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Bergstolz fragt Werner Zanotti / Brixen Tourismus

„Im Mittelpunkt stehen der Gast und seine Sicherheit“

Jeden Tag ein neues Interview zur Corona-Situation – das machen wir seit Anfang April. Wir unterhalten uns mit Fahrern, Fotografen und Autoren, Menschen aus der Bike- und Ski-Industrie, Touristikern und vielen mehr über persönliche und berufliche aktuelle Herausforderungen und ihre Herangehensweise an diese Challenges. Heute im Talk: Werner Zanotti, Geschäftsführer der Brixen Tourismus Genossenschaft in Südtirol.

20200520 010 plose bike KOTTERSTEGER 190708 KOT 2441SportsMedien: Hallo Werner, wie geht es Dir, Deiner Familie und Deinem Team?
Hallo Günter, uns geht es gut, in Südtirol gibt es erste Lockerungen nach dem Shutdown, und wir arbeiten motivierter denn je, unseren Gästen aber auch der Bevölkerung eine gute und v.a. sichere Zeit bei uns in Brixen zu ermöglichen.

SportsMedien: Kannst Du uns die aktuelle Situation bei Euch und wie Ihr den schrittweisen Shutdown erlebt habt beschreiben?
Wir haben am 09. März einen abrupten, freiwilligen Shutdown in Brixen und Südtirol erlebt. Die Tourismustreibenden haben in Abstimmung mit dem Landeshauptmann entschieden, die Wintersaison vorzeitig zu beenden. Wir sind sehr schnell in einen Mit-Coronavirus-Modus übergegangen und haben versucht im Kontakt mit unseren Gästen zu bleiben.

SportsMedien: Im Vergleich zu den Vorjahren – wie viele Menschen habt Ihr normalerweise Anfang April auf den Pisten und in den Beherbergungsbetrieben?
April ist für Brixen/Plose nur bedingt ein Wintermonat. Wir hätten heuer Ende März geschlossen. Insofern fehlen uns 3 Wochen Wintersaison. Die Frühlingssaison und vor allem der Mai, in dem wir jährlich unser Brixen Water Light Festival organisieren „fehlt“ uns. Auch dieses Jahr haben sich Künstler*innen aus dem In- und Ausland mit den Themen Wasser und Licht beschäftigt und Kunstkonzepte dazu entwickelt. Aufgrund der Pandemie wurde die Veranstaltung auf das Jahr 2021 verschoben. Dann werden auch alle bereits entwickelten und angedachten Lichtkunstinstallationen an den verschiedenen Wasserstandorten von Brixen und Umgebung leuchten.

Nichtsdestotrotz möchte man vor allem in dieser außergewöhnlichen Situation Denkanstöße geben und Gedanken zum bewussten Umgang mit den Naturressourcen teilen. Dies geschieht vorwiegend über die sozialen Netzwerke und auf Onlineplattformen. Die ganze Bevölkerung wird dazu aufgefordert, die eigenen Gedanken zum Thema Wasser und Licht in schriftlicher oder bildlicher Form auf Facebook und Instagram unter dem Hashtag #waterlightfestival zu veröffentlichen. Die Gedanken und Worte der Künstler*innen zu diesem Thema sind auf der Webseite abrufbar und werden während des Festivalzeitraums (8.- 31. Mai) auf den sozialen Kanälen vorgestellt.

20200520 c Kottersteger 050 BrixenBikeSportsMedien: Wie geht Ihr mit dieser Krise und dieser wirtschaftlichen Herausforderung um?
Die wirtschaftlichen Herausforderungen sind auch bei uns immens. Sehr viele Betriebe haben in den letzten Jahren viel investiert. Wir kommen von Jahren der Konjunktur in eine totalen Umsatzeinbruch.

Nach dem Schock kam die Einsicht, dann die Erkenntnis und heute versuchen wir neue Produkte und neue Ideen in das bereits bestehende Angebot zu integrieren. Wenn sich schon vor der Pandemie Wanderer und Naturliebhaber um die Umwelt kümmerten, wird jetzt das Wandern, ohne einen Fußabdruck zu hinterlassen, wichtiger denn je. Das Umweltbewusstsein der Menschen ist aktuell höher als je zuvor, genauso wie der Verbrauch von Plastik.

