Bergstolz Issue No. 88
44 MESTIA / / GEORGIEN Bergstolz Ski & Bike Magazin • 12 | 2019 Aber wohin nur in Georgien? Gudauri? Eher nicht. Bakhmaro? Nein, Catskiing kennen wir schon von Mazedonien und Kosovo. Mestia? Das hört sich doch gut an! Mestia ist eine Kleinstadt im nordwestlichen Georgien und liegt auf einer Höhe von etwa 1.500 Meter im Großen Kaukasus. Sie liegt in der Region Mingrelien und Obers- wanetien und ist Hauptort der historischen Region Swanetien. Flüge unkompliziert mit Wizzair von Memmingen nach Kutaissi und Unterkunft über Empfehlung im „Bapsha Guesthouse“ gebucht. Die Sache läuft! Ein paar Monate später geht’s dann endlich los. Flugzeit sind ca. vier Stunden und dank zwei Stunden Verspätung kommen wir um 04.00 Uhr Ortszeit in Kutaissi an, wo unser Fahrer Beko bereits auf uns wartet. Also ab ins Auto und ab nach Mestia. Die Fahrt dauert ca. fünf Stunden. Das war es aber wert, da die lange Fahrzeit dem Neu- schnee geschuldet ist, der über Nacht gefallen ist. Um 09.00 Uhr kommen wir also endlich im Bapsha Guesthouse an und werden von Ralf und seiner Frau Tamara begrüßt. Ralf ist Allgäuer und Tamara ist Georgierin, die lang in Deutschlang gelebt hat. Sie haben das alte Haus und den Stadel der Großeltern mit viel Liebe umgebaut und renoviert und betreiben nun seit zwei Jahren dieses Fe- riendomizil, das keine Wünsche offenlässt. Nach einem kurzen Frühstück beziehen wir unser Zimmer und machen uns auch gleich fertig für den Schnee. Haben ja nur den halben Tag und sind auch ein wenig müde. Also entscheiden wir uns für Hatsvali, ein sehr kleines Skigebiet auf 1.868 Meter bis 2.348 Meter und nur zwei Sesselliften. Macht aber gar nichts. Der Schnee ist super und zum „eingrooven“ in diversenWald- schneisen reicht’s völlig. Wir beenden den Skitag in der Sonne bei ein paar Bier. Wir, das sind 'Da Knobi', Tobi und Oli. Zu unseren Homespots gehören das Allgäu und der Bregenzer Wald. Alle fahren wir seit mindestens 15 Jahren Telemark. Fast jeden Winter sind wir in einer wechselnd großen Jungs-Gruppe unterwegs in der Welt, um neue, teilweise nicht so bekannte Destinationen zum Telemarken zu besuchen. Hierbei interessieren uns auch die Kul- tur und die Menschen. Und als Telemarker kommen wir immer schnell mit den Locals ins Gespräch.
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