THE LONG WAY SOUTH TOBIAS RENGGLI ARTESONRAJU PERU ROMANIAN ROMANCE PART II RIDERPROFILE DARIA FUCHS FRANZ DENGG FOTOFOLIO ERIC JEHART SKITEST ALL DAY, ANY WAY SERVICE LVS SKI TOURING SNOWBOARD NEWS POWDER EVENTS SKI #138 ❄ ❄ ❄ ❄ ❄ VERLOSUNG 4*S RESORT TAUERN SPA ZELL AM SEE – KAPRUN SKI & SPA WOCHENENDE ZU GEWINNEN! RAB / DOWN JACKET HESTRA / HANDSCHUHE SNOW CARD TIROL
3 EDITORIAL / INHALTE Herausgeber und V.i.S.d.P Sports Medien, Ralf Jirgens Angerlweber 5 | 83703 Gmund am Tegernsee email: info@sports-medien.de Redaktion Sophie Oettl // sophie@bergstolz.de +49 (8022) 5080-162 Birgit Ertl // ertl@sports-medien.de +49 (8022) 5080-160 Julia Dobler // julia@textprojekte.com +43 650 7108128 Phil Dobler // phil@bergstolz.de +49 (8022) 5080-160 Anzeigen Sports Medien |Ralf Jirgens // jirgens@sports-medien.de Grafik | Bildredaktion Nagel Werbeagentur Autoren Sissi Pärsch, Elias Ejderhamn, Birgit Ertl, Julia Dobler, Phil Dobler, Sophie Oettl, Ralf Jirgens Fotografen Lukas Anzinger, Eric Jehart, Tobias Renggli, Anton Brey, Elias Ejderhamn, Morgan Maassen, Julian Oswald, Karo Krasin, Birgit Ertl Druck Athesia Druck GmbH Weinbergweg, 7 | 39100 Bozen | Südtirol | Italien www.athesiadruck.com Web Design Nagel Werbeagentur | Marco Marchese Redaktions-Anschrift Bergstolz Ski & Bike Magazin® c/o Sports Medien | Ralf Jirgens Angerlweber 5 | 83703 Gmund am Tegernsee email: jirgens@sports-medien.de Tel: +49 (8022) 5080-160 Fax: +49 (8022) 5080-169 www.bergstolz.de Bergstolz® ist eingetragener Markenname von Nicolas Nagel. Bergstolz® ist ein geschützter Titel nach §5 Abs.3 MarkenG von Nicolas Nagel (NAGEL Werbeagentur) © 2008-2025 N.N. IMPRESSUM INHALTE 03 Editorial | Impressum 04 News 06 News 08 Verlosung 10 Fotofolio / Eric Jehart 14 The Long Way South 20 Skitest / All Day, Any Way 26 Artesonraju / Peru 32 Rider Profile / Daria Fuchs 33 Rider Profile / Franz Dengg 34 Romanian Romance / Part II 38 Service / LVS EDITORIAL THE LONG WAY SOUTH ARTESONRAJU PERU ROMANIAN ROMANCE PART II RIDERPROFILE DARIA FUCHS FRANZ DENGG FOTOFOLIO ERIC JEHART SKITEST ALL DAY, ANY WAY SERVICE LVS SKI TOURING TELEMARK NEWS POWDER EVENTS SKI #138 ❄ ❄ ❄ ❄ ❄ VERLOSUNG ****SUP. TAUERN SPA ZELL AM SEE-KAPRUN SKI & SPA WOCHENENDE ZU GEWINNEN! RAB / DOWN JACKET HESTRA / HANDSCHUHE SNOW CARD TIROL DES WIRD A GUADER WINTER! Wie gut? Das werden wir sehen. Aber wenn ich durch meinen Feed scrolle, scheint die Messlatte schon festzustehen: hüfttiefer Powder, strahlender Sonnenschein, große Lines. Alles unverspurt. EPIC! BEST DAY EVER! (oder auf Bayerisch: So guad wars no nie!) Darunter geht offenbar wenig. Klar machen solche Bilder Lust. Mir natürlich auch! Ich freue mich auf den Schnee, die ersten Schwünge und dieses Gefühl, wenn man morgens aus dem Lift steigt und weiß: Heute geht was! Aber ich freue mich auch auf die anderen Tage. Und davon gibt’s meistens deutlich mehr. Die, an denen die angekündigten 30 Zentimeter eher zehn sind. An denen der Wind ganze Arbeit geleistet hat und wir beim Liftausstieg erst mal Null sehen. Oder an denen die Hänge schon zerfahren sind, bevor man selbst angeschnallt hat. Kennt jeder. Fahren wir deshalb wieder heim? Auf keinen Fall! Meistens finden wir doch noch was. Einen guten Hang, ein paar schöne Schwünge, eine Abfahrt, die wir gleich noch mal fahren wollen. Dazu bekannte Gesichter am Lift, a bisserl ratschen beim Hochfahren und irgendwann die Frage: Noch eine? Ja, natürlich noch eine! Wenn ich an die vergangenen Winter denke, fallen mir viele solcher Tage ein. Von keinem davon könnte man einen spektakulären Clip posten. Aber missen möchte ich sie trotzdem nicht. Wir waren draußen. Zusammen auf Ski. Hatten Spaß. A guade Zeit. Im Lift, auf der Piste, abseits davon oder auf der Hüttn. Und am Abend das gute Gefühl, den Tag oder auch nur ein paar Stunden genau richtig verbracht zu haben. Natürlich hoffe ich auch heuer auf ordentlich Schnee. Auf diese Tage, an denen wirklich alles zusammenkommt. Aber bis dahin will ich einfach nur Ski fahren und in den Bergen unterwegs sein. Wenn nur die perfekten Tage zählen, lassen wir ziemlich viel gute Erlebnisse liegen. Auf den kommenden Seiten wollen wir euch wieder jede Menge Vorfreude auf die kommende Saison machen: starke Bilder, unglaublich Geschichten aus den Bergen, neue Ski und neues Equipment. Wir haben getestet, diskutiert und zusammengetragen und versucht unsere Begeisterung auf den nächsten 40 Seiten auf Papier zu drucken. Vielleicht findet ihr euren nächsten Traumski. Oder eine Idee, wohin es diesen Winter gehen soll. Oder entwickelt die gleiche kindlich Vorfreude! Ich freue mich jedenfalls auf die ersten Schwünge. Auf Touren, Liftgespräche, neue Begegnungen und bekannte Gesichter. Auf Powder sowieso. Und auf viele ganz normale, ziemlich guten Skitage. I gfrei mi. Wir sehen uns am Berg! & das Bergstolz Team COVER Skier: Xaver Kröll Location: Hochfügen Fotograf: Anton Brey
Berghaus wird 60 und zum Jubiläum gibt’s ein mega Gewinnspiel. Bei „Win Your Vanlife“ könnt ihr einen voll ausgestatteten 4x4 Rocket Camper für zwölf Monate gewinnen. Der Camper wurde gemeinsam mit Rocket Camper für Outdoor-Abenteuer umgebaut. Mit hochklappbarem Bett entsteht im Heck genügend Platz für Bikes, Ski oder Kletterausrüstung, dazu gibt’s eine Küche, Warm- und Kaltwasser sowie eine Dieselheizung. Damit die Reise nicht am Tank endet, legt Berghaus außerdem 5.000 Euro Tankguthaben drauf. Auch um das passende Outfit müsst ihr euch keine Gedanken machen: Berghaus-Gear im Wert von 2.000 Euro ist ebenfalls Teil des Gewinns. Die zusätzliche Ausrüstung und Gadgets, mit denen der Camper ausgestattet ist, dürft ihr nach den zwölf Monaten behalten. Anlass der Aktion ist der 60. Geburtstag von Berghaus. Die britische Outdoormarke wurde 1966 in Newcastle gegründet. berghaus.com FFF Cinema Edition: Ab Mitte November 2026 europaweit in mehr als einem Dutzend Ländern Das Freeride Filmfestival geht in eine neue Runde und zeigt sechs Filme, die von den Extremen des Lebens in den Bergen erzählen. Von existenziellen Momenten unter Schnee und Wind bis zu leisen Geschichten über Freundschaft, Herkunft und das, was am Ende bleibt. Zwischen einer Lawine an der norwegischen Küste und einer Segeltour durch isländische Fjorde, zwischen japanischer Trommelkunst in der kanadischen Wildnis und einem Snowboarder, der sein Leben neu erzählt, zwischen einer Schweizer Snowboarderin, die ihre Verbindung zur gefrorenen Welt bis hinunter zum Meeresspiegel sucht, erzählen die Filme 2026 vor allem von einem: Dem Moment, in dem man aufhört, die Natur kontrollieren zu wollen, und beginnt, sich mit ihr zu bewegen. TERMINE der FFF PRIME TOUR 2026 11.11. 19:30 MÜNCHEN, Mathäser Filmpalast 12.11. 