Bergstolz Issue No. 137

24 FAMILY SHRED Bergstolz Ski & Bike Magazin • 05/2026 Die Trails rund um den Faaker See sind allererste Sahne: Top geshaped, bestens gepflegt und variantenreich angelegt. Es gibt blaue Flowtrails, wie den Flowgartner- und Lowgartner Trail, die sowohl für Anfänger als auch Kids mit Starrrahmen geeignet sind, aber auch ambitioniertere Rider von jung bis alt können hier ganz entspannt einrollen. Der eine oder andere kleine Jump bietet sogar Gelegenheit für Airtime. Für alle, die es eine Nummer anspruchsvoller lieben, sind diverse rote und schwarze Trails im Angebot. Der rote Sisgartner mit seinen abwechslungsreichen Kurven und zahlreichen kleinen bis mittleren Jumps wird hier schnell zu unserem Favoriten und nach kurzer Zeit grooven wir uns richtig ein. Die Kicker und Jumps der blauen und roten Trails kann man im Übrigen auch entspannt überrollen oder umfahren. Direkt neben dem Sisgartner verläuft einer der wichtigsten Trails, der Upgartner Trail. Wie der Name vermuten lässt, führt dieser vom Baumgartnerhof nach oben zu den Traileinstiegen einiger blauer, roter und schwarzer Trails und erlaubt auch ohne Motorunterstützung entspanntes Uphill-Pedalieren zu großen Teilen durch den angenehm schattigen Wald. Selbst die beiden Zehnjährigen, für die bergauf treten eher mühsame Pflicht ist, können hier problemlos eine Runde nach der anderen runterspulen. Als Motivation reicht allein der Gedanke an die nächste Abfahrt. Großes Highlight für uns: Wir sind unter den Ersten, die den komplett neuen Kathi Truppe Trail, benannt nach der lokal ansässigen Olympiateilnehmerin im Slalom, unter ihre Reifen nehmen dürfen. Der blaue Trail sorgt dank seiner super flowigen und spaßigen Streckenführung auf loamigem Grund mehrfach für freudige Ausrufe während der Fahrt. Wer die schwarzen naturbelassenen Trails in Angriff nehmen will, muss noch etwas höher hinauf pedalieren. Oben angekommen belohnen Ffargartner, Senngartner und Blairwitch Trail mit jeder Menge natürlicher und durchaus anspruchsvoller SingletrailAction. Zu großen Teilen verlaufen diese Trails durch den Bergwald und überzeugen mit stets griffigem Untergrund, steilen Kurven, Wurzel-Passagen, kleinen bis mittleren Drops und Sprüngen sowie technisch raffinierteren Schlüsselstellen, die das Mountainbiker–Herz höherschlagen lassen. Auch wer richtig Flugmeilen sammeln will, kommt am Trailcenter Faaker See voll auf seine Kosten. Der Jumpgartner Trail macht seinem Namen als reine Jumpline alle Ehre, während der Airgartner Trail als Mischung aus Singletrail und Jumpline mit zahlreichen mittleren bis größeren Doubles auf die ambitioniertesten Fahrer wartet. Unseren lake.bike Aufenthalt machen vor allem auch die lokale Community und die Personen hinter dem Projekt zu etwas ganz Besonderem. Gleich an unserem ersten Tag kommen wir bei der 10-Jahres-Feier dank der Herzlichkeit der Einheimischen schnell ins Gespräch und auch die Jungs haben direkt Anschluss gefunden. Am zweiten Tag steht gegen Mittag die Fotosession des österreichischen Lines Magazins am Jumpgartner Trail an. Die lokale Jugend, Gäste, Guides, Shaper sowie zahlreiche mittlere Semester der lake.bike-Community lassen es ordentlich krachen und zeigen ihre Tricks über die ersten vier Jumps begleitet von Musik und immer unterstützt von den Zuschauern. Head-Shaper und Bike-Guide Rafi, der seit Anfang an beim lake.bike Projekt an Bord ist, steht am Rand, wässert die Jumpline und beobachtet seine beiden Kinder während der Session. Die sind ungefähr im Alter meiner Jungs und haben sich sofort angefreundet. Die vier pushen sich gemeinsam und drehen im Anschluss an die Session noch diverse Runden auf den Trails. Standout der Session mit massig Style und dem einen oder anderen Backflip ist Philipp Mischkulnig. Kein Wunder, denn Philipp kennt die Line in- und auswendig: Seit dieser Saison unterstützt der österreichische Freerider die lake.bike Shapecrew tatkräftig bei Trailbau und -pflege. Der Abend des zweiten Tages findet seinen Ausklang mit Beats am Beach: Am Ufer des Strandcamping Anderwald versinkt die Sonne im See, während die Kinder im Wasser plantschen. Ein Traumplatz, um in guter Gesellschaft das eine oder andere Kaltgetränk zu sich zu nehmen und Geschichten von den Trails auszutauschen. Der Outdoor-Pumptrack Drobollach liegt auf der Nordseite des Faaker See. Hier steht an Tag drei das Pumptrack-Race mit Spaß und gemeinsamer Bike-Zeit für Klein bis Groß auf dem Plan. Auf dem von Velosolutions erbauten Pumptrack geht es heute nicht um die schnellste Zeit, sondern darum zwei möglichst identische Rundenzeiten zu absolvieren. Alle, die vor Ort sind, machen mit. Nach dem Event drehen meine Jungs hier gemeinsam mit der lokalen Jugend ihre Runden. Der Pumptrack bietet je nach Können einen großen anspruchsvollen Kurs, einen entspannten Kurs für erste Fahrversuche und darüber hinaus eine spaßige Jumpline. Wer kein passendes Bike hat, kann sich zu den Öffnungszeiten ein Dirt Bike oder BMX ausleihen. Da die Kids auch nach drei Stunden Pumpen und Springen noch nicht genug haben, geht es für uns mit dem Auto an den Ossiacher See. Unser Ziel ist der Family Playground, ein kleiner Skill-Park zwischen Wald und See für Kinder und Anfänger. Hier kann man an seinem Bike Handling arbeiten, erste Sprungversuche unternehmen und Mini-Drops fahren. Es gibt sogar Skinnies und eine Bike-Wippe. Janosch und Flynn haben es aber auf den Airbag Jump abgesehen. Zwei Stunden und gefühlte 60 Sprünge später sind die beiden dann auch platt und wir ziehen weiter zum Bike Beach am Ossiacher See, wo wir zum Sonnenuntergang vom Steg ins kühle Wasser springen.

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