20200520 Plose Refill your bottle BrunnenDie Brixen Tourismus Genossenschaft in Zusammenarbeit mit der Plose Ski AG und den Betrieben vor Ort, haben letzten Sommer eine neue Aktion ins Leben gerufen, mit der alle Plastikwasserflaschen vom Brixner Hausberg Plose verbannt wurden. Man will die Besucher dazu bewegen, ihre eigenen Flaschen mitzubringen und an den gekennzeichneten Trinkwasserbrunnen vor Ort aufzufüllen. Als Alternative zum Einwegplastik kann man vor Ort eine Edelstahlflasche erwerben und diese an allen gekennzeichneten Trinkwasserbrunnen, sowie in den Betrieben auf der Plose, auffüllen. Damit jeder seinen Beitrag leistet. Für 0 km Wasser mit Qualität – für unsere Umwelt!

Wir achten auf unsere Natur – wir bitten auch unsere Gäste den Müll sorgfältig zu entsorgen und keine Spuren am Wegesrand zu hinterlassen. In diesem Sommer werden auf den Almen und Hütten Mülltrenntonnen den Wanderern zur Verfügung stehen.

SportsMedien: Was siehst Du aktuell als die größten Herausforderungen, die in den kommenden Monaten auf den Tourismus zukommen werden?
Die langfristige Planung ist abhandengekommen, Businesspläne müssen neu geschrieben werden und niemand kann derzeitig voraussehen welche Tourismusbewegungen und welches Tourismusverhalten auf uns zukommen wird. Eins ist aber sicher: Im Mittelpunkt stehen der Gast und seine Sicherheit hier vor Ort und bei seinen Erlebnissen.

20200520 054 plose bike KOTTERSTEGER 190708 KOT 4811SportsMedien: Wagst Du einen Ausblick? Wann werden die Bahnen wieder laufen können? Wie läuft der Sommer und wie sieht die Wintersaison 20/21 aus?
Südtirol ist durch die weitreichende Autonomie einen eigenen Weg gegangen und hat mit dem 25. Mai einen Termin für touristische Nächtigungen und Öffnung der Beherbergung genannt. Mit Auflagen und Einschränkungen. Für uns ist es wichtig die gesamte touristische Dienstleistungskette durchzuplanen und Sicherheit zu vermitteln.

Wir arbeiten derzeit sehr intensiv am Sommer und wollen schnell wichtige Erfahrungen sammeln, um diese in die Winterplanung einzubauen. Die Plose öffnet voraussichtlich am 13. Juni und wird auch länger bis Mitte Oktober geöffnet sein. Sobald es möglich ist, wird auch unser Brixen Bikepark mit seinen vier Lines, von easy bis anspruchsvoll, öffnen. Für drei davon zeichnen sich die Whistler-Väter von Gravity Logic aus und wir hoffen, bald wieder zahlreiche Bike-Enthusiasten und ihre Familien bei uns willkommen zu heißen.

Weiters haben wir auch an einem Programm bestehend aus geführten Wanderungen und Biketouren gearbeitet; dieses wird – unter Beachtung besonderer Maßnahmen – in kleinen Gruppen stattfinden und unsere Gäste mit zu den schönsten Plätzen rund um die Dolomiten führen.

SportsMedien: Vielen Dank für das ausführliche Gespräch Werner! Es hat uns sehr gefreut, dass Du Dir zeit für uns genommen hast.

www.brixen.org
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Bergstolz fragt nach: Wolfgang Töchterle / IDM Südtirol

„Vertrauen ist das, was wir jetzt im Tourismus brauchen“

In unserer täglichen Interview-Serie fragen wir seit Anfang April bei Ridern, Touristikern, der Industrie und vielen anderen mehr nach, welche Herausforderungen sie in der Corona-Krise zu bewältigen haben und wie sie diese zu meistern versuchen. Heute im Gespräch: Wolfgang Töchterle, Director Marketing IDM Südtirol.

