bergstolz

CERIALE Castelvecchio di Rocca Barbena


// Text: Günther Scholz  /  Fotos: Bergstolz

Letzten Herbst erkundeten wir bei unserem Sunlight Wohnmobil Trip zunächst das schöne Royatal. Diesen Teil unseres Trips findet ihr bereits in der Märzausgabe. Nun, im zweiten Teil der Reise, ging es wieder nach Italien zurück, genauer gesagt in die Region um Ceriale. Nicht weit von den bekannten Orten Finale Ligure und Pietra Ligure entfernt, ist es eine willkommene Abwechslung zu den langsam überfüllten Trails dieser beiden vorgenannten Orte. Nach unseren Recherchen hat das Gebiet vielfältige Möglichkeiten zu bieten, was natürlich unsere Vorfreude entfacht.

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Wir checken auf dem sehr großen Campingplatz Baciccia ein und brechen dann gleich zu unserer ersten Tour auf. Schon oft haben wir vom Monte Carmo herübergeschaut und den Poggio Grande bewundert, mit seinem langen Rücken. Die entspannte Anfahrt über kleine Teerstraßen führte uns bis zum Santuario de Monte Croce. Ab hier beginnt der steile Trail, der dank unserer E-Bikes noch geradeso fahrbar ist. Technisch mit viel Geschick zirkeln wir uns hoch und haben so auch bergauf unseren Spaß. Mit dem Bio-Bike kann man die Tour auch machen, muss aber viel schieben. Endlich abfahren! Das Besondere: Wir fahren nicht nur einen Bergrücken hinunter, sondern über mehrere aneinandergereihte. Zuerst der Poggio Grande, dann der Monte Acuto, über den Monte Sopra Toirano, auf den Monte Croce, bis es am Monte Piccaro runter nach Ceriale geht. Das Terrain ist sehr felsig und eigentlich ein Wanderweg, steile Abschnitte mit losem Gestein wechseln sich mit vielen Felskanten ab und je weiter man fährt, desto spektakulärer wird die Aussicht auf die Küste von Ceriale. Wir sind sehr spät losgefahren und haben nun dafür die Nachmittagssonne, die uns sensationelle Bilder liefert. Verblockte Abfahrten und giftige Anstiege wechseln sich ab. Der insgesamt 8,4 Kilometer lange Trail ist fahrtechnisch fordernd, aber gut zu fahren. Der Ausblick auf die Küste ist gigantisch und Ceriale rückt immer näher. So wird es zum Schluss noch etwas steiler, mit ein paar Spitzkehren weiter sind wir wieder in Ceriale. Zurück am Campingplatz planen wir für den nächsten Tag einen Besuch im Hinterland, genauer gesagt eine Fahrt nach Castelvecchio di Rocca Barbena. Hier haben die Jungs von Tank, ein Engländer mit italienischen Wurzeln, gute Arbeit geleistet. Mit seiner Firma Wild Rock MTB bietet er geführte Touren an. Auch E-Bikes kann man sich bei Ihm ausleihen. Er holt uns in der Früh vom Campingplatz ab und wir fahren in das noch nicht so bekannte Trailgebiet um Castelvecchio di Rocca Barbena. Tank erzählt uns, dass in den 70er Jahren hier der Ort von skandinavischen Hippies wieder zum Leben erweckt wurde. Sie ließen sich hier nieder, renovierten viele Häuser und immer mehr Menschen kamen, um hier zu wohnen. So ist Castelvecchio nicht nur wiederbelebt worden, sondern einige Bewohner wie Tank und seine Freunde schlossen sich zusammen und bauten alte Ziegen- und Wanderpfade in Trails um. So entstand ein ziemlich großes Netz an flowigen Trails mit natürlichem Charakter.