20:00 WIEN, Gartenbaukino 13.11. 19:30 INNSBRUCK, Metropol Kino 21.11. 20:00 SAALFELDEN, Nexus 22.11. 19:30 KEMPTEN, Colosseum Center 26.11. 20:00 STUTTGART, Delphi Arthaus Kino www.freeride-filmfestival.com Foto: Morgan Maassen NEWS FreerideTestival 2027 // Dein Wochenende. Dein Setup. Foto: Lukas Anzinger BERGHAUS // 60 JAHRE - Win Your Vanlife FREERIDE FILMFESTIVAL 2027 // FFF Prime Tour: 11.–26. November 2026 in Österreich & Deutschland 4 Bergstolz Ski & Bike Magazin • 06/2026 Alles ist bereit für den Winter – auch dein Lawinenwissen? Ausbauen und auffrischen kannst du dein Knowhow fürs Gelände bei den kostenlosen SAAC Snow Camps supported by Drei Business und mithilfe der digitalen AAC Academy. Am 15. Oktober 2026 um 00:00 Uhr startet die Anmeldung für die SAAC Snow Camps 2026/27. Von November bis April bietet SAAC wieder kostenlose Lawinencamps in Top-Destinationen der mitteleuropäischen Alpen an. Neben den klassischen Basic Camps finden auch im Winter 2026/27 Woman Power Camps für reine Frauen- und Mädchengruppen statt, Family Camps, in denen Familien mit Kindern ab 12 Jahren den Umgang mit Risiken am Berg lernen, und SAACnd Step Camps für alle, die tiefer einsteigen wollen. Ergänzend gibt es mit der AAC Snow Academy eine digitale Lernplattform, in der das geballte SAAC-Lawinen-Knowhow steckt. Kompakte Lektionen vermitteln kostenlos viel Wissen rund um Schnee, Risiken und Sicherheit beim Freeriden und Skitourengehen - optimal als Vorbereitung oder Auffrischung deiner Kenntnisse. Ein SAAC Basic Camp dauert zwei Tage. Der erste Tag startet nachmittags mit rund drei Stunden Theorie, am zweiten Tag geht es mit staatlich geprüften Ski- und Bergführer:innen raus ins Gelände. Dabei dreht sich alles um Lawinenkunde, Wetter, Geländeformen, Gefahrenstufen, Gruppendynamik und Tourenplanung. Im Praxisteil werden Risikomanagement, Gefahren- und Geländecheck geübt, und natürlich die Verschüttetensuche. Dabei werfen die Guides auch immer einen Blick auf den Lebensraum Berg und geben wertvolle Tipps und Infos für ein verträgliches Miteinander von Mensch und Natur. alpine-awareness.eu Bisher kannte man 7mesh vor allem aus dem Radsport. Mit der neuen Guardian Terra Collection wagt sich die Marke nun erstmals an Outerwear speziell für Ski- und Hochtouren. Die Guardian Terra Jacket setzt auf eine robuste 3-Lagen-Konstruktion aus 70D-Nylon mit GORETEX Pro ePE-Membran. Für Bewegungsfreiheit sorgt die 360°-Schnittführung. Dazu kommen eine helmtaugliche CrossPull-Kapuze mit RECCO-Reflektor, Belüftungsöffnungen und ein Zwei-Wege-Frontreißverschluss. Passend dazu bietet die Guardian Terra Pant ZweiWege-Belüftungsreißverschlüsse, zwei wasserdichte Oberschenkeltaschen und Verstärkungen an den Beinabschlüssen. Ein No-Flip-Gürtel und flache Versteller sollen auch unter Rucksack oder Klettergurt für einen guten Sitz sorgen. Beide Modelle sind PFAS-frei sowie bluesign®- und Oeko-Tex® Standard 100-zertifiziert. 7mesh.com SAAC SNOW CAMPS 2026/27 // Anmeldestart 15. Oktober 7 MESH // Guardian Terra Collection TOURSTOPPS 2027 Nauders am Reschenpass: 16. & 17. Januar – NEU Hochfügen/Zillertal: 30. & 31. Januar Silvretta-Montafon: 13. & 14. Februar Livigno Experience by Aeroski & FreerideTestival: 04. - 07.März – NEU & EXKLISIV Stubaier Gletscher: 13. & 14. März Testen. Freeriden. Community. Seit 2014 ist das FreerideTestival der Treffpunkt der Freeride-Community. Du fährst das Equipment der kommenden Saison, bevor es im Handel erhältlich ist. Darunter Ski von Atomic, Snowboards von Burton, Brillen und Helme von Alpina sowie Bekleidung von The North Face, unserem neuen Partner. Dazu gibt‘s Einsteigerkure, Ride with the Pro und Guided Tours. Und am Samstagnachmittag trifft sich die Community bei der legendären After Hour. Zwei Tourstopps fährst du 2027 zum ersten Mal. Nauders liegt eineinhalb Stunden von Innsbruck und hat Terrain, das kaum jemand auf dem Schirm hat. Livigno ist dagegen kein regulärer Tourstopp, sondern ein eigenes Format. In einer kleinen Gruppe könnt ihr vier Tage lang ausgewählte Produkte der Amer Sport Group (Atomic, Armada, Salomon, …) testen und gemeinsam die besten Freeride Lines rund um Livigno erkunden. Jetzt anmelden: www.freeride-testival.com
Die ersten Skigebiete sind bereits offen: Am Pitztaler und Kaunertaler Gletscher läuft die Saison seit Ende September, am Hintertuxer Gletscher seit Anfang Oktober. In den nächsten Wochen folgen immer mehr Gebiete und mit ihnen Testivals, Konzerte und große Opening-Wochenenden. Am 10. Oktober starten Kitzsteinhorn und Engelberg-Titlis in den Skibetrieb. In Sölden steht am 24. und 25. Oktober mit dem Skiweltcup-Opening am Rettenbachgletscher das erste große Highlight an. Richtig Fahrt nimmt die Saison im November auf: Val Thorens feiert am 21. und 22. November „La Grande Première“ inklusive großem Materialtest. Ischgl startet am 26. November und holt zwei Tage später Westlife zum Top of the Mountain Opening Concert. Auch Obertauern fährt groß auf: Der Skibetrieb soll am 20. November beginnen, die Skiopening Week läuft vom 27. November bis 8. Dezember. Die Fantastischen Vier spielen am 28. November, Anastacia am 4. Dezember. In St. Anton am Arlberg wird vom 4. bis 6. Dezember beim Stanton Ski Open mit Ski- und Snowboardtests, Safety Camp und Live-Musik eröffnet. TERMINE 26.09. Pitztal & Kaunertal 02.10. Hintertux 10.10. Kitzsteinhorn & Engelberg-Titlis 24.–25.10. Sölden Weltcup-Opening 21.–22.11. Val Thorens 26./28.11. Ischgl / Westlife 27.11.–08.12. Obertauern Skiopening Week 04.–06.12. Stanton Ski Open Termine und Skibetrieb abhängig von Schnee und Wetter. Aktuelle Infos findest du auf unserer Webseite: www.bergstolz.de SKI-OPENINGS 2026/27 // DER WINTER IST GESTARTET! Mit dem neuen Patrol E2 erweitert SCOTT sein Lawinenrucksack-Sortiment für den Winter 2026/27. Zur Auswahl stehen zwei Größen mit 30 oder 38 Litern Volumen – je nachdem, wie viel Ausrüstung mit auf Tour soll. Beide Modelle sind mit dem elektronischen Alpride E2 AirbagSystem ausgestattet. Das System arbeitet mit einem elektrischen Gebläse und kommt damit ohne Kartusche aus. Ein separates Fach hält Schaufel und Sonde griffbereit, während Ski diagonal oder als A-Frame und das Snowboard frontal befestigt werden können. Auch für Helm, Eispickel und Stöcke gibt es entsprechende Befestigungen. www.scott-sports.com SCOTT // PATROL E2 Mit dem LINE 22 E2 bringt EVOC einen neuen Lawinenrucksack mit elektronischem ALPRIDE E2 Airbag-System. Das neue System ist laut Hersteller 40 Prozent kompakter und 140 Gramm leichter als der Vorgänger E1. Der Airbag fasst 162 Liter und ist über fünf feste Ankerpunkte mit dem Rucksack verbunden. Statt Gaskartusche oder Lithium-Ionen-Akku arbeitet das System