SportsMedien: Servus Wolfgang, wie geht es Dir, Deiner Familie und Deinem Team?
Hi Ralf, es geht mir und meiner Familie gut. Unsere Bewegungsfreiheit ist im Moment zwar noch etwas eingeschränkt, aber wir leben ja an einem fantastischen Fleck. Das hilft. Und die Natur im Frühlingserwachen gepaart mit dem schönen Wetter brauchen wir auch, denn bei der Arbeit gehts grad ziemlich rund ;)

SportsMedien: Wo bist du gerade und wie ist die Situation bei Dir?
Ich bin bei mir zu Hause im schönen Olang nahe Kronplatz. Die Situation würde ich als „intensiv“ beschreiben. Es sieht so aus, als hätten wir Corona bald überstanden. Die Vorbereitungen für die kommende Saison laufen auf Hochtouren und sind deutlich aufwändiger als in anderen Jahren. Unser Ziel ist es, unseren Gästen neben unvergleichlichen Erlebnissen in diesem Sommer auch die maximale Sicherheit trotz Corona zu bieten. An den neuen, sehr hohen Standards arbeiten aktuell sämtliche Unterkunftsbetreiber und Freizeitanbieter.

SportsMedien: Anfang April in Südtirol OHNE Corona – wie sähe es aus???
Da muss ich lachen. Ich denke dafür wären wir wohl alle zu haben. Es wäre ein unglaublicher Frühling geworden. Der Sonnenskilauf wäre in allen Skigebieten bis nach Ostern Sonderklasse gewesen. Wir hatten ja noch viel Schnee in der Höhe. Eine leckere Pasta und dann mit einem Hugo in den Liegestuhl an der Piste... Nach dem Essen dann im Tal zum Biken. Vor allem rund um den Kalterer See oder in der Gegend rund um Meran und im Vinschgau wäre das perfekt möglich gewesen. Besser geht nicht! Einfach alles vom Tag haben, gemeinsam mit Freunden... aber na gut. Jetzt freuen wir uns auf Sommer und Herbst!

SportsMedien: Was siehst Du aktuell als die größten Herausforderungen, die auf Euch bzw. den Tourismus zukommen?
Die größte Herausforderung ist das Vertrauen der Menschen. Vertrauen ist das, was wir jetzt im Tourismus brauchen. Wie schon gesagt bereiten wir uns gerade sehr gut vor. Wir sorgen dafür, dass jeder die maximale Sicherheit in der Unterkunft und im Erlebnis hat. Aber das nützt wenig, wenn die Menschen Bedenken haben zu reisen und dann zu Hause bleiben oder ganze Staaten den Menschen verbieten Grenzen zu überqueren. Aber wir sind positiv gestimmt. Auch wir Südtiroler wollen uns ja wieder bewegen und ich bin überzeugt, das gilt auch für unsere Kollegen im Norden. Immer daheim, das geht nicht lange gut ;)

SportsMedien: Wagst Du einen Ausblick? Wann könnt Ihr in den Sommer starten und wie sieht die Wintersaison 20/21 aus?
Stand heute gehe ich davon aus, dass wir im Juni starten können. Alle Zeichen sprechen im Moment dafür. Sicherheit dafür gibt es natürlich keine, aber die nächsten Wochen werden entscheidend sein. Die Wintersaison 20/21 wird gut. Davon bin ich überzeugt. Unsere touristischen Partner im Reiseveranstaltersektor melden ungebrochene Buchungslagen für Winter. Wohl deshalb, weil die Menschen darin vertrauen, dass bis dahin nicht nur die Sicherheitsstandards einheitlich hoch sein werden, sondern möglicherweise wird es bis dahin auch die Impfung oder eine medikamentöse Behandlung für Coronainfizierte geben. Davon abgesehen: die Evolution hat uns Menschen gelehrt mit neuen Situationen umzugehen und uns daran zu gewöhnen. Wir lassen uns von Corona nicht runterziehen!

SportsMedien: Vielen herzlichen Dank für das Gespräch, Wolfgang! Wir wünschen Euch viel Erfolg und hoffen, auch selbst bald wieder mal ins schöne Südtirol kommen zu können.

www.suedtirol.com
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Verbindung Schöneben-Haideralm am Reschensee eröffnet 2018/19

Skiopening am 14. Dezember 2018

Ab 14. Dezember verbinden zwei neue 10er-Kabinenbahnen die Skigebiete Haideralm und Schöneben am Reschensee. In nur sechs Minuten kommen Skifahrer und Snowboarder so zur brandneuen Erlebnisabfahrt von Schöneben ins malerische Dörfchen St. Valentin oder zur Höllentalpiste mit atemberaubendem Blick auf den Reschensee und den versunkenen Kirchturm in Graun.

