24 PAK I STAN Bergstolz Ski & Bike Magazin • 01 /2025 der Schwerpunkt eher auf Skitouren, die ein hohes Niveau beim Skifahren erfordern. Die Vereinigung Zom Connection hat sich daher zum Ziel gesetzt, die passende Ausrüstung für Skitouren und Schulungen anzubieten. Viele Jugendliche haben bereits Zugang zu einer alpinen Ausrüstung und sich ein wenig Fachwissen angeeignet. Nun ist es an der Zeit, Erfahrung in den Bergen zu sammeln. Gemeinsam mit Pica und einer Gruppe Pakistanis machten sich Yannick und Arnaud auf die Suche nach den besten Couloirs und testeten dabei die neue Ski Touring-Kollektion Sella Free von Salewa. Das Ziel war ein einzigartiges Erlebnis und ein kultureller Austausch der besonderen Art. Doch die Expedition wurde von den Auswirkungen des Klimawandels überschattet, was viele unvorhergesehene Herausforderungen mit sich brachte und maximale Flexibilität erforderte. „Jedes Frühjahr folgt das gleiche Ritual: Ich bereite meine Ausrüstung für eine neue Skiexpedition vor. Dieses Jahr begleiten uns Yannick, ein französischer Skifahrer und Filmemacher, und Arnaud, ein Schweizer Skifahrer“, erklärte Mueiz Din in einem Kurzfilm zur Expedition. Er ist ein lokaler Bergführer und Fotograf, der das Abenteuer begleitete. Mueiz stammt aus Altit, einem kleinen Dorf im Hunza-Tal und kennt die Region wie kein anderer. „Wir sind alle hier, weil Yannicks Freund Julien ‚Pica‘ Herry uns zusammengebracht hat. Seit Jahren unterstützt Pica mit seinem Verein ‚Zom Connection‘ die einheimischen Skifahrer in Pakistan und fördert den Berg- und Wintersport in der Region.“ Das Team bestand neben Yannick und Arnaud aus einer Gruppe einheimischer Teilnehmer, die sich ebenfalls auf die Expedition begaben. „Bei diesem Projekt ging es mir vor allem darum, die Menschen vor Ort kennenzulernen“, sagte Yannick Boissenot. „Ich wollte die Einheimischen und ausländischen Leute für die Produktion mischen, um auf diese Weise unser Wissen auszutauschen. In einer solidarischen Ski-Expedition gingen wir alle zusammen hoch; Pakistaner und Ausländer.“ Javed Ali, ein erfahrener Guide, der schon an vielen Expeditionen teilgenommen hat, fungierte als „Papa“ in der Gruppe. Ozair Khan war ein Kameramann und YouTubeInfluencer aus Islamabad, Ali Hasnain, ein junger Snowboarder, der durch das Projekt Zom Connection zum Snowboarden gekommen war und in einem Tal in der Nähe von Afghanistan lebt. Und schließlich Hamza Masood, der Koordinator des Zom-Projekts in Pakistan, der seinen Job als Krankenhausarzt aufgegeben hatte, um sich auf das Abenteuer einzulassen. Die Reise begann in Islamabad, der Hauptstadt Pakistans. Nach einer langen, mehr als 20 Stunden dauernden Fahrt, die sie durch Erdrutsche, blockierte Straßen und Polizeieskorten führte, erreichten Yannick, Arnaud und das Team endlich das HunzaTal. Doch schon bei der Ankunft wurde klar, dass die warmen Temperaturen und die instabile Schneelage ihre Pläne durcheinanderbrachten. Um die Chancen beim Skifahren bestmöglich zu nutzen und verschiedene Täler rund um die Hunza-Region zu erkunden, hatte die Gruppe beschlossen, mehrere kleine Expeditionen von 3 bis 7 Tagen zu unternehmen. Um die verschneiten Hänge zu erreichen, mussten sie jedes Mal ein Basislager an der Schneegrenze errichten. Sie heuerten Dorfbewohner an, die einen Tag lang als Träger arbeiteten und die Ausrüstung trugen. Die Basislager bestanden in der Regel aus einem Hauptzelt, einem Küchenzelt und einzelnen Zelten. Die Temperaturen lagen zwischen -15 und 0 Grad in der Nacht. Für die erste Expedition, die der Akklimatisierung dient, hatten sie das Hopper Valley gewählt. Leider mussten sie sich mit leichten Hängen zufriedengeben, da die starken Schneefälle am Ende des Winters eine sehr instabile Schneedecke hinterlassen haben. „Bis Mitte Februar gab es keinen Schnee und in den folgenden zwei Monaten aber
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