ALPEN
BERGSTOLZ Bike Magazin Juni 2012 | Seite 25
Im Vorfeld hatten wir dann noch mit Kurt Exenberger, dem
Chef der Bike Academy telefoniert „Bringt´s einfach eier
Bike Zeig mit – i hab dann für jede Tour des richtige Radl
für Eich“ war seine Ansage und uns natürlich sehr lieb,
weil uns so die Entscheidung über 26“ oder 29“, 130mm oder
doch 150mm einfach abgenommen wurde.
Seine Bike Schule liegt direkt an der Talstation der
Fleckalmbahn in Kirchberg. Der riesige Parkplatz und die
Parkdecks sind im Sommer schon etwas surreal und die paar
Autos und Bikes, die vor der Bike Academy parkten, sehen
sehr verloren aus. Zum Einstellen der Bikes ist der freie
Parkplatz allerdings perfekt.
Nachdem wir also die Dämpfer, Gabeln und Sattelhöhen bei
unseren Ghost Bikes justiert hatten, ging es schon gleich
auf die erste Runde, den „Harlassanger Trail“. „Was gmi-
atliches zum Einrollen“ ruft Kurt und rollt Richtung
Westendorf los. Die ersten 10 Kilometer sind wir aus-
schließlich auf dem Radweg entlang der B170 unterwegs, bis
wir die Alpenrosenbahn in Westendorf erreichen. Mit der
„Kitzbüheler Alpen Sommercard“, die wir uns für die näch-
sten drei Tage für 36,- EUR gekauft haben, darf man fast
alle Sommerbahnen der Kitzbüheler Alpen mit dem Rad benut-
zen. Oben auf der Choralpe angekommen, geht es auf einem
schönen Panoramaweg vorbei am Brechhornhaus und dem
Kreuzjöchelsee zur Wiagalm. Hier heißt es zum ersten Mal
„Dämpfer auf“. Es folgen 500 Höhenmeter feinster Single-
trail auf dem Harlassanger Trail runter nach Rettenbach.
Dem schönen Auftakt lassen wir am Gaisberg in Kirchberg
natürlich noch dem obligatorischen Lisi Osl Trail folgen.
Er liegt ja direkt auf unserem Weg und ist mit der
Gaisbergbahn wunderbar zu erreichen. Der Trail beginnt
direkt am Ausstieg der Bahn und bietet auf etwas über 2 km
Länge und 400hm reichlich Flow. Kategoriert ist der Trail
in die Stufen S1 und S2 (leicht bis mittel) und so kann
man das Bike, nach den ersten etwas winklicken Kurven,
schön auf dem sehr naturnah angelegten Trail ins Tal lau-
fen lassen. Da wir am Nachmittag noch eine zweite Tour
geplant haben, verzichten wir auf den zweiten Run und peda-
lieren durch Kirchberg zurück zu unserem Ausgabgspunkt an
der Bike Academy. Eine schöne Runde mit etwas über
30Kilometer, 300 Höhenmeter Uphill, schönen Aussichten und
schon jeder Menge flowigen Trails liegt hinter uns.
Nach einer ausgedehnten Mittagspause mit dem obligatori-
schen Kaiserschmarrn will uns Kurt noch das Kitzbüheler
Horn zeigen. „Zwecks der Aussicht und dem Sonnenunter-
gang“. Diesmal folgen wir Kurt in die andere Richtung,
passieren den Schwarzsee und Kitzbühel und entscheiden
uns, das Horn aus eigener Kraft zu erklimmen. Diesen Über-
mut verfluchen wir allerdings schon 20 Minuten später. Auf
steilen Wegen geht es bergauf, die Position auf dem Bike
verlagert sich immer mehr nach vorne und die Kette wandert
immer weiter nach Links. Anfänglich auf Teer, dann auf
griffigen Forststraßen machen wir jedoch ordentlich Höhen-
meter und so vergeht die 600 Höhenmeter Auffahrt, die immer
wieder sehr schöne Blicke über Kitzbühel, den Wilden
Kaiser und den Hahnenkamm bietet Gott sei Dank relativ