20180920 logo72dpiMit 65 Pistenkilometern und zehn modernen Liftanlagen gilt das Skigebiet am Reschensee immer noch als Geheimtipp. Viele kennen den versunkenen Kirchturm des kleinen Dorfes Graun im Reschensee, die Region Schöneben-Haideralm ist deutlich weniger bekannt. Dabei liegt das Naturjuwel nahe der österreichischen Grenze auf 2.000 Metern Seehöhe und garantiert Schneesicherheit bis in den April.

Davon profitieren nicht nur Skifreaks, sondern gerade auch Familien, die in den Winterferien Schneespaß und kein Alternativprogramm auf grünen Wiesen suchen. Nicht umsonst wurde Schöneben 2017 zum Familienskigebiet des Jahres gekürt: Bestens präparierte Pisten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, die beiden neuen Seilbahnen, urige Hütten und vor allem viel Naturschnee sorgen für jede Menge Spaß und Entspannung.

20180920 Schoeneben Skifahrer300dpiApropos Alternativprogramm: Wenn die Temperaturen im Winter für mehrere Tage unter den Gefrierpunkt sinken, gibt es am Reschenpass nicht nur optimale Skibedingungen, der Reschensee verwandelt sich in eine Bühne für Eisläufer und Kitesurfer.

www.schoeneben.it
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5 Dinge, die ich schon lang mal machen wollte!

Pfingsten 2017. Die Familie mit der Schwiegermama auf Gran Canaria. Im Büro nicht allzu viel los, das schreit doch nach einer Sportwoche. Leider waren auch meine üblichen Sport-Buddies auf die Inseln im Mittelmeer verteilt oder anderweitig mit Hausbau, Segelschein machen oder ähnlichem beschäftigt. Nach kurzem Sinnieren kam mir die zündende Idee: Ich mach einfach alles das, was ich mir schon seit Monaten, manchmal auch Jahren vornehme und verbinde so Arbeit und Freizeit auf sehr angenehme Weise.

1. eBike to Ski
20170621 Ski1Der Anruf letzte Woche bei Thilo hat den sichtlich aus der Fassung gebracht: „Hast Du eigentlich noch die Felle für den Kästle?“ Ja, die lägen noch bei ihm und er würde sie mir bei Zeiten vorbeibringen, jetzt bräuchte ich sie wahrscheinlich eh nicht, oder? DOCH! Ich fahr am Sonntag ins Schnalstal!

Was in Chamonix oder im Stubaital vielleicht noch „normal“ ist, ist auf dem Parkplatz der Gletscherbahn in Südtirol im Juni schon eine kleine Sensation: „Kuck mal Papa, der hat Ski dabei!“ bzw. „Was will der denn mit den Ski auf dem Rücken auf seinem Mountainbike?!“ Die Kommentare der Italienischen Familie, die Pfingsten im Schnalstal eher die Ausnahme sind, konnte ich leider ned verstehen, weil da war ich schon in der ersten Rampe, die sich direkt vom Parkplatz mit gefühlten 35° die ersten 200 Höhenmeter in den Weg bzw. gegen meinen Akku und die höchste Unterstützungsstufe meines BH Bikes stellt.

20170621 Ski2Ich wusste vom Winter, dass die Talabfahrt steile Stücke hat, aber mit Ski runter ist dann doch was anderes als mit dem Bike – und den Ski am Rücken – hoch. Das findet auch der Mitarbeiter der Gletscherbahn, der mich im dritten oder vierten Steilstück mit seinem Jeep überholt und anerkennend „Via, Via, Vai“ aus dem Fenster ruft. Kurze Zeit später treffen wir uns wieder: Er wechselt vom Auto auf das Schneemobil, ich vom Bike auf die Ski. Das Gletscherskigebiet ist seit Wochen geschlossen und weil Sonntag ist, wird auch nichts repariert oder gewartet – ich bin völlig allein. Weißer Schnee, blauer Himmel, kurze Hosen und Skiboots – das gepaart mit der absoluten Stille, ein fast surreales Erlebnis. Da ich allein unterwegs bin ist mein Ziel „nur“ die Grawandtspitze auf der ich nach circa einer Stunde Skitour und 5 Minuten Fußmarsch stehe – völlig alleine! Kein Mensch weit und breit! Bier auf, Aussicht genießen und einsaugen bevor es auf perfekten Firn zurück zum Bike bzw. Auto geht.
20170621 Ski
2. Das Arosea Life Balance Hotel
20170621 H2Ich denke jeder hat eine Liste mit Ländern, Gegenden, Bergen und Hotels wo er schon immer mal hin wollte. Bei mir steht da seit Jahren das Arosea drauf. Ich kenne die Website, ich habe viel Gutes gehört und es auch schon ein paar Mal empfohlen, die PR Agentur des Hotels ist super nett, die Gegend interessant – nur hingeschafft hab ich es noch nie. Bis jetzt!

