Bergstolz Issue No. 97

S E R FAU S / F I S S / L A D I S 37 Bergstolz Ski & Bike Magazin • 04 | 2021 das erste Mal durch Serfaus Richtung Waldbahn Talstation rollen, fühlen sich nicht nur die Kids ziemlich cool. Seit der Öffnung des Bikeparks 2013 hat das Team um Christian einiges bewegt: Direkt an der Talstation befindet sich ein Kids Park, ein Pumptrack, die Training Area, ein Slopestyle Parcour und die Landing Bag. Hier können sich die Kids ausgiebig warmfahren und sich bei den Geübteren schon was abschauen. Der Park wurde von anfänglich 3 Lines auf nunmehr 9 Lines erweitert. 3 Easy Lines, 4 Medium und zwei schwarze, Expert Lines. Zudem gibt es in der ganzen Bikeregion mehrere Singletrails, die sich zwischen 2.600 Höhenmeter und 1.200 Höhenmeter ins Tal schlängeln und bei denen die Startpunkte sehr gut per Gon- delbahn erreichbar sind. Wir beschränken uns im ersten Urlaub auf die blauen Lines im Bikepark: Milky Way, Vuelta und Morning Glory. Während mein Kleiner an der Scheibe der Gondel klebt und von Drops und Anlegern schwärmt, ist beim Großen noch Skepsis angesagt. Man merkt, dass er sich auf einem neuen Bike noch nicht ganz wohl fühlt. Zum Glück habe ich ihm schon in weiser Voraussicht einen „Technikkurs für Jugendliche“ bei der Bikeschule gebucht. Laut Christian sind die Angebote für Nachwuchsshredder die meistgebuchten - für jede Altersgruppe und Könnerstufe ist was dabei. Die Guides Alex und Chris machen das auch sehr gut: Erst Bremsübungen, da einige in der Gruppe das erste Mal mit Scheibenbremsen unterwegs sind, dann Hütchenfahren, Bremsen und Ausweichen und schon geht es ab in die Training Area. Und nach- dem „sich alle so super anstellen und a wirklich krasse Truppe sind“, geht es schon nach einer guten halben Stunde ab zur Bahn. „Mit Eich schaff ma sogar zwoa Runs! Des is selten!“ motiviert Chris die Gruppe. Chris als Headguide vor- neweg, Alex als Tailguide hintendran. „Die haben das super gemacht, die Angst genommen, vieles erklärt, gute Tipps gegeben und immer motiviert“, schwärmt mein Großer. Auch Christian schwärmt von seinem sehr internationalen Team: „Allein die 10 Shaper machen einen Riesen Job. Und durch den Boom heuer, werden wir nächste Saison sogar auf 14 erhöhen.” Das merken auch meine Jungs: „Die Trails sind top präpariert und geshapt“, erklärt Paul beim Abendessen fach- männisch der Mama. Die Begeisterung der Kinder über den coolen Tag auf dem Bike bringt dann auch meine Frau zum Strahlen. Sie hat die Stunden am Berg sichtlich genossen und die Gegend auf den Trailrunningwegen bei traumhaftem Panorama erkundet. Die Wanderwege sind genauso gepflegt wie die Trails und durch die strikte Trennung von Bike- und Wanderwegen gibt es auch keinen Stress zwischen beiden Gruppen. Auf den Wanderwegen wiederum gibt es zahl- reiche “Entdeckungs-Stationen” und Spielplätze, mal mehr, mal weniger. So gibt es auch für Nicht-Biker richtig viel zu erleben.

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