SESSION
BERGSTOLZ Ski Magazin Dezember 2014 | Seite 49
Highway to Heaven – Ein Road & Ride Trip auf dem Powder Highway
Der Powder Highway in British Columbia ist eines der weltweit bekanntesten Mekkas für Freerider und
Backcountry Skifahrer. Entlang dieser berühmten Route reihen sich bekannte Skiresorts wie Revelstoke,
Whitewater, Kicking Horse und Golden auf. Sie alle locken mit ihren jungfräulichen Hängen und unfassbaren
15 Meter Schneefall im Jahr Skifreaks aus der ganzen Welt nach Kanada.
Während der letzten vier Winter startete Julbo wiederholt einen Aufruf an alle Skifreaks, um sie zu einer traum-
haften Reise mit einem Pro Rider an fantastische Spots einzuladen. Dieses Jahr: Der besagte Powder Highway
in Kanada mit Enak Gavaggio. Dank seines großartigen Bewerbungs-Videos, wurde Quentin Chopard Lallier
zum glücklichen Gewinner dieser vierten Ausgabe der Julbo White Session.
Quentin, Spitzname Tictic, studiert „im normalen Leben“ Mikroverfahrenstechnik an der Universität von Besan-
çon. Ein oder zweimal im Jahr fährt er zum Skifahren in die Alpen. Nicht nur auf Grund seiner skifahrerischen
Fähigkeiten, sondern auch wegen seiner fantastischen Motivation, Begeisterung und scheinbar grenzenloser
Energie, konnte er die Jury für sich gewinnen. Das durften dann alle Beteiligten auch zehn Tage lang miterleben.
Unkontrollierte Lachanfälle, Spaß, Witz und Skifahren – Schlagwörter, die den Trip treffend zusammenfassen.
Einmal in Kanada angekommen, ergreift das Team sofort Besitz von seinem Flaggschiff, ein prächtiges Motor-
home, auf dessen Nummernschild prangt tatsächlich «LET’S GO!». Damit brechen sie zu ihrem 800 Kilometer
langen Road und Ride Trip auf dem Powder Highway auf. Zuerst Golden, dann Kicking Horse, Rogers Pass, Re-
velstoke, The Ghost Town of Sandon, Nelson und abschließend Calgary. Das Programm für eineWoche von «Ver-
rücktheit zu Irrsinn», wie es Quentin so treffend beschreibt.
Schon kurz nach seiner Ankunft in Kanada hat Quentin die dortige Philosophie des Skifahrens verinnerlicht. Es
ist dort so: Du schulterst die Ski und steigst zu den Hängen bzw. Gebieten, die «geöffnet», in anderen Worten
markiert aber nicht präpariert, sind. Dort steht zumeist auch eine Hütte der «Ski Patrol» am Start. Je weiter du
gehst, desto unverspurter die Hänge. Dennoch ist man gut beraten, sich nicht auf verbotenes Gebiet zu wagen,
denn die Konsequenzen bekommt man sofort zu spüren: Entzug des Skipasses! Und wie dem auch sei, es gibt
schon in den geöffneten Bereichen so viel zu tun, dass es gar nicht nötig ist, die Regeln zu brechen.
Calgary ist der Startpunkt für einen Zehntages-Trip
Erstes Resort: Kicking Horse. Dank der außergewöhnlichen Bedingungen in Nordamerika, endet der Winter dort
nicht imApril. Dennoch muss man für frischen Powder auf die nordseitigen Hänge. Nach einigen «Aufwärm-Runs»
durch Couloirs inWhitwall und FeuzBowl, machen sich Enak und Quentin auf zu den Hängen T1, T2, T3... bis T5. T
wie Terminator. Je weiter sie gehen, desto weißer und unberührter wird der Schnee. Die Runs sind mit fast 1500
Höhenmeter sehr lang und ein großer Teil von ihnen führt durch den Wald.