20170621 H4Vom Schnalstal geht es zurück ins Etschtal und an Meran vorbei, bevor ich bei Lana ins Ultental abbiege. In engen Kurven geht es an der rechten Talseite stetig bergan, der Verkehr wird von Kilometer zu Kilometer weniger und ab dem Abzweig ins Val di Non ist auf der „Sackgasse“ Richtung Lago die Zoccolo nur noch wenig los, so dass ich „im Flow“ mit etwas zu hoher Geschwindigkeit erst mal an der Hoteleinfahrt vorbeirausche. Dass sich die Hoteliers Thomas und Anne sehr viele Gedanken gemacht haben und ihr Hotel mit viel Liebe zum Detail betreiben merkt man schon, wenn man in der Tiefgarage die Autotür aufmacht: Viel Platz, Vogelgezwitscher aus dem Lautsprecher und Zirbenholzduft aus dem Duftspender. Ein herzlicher Empfang an der Rezeption, Südtiroler Bio-Apfelsaft zur Begrüßung, dezenter Luxus, viel Licht, Holz, angenehme Farben.

20170621 H5Das Zimmer ein Traum, die Terrasse riesig und mit Blick über den See: Schon nach wenigen Minuten ist man angekommen und schon mit den ersten Zügen im hoteleigenen Schwimmpool stellt sich ein wunderbares Urlaubsgefühl ein. Das Hotel liegt auf 1100 Metern im Naturpark Stilfser Joch und schafft die wunderbare Balance zwischen Design, Natur, Wellness und Luxus – wobei sich alles selbstverständlich anfühlt und nichts aufdringlich wirkt. Beim zweiten Gang des 5-Gänge Abendessen hat auch Martin – der einzige der meinem Plan dann doch nicht wiederstehen konnte – endlich die Anreise hinter sich gebracht und so können wir zusammen nach dem Essen mit Hotelchef Thomas beim „Cafe e Grappa“ den nächsten Mountainbike-Tag planen.
20170621 Hotel
3. Mountainbiken im Ultental
20170621 eB1Schon am Vorabend war Thomas sichtlich beruhigt, als er erfuhr, dass ich überzeugter eMountainbiker bin und er also auch aufs „Elektrorad“ steigen kann. Die Carbon-Hardtail-superleicht-Waffe von Martin haben wir dann morgens – ohne ihn groß zu fragen – gegen ein Haibike eFatty aus dem Verleihpool des Hotels getauscht um dann noch, unter seinem lautstarken Protest, die Gondel zu nehmen um die ersten 1000 Höhenmeter noch bequemer hinter uns zu bringen. Als es dann aber vom Lift eine steile Rampe zum Mutegg hochgeht hat auch er das bekannte fette „Ich–fahr-das-erste-mal-eBike-Grinsen“ im Gesicht und strahlt: „Die Steigung schaffst mit keinem anderen Bike!“.

20170621 eB3Und die Aussicht schaffen wenig andere Berge: Die Dolomiten auf der einen Seite, der Alpenhauptkamm im Rücken, der Ortler auf der anderen – eine Hammer Aussicht! Und Thomas sprudelt nur so: Da geht´s ins Martelltal, da kann man über den Sattel rüber nach Latsch, hier geht ein super Trail runter, das war ich schon mit Gästen – sehr, sehr schnell wird mir das Potential des Ultentals klar. Und das nicht nur zum Wandern und Mountainbiken, sondern auch zum Skifahren. Der Einheimische Dominik Paris teilt sich hier im Winter die Trainingsstrecke mit Lindsey Vonn, ich sehe neben der Möglichkeit hier Super G zu trainieren super weite Hänge und zahlreiche Varianten und Gipfel die sich mit einem kurzen Zustieg erreichen lassen.