mit Superkondensatoren. Geladen wird in rund 20 Minuten per USB-C oder alternativ innerhalb von 40 Minuten über zwei AA-Batterien. Im Ernstfall soll sich der Airbag innerhalb von fünf Sekunden vollständig aufblasen. Praktisch für alle, die für ihre Powdertrips häufiger ins Flugzeug steigen: Da weder Gaskartusche noch Lithium-Ionen-Akku verbaut sind, unterliegt das System laut EVOC keinen entsprechenden Transport- und Lagerbeschränkungen. www.evocsports.com EVOC // LINE 22 E2 Foto: Philipp Schilcher NEWS 6 Bergstolz Ski & Bike Magazin • 06/2026 Wissen, was zu tun ist, wenn es darauf ankommt. Die Ortovox Safety Academy startet mit neuen Terminen in den Winter 2026/27. Gemeinsam mit 35 Partner-Bergschulen bietet Ortovox verschiedene Lawinenkurse für Einsteiger und Fortgeschrittene an. Vom „Training Basic“ mit Grundlagen zur Verschüttetensuche bis zu „Tour & Training Basic“ und „Advanced“ mit Tourentagen im Gelände geht es um Lawinenprävention, Risikomanagement und den richtigen Umgang mit der Notfallausrüstung. Einige Kurse werden auch als Ladies-Only- oder englischsprachige Variante angeboten. Wer sich zunächst zuhause vorbereiten möchte, findet im kostenlosen Lab Snow 17 Video-Tutorials, Lernmodule und Quiz. Zusätzlich gibt es bei ausgewählten Fachhändlern kostenlose Safety Sessions mit Bergführern, bei denen Lawinenwissen kompakt aufgefrischt werden kann. Alle Termine & Kurse: www.ortovox.com ORTOVOX SAFETY ACADEMY // WINTERPROGRAMM JETZT ONLINE Bevor der Winter richtig losgeht, bringen zahlreiche Filmtouren und Festivals wieder Powder, Abenteuer und große Lines ins Kino. Peak Performance feiert sein 40-jähriges Jubiläum mit einer eigenen Filmtour und Beiträgen von Max Palm, Hedvig Wessel, Yu Sasaki, Tao Kreibich und Paddy Graham. Stopps gibt’s unter anderem in München, Berlin und Innsbruck. www.peakperformance.com Bei der Salomon Quality Ski Time Filmtour stehen gleich vier Skifilme auf dem Programm: Blank Patterns, Places, Almost Alone in the Alps und All-Electronic-Transmission. www.qualityskitimefilmtour.com Die Norrøna Freeride Film Tour zeigt am 22. Oktober in München mit Trandal, A Derailed Human Dream und Varg drei norwegische Produktionen. www.norrona.com Ab 11. November geht das Freeride Filmfestival mit sieben Ski- und Snowboardfilmen sowie Live-Moderation und Interviews auf Tour durch Österreich und Deutschland. www.freeride-filmfestival.com Bereits ab 12. Oktober startet die European Outdoor Film Tour in ihre Jubiläumssaison: Die EOFT wird 25 und bringt wieder einen Mix aus Klettern, Kajak, Highline und Freeride auf die Leinwand. www.eoft.eu Auch das Bayerische Outdoor Film Festival ist wieder unterwegs. Sieben Filme erzählen unter anderem von Babsi Zangerl und Jacopo Larcher am El Capitan, Andrzej Bargiels Everest-Abfahrt und Tom Öhlers Reise durch Bhutan. www.boff-film.com Auch das Alpen Film Festival geht 2026 mit seiner „Passion“- Tour auf Reisen. Drei eigens für das Festival produzierte Filme erzählen Geschichten rund um Alpinismus, Freeride und die Leidenschaft für die Berge. www.alpenfilmfestival.de FILMTOUREN & FESTIVALS // WINTER AUF DER GROSSEN LEINWAND Wer bereits sicher abseits der Piste unterwegs ist und sein Know-how weiter ausbauen möchte, kann sich für den Winter 2026/27 einen der vier Camp-Termine der Skischule Warth am Arlberg vormerken. Zur Auswahl stehen jeweils zwei Freeride- und Skitourencamps, begleitet von geprüften Berg- und Skiführern. Im Fokus stehen persönliche Betreuung, abwechslungsreiche Touren und natürlich jede Menge Zeit im Gelände rund um den Arlberg. • Freeride Camp – 17.–22. Januar 2027 • Skitouren Camp – 24.–29. Januar 2027 • Freeride Camp – 07.–12. März 2027 • Skitouren Camp – 14.–19. März 2027 www.skischule-warth.com SKISCHULE WARTH AM ARLBERG // FREERIDE & SKITOUREN CAMPS Foto: Anton Brey Foto: Max Draeger
8 VERLOSUNG Bergstolz Ski & Bike Magazin • 06/2026 Vom 6. bis 8. November 2026 heißt es für die Gewinner Ski & Spa. Am Kitzsteinhorn läuft die Wintersaison dank der Höhenlage bereits im Herbst und auf über 3.000 Metern könnt ihr die ersten Skitage sammeln. Außerdem findet am Samstag und Sonntag ein Ski & Board Test statt, bei dem ihr aktuelle Ski- und Snowboard-Modelle der neuen Saison ausprobieren könnt. Nach dem Skitag wartet das TAUERN SPA. Auf mehr als 20.000 m² verteilen sich verschiedene Pools, Saunen sowie zahlreiche Relax- und Rückzugsbereiche. Highlight ist der gläserne Skylinepool mit Blick auf das Kitzsteinhorn. Wer noch mehr Entspannung braucht, findet im Alpin Vital SPA & Kosmetik zusätzlich Massage- und Beautyangebote. Übernachtet wird in den Natur- und Wohlfühlzimmern des Resorts, morgens und abends ist mit der inkludierten Halbpension auch für die Verpflegung gesorgt. www.zellamsee-kaprun.com www.tauernspakaprun.com SKI & SPA WOCHENENDE ZU GEWINNEN! 4*S RESORT TAUERN SPA ZELL AM SEE – KAPRUN // Wir verlosen ein Wochenende für zwei Personen im 4*S TAUERN SPA Zell in der Region Zell am See-Kaprun inklusive Halbpension und 2 x 2-Tagesskipässen für das Kitzsteinhorn. HESTRA // Omni RAB // Microlight Alpine Down Jacket Kalte Finger können einem den besten Powdertag vermiesen. Deshalb verlosen wir ein Paar Hestra Women’s Fall Line Mitt in der Farbe Cerise und Größe 7. Der warme Freeride-Fausthandschuh ist speziell auf schmalere Frauenhände zugeschnitten und besteht aus imprägniertem Ziegen- und Rindsleder. Für Wärme sorgt eine G-Loft-Isolierung, innen kommt ein herausnehmbares Bemberg-Futter mit einzelnen Fingerkammern zum Einsatz. Praktisch: Das Innenfutter kann zum Trocknen oder Waschen einfach herausgenommen werden. Eine Neopren-Stulpe mit Klettverschluss sorgt für einen kompakten Abschluss am Handgelenk. Dazu kommen Verstärkungen am Handrücken und Befestigungsschlaufen. www.hestragloves.de Mit der Snow Card Tirol stehen euch über 90 Skigebiete, rund 4.000 Pistenkilometer und mehr als 1.000 Liftanlagen offen und wir verlosen eine Karte für die Wintersaison 2026/27! Im Sommer auf den Winter freuen? Das ist doch verrückt! Ja, aber wer verrückt nach Schnee ist, spürt diese besondere Vorfreude auf den Winter in Tirol das ganze Jahr. Statt der warmen Jahreszeit nachzutrauern, träumen Schneefans von frischem Neuschnee und klarer Bergluft auf über 3.000 Metern. Los gings bereits ab 1. Oktober 2026 auf den fünf Tiroler Gletschern in Hintertux, Stubai, Sölden, Pitztal und Kaunertal. Allein dort warten über 300 Pistenkilometer und 75 Liftanlagen. Im Laufe des Winters kommen zahlreiche weitere Gebiete hinzu, darunter Kitzbühel, Mayrhofen oder Serfaus-Fiss-Ladis. Die Snow Card Tirol kostet für Erwachsene in der Saison 2026/27 regulär 1.227 Euro. Oder ihr versucht einfach euer Glück bei uns! www.snowcard.tirol.at Ob