Seite 54 - Bergstolz Issue No. 38

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Seite 54 | BERGSTOLZ Ski Magazin Dezember 2012
LORRAINE HUBER
Inside the Life of a Freeski Pro
von und mit Lorraine Huber
WAS MUSS MAN KÖNNEN,
UM FREERIDE-PROFI ZU WERDEN?
Ich erhalte viele Emails von jungen Freeridern mit der Frage, wie bin ich so richtig ins Freeriden eingestiegen, und wie
man zu Sponsoren kommt. Darüber soll es in dieser Kolumne nun gehen.
Bei mir fing alles mit einem Sieg bei meinem ersten Freeride-Bewerb, die Red Bull SnowThrill Qualifications in Kanin, Slovenien,
in 2004 an. Durch das gute Resultat bekam ich meinen ersten Skimaterialsponsor inklusive Reisebudget und bekam über
Freunde die Chance, mit Fotografen shooten zu gehen. Parallel dazu baute ich gerade das Freeride Center Sölden auf und arbei-
tete als staatlich geprüfte Skilehrerin und -führerin. Durch das Freeride Center konnte ich einen für Firmen interessanten
Mehrwert bieten, da ich direkten Kontakt zu ihren potentiellen Kunden hatte. Außerdem waren wir mit dem FCS auch in der
Presse präsent. Mammut war unser Material-Partner für das Freeride Center und daraus ergab sich 2005 mein erster richtiger
Sponsoringvertrag. Um auch die Mammut Produkte in Szene zu setzen, wurde ich zum Filmen mit Seppi Dabringer für einen
österreichischen Freeride-Film „The Preparation“ geschickt. Das Filmmaterial ist super geworden und verhalf mir wiederum zu
weiteren Filmaufnahmen sowie Fotoshootings. Von Jahr zu Jahr entwickelten sich neben BWL-Studium und eigener Firma
meine Aktivitäten als Freeriderin. Ich lernte Leute in der Industrie und in den Medien kennen und baute meine eigene Marke
mit viel harter Arbeit auf. Heute kann ich auf zwei Filmsegmente mit demWeltgrößten Skifilmproduzent der Welt,Warren Miller
Entertainment, sowie zwei Podiumsplätze auf der Freeride World Tour zurück blicken. Zum Freeride-Profi, das heißt Freeriden
als Beruf, schaffte ich es in 2008. Damit möchte ich eines klar stellen: du wirst nicht Freeride-Profi sobald ein Foto oder ein Film
mit dir veröffentlicht wird, sondern da steckt viel mehr dahinter damit man seinen Lebensunterhalt hauptsächlich vom Freeriden
verdienen kann, und in der heutigen Wirtschaftslage wird das nicht unbedingt einfacher.
Nun, welche Tipps kann ich euch geben für die Sponsorensuche?
Benötigen wirst du einige gute Wettkampfresultate und ein Video-Edit (auf YouTube bzw. Vimeo und nicht länger als zwei
Minuten) welches nicht nur dein Skifahren, sondern auch deine Persönlichkeit darstellt. Hilfreich ist es jedenfalls, wenn du schon
einige Views auf dein Video hast. Für die Bewerbung sind Fotos eher uninteressant. Überlege dir genau, was du gut drauf hast
und was du einer Firma bieten kannst. Du solltest dir ebenfalls überlegen, zu welcher Marke du gut passen würdest. Das heißt
Hausaufgaben machen und dir ein Bild von der Firma machen: wie kommuniziert sie und auf welchen Aktivitäten setzt sie?
Rein über ein Email einen Sponsorenvertrag zu landen ist äußerst schwierig. Viel einfacher ist es, wenn du über einen beste-
henden Teamrider oder einen Händler/Shop, mit dem du eine gute Zusammenarbeit hast, mit der Firma in Kontakt treten
kannst. Viel Glück!
Sponsoren:
Kjus, Lech Zürs, Scott, Kästle, Snowlife, Garmont, Pieps.
www.lorrainehuber.com
Fotos: Hanno Mackowitz