SCHRÖCKEN
BERGSTOLZ Ski Magazin OKTOBER 2016 | Seite 31
Fünf Wochen Sushi, diverse Hektoliter Sapporobier und drei FIS Weltcups in Japan
und Südkorea liegen hinter mir. Ich sitze im Flieger von Seoul nach München und
kämpfe noch ein wenig mit einer fiesen Mischung aus Jetlag und Hangover, aber
das ist zu diesem Zeitpunkt gar nicht so schlimm, weil meine nächste Destination
nach langer Zeit endlich wieder die geliebte Heimat sein wird.
Das Skigebiet Warth-Schröcken hat zum Produkttest an den Arlberg geladen und
viele sind dieser Einladung gefolgt – so auch ich. Meine Aufgabe in den nächsten
Tagen wird darin bestehen diverse Skier zu testen und als Guide für das Freeride-
Testival in Warth-Schröcken zu fungieren.
Schneetechnisch war meine Saison bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich ein er-
wähnenswertes Highlight. Die großen Nordstaulagen in den Österreichischen Alpen
sind bis dato noch ausgeblieben und auch mein Fluchtversuch nach Asien hat mir leider
keine fetten Powderlines bescheren
können. Wenn ich es genauer be-
trachte, habe ich außer fetten Parks,
Pipes und Skiercross-Strecken aus
Kunstschnee nicht wirklich viel unprä-
parierten Naturschnee gesehen…
Umso besser, dass Frau Holle genau
rechtzeitig zum Testwochenende, und
eigentlich auch zum ersten Mal so
richtig in dieser Saison, die Laken
schüttelt und finally das hart
ersehnte weiße Gold nur so vom
Himmel dumpt.
Es herrschen also perfekte Bedingungen vor Ort und die kommenden Tage haben schon
jetzt jegliches Potential sich in die „best days of the season“ einreihen zu dürfen.
Nicht nur die Rahmenbedingungen sind also ein wahrer Gaumenschmaus, sondern
auch die Liste der eingeladenen Pros ruft in mir ein Gefühl des innerlichen Tulpen-
pflückens hervor. Viele Freunde aus der Freeskiszene und einige sehr gut bekannte
Gesichter aus meinen aktiven Zeiten als Freeskier zieren das Cover der Einladungsliste.
Sandra Lahnsteiner dürfte jedem Kenner der Community ein bekannter Begriff sein
und des Weiteren reisen auch Martin „Mc Fly“ Winkler und Roman Rohrmoser an.
Mit „Mc Fly“ verbindet mich eine jahrelange Freundschaft inklusive einer gemeinsa-
men Studien-WG in Innsbruck und mit Roman alias „Vollassi“ Rohrmoser blicke ich