kalter Gipfel, Pause am Berg oder einfach als zusätzliche Wärmeschicht. Die Rab Microlight Alpine Down Jacket ist als vielseitige Daunenjacke für unterschiedliche Outdoor-Aktivitäten konzipiert und eine davon könnt ihr bei uns gewinnen! Für Wärme sorgt eine recycelte 700-cuin-Daune mit hydrophober Beschichtung. Unterschiedlich große Kammern verteilen die Isolation gezielt am Körper und sollen gleichzeitig genügend Bewegungsfreiheit bieten. Außen kommt Pertex Quantum mit fluorcarbonfreier DWR zum Einsatz. Dazu gibt’s eine verstellbare Kapuze, zwei Einschubtaschen und eine Brusttasche. Mit 428 Gramm in Größe M bleibt die Jacke zudem angenehm leicht und lässt sich gut im Rucksack verstauen. Wir verlosen eine Rab Microlight Alpine Down Jacket in Schwarz und Größe M – als Damen- oder Herrenmodell, passend zum Gewinner oder zur Gewinnerin. www.rab.equipment Wie nimmst du teil? Schicke uns einfach die Lösung zur Gewinnspielfrage (welche du auf unserer Webseite findest) an die verlosung@bergstolz.de! Email schicken, im Lostopf landen und mit etwas Glück gewinnen Fotos: TAUERN SPA Kaprun SNOW CARD TIROL // Gültig in über 90 Skigebieten
10 FOTOFOL I O Bergstolz Ski & Bike Magazin • 06/2026 Eric Jehart Angefangen hat Eric Jehart mit der Kamera seines Vaters, YouTube-Tutorials und viel Ausprobieren. 2020 entstand sein eigenes Skatezine, im selben Winter nahm ihn eine Freundin zum ersten Mal mit zum Freeriden. Es war windig, saukalt und Eric sofort hooked. Seitdem ist die Kamera an kaum einem Skitag zuhause geblieben. Heute ist aus dem Hobby sein Beruf geworden. Vergangene Saison begleitete Eric Sarah Bacher auf der Freeride World Tour, inzwischen hat er den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Am liebsten hält er den Moment fest, in dem Rider, Berg und Line zusammenkommen. @eric.jehart www.ericjehart.com FOTO: ILVA GAST-HAMMERLE. THIJN VAN HEIJNSBERGEN // ISCHGL
11 FOTOFOL I O Bergstolz Ski & Bike Magazin • 06/2026 RUVEN OVERBERG / STUBAIEWR GLETSCHER
12 FOTOFOL I O Bergstolz Ski & Bike Magazin • 06/2026 OBEN / PASCAL SCHINDLER / ZILLERTAL ARENA UNTEN / SIMON WALLNER // KAPPL
13 FOTOFOL I O Bergstolz Ski & Bike Magazin • 06/2026 OBEN / JACKSON WELLS / NORDKETTE UNTEN / LINKS / LUKAS PIK // STUBAIER GLETSCHER RECHTS / CLAUDIA ROHRER // PITZTAL
14 AMER I KA Bergstolz Ski & Bike Magazin • 06/2026 Im April 2026 startete Tobi zu einer Expedition durch alle 35 Länder Nord-, Mittel- und Südamerikas. Sein Ziel: Von Alaska bis Patagonien innerhalb von (geplanten) zwei Jahren mit dem Fahrrad, zu Fuß und per Boot in jedem Land den höchsten Gipfel anzusteuern und zu besteigen – von einem der kältesten Berge der Welt über Karibikinseln bis in den Regenwald des Amazonas. „Es ist eine Freiheit, die zugleich radikale Eigenverantwortung mit sich bringt. Du kannst selten einem Schema folgen. Du kannst selten Dinge abgeben. Du bist kontinuierlich gefordert, Entscheidungen zu treffen und Probleme zu lösen.“ THE LONG WAY SOUTH Text: Sissi Pärsch / Fotos: Tobias Renggli, Black Forest Collective
15 AMER I KA Bergstolz Ski & Bike Magazin • 06/2026
16 AMER I KA Bergstolz Ski & Bike Magazin • 06/2026 Denali (6.190 m), USA Deadhorse an der Küste des Arktischen Ozeans ist der nördlichste Straßenpunkt Amerikas, am Ende des Dalton Highways. Von hier startet Tobi auf seinen 1.000 Kilometer-Anreise zum Denali: auf vereisten Straßen bei Temperaturen bis -30 Grad Celsius. An den kältesten Tagen steigt er alle zehn Minuten ab, um sich mit Hüpfen und Sprints aufzuwärmen. Er trägt die für den Denali gedachten Expeditionsschuhe bereits beim Radfahren und eine dicke Vaseline-Schicht im Gesicht. Die riesigen Öltrucks sind kein Problem: Per Funk haben sich die Trucker über den Roadtrip des Schweizers informiert. „Es war kein sanfter Start. Ich war direkt in einer anderen Welt. Man denkt vielleicht, ob -20° oder -30° ist dann eh egal – aber ich weiß jetzt, wie groß der Unterschied ist. Doch die arktische Landschaft war einfach auch unglaublich schön, am Tag wie in der Nacht mit leuchtenden Polarlichtern.“ In den zehn Gravel-Tagen gilt es allerdings, nicht zu viel Zeit zu verlieren. Es gibt zwei sehr gute Argumente, den Denali nicht zu spät zu erreichen. Wer nicht – wie üblich – mit dem Flugzeug ins Basecamp fliegt, startet tief. Der Ausgangsort Talkeetna liegt auf 106 Metern und es gilt zum einen, die riesigen Flüsse noch gefroren zu queren und zum anderen den spaltendurchzogenen Fuß des Gletschers mit ausreichender Schneedecke zu erreichen. „Nicht zu fliegen, bedeutete: Wir waren für unten fast zu spät – und für oben zu früh. Während der Saison ist es wärmer und die Bedingungen sicherer.“ Die Besteigung / Schwere Logistik, absolute Einsamkeit Auf den Denali begleiten Tobi die beiden Bergsteiger und Abenteurer Heli Hofman und Laetitia Lam. Das Trio ist nicht nur auf dem 120 Kilometer langen Zustieg allein – sie sind 2026 die Allerersten am Berg. Die Saison startet erst Wochen später. Und Alaska erlebt einen der sturm- und schneereichsten Frühjahre der letzten Jahrzehnte. Die extrem schlechten Bedingungen sind das eine – das andere ist die fordernde Logistik durch die Abgelegenheit des Berges. Es sollte sich zeigen, dass es eine gute Entscheidung war, viel Material einzupacken... „Uns fehlte es an Erfahrung und der Denali war schwer einzuschätzen. Wie viel, wie wenig Material zieht man 6.000 Meter den Berg hoch? Brauchen wir 20 oder 40 Tage? Wieviel Verpflegung nehmen wir mit? Wieviel Benzin und WC-Papier?“
Tobi, Heli und Laetitia sind Bergsportler, doch die hochalpine Arktis ist für alle drei Neuland. Das Handling der Pulkas kostet Kraft, die Sonnencreme ist gefroren, der Käse zum Ziegelblock erstarrt. Die extrem tiefen Temperaturen und Schneestürme zwingen die Drei zu tagelangem Verharren im Zelt. Auch die Team-Dynamik ist für sie schwer einzuschätzen. Vorab hatten sie sich erst zweimal zu Dritt getroffen. Jetzt haben sie keinerlei Privatsphäre, sind bei den widrigsten Bedingungen 24/7 gemeinsam unterwegs – oder im Zelt… „Wir sind sehr unterschiedliche Menschen und es war nicht klar, dass wir uns so gut verstehen würden. Wie es auch für jeden selbst nicht klar war, wie man in Extremsituationen reagiert oder, wenn man fünf Tage im Zelt verharrt. Für mich war das eine krasse Erfahrung, in der ich eine innere Ruhe entwickelt habe, wie nie zuvor. Du bist maximal disconnected. Ich hatte kein Buch, hörte kaum Musik, weil ich mich dem auch aussetzen wollte. Der Natur wie auch den eigenen Gedanken.