Bergstolz Issue No. 46 - page 25

HINTERGLEMM
BERGSTOLZ BikeMagazin Mai2014 | Seite25
Dass sich die gesamte Infrastruktur des Tals voll auf den Biketourismus eingestellt hat,
wird einmal mehr bei unserer Kaffeepause am Spielberghaus deutlich. Für kleine
Reparaturen ist in der hauseigenenWerkstatt alles vorhanden. So kann es trotzMatthias
Schaltzugrisses ohne große Verzögerung weiter gehen. Zugegebener Maßen verzögert
sich unsere Weiterfahrt dann doch recht entscheidend. Die wunderschöne Südterrasse
lädt zumVerweilen ein. Die Sonnewärmt das dunkle Holz derVeranda und sofort fühlen
wir uns in den Sommer zurück versetzt. DieNasenspitze Richtung Sonne geneigt verges-
sen wir die Zeit und genießen die nachmittägliche Ruhe. In den Genuss eines weiteren
Trails kommen wir letztlich aber doch noch, denn unterhalb vom Spielberghaus geht es
direkt in den kurzen, technisch verspielten „Höllentrail“. Die Tage sollten in diesem
Gebiet mehr Stunden haben, schließlich habenwir noch immer nicht alleTrails und Lines
unter die Reifen nehmen können.Aber der Liftschluss ist unerbittlich undwir verabschie-
den uns von unseremGuide desTages. Prognose für den folgendenTag:Der Spätsommer
soll uns erhalten bleiben.
Was fehlt noch auf der Liste? Richtig. Die zweite Gondelbahn direkt vor unserer Nase.
Die Kohlmaisgipfelbahn, die den Panorama-Trail und dieMilka Line bedient. Das perfek-
te Trainingsareal für Kurse und die ersten Versuche im Bikepark liegt also nach dem
Frühstück auf dem sprichwörtlichen Präsentierteller des Saalbacher Hofs. Für diejenigen,
die schon ihre geballte Erfahrung in dieWaagschale des Glemmbachs werfen, lockt die-
selbe Line, umdieMuskeln für größereAufgabendesTages aufzuwärmenund zu lockern.
ZweiMöglichkeitenbieten sichhier. Zunächst derAusstieg anderMittelstationder Bahn,
der den Beginn der Milka Line beschreibt. ZweiteMöglichkeit ist der PanoramaTrail, der
an der Bergstation der Gondel beginnt.VieleAnlieger, dann ein kleinerAbstecher inwur-
zelige Passagen imWald, bis der Trail letztlich mittig in die Milka Line mündet. Den
Nachmittag verbringen wir am Schattberg Express. Die X-Line unterhalb der Gondel ist
nicht grundlos die wohl bekannteste Linie im Tal. Schließlich ist es die vielseitigste. Vom
flowigen Single Trail zu Beginn über technische Abschnitte imMittelteil und mächtigen
North Shore Elementen ist hier alles geboten.
Langsam neigt sich der letzte Tag unseres Trips dem Ende entgegen. Noch einmal bege-
benwir uns auf denWestgipfel des Schattbergs zum Einstieg in denHackelbergtrail.Und
schließlich haben wir ihn mitten unter uns, den Sagen umwobenen Indian Summer.
Die Sonne senkt sich imWesten und hüllt die herbstliche Landschaft in ihr warmes, gel-
bes Licht. Leichte Nebelfelder liegen über denAlmwiesen. Der tief stehenden Sonne ent-
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