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Am ersten Tag der Erkundung geht es Richtung Bric Schenasso. Wenn es in Finale zu überlaufen ist, kommen von dort auch einige Shuttleunternehmen mit Ihren Trailjüngern, um die Trails hier abzushredn. Wir fahren einige der schnellen, flowigen Trails und sind begeistert, in welch gutem Zustand sich diese befinden. Ein großer Punkt ist natürlich, dass auf diesen Trails nicht so viele Menschen unterwegs sind. Doch Tank erzählt uns, dass auch laufend an den Trails gearbeitet wird, um diese in einem top Zustand zu halten. Nach der langen Abfahrt kehren wir wieder nach Castelvecchio zurück und treten mit dem Bike die Heimreise an. Ein steiler technischer Trail führt uns in das Val Auzza und zurück zum Campingplatz. Am nächsten Morgen starten wir mit den E-Bikes vom Campingplatz die 20 km nach Castelvecchio. Wir haben uns mit Tank verabredet und fahren mit ihm wieder zum Bric Schenasso hoch. Die Aussicht von hier oben reicht bis ins nicht mehr weit entfernte Piemont hinüber. Vor uns in westlicher Richtung ragt ein gigantischer Berg und ich frage Tank sofort nach dem Namen. Ich kann unser nächstes Abenteuer förmlich riechen. Er antwortet, dass dies der 1708 Meter hohe Monte Galero ist.

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Doch erst einmal freue ich mich auf die Abfahrt über den Tobogazzo Trail. Im typischen ligurischen Gelände geht es auf und ab wie in der Achterbahn, der Trail ist richtig schnell und macht enormen Spaß. Nach ca. 3 km Geballer geht es über einer kurzen Auffahrt schon zum nächsten Trail. Der La Contessa ist mit seinem felsigen und verblockten Gelände das komplette Gegenteil zu dem, was wir zuvor gefahren sind. Nicht minder schnell als der Tobogazzo rumpelt es ordentlich. Nach 2,5 km ist der La Contessa zu Ende und es wartet die nächste Auffahrt auf uns und schon bald nach einer Querfahrt kommen wir auf den Super Canaletta Trail, der vom Gelände eher wieder flowig ist und wir fahren so schnell, wie das Bike erlaubt. Das Vergnügen ist noch nicht zu Ende! Eine letzte Auffahrt und es folgt ein etwas anspruchsvollerer Trail Namens „Ca du Campo“ und wir kehren nach Castelvecchio zurück. Natürlich kann man das Ganze auch mit dem Shuttle buchen, aber wie wollten die Region selbst erkunden und ein bisschen in die Pedale treten. Tank hat für uns ein Mittagessen im Antico Melo arrangiert. Hier gibt es ein „Biker-Menü“, das auch den Shuttlegästen serviert wird. Spezialtäten der Region kommen auf den Tisch, genau das Richtige nach dem aktiven Vormittag. Danach schlendern wir durch den Ort, die engen Gassen und an sehr alten Häuser vorbei, die teilweise in den Berg gezimmert sind. Wir sind beeindruckt! Wer möchte kann auch noch das Castello besuchen. Wir haben aber genug gesehen und treten den Heimweg an. Wir nehmen noch einen der zahlreichen Trails mit und fahren über Cisano sul Neva zurück. Jetzt am späten Nachmittag ist es am Strand am schönsten. Schnell die Badeklamotten geholt und ab ans Meer. Die Promenade von Ceriale kann sich sehen lassen und was gibt es Schöneres nach einem genialen Biketag, noch ins Meer zu hüpfen und ein kühles Bier an einer Strandbar zu genießen? So lassen wir noch mal die Bikewoche an uns vorbei gleiten und können glücklich und zufrieden die Heimreise in unserem Sunlight T68.

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Infobox

ANREISE
Von München über A8 bis Inntaldreieck, dann A93 bis Kiefersfelden, weiter A12 bis Brenner und weiter nach Affi, Schnellstraße nach Peschiera, Autobahn A4 bis Bresica, A21 Piacenza-Tortona, A7 bis Predosa, A26 dann A10 bis Ausfahrt Borghetto Santo Spirito, weiter nach Ceriale

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UNTERKUNFT
Camping Baciccia, Via Torino 19
17023 Ceriale
www.campingbaciccia.it

Antico Melo, Via Campo 12,
17034 Castelvecchio di Rocca Barbena
Tel. 0039 329 3143795
www.anticomelo.it

ESSEN
Antico Melo, Via Campo 12
17034 Castelvecchio di Rocca Barbena
Tel. 0039 329 3143795
www.anticomelo.it


BIKEGUIDE UND SHUTTLE
www.gallinarafreeride.com
Tel. 0039 3924126271

www.finalexpress.it
Tel. 0039 3936333333

www.finaleligurefreeride.com
Tel. Tour: 0039 3382793144
Single lifts: 0039 3891297659


Im Verbund von Finale Outdoor mit der For you card




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