20170621 eB6Als wir gemütlich über Almwiesen cruisen und uns Thomas immer mehr der schier unendlichen Möglichkeiten des Tals zeigt bin ich schon fast versucht, dies alles für mich zu behalten. Almen wie aus dem Bilderbuch, Kühe am Wegesrand, Kirchen und Kreuzwege, Wiesen, Wald, Pisten, Trails. Und einer davon spukt uns nach 1100 Höhenmeter Abfahrt direkt hinter dem Hotel aus. Nach einer schnellen Pasta geht es mit dem Shuttle Richtung Hochjoch. Auf einem gut fahrbaren Höhentrail mit „Brachialaussicht“ biken wir am Il Sasso und dem Schweinsteig vorbei zur Riemerbergl Alm um im Garten der urigen, kleinen Hütte einen leckeren Kaiserschmarrn und das eine oder andere Forst zu vertilgen. Auf der Abfahrt gesellt sich noch ein Pärchen zu uns, die auch im Hotel wohnen. Auch da zeigt sich wieder die Vielfältigkeit des Tals, während wir auf Trails durch den Wald fahren kann Katharina – die nur mit dem Hardtail unterwegs ist – immer die „Forststraßenumfahrung“ nehmen und dann die schönen, flowigen Stücke wieder zusammen mit uns fahren. Auch dieser Trail spuckt uns direkt am Hotel aus wo wir auch den zweiten Tag erst mal am Pool, dann beim Dinner uns selbstverständlich wieder beim Digestiv mit Espresso unter freiem Himmel ausklingen lassen.
20170621 eBike
4. Die eigenen Rennradschuhe in Italien machen lassen
20170621 NW1Bevor wir uns auf die Transfer-Etappe zum Radschuhproduzenten Northwave in Treviso machen, lässt es sich Thomas nicht nehmen uns auch noch die „Rennradmöglichkeiten“ seines Hotels bzw. seiner Gegend zu zeigen. Mit frisch rasierten Beinen und dem Spruch „Heut mußt´s aber Rücksicht nehmen, des ist erst mei zweite Runde heuer“ starten wir auf eine Panoramarunde rund um den Lago di Santa Giustina. Auch hier zeigt sich wieder, dass Südtirol oder das Trentino, die Grenze der beiden Italienischen Provinzen sind wir an dem Tag mehrmals überfahren, abseits der bekannten Täler und Routen Unglaubliches bietet: Schluchten und Klöster, Seen und Apfelplantagen, leckere Restaurants und Pässe mit wenig Verkehr.