“ Tobi, Heli und Laetitia erreichen Camp 4 nach 30 Tagen. Während der Saison sind die Wege meist gespurt, doch jetzt sind selbst die Fixseile eingeschneit. Es kostet Kraft und Zeit sie in der Steilwand herauszupickeln. Laetitia zieht sich dabei Erfrierungen zu – im Zelt präsentiert sie einen schwarzen Finger. Es ist klar, dass sie im Zelt bleiben und ihren Finger warmhalten muss. Zelt haben sie jedoch nur eines dabei. Das bedeutet für Tobi und Heli: Sie müssen auf die Station am Camp 5 verzichten und den Denali von Camp 4 direkt versuchen. Die Entscheidung fällt schwer. Bis Mitternacht wägen sie ab. Als der Wecker um 3 Uhr klingelt, hat Tobi vor Nervosität nicht geschlafen. 2.000 Höhenmeter warten auf sie. Die Bedingungen sind schwierig, der Weg extrem technisch. Sie kommen langsam voran und fallen immer weiter in ihrem gesteckten Zeitplan zurück. Das Wasser neigt sich dem Ende zu und sie haben keinen Kocher dabei. Das Ziel war, um 18 Uhr den Gipfel zu erreichen. „Kurz vor Mitternacht waren wir am Gipfel und es war auf so vielen Ebenen unglaublich. Wir sind 18 Stunden aufgestiegen. Es war der 31. Tag. Wir waren als erstes Team des Jahres am Denali. Die Sonne ging unter in dieser kaum fassbaren Wildnis – und ich habe einfach fünf Minuten richtig intensiv geheult.“ Am Gipfel sind -40°C – mit Windchill wohl noch 10° weniger. Und Tobi und Heli wissen, wie fordernd der Weg retour werden wird. Am Denali Pass auf 5.500 AMER I KA Bergstolz Ski & Bike Magazin • 06/2026
18 AMER I KA Bergstolz Ski & Bike Magazin • 06/2026 Metern ist die Sonne weg. Tobi kämpft gegen die Müdigkeit. Immer wieder fällt er in den Sekundenschlaf. Heli geht voraus, aber sie kommen nur langsam voran – und haben Durst. Die Flasche mit dem letzten Wasserrest ist zugefroren. Kurzerhand schlagen die beiden sie mit dem Eispickel auf und saugen die letzten Tropfen aus. 12 Stunden brauchen sie zurück ins Camp 4 zu Laetitia – 32 Stunden nachdem sie sich von ihr verabschiedet hatten. „Ich bin in voller Montur eingeschlafen, bevor ich essen konnte. Als ich aufgewacht bin, war die Erleichterung und das Glücksgefühl riesig. Und da war eine so tiefe Zufriedenheit, wie ich sie noch nie erlebt habe. Als wir zurück ins Basecamp kamen, standen dort plötzlich Zelte. Und unten im Tal erschien alles surreal. Es war Frühling, wir haben Vögel gehört, Pflanzen gesehen – und andere Menschen. Daran mussten wir uns erst wieder gewöhnen.“ 36 Tage ohne Dusche und Toilette, ohne die Socken auszuziehen und ohne richtiges Essen. Und 36 Tage mit dem Smartphone im Flugmodus. Sie haben Sorge, ihn abzuschalten und all die Nachrichten zu empfangen. Die Zivilisation kann überwältigend sein. Laetitia verabschiedet sich bald. Heli wird Tobi noch weiter nach Kanada zum zweiten Gipfel begleiten. Sie essen viel, sortieren das Material, fixieren die Skier am Rad und radeln wenige Tage später los Richtung Kanada. Mount Logan (5.959 m), Kanada Trotz Gepäck und einer Distanz von 1.100 Kilometern ist die Gravel-Tour nach Silver City in den Südwesten des Yukon-Territoriums für die beiden eine Spazierfahrt. Die Temperaturen sind perfekt. Sie müssen nicht gegen eisige Stürme kämpfen, keinen Schnee festklopfen, keine Schneemauern bauen, kein Expeditionszelt aufstellen. Auf dem Weg finden sich Shops. Nach dem Denali fühlt sich alles wie Luxus an. 10 Tage brauchen sie nach Silver City, dem Ausgangspunkt für den Mount Logan. Der Ort besteht aus zwei Häusern und einer Gravel-Piste für die Flugzeuge – der Berg aus einem gigantischen Eispanzer. Es sind die größten Eisfelder außerhalb der Polarregionen und Grönlands. Plus: Der Mount Logan hat mit seinen 160 Kilometern den weltweit größten Basisumfang aller nicht-vulkanischen Berge. Es braucht nicht viele Gespräche, bevor Tobi und Heli bewusst wird, dass der Zustieg dieses Mal nur mit Flugzeug möglich ist. Die Flüsse sind aufgetaut und die Bären wach. „Mit der Denali-Erfahrung war das Einkaufen so viel einfacher. Wir wussten, welche Erdnussbutter nicht gefriert, dass Parmesan nicht steinhart wird und natürlich vor allem auch ungefähr, welche Menge wir brauchen würden. Die Herausforderung war eher, das Material in der winzigen Maschine unterzubringen.“ Sie landen – und sobald das Flugzeug verschwunden ist, kehrt wieder die Stille ein. Sie sind die einzigen Menschen in einem Umkreis von 150 Kilometern. Der Mount Logan liegt noch abgelegener, die Landschaft ist noch wilder – und dieses Mal ist die Saison schon vorbei. Nur 13 Menschen waren 2026 vor ihnen auf dem Gipfel. Dieses Mal haben die beiden Glück mit dem Wetter. Nachts kühlt es bis auf -20°C ab, aber tagsüber ist es warm und die Tage lang. Sie sind als Team eingespielt. Nach vier Tagen sind sie bereits auf 5.000 Metern. Dann kommt der Sturm. Vor ihnen liegt ein extrem steiler Hang mit viel Neuschnee. Dieses Mal zwingt sie nicht das Wetter zum tagelangen Stillhalten, sondern die Lawinenlage. Schließlich verbessern sich die Bedingungen, sie investieren viel Zeit in die Sicherung und stehen am 12. Tag auf dem Gipfel. „Wir sind am 21. Juni ins Basecamp abgefahren, dem längsten Tag des Jahres. Es war landschaftlich absolut unvorstellbar und ich war komplett ausgefüllt mit einem inneren Frieden. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich beide Skiexpeditionen für fast unmöglich gehalten. Es war nicht nur, dass wir es geschafft haben, sondern, dass wir es erleben durften. Ich empfinde das als eine große Ehre und bin unglaublich dankbar dafür.“ Nun steht der 5.636 Meter hohe Pico de Orizaba in Mexiko an – der dritthöchste Berg Nordamerikas. Nach einem halben Jahr in nur drei Ländern, wird Tobi in Mittelamerika Ländersammeln. Aber er wird vor allem auch komplett neue Herausforderungen vorfinden. Illegale Goldschürfer und Drogenkartelle werden ihn streckenweise dazu zwingen, mit bewaffneten Guides unterwegs zu sein. In Belize wartet mit Doyle’s Delight ein nur 1.124 Meter hoher Gipfel, der allerdings abgeschieden im dichten Dschungel liegt. Vielleicht ist es noch unrealistischer, seinen Gipfel zu erklimmen als den Denali oder Mount Logan. Doch Tobi ist nicht nur Abenteurer und Bergsportler. Er ist vor allem auch Optimist. Tobias Renggli (23) aus Luzern (Schweiz) ist Ausdauersportler, Abenteurer und einer der weltjüngsten Gipfel- und Ländersammler – mit dem Rad, zu Fuß und jetzt auch mit Skiern und Segelboot. Mit 16 Jahren wurde er Schweizer Jugend-Berglaufmeister und machte seine Matura-Arbeit zum ersten Abenteuer-Projekt: In 38 Tagen fuhr er mit dem Rad alle 250 Städte der Schweiz ab, bestieg alle 26 höchsten Kantonsberge – und schrieb dazu die 200-seitige „Tour dör d’Schwiiz“. „Wenn man sich die höchsten Gipfel eines Kantons oder eines Kontinents als Ziel setzt, bringt dich das an Orte, die man sonst niemals besucht hätte.“ Vor Studienbeginn startete er mit 18 Jahren zu einer BikepackingTour durch alle 44 Länder Europas und erklomm auch hier jeden höchsten Berg. 2024 wiederholte er seine Kantonsgipfeltour und legte dabei in drei Wochen 2.533 Kilometer und 27.219 Höhenmeter zurück: Die Dokumentation „Gipfeli of Switzerland“ war 2025 eine der Highlight-Filme der European Outdoor Film Tour (EOFT). „Ich habe mich gefragt, was mich in meinem Leben am meisten weitergebracht hat. Auf der Europa-Tour habe ich extrem viel gelernt, gesehen, erlebt. So etwas nochmals in einer neuen Dimension machen zu können, ist mein Traum. I N F O BOX
