RIDERPROFILE
BERGSTOLZ Ski Magazin Dezember 2014 | Seite 55
Geboren: 1967
Erfolge:
unzählige
Wohnort: Fischbachau und Fiss
Homespot: Spitzingsee und Fiss
Sweetspot: Courmayeur (ITA) und Atlin (B.C.)
RIDER PROFILE
PETER
BAUER
David
„Davv“ ist als Dreijähriger zum ersten mal am Ski ge-
standen. „Wenn man in Innsbruck aufwächst, bleibt es nicht
Peter Bauer ist ein Urgestein der Snowboardszene. Als Peter
1984 mit demSnoawboarden anfing – „Das war zu der Zeit, als
einige Skigebiete noch diskutierten ob Snowboarder über-
haupt den Lift benutzen dürfen und ob sie nicht die Pisten ka-
putt machen würden“ war das noch die wilde Zeit! Swingbo
und Snowboards führen in eine Kategorie Rennen, alle Rider
starteten in allen vier Disziplinen: Slalom, Riesenslalom, Half-
pipe und Buckelpiste. „Und Buckelpiste hat damals schon
Scheiße ausgesehen“ erinnert sich Peter. Alles war gerade im
Entstehen. Als er 1986 die Austrian Open amKitzsteinhorn ge-
wann, kam Jake Burton im Zielraum auf Ihn zu und fragte, ob
er nicht beim nächsten Rennen mit dem aktuellen Equipment
fahren wolle. „Als ich dann mit dem neuen Stuff auch das
nächste Rennen gewonnen hab fragte er mich, ob ich nicht of-
fiziell für Burton starten wolle.“ Er bekam eine Vertrag und die
Einladung zu den US Open „Das war für mich als 19jähriger
natürlich der Wahnsinn“ Die Zusammenarbeit dauert fast 20
Jahre und Peter fuhr für Burtonmehrere Weltmeistertitel ein.
Für Peter ist das aber lange, lange her: „Ich schaue eigentlich
sehr selten zurück, nur wenn ich mal alte Spezl treff, dann
wärmt man gemeinsame die alten Geschichten auf. Manmuss
im JETZT leben, und natürlich nach vorne schauen. Fakt ist,
ich bin so motiviert zum Shredden wie am ersten Tag.
Neues Material zu testen und neue Hänge zu fahren!“ Und so
hat der mehrfache Snowboard-Weltmeister gemeinsam mit
dem bayrischen Freeskier Anian Thrainer 2004 die Ski- und
Snowboardmarke Amplid gegründet. Das Unternehmen ver-
tritt die Philosophie der Zusammengehörigkeit und richtet sich
gegen die alte Ski- und Snowboard-Hass-Liebe in den Parks
und auf den Pisten. So ist Amplid auch die einzige Marke die
die vom Tag 1 weg Ski und Boards produziert hat. Und hier
kann Peter auch seine jahrelange Erfahrung voll einbringen.
Der Firmensitz im malerischen Fischbachau hat gleich meh-
rere Vorteile: Zum nächste Skigebiet sind es gerade mal ein
paar Minuten – „unsere Geschäftsführermeetings finden im
Winter meistens imSessellift statt“ – und den Besprechungs-
raum haben sie in eine Berghütte outgesourct. „Wir produzie-
ren alle Boards und Ski in der EU: „ Proudly manufactured in
the Alps“! Denn sie glauben an den Wirtschaftspatriotismus
und arbeiten, produzieren und leben dort, wo sie auch testen
und wo ihr Kernmarkt liegt. Und ganz nach der Devise „Jeder
schlechte Tag imSchnee ist ein besserer als amSchreibtisch“
ist Peter auch heute noch jeden Tag um 8:30 am Lift, selbst
wenn es nur mittelmäßigen Powder hat. „Es gibt einfach
immer etwas Neues auszuprobieren.“
Foto: Stefan Fiedler, Rich Ewbank, Hansi Heckmair
,
Hannes Albrecht
„Ich bin so motiviert zum Shredden wie am ersten Tag.“




