Bergstolz Issue No. 92

16 D O LO M I T E N Bergstolz Ski & Bike Magazin • 09 | 2020 Nachdem wir uns wieder gesammelt haben, beginnt die Abfahrt über einen wurzeligen Singletrail hinüber in Richtung Monte Cristallo, mit dem Lift hoch und dann weiter über die Almwiesen auf Erkundungstour auf die Trails nordwestlich von Cortina. Zum Mittagessen geht es mit der Umlaufbahn Colfiere-Col Drusciè hoch zum Rifugio Col Drusciè. Uns werden vorzügliche Pasta ser- viert, wie man sie nur in den Dolomiten er- hält. Nach der Stärkung geht es rauf Richtung Tofana, wir können die Schneise, den berühmten Tofanaschuss, sehen, wo die Damen imWeltcupwinter die Abfahrt hinun- ter schießen - sehr beeindruckend! Für uns wird es nun auch etwas sportlicher, die Gruppe trennt sich, die versierteren Fahrer nehmen einen steilen Wurzeltrail in Angriff, der unser volles Fahrkönnen fordert. Unten angekommen geht es auf der Staatsstraße 48 ein kurzes Stück wieder hoch, Richtung Falzarego-Pass. Wir kommen zum Sessellift „Cinque Torri“ und nehmen gerne diese Aufstiegshilfe zum Refugio Scoiatolli auf 2.280 Meter Seehöhe in Anspruch. Hier erwarten uns die Cinque Torri, die fünf einzigartigen Felsblöcke. Bei diesem gigan- tischen Anblick verschlägt es nicht nur uns die Sprache. Wann hat man schon die Gele- genheit, dank Corona, dieses Naturmonu- ment fast allein zu genießen? Keine Menschen hier, nur unsere Reisegruppe und ein paar Kletterer in der Wand. Normaler- weise drängen sich hier die Leute, um ein Foto zu schießen. Auf der Hütte Scoiatolli beziehen wir unser Quartier, wir drei deutschsprachigen teilen uns ein Zimmer. Es geht zum Abendessen, auch hier wieder feinste Speisung und Diego empfiehlt uns noch einen Kümmelschnaps, die Spezialität der Region, zum Ausklingen eines wunder- vollen Tages. So gehen wir bald ins Bett, die Nacht jedoch ist sehr kurz – der Kollege macht sich um 5 Uhr auf, um ein paar Fotos vom Sonnenaufgang zu schießen und rollt sich aus dem Stockbett. Wir anderen beiden genießen den Sonnenaufgang vom Bett aus mit direktem Blick auf die Cinque Torri – mehr Luxus geht nicht! Nach dem Frühstück geht es diesmal gleich richtig zur Sache. Der Anstieg hoch zum Ri- fugio Averau hat es in sich. Die Höhe und der steile, geröllige Weg lassen den Puls gleich mal auf Anschlag hochschnellen. Oben angekommen dauert es eine zeitlang, superdolomitbike.it

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