20 SK I TEST Bergstolz Ski & Bike Magazin • 06/2026 FREERIDE SKITEST HOCHFÜGEN, ZILLERTAL 2026 KATEGORIE "ALL DAY, ANY WAY" Auch dieses Jahr hatten wir in Hochfügen richtig Glück mit den Bedingungen. Im oberen Teil fanden wir noch unverspurte Stellen, aber auch zerfahrenen, härteren Schnee und gegen Nachmittag Slush auf der Piste. Perfekte Bedingungen also, um unsere Allmountain-Ski zu testen. Denn in dieser Kategorie geht es genau darum: Welcher Ski funktioniert wann, wo und vor allem für wen? Über 80 Tester haben die Modelle auf Piste, im Verspurten und Powder getestet und im Nachgang bewertet. Die Antworten haben wir für euch ausgewertet und zusammengefasst. Wie gewohnt gibt es bei uns kein klassisches Ranking. Wir wollen euch zeigen, welche Stärken und Charaktereigenschaften die einzelnen Ski haben und welcher am besten zu eurem Style und euren Vorlieben passt. Einzelne Ski, die wirklich alle Tester begeistert haben und aus dem Testfeld herausgestochen sind, erhalten allerdings den „Testers Choice Award“. Und natürlich durfte auch unsere Fun-Frage nicht fehlen: „Stell dir vor, dieser Ski hätte eine eigene Tinder-Bio – was würde drinstehen?“ Die Antwort findet ihr jeweils am Ende des Skitests. ;) Und wenn ihr euch trotzdem nicht entscheiden könnt, heißt es ausprobieren! Einige Händler bieten Testmöglichkeiten an oder ihr kommt zum FreerideTestival 2027, wo ihr viele der Ski selbst unter die Füße schnallen könnt. Viel Spaß beim Schmökern! Foto: Anton Brey
ARMADA Antimatter 100 Testermeinung: Der Armada Antimatter 100 wurde gemeinsam mit Freeride-Profi Max Palm entwickelt und ersetzt die Declivity-Serie. Er setzt auf Verspieltheit, Kreativität und einen surfy Fahrstil. Mit dem Freestyle-Rocker fährt er sich sehr drehfreudig und für die nötige Stabilität sorgt ein Pappelholzkern, der mit Armadas Speedmetal-Titanal-Lage kombiniert wird. Auf der Piste überzeugt er mit schnellen Kantenwechseln und viel Spaß in kurzen bis mittleren Radien. Besonders bei moderatem Tempo zeigt er sich reaktionsfreudig, hohen Geschwindigkeiten sind allerdings nicht sein Habitat. Im verspurten Gelände funktioniert der Antimatter, seine Stärke liegt klar in der Wendigkeit, man muss ihn jedoch aktiv fahren. Im Powder bietet er soliden Auftrieb mit surfy Fahrgefühl, stößt bei tiefen Bedingungen aber an Grenzen. Dafür glänzt er in engen Passagen und Treeruns mit Agilität und Flow. Sein größtes Plus ist die Verspieltheit: Der Ski lädt zum Springen, Sliden und kreativen Fahren ein. Für Freerider, die die perfekte Balance aus Piste, Powder und Park suchen. „Trust me – I’ll keep turning.“ ATOMIC Maverick 96 CTI Testermeinung: Mit seinem ausgewogenen Mix aus starken Kantengriff, schneller Reaktionsfreude und exzellente Dämpfungseigenschaften zählt der Maverick 96 CTI zu den vielseitigsten All-Mountain-Ski seiner Klasse. Der Power Woodcore aus Esche und Pappel sorgt für Stabilität und top Dämpfung, während die CTI-Konstruktion aus Carbon und Titanal dem Ski zusätzliche Agilität und Stabilität verleiht. Auf der Piste zeigt er klar seine Stärken: Schneller Kantenwechsel, reaktionsfreudig, wendig, gleichzeitig verlangt der Maverick eine aktive Fahrweise. Im verspurten Gelände überzeugt er mit guter Dämpfung und lässt sich gut steuern. Unebenheiten werden zuverlässig geschluckt, der Ski bleibt kontrollierbar und vermittelt Vertrauen. Im Powder liefert er soliden Auftrieb für seine Breite, stößt bei tieferen Bedingungen aber an Grenzen. Dafür punktet er mit Wendigkeit und einem leicht surfy Fahrgefühl bei mittlerem Tempo. Ideal für sportliche Rider, die einen stabilen Allrounder suchen und auch im Gelände die Kontrolle behalten wollen. BLACK DIAMOND IMPULSE TI 98 Testermeinung: Der Impulse Ti 98 präsentiert sich mit schlichtem Design und konservativem Shape und genau so fährt er sich auch: Stabil, berechenbar und eher traditionell. In Österreich aus einer Prepreg-Glasfaserkonstruktion mit Pappelkern hergestellt, wurde der Ski mit einer Titanalplatte verbessert. Auf der Piste überzeugt er mit gutem Kantengriff und Laufruhe. Besonders bei Tempo läuft er ruhig, verlangt aber eine aktive Fahrweise. In kurzen Schwüngen wirkt er etwas träge. Im verspurten Gelände gingen die Meinungen unserer Tester etwas auseinander. Während leichtere Rider den Ski als äußerst stabil, spurtreu und gut gedämpft beschrieben, vermissten größere und schwerere Rider etwas Dämpfung. Im Powder liefert die lange Schaufel top Auftrieb für 98 mm Mittelbreite. Das Fahrgefühl bleibt hier eher klassisch als surfy. Verspieltheit ist nicht seine Stärke, dafür überzeugt er mit Vielseitigkeit und einem breiten Einsatzbereich. Ideal für klassische Rider, die zwischen Piste, Gelände und gelegentlichen Touren wechseln und einen zuverlässigen Begleiter suchen. „Oldschool, but still got it.“ 21 SK I TEST Testlänge 182 cm | ø R = 18 m Erhältliche Längen 154, 161, 168, 175, 182, 189 cm Taillierung 131 | 100 | 121 Gewicht 3.840 g Preis 749,95 Euro Testlänge 186 cm | ø R = 19 m Erhältliche Längen 165, 172, 179, 186 cm Taillierung 130,5 | 96,5 | 116 Gewicht 3.800 g Preis 759,99 Euro Testlänge 182 cm | ø R = 18 m Erhältliche Längen 175, 182, 189 cm Taillierung 131 I 98 I 119 Gewicht 3.580 g Preis 750,00 Euro Bergstolz Ski & Bike Magazin • 06/2026 BLIZZARD Canvas 100 Testermeinung: Der Blizzard Canvas 100 ist eine der spannendsten Neuheiten der Saison 2026/27. Die neue Freeski-Linie wurde gemeinsam mit der Künstlerin Penelope Misa entwickelt und verbindet kreatives Design mit einem modernen Freeride-Freestyle-Ansatz. Mit seinem Light Sandwich Full Sidewall Aufbau, einem leichten Pappel-Paulownia-Kern, sowie Camber unter der Bindung setzt der Canvas 100 auf Vielseitigkeit und Verspieltheit. Auf der Piste überzeugt er mit starkem Kantengriff, Wendigkeit und Laufruhe. Auch bei Tempo läuft er ruhig und spurtreu und gibt gleichzeitig Feedback. Im verspurten Gelände überzeugt er mit guter Dämpfung und Stabilität. „Vom wechselhaften Untergrund unbeeindruckt lässt er sich problemlos und wendig in die gewünschte Richtung navigieren.