum PC"

Als Kind verbrachte Sophia die Wintermonate mit ihrer Mama auf einer Hütte in den Wäldern des Penningbergs in Hopfgarten. Da sie kein Auto hatten, bewegten sie sich wie in uralter Zeit mit Ski fort. "Eigentlich machte es mir immer mehr Spaß, über Stock und Stein durch die Wälder zu fahren, jedoch war es damals einfach nicht so üblich". "Das Kind muss in den Skiclub" - die Zeit "Rot-Blau" war mehr Stress, als Vergnügen. Sophia war in der Schule in Innsbruck und Mama fuhr sie täglich nach Hopfgarten zum Training. "Ich wollte dies so." Und sie wurde von Jahr zu Jahr besser, kam in den TSV-Schülerkader und schaffte den Sprung in das Skigymnasium Stams.

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Alter: 27
Wohnort: Innsbruck
Ausbildung: Ausbildnerin beim Tiroler Skilehrerverband als Staatlich Geprüfte Skilehrerin
Studium: Lehramt (Sport & Deutsch), Bachelor Psychologie und Bachelor Gesundheits- und Leistungssport
Aktivitäten: Organisation und Riders Communication bei OPEN FACES
Erfolge: FWQ*** Mt Ruahepu 2. Platz
FWQ*** Treble Cone 4. Platz
FWQ** Chill Series 2. Platz
Black Diamont Big Mountain 1. Platz
Silvretta Montafon Freeride Festival 2. Platz
St. Anton Freeride Festival 2. Platz

"Die Zeit in Stams war die Zeit, in der ich von Jahr zu Jahr lieber in die Schule ging, als zum Training." Mit 16 hatte sie ihre erfolgreichste Saison. "Ich war im Riesentorlauf in der FIS Rangliste in meinem Jahrgang weltweit an 2. Stelle und im Slalom an 4. Stelle. Wurde österreichische Vize-Meisterin im Riesentorlauf, doch ein abgebrochener Cooper Test verwehrte mir, zurückblickend "zum Glück", den Aufstieg in den ÖSV Nachwuchskader." Die Begründungen waren für Sophia fadenscheinig und lächerlich und sie wollte aus Zorn nie mehr wieder auf Schnee gehen. Nach ihrer Matura arbeitete sie erst mal als Animateurin in der Türkei und in Griechenland. "Die Frage, was ich im Winter machen soll, bewegte mich, den Skilehrer- Anwärter zu machen." Plötzlich war sie dort Kursbeste mit nur Einsen und wurde aufgefordert, den Landeslehrer zu machen. Inspiriert von ihren Ausbildnern Joe Astner und Markus Kogler und deren Art, im freien Skigelände zu fahren , wollte sie auch so fahren und begann zu üben und ihren steifen Rennlaufstil aufzugeben. "Sobald der Unterricht vorbei war, fuhr ich mit meinen Freunden nochmals ganz auf den Gipfel hoch. übte dort die Buckelpiste am Südhang, das Springen über Wechten und Lawinenverbauungen." Schließlich rief der Arlberg. "Ich gab Hopfgarten schwermütig auf und begann in der Skischule in Zürs." Auch dort war das Hauptziel zuerst einmal unterrichten und dann so schnell wie möglich die letzte Trittkopfgondel zu erwischen, um noch auf den Trittkopf zu stapfen. Sie schlug ihrem Skischulleiter in Zürs vor, die beste Gruppe der Jugendlichen "Young and Wild" zu nennen. "Und so machten wir gemeinsam auch untertags die Wedelspuren der Snobs in Lech/Zürs zu Nichte, indem wir provokativ fette Freerideturns darüber legten".

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Den Sommer verbrachte Sophia in Neuseeland. Dort nahm sie spontan an einem Freeride Contest in Treble Cone teil. Wurde 2. und bekam eine Wildcard für den FWQ 3*** Contest, ebenfalls in Treble Cone. Dort wurde sie 4 - hinter DER Lorraine Huber. "Ich konnte es nicht glauben und gab das Skilehrern von einem Tag auf den anderen auf und fuhr alle Contests in Neuseeland." Am Ende der Saison war sie in der weltweiten Seeding List an 4. Stelle. "Ich meldete mich für die Contests in Europa an und wurde bei allen angenommen." Jedoch folgte eine schlechte Saison, mit Stürzen bei jedem einzelnen Contest. "Ich war frustriert. Die Skischule in Zürs wollte mir nicht mehr frei geben. Meine Freeride Kollegin und Ex-Trainingspartnerin Nadine Wallner fuhr zu den Contests und ich musste in der Skischule bleiben und unterrichten." Sophia rutschte im Ranking von Platz 4 auf 16, war in der folgenden Saison von Verletzungen und Krankheit geplagt und begann deshalb zu studieren.
Einer Ihrer besten Freunde – Markus Löffler – wollte eine Freeride Tour in Österreich organisieren: Ähnlich wie in Neuseeland, wo man sich auch einfach für die größeren Contest qualifizieren konnte. "Die Idee begeisterte mich sofort und von einem Zwiespalt geplagt, entschied ich mich, ihm zu helfen." Ihre Aufgaben wuchsen, sie begann zu judgen, zu organisieren, zu telefonieren, zu mailen und irgendwann dafür zu leben. "Meine Gedanken drehen sich den ganzen Winter und den halben Sommer nur um Open Faces: Welche Philosophie wir verfolgen sollen, wie wir gewisse Sachen verbessern und ändern können." Ihre Kollegen wollten Ihre Email-Adresse schon auf iloveriders@openfaces. com umbenennen. "Ich geb so viel Gas, weil ich es mir damals gewünscht hätte, einen Ansprechpartner zu haben. Planlos fuhr ich zu meinem ersten Contest (FWQ**** und FWT (für die Damen) La Clusaz), und hätte mich Flo Orley nicht zu sich aufgenommen, wäre ich wahrscheinlich im Auto erfroren." Es zerreißt ihr oft das Herz, die Startnummer bei der Akkreditierung übergeben zu müssen und nicht selbst anziehen zu dürfen. "Ich vermisse dieses Kribbeln im Bauch, diese Anspannung und die anschließende Erleichterung und grenzenlose Freude über einen gelungenen Run. Ein gelungener Contest ist zwar auch ganz schön, aber irgendwo schlummert der Ehrgeiz nach mehr."

www.openfaces.org

Portrait: Maria Knoll
Action: oben – Martin Messmer, unten – Maria Knoll




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