RIDERPROFILE
BERGSTOLZ Bike Magazin Juni 2012 | Seite 21
„Im Downhill als Wettkampfsport geht es darum, eine abge-
sperrte, ausschließlich bergab führende Strecke mit dem
Mountain Bike so schnell wie möglich zu fahren. Das unebene
Gelände wird gespickt mit natürlichen Hindernissen. Es sind
Geschwindigkeiten bis über 70 km/h möglich. Die Schwierigkeit
beim Downhill ist die optimale Balance zwischen maximalem
Tempo und geringer Sturzgefahr.“ Als wir Marc diesen Satz von
der Website seines Hauptsponsor Flat EX vorlesen grinste er
breit. „Wenn man das so hört, klingt es doch ganz einfach,
oder?“ antwortet er.
Um „die ausschließlich bergabführende Strecke so schnell wie
möglich fahren zu können“ hat Marc im letzten Jahr nur halbtags
gearbeitet und den Rest mit Radfahren und Fitnessstudio ver-
bracht, um sich so für die Downhillstrecken dieser Welt zu rüs-
ten. „2011 habe ich an neun Downhillrennen im IXS German
und European Cup teilgenommen und konnte größtenteils mit
zufriedenstellenden Ergebnissen abschließen“ erzählt Marc über
sein letztes Jahr in der Lizenzklasse „Elite Men“, in die er 2009
gewechselt ist.
Marcs Kick Off war ein Urlaub in Canda 2004. „Vorher sind wir
Mountainbike gefahren, und wir kamen auch als Mountainbiker
nach Whistler. Aber der Park dort änderte einiges!“ strahlt Marc.
Drei Wochen war er damals in Vancouver und Whistler unter-
wegs und entdeckte seine Liebe für schnelle und technische
Trails. „Das liegt meiner Fahrtechnik am besten, denn sehr viel
Flow und massive Sprünge machen mir richtig, richtig Spaß. Der
Bikepark Whistler ist ohne jegliche Konkurrenz, der wohl geilste
Bikepark auf der Welt.“
Zurück in Deutschland schloss er seine Ausbildung ab und fing in
der Bikebranche an. „Seit 2008 arbeite ich bei der Firma
Eldorado Bike-Shop in Kulmbach als Werkstattleiter und kann so
meine Rennerfahrung und die Erfahrung als Werkstattleiter nut-
zen, um meinem Sponsor Haibike bestmögliches Feedback zu
geben.“ erklärt uns Marc. „Egal ob bei Testfahrten, Testen von
Prototypen oder einfach beim Schrauben in der Werkstatt, kann
ich mein Know How mit einbringen und so Einfluss auf die spä-
teren Serienräder nehmen.“
Leider ist es in Deutschland schwer, nur vom Radfahren zu
leben, aber Marc ist happy mit seiner Situation. Sein Leben dreht
sich voll und ganz ums Radfahren.
„An den Rennwochenenden habe ich sehr viele nette und inter-
essante, teils auch recht bekannte Leute in der Downhillszene
kennengelernt und konnte mit diesen auch den einen oder
anderen Run fahren. Da kann man sich noch einiges abschauen
und viel dazulernen!“ Dieses Jahr wird Marc aber nur vereinzelt
an Rennen teilnehmen und sich hauptsächlich auf die Arbeit mit
Haibike konzentrieren und an den Wochenenden die neuen
Bikes Probe fahren.
Dazu ist er viel in den Bikeparks in Osternohe, Winterberg sei-
nem deutschen Lieblingsspot dem Geißkopf unterwegs. „Der
Geißkopf ist mit seinen recht natürlichen Trails der wohl schön-
ste und abwechslungsreichste Park in Deutschland.“ Seine
Lieblingsstrecke ist dennoch die World Cup Strecke in Willingen:
„Auf der habe ich letztes Jahr mit dem großen Finale mein
bestes Ergebnis einfahren können“.
Portrait: motioncompany
Action:
Mario Kraft
Sehr viel Flow und massive Sprünge, machen mir richtig, richtig Spaß
MARC JERSCH
Alter:
26
Wohnort:
Kulmbach, Oberfranken
Homespot:
Kulmbach „Kuba Trails“
Sponsoren:
SFlat Ex Online Broker
Metallbau Hofmann (Kulmbach)
Fahrzeugbau Hofmann (Kulmbach)
Dice Graffix
Co-Sponsoring MotoPitkan.at