“ Auch abseits der Piste liefert der Canvas 100 eine starke Performance. Für einen Ski dieser Kategorie bietet er ordentlichen Auftrieb, bleibt drehfreudig und lädt zum Spielen ein. Der Canvas 100 richtet sich an Rider, die einen Ski für nahezu alle Bedingungen suchen und dabei Wert auf Fahrspaß, Kreativität und unkompliziertes Handling legen. Ein echter Daily Driver, der vom morgendlichen Carving bis zur letzten Powder-Line alles mitmacht. „Open for everything.“ DPS Koala 103 Testermeinung: Der DPS Koala 103 ist der wohl freestyle-orientierteste Ski im DPS-Line-up. Produziert in Salt Lake City, kombiniert er einen modernen Twintip-Shape mit einer Carbon-Konstruktion, sowie einem ausgeprägten Rocker. Auf der Piste überrascht der Koala mit seiner Agilität. Trotz der 103 Millimeter Mittelbreite gelingen kurze Schwünge erstaunlich leicht und die Reaktionsfreudigkeit wird von vielen Testern ausdrücklich gelobt. „Kurzschwung wie ein Slalom Ski.“ Im verspurten Gelände bietet er gutes Feedback und ausreichend Dämpfung. In weichem Schnee macht er besonders viel Spaß, wird der Untergrund jedoch härter oder ruppiger, verliert er etwas an Laufruhe. Seine größten Stärken spielt der Koala 103 im Powder aus. Hier überzeugt er mit gutem Auftrieb, leichtem Handling und einem harmonischen Surfgefühl. Frischer Schnee, kreative Lines, Sidehits und natürliche Features liegen ihm deutlich mehr als kompromissloses Highspeed-Ballern. Der Koala 103 richtet sich an Rider, die einen auffälligen, vielseitigen Ski und kreative Lines suchen. „Too hot to handle.“ DYNASTAR M FREE 100 Testermeinung: Mit Sandwich-Freeride-Konstruktion, dem Hybrid Core 2.0 aus Holz und PU sowie einem langen Progressive Rocker an Tip und Tail setzt Dynastar auf Stabilität, Dämpfung und ein spielerisches Fahrgefühl. Auf der Piste lobten viele Tester seine Stabilität, den soliden Kantengriff und die Laufruhe auch bei höherem Tempo. Gleichzeitig bleibt er drehfreudig genug, um kurze Schwünge und schnelle Richtungswechsel sauber mitzunehmen. Viele Girls empfanden ihn als etwas schwerer und weniger spritzig, insgesamt überzeugt er aber mit einem satten Fahrgefühl. Im verspurten Gelände spielt der Dynastar seine Stärken aus. Er bleibt stabil und schluckt Unebenheiten gut weg. Im Powder bietet der M-Free 100 einen für seine Mittelbreite soliden Auftrieb, ohne dabei Maßstäbe in der Kategorie zu setzen. Dafür punktet er mit einem ausgewogenen Fahrgefühl und überraschend viel Wendigkeit. Der M-Free 100 richtet sich an gute Skifahrer, die einen vielseitigen Ski für Piste, Firn, verspurtes Gelände und gelegentliche Powdertage suchen. „Bereit für alles – von Park bis Peak.“ Testlänge 192 cm | ø R = 20 m Erhältliche Längen 162, 170, 178, 185, 192 cm Taillierung 131| 100 | 123 Gewicht 3.800 g Preis 660,00 Euro Testlänge 184 cm | ø R = 18 m Erhältliche Längen 168, 176, 184 cm Taillierung 129 | 103 | 119 Gewicht 4.150 g Preis 1.195,00 Euro Testlänge 186 cm | ø R = 18,5 m Erhältliche Längen 162, 168, 174, 180, 186 cm Taillierung 133 | 100 | 121 Gewicht 3.760 g Preis 600,00 Euro
22 SK I TEST Bergstolz Ski & Bike Magazin • 06/2026 Line Skis Poisson Testermeinung: Der Name stammt aus dem Französischen und bedeutet „Fisch“ – passend zum markanten Fish Tail und der auffälligen Form. Im Inneren sorgt eine Metallverstärkung in Fischgrätenform für zusätzliche Stabilität. Der Poisson überrascht mit solidem Kantengriff und erstaunlich guten Kurzschwüngen. Hohe Geschwindigkeiten oder harte Pisten zählen allerdings nicht zu seinen Lieblingsdisziplinen. Im Sulz und bei kleineren Jumps macht er dagegen richtig Laune. Im verspurten Gelände zeigt er sich spurtreu, leicht steuerbar und angenehm gedämpft. Landungen steckt er souverän weg und lässt sich spielerisch durchs Gelände dirigieren. Erst bei härteren Schlägen verliert er etwas an Laufruhe. Im Powder punktet er mit kräftigem Auftrieb und einem surfy Fahrgefühl. Das Fish Tail unterstützt dabei ein spielerische Fahrgefühl, besonders in offenen Hängen und bei frischem Schnee. Der Poisson richtet sich an fortgeschrittene Rider, die für ihre Powdertage einen außergewöhnlichen Ski – technisch wie optisch. „Ich bin etwas Besonderes – du musst wissen, wie man mit mir umgeht.“ MAJESTY Havoc 100 CTi Testermeinung: Ein vielseitiger Allmountain-Ski mit leichtem Aufbau und klar spielerischem Charakter. Der Havoc 100 CTi setzt auf einen Pappel- und Eschenholzkern, kombiniert mit Titanal. Auf der Piste zeigt er sich drehfreudig, reaktionsfreudig und stabil. Kurze Schwünge gelingen leicht, und selbst bei höherem Tempo bleibt der Ski angenehm ruhig. Im verspurten Gelände punktet er mit guter Dämpfung und seinem spielerischen Charakter. Er eignet sich vor allem für etwas leichtere Fahrer und lässt sich auch in wechselnden Bedingungen gut steuern. Im Powder liefert er starken Auftrieb, ein angenehm surfy Fahrgefühl und überzeugt mit seiner Drehfreudigkeit. Der Havoc lässt sich mühelos einlenken, vermittelt viel Sicherheit und macht vom ersten Schwung an Spaß. Seine größte Stärke liegt klar in der Verspieltheit: Schnelle Richtungswechsel, Tree Runs und kleine Sprünge liegen ihm genauso wie ein entspannter Fahrstil. Gleichzeitig bleibt er jederzeit unkompliziert zu kontrollieren. Der Havoc 100 CTi ist ein spaßiger Allrounder für Anfänger bis Fortgeschrittene, die einen leichten und vielseitigen Ski für entspannte Tage auf und neben der Piste suchen. „Ich bin Heiratsmaterial.“ NORDICA Enforcer 99 Testermeinung: Der Enforcer 99 setzt auf eine komplett überarbeitete Konstruktion mit einem Holzkern, einem Elastomer Pulse Core sowie zwei Titanal-Lagen. Auf der Piste ist er eine echte Waffe: Brutaler Kantengriff, enorme Laufruhe und Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten. Er verlangt aber nach einer aktiven Fahrweise. Im verspurten Gelände pflügt er souverän durch alles, was im Weg steht, bleibt extrem spurtreu und vermittelt selbst in ruppigen Bedingungen viel Sicherheit. Voraussetzung: Kräftige Oberschenkel. Eine aggressive Fahrweise wird hier klar belohnt. Für die meisten Wintertage reicht der Enforcer 99 vollkommen aus. Nur bei „Big Dumps“ empfahlen unsere Tester den Griff zum breiteren Bruder. Für seine Mittelbreite bietet er einen soliden Auftrieb, setzt jedoch klar auf Stabilität statt auf ein ausgeprägt surfy Fahrgefühl. Lange Turns und viel Tempo sind genau sein Ding. Verspieltheit ist nicht sein Fokus, der Enforcer ist eine echte Speedmaschine. Ideal für sehr gute Skifahrer mit Kraft, die einen stabilen Allrounder für aggressive Lines und hohe Geschwindigkeiten suchen. „Gib Gas – ich halte die Linie.