Am späten Nachmittag stand nur noch ein kurze Werksbesichtigung, ein schnelle Abendrunde und ein leckeres Essen auf dem Programm, bevor wir am nächsten Morgen mit dem großen Anprobieren starteten: Welcher Schuh, welcher Leisten passt am besten? Wo hat man das beste Gefühl im Schuh, wo liegt die Grenze zwischen „Sitz gut“ und „drückt“. Nach unzähligen, rein in den Schuh, aufstehen, „kann ich den noch mal haben“ standen dann Größe. Leisten und Model fest. Mit der Info ging es ein paar Türen weiter zu Stefano. Stefano ist Schuhmachermeister und bei Northwave für die Prototypenfertigung und Spezialaufträge zuständig. Dazu muss man wissen, dass in der Gegend um Montebelluna die gesammelte Italienische Schuh- und Sportindustrie beheimatet ist und dass das, was wir zum ersten Mal gesehen haben dort täglich Brot ist: Das Fertigen eines Sportschuhs. Mit fachmännischen Handgriffen wird der „Upper“ über den Leisten gezogen und fixiert. Die Zwischensohle auf die Carbonsohle geklebt und dann beides mit dem Oberteil verklebt und „verhämmert“ – aufwärmen, abkühlen, die Schützer auf die Sohle und ab in den Karton. Was für uns wie Weihnachten ist, ist für Stefano Routine, die in wenigen Minuten erledigt ist.
20170621 NW
5. Den Monte Grappa fahren
20170621 RR1Leider konnten wir die Schuhe nicht gleich beim nächsten Punkt der Liste ausprobieren weil sie noch „austrocknen“ müssen: Den Monte Grappa. Sagenumwobener Berg, Mittelpunkt der Pushbiker Story in der aktuellen Ausgabe der Bicicletta da Corsa und umkämpfter Kriegsschauplatz im ersten Weltkrieg. Und eine „Drecksau von einem Berg“ wie ich es vorher per WhatsApp von einem anderen Rennradspezl erfahren habe. Als wir in Romano d’Ezzelino rechts abbiegen und auf dem Schild „Sacrario del Monte Grappa - 27,1km“ steht, jubiliert Martin „Boah, 27 Kilomerter nur bergauf, geil“ mir ist etwas anders zumute, Trainingszustand und Kilometerleistung sind meilenweit von der meines Kompagnons entfernt, und ich hab den Text von Christian Grasmann im Ohr „Der Berg ist so lang und immer wenn man meint mit einer Höhe von 1.800 Metern kann der doch ned so schlimm sein, kommt noch mal a lange Gerade und ein weiterer Zwischenberg“. In der Ahnung geht es also gleich mal mit 10% los, 5 Kehren, durch den Wald, durch einen Ort, etwas gerade, wieder Kehren – gefühlte 1000 Höhenmeter und mindesten 10km. Aber Villaggio del Sole holt mich in die Wirklichkeit zurück: erst auf 1000 Metern und noch 20 K´s bis oben. Gott sei Dank lässt dann die Steigung etwas nach, die Wälder werden lichter, die Ausblicke weiter. Weil Mittwoch ist, ist kaum Verkehr und so purzeln Höhen- und Kilometer nach und nach. Leider auch die Temperaturen und das Wetter. Als wir das Refugio für die obligatorische Pasta erreichen fallen gerade die ersten Tropfen. Die ersten Meter der Abfahrt sind im dichten Nebel ein absoluter Blindflug bevor dann der Himmel über uns aufbricht und sinnflutartige Regenfälle auf uns niederprasseln. Die Straße wird teilweise zum Bach. Aquaplaning mit Rennradreifen! Zum Glück steigen mit jeder Kehre die wir sturzfrei hinter uns bringen auch die Temperaturen wieder und weil es einfach so viel Wasser ist und wir noch nie so nass waren, auch wieder die Laune – ist eh schon egal und es ist ja nur Wasser. Als wir drei Stunden später unsere fertigen Schuhe bei Northwave abholen, ist Stefano die Anerkennung für unseren Ritt und die Erleichterung darüber, dass seine super schönen, nagelneuen und neongelben Rennradschuhe nicht gleich am ersten Tag völlig eingesaut werden deutlich anzusehen.
20170621 RR
Als ich Abends über die Inntalautobahn – wegen dem IGL natürlich mit Tempomat und braven 109km/h rolle- denke ich noch mal über meine Liste nach. Sind da jetzt Punkte weg oder dazugekommen? eBike to Ski ist erledigt, aber das schreit nach einer Fortsetzung und weiteren Touren. Das Arosea hat mich begeistert und der nächste Aufenthalt ist auch schon gebucht. Das Ultental steht DICK auf der Winterliste und den Monte Grappa würde ich schon mal ganz gerne sehen – zum Glück hat der ja fünf Auffahrten...

www.schnalstal.com/de/gletscher
www.arosea.it
www.merano-suedtirol.it/de/meraner-land
www.northwave.com
 

Skifahren unter Südtirols höchstem Gipfel

Schneesicher, bezahlbar, entspannt und sogar grenzüberschreitend: Im Vinschgau dauert die Skisaison bis Anfang Mai 2016. Breite, bestens präparierte Abfahrten bieten erfahrenen Cracks ebenso viel Raum wie Anfängern – Schlangen an den Liften oder überfüllte Hütten gibt es nicht. Mit 43 Pistenkilometern ist Sulden größtes Wintersport-Terrain der Region. Über allem wacht der Ortler, mit 3.905 Metern Südtirols höchster Gipfel. Die SkiCard Vinschgau erlaubt Zugang zu insgesamt sechs Skigebieten im Verbund der Ortler Skiarena. Dazu zählen fünf im Vinschgau und eines in der Schweiz. Somit stehen Wintersportlern insgesamt 35 Aufstiegsanlagen und 154 Pistenkilometer in der Ferienregion zur Verfügung. Erhältlich ist das Ticket für 2 bis 7 Tage. Der Wochenpreis beginnt bei 204 Euro/Erwachsener, für Jugendliche und Senioren bei 184 Euro. Für Kinder bis 14 kostet die Karte ab 120 Euro, Minis bis Jahrgang 2010 fahren gratis. www.vinschgau.net 

