Seite 54 | BERGSTOLZ Ski Magazin Dezember 2014
RIDERPROFILE
RIDER PROFILE
Alter:
32
Geboren:
Denver, CO; Raised all over the world!
Homespot:
Loveland Ski Area;
Colorado Backcountry
Days on Ski:
50
Flugkilometer:
40,000
traveler status:
Gold
ANNELISE
LOEVLIE
„The first Lady“
Annelise Loevlie ist in Colorado geboren und aufgewachsen.
Sie ist Mitgründerin und CEO der amerikanischen Skimarke
Icelantic Ski mit Firmensitz in Denver. Sie ist der erste weibli-
che Chef einer Skifirma weltweit. Die ist die „First Lady“ der
Skiindustrie!
Jetzt ist Icelantic eine Marke, die bei uns noch nicht so bekannt
ist und Annelise sagt selbt, dass Ihre Firma noch im „Klein-
kindstadium“ ist, aber in Amerika ist Icelantic und auch Anne-
lise schon eine richtige Nummer. Die Firma wurde in den
letzten Jahren mehrfach ausgezeichnet – unter anderem mit
dem „E-Award“ der Präsidenten – und Annelise sitzt in meh-
reren Gremien und Ausschüssen der amerikanischen Ski-
industrie. „Eigentlich war mein Weg schon sehr früh
vorbestimmtsagt sie über sich selbst. Ihre Eltern sind auch er-
folgreiche Unternehmer und haben sie früh auf allen Business
Tripsmitgenommen. „Ich war ein Business Gypsy“. Und da war
dann noch ihr Jugendfreund Ben Anderson. Der hatte schon
mit 14 die verrückte Idee im Kopf selbst Ski zu bauen und zu
verkaufen. Annelise und er standen schon damals in „Ge-
schäftsbeziehungen“ zueinander. „Ich verkaufte aus meinem
Spind in der Schule Süßigkeiten und Ben war mein bester
Kunde!“ Ben redete die ganze Zeit davon einmal seine eigenen
Ski zu bauen, es war also für Annelise keine große Überra-
schung, als er sie anrief um ihr zu erklären, dass er das Col-
lege geschmissen hätte um Icelantic zu gründen. Und
natürlich musste sie ihm versprechen sofort in die Firma mit-
einzusteigen, sobald sie ihren Universitätsabschluss in der
Tasche hätte. Und als es dann soweit war, zog sich Ben aus
dem operativen Geschäft völlig zurück und gab nur noch den
„verrückten Professor“ der Ski entwickelt, baut und natür-
lich testet.
Annelise’s Part war es, die Ski zu verkaufen. Und das in einer
sehr – oder fast ausschließlich – männerdominierten Ski-
industrie. „Da musste ich natürlich einige Hürden überwinden
– Wodka mit den Russen, Schnaps mit den Schweizern und
immer wieder wollten die Geschäftspartner sehen, ob ich auch
Skifahren kann“ Und das sei doch das Beste an ihrem Job: „Ich
kann auf der ganzen Welt Skifahren und kann dabei auch noch
mein Business vorantreibenThat´s my american Dream! “
Fotos: MaxMeissner