“ Testlänge 186 cm | ø R = 18,5 m Erhältliche Längen 165,172,179,186 cm Taillierung 144 | 110 | 133 Gewicht 4.530 g Preis 980,00 Euro Testlänge 182 cm | ø R = 18/20/23/19 m Erhältliche Längen 164, 170, 176, 182, 188 cm Taillierung 131 | 190 | 116 Gewicht 3.600 g Preis 849,90 Euro Testlänge 185 cm | ø R = 18,5 m Erhältliche Längen 167, 173, 179, 185, 191 cm Taillierung 133 | 99 | 121 Gewicht 4.250 g Preis 750,00 Euro ELAN Ripstick 96 Black Edition Testermeinung: Ein leichter Allmountain-Ski mit klarer Pisten-DNA, der vor allem durch Agilität und Kantengriff überzeugt. Die Black Edition kombiniert Elans bewährte SST Sidewall-Konstruktion mit dem TubeLite Woodcore, in den zwei durchgehende Carbon-Rohre integriert sind. Das Amphibio-Profil sorgt zusätzlich für ein präzises und gleichzeitig spielerisches Fahrverhalten. Optisch wirkt der Ski schlicht und unauffällig, überrascht aber mit seinem lebendigen Charakter. Auf der Piste spielt er seine Stärken aus: Toller Kantenhalt und viel Spaß in kurzen bis mittleren Radien. Der Ski fühlt sich deutlich schmaler an, als es die 96 mm vermuten lassen, und lässt sich leicht handhaben. Auch bei höherem Tempo bleibt er stabil, solange der Untergrund nicht zu hart ist. Im verspurten Gelände dagegen sorgt die weiche Schaufel für etwas Unruhe und es fehlt ihm etwas an Dämpfung. Im Powder liefert er für seine Breite soliden Auftrieb. Viele unserer Tester meinten, dass er hier besonders drehfreudig sei, bei tieferen Bedingungen jedoch an seine Grenzen stößt. Verspielt und leicht zu fahren, richtet sich der Ripstick vor allem an Rider, die einen unkomplizierten Allrounder für den Skitag im Resort suchen – mit gelegentlichen Abstechern ins Gelände. „Stille Wasser sind tief – gib mir eine Chance.“ FACTION Dancer 99 Testermeinung: Ein moderner Allmountain-Ski mit auffälligem Look und klar verspieltem Charakter. Der Dancer 99 kombiniert eine Full Strength Sidewall, einen Pappelholzkern sowie zwei Titanal-Lagen, die ihm trotz seines spielerischen Charakters viel Laufruhe und Stabilität verleihen. In Verbindung mit dem Tip Rocker, klassischem Camber und leichtem Tail Rocker entsteht ein Ski, der Agilität, Kantengriff und Vielseitigkeit gekonnt miteinander verbindet. Auf der Piste überzeugt er mit schnellen Kantenwechseln, Reaktionsfreudigkeit und viel Agilität. Besonders kurze bis mittlere Radien gelingen spielerisch und machen richtig Laune. Im verspurten Gelände bleibt er wendig, gut kontrollierbar und spurtreu. „Pflügt stabil und sauber durchs Gelände.“ Im Powder bietet er soliden Auftrieb für seine Breite und ein angenehmes, leicht surfy Fahrgefühl. Ideal für mitteltiefe Tage, für ganz tiefe Bedingungen fehlt ihm etwas an Mittelbreite. Sein größtes Plus ist die Verspieltheit: Schnelle Richtungswechsel, Tree Runs, kleine Jumps – hier fühlt er sich zuhause. Der Dancer 99 ist ein spaßiger Allrounder für fortgeschrittene Rider, die einen leichten, agilen Ski für Piste und Gelände suchen, mit Fokus auf Flow statt Vollgas. „I’ll make you dancing.“ Testlänge 177 cm | ø R = 18 m Erhältliche Längen 164, 171, 177, 183, 188 cm Taillierung 132 | 99 | 123 Gewicht 3.680 g Preis 679,00 Euro Testlänge 182 cm | ø R = 18,8 m Erhältliche Längen 161, 168, 175, 182, 189 cm Taillierung 133 | 96 | 114 Gewicht 3.280 g Preis 849,95 Euro
23 SK I TEST K2 SKIS Mindbender 96 Testermeinung: Mit seiner Powerwall Sidewall, dem Aspen Veneer Holzkern und der Spectral Braid Carbon-Konstruktion verbindet er hohe Stabilität mit einer direkten Kraftübertragung. Auf der Piste überzeugt er mit gutem Kantengriff, ruhigem Lauf und solider Performance bei höheren Geschwindigkeiten. Allerdings braucht es Druck und eine aktive Fahrweise, um ihn sauber auf die Kante zu bringen. Im verspurten Gelände wurde vor allem die gute Dämpfung, die hohe Spurtreue und das souveräne Durchsetzungsvermögen gelobt. Allerdings ist der Mindbender ein anspruchsvolles Gerät, das gebändigt werden will. Für alle, die gerne selbst die Zügel in der Hand halten, genau das Richtige, für alle anderen heißt es eher Finger weg. Im Powder bietet er für seine Breite guten Auftrieb – vorausgesetzt, man bleibt zentral über dem Ski. Insgesamt ist der Mindbender 96 ein verlässlicher Begleiter für Rider, die Stabilität und Vielseitigkeit suchen. I „Play me like you want – I’ll bend your mind anyways.“ KÄSTLE Trancent 104 Testermeinung: Ein Allmountain-Ski mit klarer Big-Mountain-DNA. Der TRANCENT 104 setzt auf einen Twin Core aus Pappel- und Buchenholz, kombiniert mit einer Powerzone-Titanal-Lage, die für hohe Laufruhe und Stabilität sorgt. Auf der Piste überrascht er trotz 104 mm Mittelbreite mit gutem Kantengriff und ruhigem Lauf. Besonders in mittleren bis langen Radien spielt er seine Stärke aus und bleibt auch bei höherem Tempo souverän. Kurze Schwünge sind möglich, verlangen aber Kraft und eine aktive Fahrweise. Im verspurten Gelände zeigt er sich als echter Durchpflüger und schluckt auch ruppige Bedingungen souverän weg. Gleichzeitig wirkt er weniger wendig und braucht eine aktive Fahrweise, um die Richtung zu wechseln. Im Powder liefert er guten Auftrieb und fühlt sich vor allem bei Speed und weiten Turns wohl. Hier spielt der TRANCENT seine Stärken voll aus und vermittelt viel Vertrauen. Der Ski richtet sich an starke, erfahrene Rider, die auf Big Lines und maximale Stabilität stehen. „Cooler Ski für viele Verhältnisse.“ Testlänge 183 cm | ø R = 17 m Erhältliche Längen 168, 173, 178, 183 cm Taillierung 135 | 96 | 123 Gewicht 3.800 g Preis 750,00 Euro Testlänge 189 cm | ø R = 19,8 m Erhältliche Längen 165, 171, 177, 183, 189 cm Taillierung 137,5 | 104 | 126,5 Gewicht 4.080 g Preis 949,00 Euro HEAD Kore 94 Ti Testermeinung: Der Kore 94 Ti setzt auf eine Sandwich-Cap-Konstruktion mit einem leichten Karuba-/Pappelholzkern, einem All-Mountain-Rocker und Titanal- und Carbon-Verstärkungen. Optisch wirkt er eher zurückhaltend, zeigt auf Schnee aber eine starke und souveräne Performance. Auf der Piste überzeugt er mit sehr gutem Kantengriff, hoher Laufruhe und viel Stabilität, besonders bei Tempo. Er zeigt sich sehr agil und reaktionsfreudig. „Man spürt die Race-Herkunft – ausgewogenes Feeling auf der Piste.“ Im verspurten Gelände punktet er mit ausgezeichneter Dämpfung und Spurtreue. Unebenheiten werden zuverlässig geschluckt, der Ski bleibt auch bei schwierigen Bedingungen kontrollierbar. Im Powder liefert er soliden Auftrieb. Vor allem bei höherer Geschwindigkeit kann er hier richtig punkten. Kleine Jumps sind kein Problem für den Kore und er lässt sich bei aktiver Fahrweise überraschend spielerisch steuern. Der Kore 94 Ti ist ein stabiler Allrounder für sportliche Rider, die einen verlässlichen Ski für unterschiedlichste Bedingungen suchen – mit Fokus auf Kontrolle und Tempo. „Mit mir kannst du alles machen.“ Testlänge 184 cm | ø R = 17,9 m Erhältliche Längen 156,163,170,177,184,191cm Taillierung 132 | 95 | 117 Gewicht 3.810 g Preis 785,00 Euro
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