Bergstolz Issue No. 46 - page 15

INNSBRUCK
BERGSTOLZ BikeMagazin Mai2014 | Seite 15
Unverhofft kommt oft!
Das VOWA-PORSCHE Nordkette Quartett ist nicht etwa ein gemütliches
KartenspielmitderNordkettealsAustragungsort.Vielmehrhandeltessich
um ein Staffelrennen von der Innsbrucker Hungerburg bis zum höchsten
Punkt, demHafeleKar, undwieder hinunter, bei der es jeder einzelnePart
ganz schön in sichhat.
Das ist vermutlich auch ein Grund, warum dieAufstellung des Teams an sich schon eine große
Herausforderung darstellte, denn vier Mädels, die eigentlich alle individuelle Sportarten – mit
unterschiedlichem Terminkalender – betreiben, unter eine Startnummer zu bringen war schon
nicht so leicht. Da ist es oftmals besser,man plant nicht lange herum und ist einfachmal spon-
tan, falls man an einem 5.April mit mäßig guterWettervorhersage noch nichts vor hat. Unsere
Teilnahmewar jedenfallsanSpontanität schoneinmal kaum zuübertreffen.AmEndebestanddas
adidas outdoorTeamaus zwei altenHasen, diebergaufTop-Leistungen erbrachtenund zwei jun-
genWilden, die versuchten, bergab alles zu geben.
DieMischungwar gut:Verena Krenslehner übernahm denMTB uphill und übergab nach 800hm
anVeronika Swidrak (seit 2007 imNationalteam der Skibergsteiger), die im Ski uphill etwas vor-
legteundnach600hmamHafeleKar per Funk anTina Langübergab, die ebenfalls auf Ski indie
Abfahrt startete. Schlussendlich hatte Lisa Breckner 950hmMTBDownhill vor sich.
Verena:
Wie für das gesamte Team ging es also auch für mich ziemlich spontan zumVOWA-PORSCHE
NordkettenQuartett nach Innsbruck (alsTirolerin jaeinHeimspiel). Inzwischenhabe ichmeineSki
wieder gegen das Bike eingetauscht, aber jung ist die Saison dennoch: mit noch wenigen
Radkilometern in den Beinen hieß esmit Vollgas beimMTB uphill ca. 800hm zu bezwingen.Als
Erste unseres 4er Mädels-Teams ging ich also ins Rennen und es ist schon ein bisschen anders,
wenn es heißt "alle für eine und eine für alle".Vielleicht gibt man dann sogar noch etwasmehr
Gas als sonst, will man doch einen guten Grundstein für's Team legen. Das gelangmir ziemlich
gut und ich konnte mit der schnellsten Damenzeit einen ordentlichen Vorsprung raus fahren,
obwohl dieüber 40Minuten„amAnschlag“ schonganz schönweh taten.Währendder Fahrt ins
Tal undauch imZiel zitterte ichdannnoch ziemlichargund fieberte vollmit, obauchbeimeinen
Kolleginnen alles gut gegangen ist, denn die waren ja gerade noch unterwegs und ich wusste
nicht,wiedas aktuelleRankingwar.Aber später stellt sichheraus,meinZitternwar unbegründet:
die anderen drei Mädels beherrschten ihreDisziplinen ebenfallswie aus dem „ff“.
Veronika:
Dieses Rennen war mal was komplett anderes. Vermutlich auch weil wir wetterbedingt die Ski
mehr am „Buckel“ hatten, als an den Füßen, aber trotzdem hat's; Spaß gemacht. Dass wir die
Ski auch tragen müssen sind wir als Skibergsteiger zwar schon gewöhnt, aber dass dies gleich
vom Start weg durchs Gebüsch geht, war neu. Und das macht sich auch in der Muskulatur
bemerkbar: als ich dann die Ski anschnallte, hatte ich doch einige Probleme, da die Füße vom
1...,5,6,7,8,9,10,11,12,13,14 16,17,18,19,20,21,22,23,24,25,...32
Powered by FlippingBook