151216 big 1vinschgau wi 025Skigebiete für jeden Geschmack. Das hochalpine Wintersportareal Sulden reicht bis auf über 3.000 Meter und bietet mit der 2014 eröffneten Rosimbahn und 43 Pistenkilometern die größte Abfahrts-Vielfalt. Dazu kommen jede Menge Tiefschneehänge, im Snowpark toben sich Boarder und Freestyler aus. Das benachbarte Trafoi ist wie gemacht für Familien: Direkt im Dorf startet der Lift ins kindgerechte Skigebiet. Am Watles im Obervinschgau fühlen sich vor allem Genussfahrer wohl – auf extrabreiten Abfahrten und einer Ski-Cross-Piste für Mutige. Schöneben im Dreiländereck am Reschenpass wurde schon mehrfach für seine hohe Pistenqualität ausgezeichnet, zudem gibt es einen Snowpark. Ganz in der Nähe hat sich die schneesichere Haider Alm als Terrain für anspruchsvolle Wintersportler etabliert.

Infos, News und Bilder unter www.vinschgau.net, www.facebook.com, www.instagram.com oder Fon +39 0473 62 04 80
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Trail Days

Das Bike & Musik Festival für Trail Freaks und Newcomer!


Die Zutaten für den neu ins Leben gerufenen Season Opener Trail Days versprechen ein Bike-Wochenende vom Feinsten: man nehme eine der schönsten Landschaften Südtirols, miete einen Lift für alle Eventteilnehmer und verpflichte eine bunte Mischung an großartigen Bands. Ein weiteres Schmankerl: Liftstation, Camping Ground, Party Area und Testbike-Station liegen unmittelbar nebeneinander – und halten genügend Sicherheitsabstand zum Dorf. Trails, Musik und Good Vibrations - „so don't forget to bring your friends"!

150421 td press 02Auf www.trail-days.com finden sich alle Einzelheiten zu dieser außergewöhnlichen Saisoneröffnung, bei der alles geboten wird, was das Mountainbiker Herz begehrt: perfekte Trails, geführte Touren und als besonderes Highlight stehen die neuesten Specialized Bikes zum Test zur Verfügung. Die Benutzung des Lifts ist bereits in der Event-Anmeldung inkludiert, ebenso wie die Testmöglichkeit und das Guiding vor Ort.

150421 traildays2015 rgb 400x350pxFür Musik-Fans haben die Veranstalter ein Line-Up zusammengestellt, das so manches Musikfestival vor Neid erblassen lässt: als Headliner stehen der bekannte englische Sprachakrobat Klumzy Tung und sein österreichischer DJ Mr Dero auf der Bühne – supported durch die zauberhafte Sängerin und Poetry Slammerin YASMO mit ihrer Band „Klangkantine", bekannt durch den Kultradiosender FM4. Wer es gerne ska- und rockiger mag, wird von den Südtiroler Pamstiddn Kings begeistert sein. Die Reggae- und Dancehall-Ecke deckt das Mortal Kombat Sound System aus Regensburg ab und für noch mehr tanzbaren Hiphop mit viel elektronischer Untermalung sorgen Demograffics sowie Atomique/ P.tah/ Con.

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Gewohnt und geschlafen wird entweder im nahegelegenen Örtchen Latsch oder direkt am Festivalgelände auf der eigens errichteten Zelt- und Camping- Area. Um Platzreservierung unter camping@trail-days.com wird gebeten.

Worauf wartest du noch? Registriere dich noch heute auf www.trail-days.com und sichere dir einen der begehrten Plätze beim Trail Happening des Jahres!

Hardfacts:
Event Name: Trail Days Latsch
Termin: Donnerstag 14. bis Sonntag 17. Mai 2015
Programm Bike:
Geführte Touren für alle Könnerstufen, Testbikes von Specialized, Trails bis zum Abwinken
Programm Musik:
Freitag: Demograffics, Pamstiddn Kings, Atomique/P.tah/Con
Samstag: Mortal Kombat Soundsystem, Yasmo & Die Klangkantine, Mr. Dero & Klumzy Tung


Information und Anmeldung: www.trail-days.com    
Facebook: www.facebook.com  

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